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Verschlechterung des menschlichen Genpools

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Alt 14.03.2008, 21:16   #1
Standard Verschlechterung des menschlichen Genpools

Pflanzen sich Menschen mit höherer Überlebensfähigkeit heutzutage mehr fort, als die mit schlechteren Voraussetzungen/Fähigkeiten? Haben wir vielleicht sogar eine Verpflichtung, unser Erbgut besser oder reiner zu halten (Stichwort Eugenik)?

Ausgangsthread war Rippers Thread
Wie sieht unsere Zukunft aus und werdet ihr mitziehen?
Zitat von IceBear
Zitat von baedr
Sehbehinderte, Kranke oder sonst von Natur aus benachteiligte Menschen pflanzen sich fort, und verteilen ihre "schlechten" Gene an unsere Kinder und Enkel. Natürliche Mutation wirkt sich im allgemeinen eher negativ auf die Menschheit aus, weil kaum mehr selektiert wird. Akademiker und Gebildete entschließen sich aus Karrieregründen dafür, keine Kinder zu bekommen, wo hingegen das "einfache Volk" sich um so mehr fortpflanzt. Dass sich der menschliche Genpool qualitativ rapide verschlechtert, lässt sich nach heutigem wissenschaftlichen Stand nicht bestreiten.
Das würde ich aber schon bestreiten. Evolution bedeutet nicht "Überleben des Schlauesten" oder "Überleben desjenigen mit dem besten Sehvermögen". Tatsache ist, dass eine Fehlsichtigkeit heute kein Nachteil mehr ist. Dementsprechend wird auf diese Eigenschaft kaum Evolutionsdruck ausgeübt. Heute sind es andere Eigenschaften, nach denen selektiert wird. Diese Selektion findet statt, immer und zu jedem Zeitpunkt, egal ob wir es wollen oder nicht. Und sollten sich intelligente Menschen sich weniger stark fortpflanzen als nicht-intelligente Menschen, so bedeutete das nur eins: Offensichtlich sind nicht-intelligente Menschen fitter.
Vielleicht hab ich etwas übertrieben, mit der Aussage, es ließe sich wissenschaftlich nicht bestreiten, dass sich unser Genpool rapide verschlechtere, aber zumindest in den Industriestaaten und gerade in den Sozialstaaten trifft das doch eindeutig zu. Ist es nicht so, das auch in Deutschland, jeder die Möglichkeit hat eine Familie zu gründen, auch wenn er arbeitslos ist, eine Sehschwäche hat, und sich jeden Tag Tabletten einwirft, um seinen Gesundheitszustand stabil zu halten? Und selbst wenn er Geld verdient, und sich als überlebensfähig in dieser Gesellschaft gezeigt hat, so kann er trotzdem Erbkrankheiten und Gebrechen haben, die er auf seine Kinder überträgt. Solange die Zeugungsfähigkeit nicht beeinträchtigt ist, so kann sich heutzutage fast jeder fortpflanzen. Extrem entstellte Menschen, oder Menschen mit einer enormen geistigen Beeinträchtigung stellen hier die Ausnahme dar.

Das Prinzip der Selektion ist ein ziemlich labiles Gebilde. Wenn zwei Menschen ein Kind bekommen, so wird deren DNA Vermischt und sie mutiert gleichzeitig. Diese zufälligen Mutation sind zum allergrößten teil entweder irrelevant für die Überlebensfähigkeit, oder stellen eine kleine Verschlechterung dar. Der deutlich kleinere Teil der Mutationen wirkt sich positiv für den Geborenen aus, und dieser hatte früher eben einen kleinen Vorteil gegenüber den Anderen sich fortzupflanzen, weil er vielleicht kräftiger war, schneller vor einem Fressfeind fliehen konnte, etc...
In Europa und Asien hat man ziemlich früh angefangen sich zu zivilisieren, und diese Gesetze teilweise außer Kraft gesetzt. Zur Veranschaulichung muss man sich nur das Olympia-Finale im 100m-Lauf ansehen. Diese dort antretenden Athleten, welche ausschließlich afrikanischer Abstammung sind haben einfach eine Genetik, welche grundsätzlich besser für diese Aufgabe geeignet ist.

Auch wenn ich mich wiederhole, dieser Punkt ist einfach wichtig: In den Industriestaaten läuft die Selektion fast schon andersherum ab. Sehr erfolgreiche Menschen verzichten eher noch auf Kinder, oder entscheiden sich für ein Einzelkind, um ihre Karriere nicht zugefährden. Die "niederen Gesellschaftsschichten" hingegen pflanzen sich mehr und mehr fort.

Was die Reinhaltung oder Säuberung unseres Genpools betrifft, so halte ich nichts davon. Letzten Endes geht es darum, jedem Individuum das größtmögliche Glück zu ermöglichen, und nicht um das Schaffen eines Supermenschen.
 
 
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Reh
Alt 14.03.2008, 22:51   #2
Standard

Zitat von baedr
Auch wenn ich mich wiederhole, dieser Punkt ist einfach wichtig: In den Industriestaaten läuft die Selektion fast schon andersherum ab. Sehr erfolgreiche Menschen verzichten eher noch auf Kinder, oder entscheiden sich für ein Einzelkind, um ihre Karriere nicht zugefährden. Die "niederen Gesellschaftsschichten" hingegen pflanzen sich mehr und mehr fort.
Vielleicht ist das, was wir heute als Erfolg ansehen, langfristig gesehen gar nicht erfolgreich?

Wenn man eine naturnahe Lebensweise als Maß nimmt, dann verschlechtert sich unser Genpool. Unsere Lebensweise ist aber nicht mehr naturnah, also muss die Bewertung anders gemacht werden. Was bei Tieren das Immunsystem erledigen muss, erledigt bei uns zum Teil die Medizin, so dass anfälligere Gene kein Problem darstellen.

Wenn wir aber davon ausgehen, dass unsere kulturellen Systeme irgendwann zusammenbrechen und Hilfsmittel wie Medizin, Hygiene usw. nicht mehr zur Verfügung stehen, dann entwickeln wir uns zur Zeit in der Tat in keine positive Richtung. Aber angesichts der Tatsache, dass es über 6 Milliarden Menschen auf der Erde gibt, ist das wiederum kein Nachteil. Im Gegenteil, im Falle einer Katastrophe haben wir große genetische Vielfalt. Dann sterben zwar ein paar Milliarden aus, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine genügende Anzahl Menschen für den Erhalt der Art überlebt, erhöht sich.
 
 
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Saman
Alt 15.03.2008, 14:11   #3
Standard

Es ist nicht bestreitbar das wir das System der positiven Revolution ausgehebelt haben.
Man kann sich von mir aus darüber streiten wie sinnvoll oder wichtig es noch ist, das sich nur gesunde und Intelligente fortpflanzen.
Aber man kann nicht darüber diskutieren ob unser Genpool schlechter wird, denn das wird er.
Behinderte werden unterstützt und nicht wie von der Natur vorgesehen liegen gelassen.
Schwache Menschen werden unterstützt und nicht wie von der Natur vorgesehen aufgefressen
Dumme Menschen werden unterstützt und nicht wie von der Natur vorgesehen durch ihre eigene fehlende Weitsicht in den Tod getrieben.

Ja definitiv verschlechtert sich unser Genpool und es wird immer mehr behinderte und kranke Menschen geben, denn auch wenn wir nicht mehr alle mehr als 2-3 Kinder zeugen besteht ein Doppelungsfaktor und das heißt aus einem kranken Menschen werden 2 usw.

Gruß
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 17.03.2008, 15:19   #4
Standard

Zitat von baedr
Letzten Endes geht es darum, jedem Individuum das größtmögliche Glück zu ermöglichen, und nicht um das Schaffen eines Supermenschen.
Naja genau. Ich denke es ist wichtiger, Wärme und Liebe zu vermehren. Weil diese manchen intelligenten Akademikern und Gebildeten fehlt, sind sie so "schlau" die Karriere dem Kinderkriegen vorzuziehen! Sind denn Wärme und Liebe so sehr von den Genen abhängig? Oder liegt es an unserem Umfeld?
 
 
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David
Alt 19.03.2008, 15:49   #5
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Naja als ich mein Praktikum in der Neonatologie hatte (Frühchenstation) musste man schon drüber nachdenken dass wirklich viele dieser Kinder ohne die modere Medizin nicht überleben würden und sich so erbliche Risikofaktoren für z.b. angeborene Herzfehler nicht weitervererben würden.

Auch das Hartz4-Horst 4 Kinder hat und der durchschnittsakademiker-Haushalt nur 1,3 ist nicht wirklich förderlich für den Genpool.

Aber was sind wir denn bitte für Nazis uns über den "Genpool der Menschheit" Gedanken/Sorgen zu machen? Da reg ich mich eher über die abnehmende Qualität von Lidl-Kartoffeltaschen mit Frischkäsefüllung auf.
 
 
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Terence75
Alt 23.09.2008, 18:54   #6
Standard

Hallo!

Ja, das habe ich mir auch schon oft gedacht.
"Dank" der Medizin überleben immer mehr eigentlich nicht mehr lebensfähige Menschen.

Ich glaube nicht, dass das Leiden der Menschen durch die Medizin geringer wird, nur verlängert und hinausgezögert.

Ob ich nun mit 55 krank werde, und mit 60 sterbe, oder weitere 10 Jahre an einer Maschine angeschlossen dahinvegetiere.

Klar, wenn ich oder meine engsten Verwandten krank würden, dann würde ich alles tun, um die Krankheit zu besiegen.

Für den einzelnen Menschen ist die Medizin ein Segen, für die Menschheit ein Fluch, bald wird es kaum mehr gesunde Menschen geben, wieso soll die Natur dem Menschen eine funktionsfähige Niere geben, wenn es die Dialysemaschine gibt usw.

Vor Kurzem im Fernsehen:
Eine Hartz4 Empfängerin, die aussieht wie ein Fraggle und die nur behinderte Kinder zur Welt bringt, und extra weiter macht, weil ihr schon einige Kinder genommen wurden... Schöne Zukunft.

Würde man absichtlich kranke Tiere züchten, wäre das vermutlich eine Straftat, aber mit Menschen darf man es
 
 
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Alt 26.09.2008, 01:39   #7
Standard

Hier wird immer von den Hartz-4 Empfängern gesprochen, die unseren Genpool verunreinigen, man nimmt also an, dass ein hoher Bildungsstandard wie er in einer Akademikerfamilie vorherrschen kann, rein genetisch bedingt ist. Ich möchte nur einmal anmerken, dass selbst in der Zwillingsforschung noch nicht einmal ein Konsens darüber herrscht, inwiefern Eigenschaften genetischen oder erzieherischen Ursprungs sind, das Verhältnis schwankt da je nach Untersuchung sehr, ihr glaubt außerdem gar nicht, wie viele große Persönlichkeiten aus ärmlichen Verhältnissen stammen, desweitern wurde ja bereits angemerkt, dass die Medizin auf diesem Gebiet große Fortschritte macht, dank z.B. der Pränataldiagnostik.
Und hier mal meine eigene Theorie: Kann sich durch die Globalisierung nicht auch ein Genpool der Menschheit insgesamt verbessern? Ich kann mir z.B. vorstellen, dass in meiner Umgebung (Westerwald) vor vielleicht 100 Jahren jeder mit jedem um ein paar Ecken verwandt war (bin übrigens kein Ur-WWler ;D ), dank Bahn sind aber heutzutage Beziehungen zwischen Köln und WW kein Problem mehr, da freut sich der Genpool?
 
 
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Ripper08
Alt 26.09.2008, 10:47   #8
Standard

Ich glaube ihr vergesst alle, dass es auch noch die sexuelle Selektion gibt und genau diese wird in Zukunft mehr Gewicht bekommen.


Viele Vögel im Regenwald sind weniger der "natürlichen" Selektion unterworfen, als der sexuellen. Das führt dazu, dass sich bei den Männchen eine extreme Farbenpracht entwickelt (siehe Pfau etc.), welche die Konkurrenten ausstechen soll und gleichzeitig die eigene Gesundheit zur Schau stellt.



Ich will damit nicht sagen, dass uns Männern bald Federn ausm Arsch wachsen aber die natürliche Selektion wird weiterhin an Bedeutung verlieren, was die sexuelle Selektion im Gegenzug wichtiger macht als bisher. Wie das gesellschaftlich aussehen wird überlasse ich eurer Phantasie.



Zurück zu den Krankheiten

Sicher ist es "nicht gut", wenn mehr und mehr Kinder ohne medizinische Hilfe von Aussen nicht überlebensfähig sind.
Das war ich z.B. auch nicht und ohne ärztliche Hilfe wäre ich im Laufe meines Lebens vermutlich schon 4-5 Mal gestorben.

Diese Wehwehchen hatten jedoch allesamt äussere Ursachen und waren nicht genetisch bedingt. Der genetisch gesundeste Mensch hätte sie wohl genausowenig überlebt. Hat sich der Genpool durch meine Existenz also tatsächlich verschlechtert?


Man muss hier wohl klar zwischen normalen Krankheiten durch äussere Einflüsse und den genetischen Fehlern trennen.



Ich bin übrigens ein Fan von Genmaniulation und ich denke in rund 100 Jahren werden noch vor der Geburt eines Kindes Standardmässig alle Erbkrankheiten "entfernt". Awesome.

Damit wäre dann auch dieses Problem gelöst.
 
 
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Jamiecine
Alt 26.09.2008, 18:17   #9
Standard

Wenn man hier von der Ausgangsfrage ausgeht möchte ich zuerst mal gegenfragen, wann genau unser Genpool denn mal gut war? Wann hatte die Menschheit denn ihren Status Quo, von dem wir uns wegbewegen?
Tut mir Leid aber vieles hier erinnert eher an Stammtischparolen, als an eine auch nur einigermaßen fundierte Diskussion...
Wenn ich mal aus Wikipedia zitieren dürfte:

Zitat von Wikipedia Erbkrankheiten
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff der Erbkrankheit inflationär und oft grob falsch verwendet, unter anderem für angebliche „Krankheiten“ wie „kriminelle Neigung“ oder „Asozialität“. Dieses Denken beeinflusste Sterilisations-Programme und den Euthanasie-Gedanken und fand seine extreme Ausprägung im deutschen Nationalsozialismus, war aber zum damaligen Zeitpunkt auch in vielen anderen Ländern wie den USA, England und Frankreich vorhanden. Heute werden nur noch solche Krankheiten als Erbkrankheiten bezeichnet, die möglichst klar abgrenzbar sind und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Gendefekte zurückgehen.
Den Menschen hierbei als ein funktioniereden Teil der Natur zu betrachten schlägt schon deshalb fehl, weil wir das Ding zwischen unseren Ohren auch für andere Sachen benutzen, als für die Futtersuche und die Fortpflanzung. Wir lassen keine schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft einfach verrecken, weil für uns klar ist (für die meinsten von uns, ja), dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass aus fast jedem Menschen ein wichtiger Teil der Gesellschaft werden kann, wenn einfach die Voraussetzungen stimmen und damit meine ich Förderung und Unterstützung. Das es immer größer werdende Klüfte zwischen arm und reich gibt, die gleichzeitig bedeutend sind für Bildung oder eben nicht Bildung ist doch viel mehr ein Auswuchs unserer Umgebung und unserer Gesellschaft. Das ist ein Kreislauf, bei der sich die Katze selbst in ihren Schwanz beisst. Erst neulich dachte ich mir noch, wieviel Potenzial tagtäglich verloren geht, einfach aus dem Grund, dass junge Menschen oder Kinder durch ihr Elternhaus oder das Bildungssystem zu wenig Förderung bekommen. Wer weiß, was ein Kevin mit Mami und Papi Hartz IV aus Berlin Neukölln tatsächlich leisten könnte, wenn er die Voraussetzungen (und nein, damit meine ich nicht die genetischen) eines Kindes von Herr und Frau Doktor hätte?!

Interessant zum Thema wär auch noch ein anderes Zitat:

Zitat von Wikipedia Vererbung
Viele Erbkrankheiten werden rezessiv vererbt und praktisch jeder Mensch trägt die Anlagen für einige solcher Krankheiten in sich. Die Krankheit wird aber nicht manifest, wenn im dominant-rezessiven Erbgang das rezessive Allel nicht reinerbig vorliegt.
Das bedeutet, dass du dich mit einem Top-Model-Sumacum-Laude-Havard-Buissness-School-Absolventen vermehren könntest und trotzdem ein behindertes oder krankes Kind bekommen könntest, wenn die rezessiven Allelen der Erbkrankheit die ihr in euch tragt die gleichen sind.

Übrigens ist die Aussage, dass immer mehr behinderte Kinder geboren werden faktisch falsch. Durch die fortschreitenden Errungenschaften der Medizin (Pränatale Untersuchungen) kommt es zu immer mehr Schwangerschaftsabbrüchen....

Dass es vielen Menschen in unserer GGesellschaft schlecht geht, dass viele Kinde rin bekackte Verhältnisse geboren werden, das will ich nicht leugnen aber ich mache es mir auhc nicht so leicht, indem ich einfach sage, dass nur Erbanlagen dafür verantwortlich sein sollen. Und was will man dagegen tun? Wer will sich denn hier hervor tun und bestimmen wer Kinder bekommen darf und wer nicht?! Es gab mal ne Zeit in Deutschland, da haben das die Menschen gemacht, wollt ihr tatsächlich in so einer Welt leben? Also ich bestimmt nicht...
 
 
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-Onkelchen-
Alt 28.09.2008, 01:14   #10
Standard

Also...
Die Aussage dass fast jeder von uns ne Erbkrankheit in uns trägt ist absolut falsch.. nichmal rezessiv...

Dann. Gene sind ja schon nen tolles ding nich Es wird so verdammt viel durch die bestimmt was wir garnich mitkriegen, unsrere Partner wahl und sogaar viiiiieeeles mehr
hab mal nen Bericht gesehen da haben sie eineiige zwillinge untersucht , die wurdn nach der geburt getrennt haben sich nie gesehn oder gewusst vom anderen. Einer wuchs in Usa auf andrer in England

Beide hiessen James, beide hatten eine Frau die hieß Petty ( ich denk mir jetzt namen aus weil ich die echten vergessen habe, aber die tatsache stimmt)
Beide haben 2 Söhne mit dem selben namen, beide haben einen Hund namens Toy. Beide machen den selben Beruf und es gab noch ein paar übereinstimmungen die ich jetzt nicht im Kopf habe.
Aber schon interessant oder?SOVIELE Zufälle auf einmal?? Kaum zu glauben oder ?

Ich glaube die "Verschmutzung des Genpools hat nicht direkt was mit der Armut zutun, sondern vielmehr mit der Erziehung ( EEXXXtrem wichtiger Punkt) und dem Umfeld.

Ihr habt bestimmt auch einen Freund der eig. gescheit ist nur in die falschen Kreise geraten ist und verblödet und abgerutscht ist.

Aber da die armen Leute , ich sprech jetzt wirklich von armen hartz 4 empfängern die in ihrem plattnbau hockn und die glotze anstarren, ungebildeter sind, und das ist ja fakt, zum großn teil wahrscheinlich nicht wissen wie man nen kind erzieht oder es einfach falsch machen + dazu kommt der faktor der umgebung und diese Kinder sind einfach doof weilse nunmal keine Bildung haben, kriegen Kinder können die nicht erziehn und so weiter bis irgendwann der "Tiefpunkt" dieses Kreislaufs erreicht ist.

Erbkrankheiten sind schon was schlimmes aber die gibs nunmal und ich kann jetzt auch nicht sagen dass es schlecht ist dass die medizin immer mehr mittel dagegen findet , wegen der moral. Aber was soll in 50 -200 jahren sein??
Irgendwann können wir fast alle krankheiten heilen und faaalls wir es sogar schaffen würden die Kluft zwischen Arm und Reich zu verkleinern oder sogar zu beseitigen, was sollen wir dann machen?
Die Erdbevölkerung wächst ständig, es gibt immer weniger Tote weil Ihre Krankheiten geheilt werden, Geburtenrate wird steigen , nich genug nahrung , was soll dann werden???Leute haben wieder zuwenig nahrung .. wieder geteilt in Reich und arm..

Die Medizin ist schon gut, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt.
Denn wenn wir zuviel heilen können platzt unser planet und wir gehn alle drauf..

Irgendwo glaub ich sogar dass es garnicht anderst geht wie mit dieser Kluft Arm und Reich ... gab es denn JEMALS keine kluft?? , von den ägyptern über mittelalter bis heute?? Nein...
Vll. als wir noch mit Fellen durch den Wald gerannt sind. aber Da gab es auch keine Reichen! da gabs nur armut.Die menschen brauchten nur genug zum Leben.

Also ich seh die Zukunft der MENSCHHEIT düster.wir werden es nie lernen. einzigste gute ist die wissenschaft , wir sollten soviel wie möglich rausfinden. Alles andre, religion, politik, zum teil medizin, ist fürn arsch...

Gruß Onkel
 
 
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Jamiecine
Alt 28.09.2008, 02:23   #11
Standard

Zitat von -Onkelchen- Beitrag anzeigen
Also...
Die Aussage dass fast jeder von uns ne Erbkrankheit in uns trägt ist absolut falsch.. nichmal rezessiv...
Ich hab meine Quellen, wie zB meinen Biolehrer oder Wiki und deine sind....?!
Sorry, soll nicht überheblich oder dergleichen rüberkommen, ich finds nur gerade bei so einem Thema wichtig, dass man seinen Standpunkt auch irgendwo untermauern kann, damit es eben nicht wie schon oben geschrieben in Stammtischgewäsch ausartet...

Dass Gene Teile unseres Lebens bestimmen oder zumindest vorzeichnen hab ich gar nicht in Frage gestellt (ich mein jetzt nur, falls das an mich ging @Onkelchen). Auch wenn die Wissenschaft immer noch darüber streitet, wie viel vorgegeben und wie viel dazu erlernt (anerzogen etc pp.) wird. Und da ist ja auch wieder ein weiterer Knackpunkt dieser Diskussion. Einge Leute scheinen ganz sicher über ein Thema reden und vor allem urteilen zu können auf Grund, ja, auf Grund was? Zumal es auch gefährlich ist so eindimensional an ein Thema wie die Entwicklung des Menschen, sei es als Individuum oder in der Gemeinschaft, heranzugehen. Die Schuld an irgendwelchen Miseren dann einfach nur dem menschlichem Genpool in die Schuhe zu schieben ist wohl die einfachste aber mit Sicherheit nicht die richtige Lösung.

Joar!
 
 
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Alt 28.09.2008, 09:43   #12
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Also wenns nach Onkelchen geht bin ich ein Mutant Oo

Ich glaube die "Verschmutzung des Genpools hat nicht direkt was mit der Armut zutun, sondern vielmehr mit der Erziehung ( EEXXXtrem wichtiger Punkt) und dem Umfeld.
Das ist haarsträubender Unsinn. Wie will man über das umfeld den genpool verändern? Es ist fakt das die Erlebnisse und Entscheidungen eines Menschen ihn zu dem machen was er ist und allein deswegen haut ja die Gentheorie nicht hin, es sind einfach nicht immer die Gene. Das nennt sich Charakterbildung.

Also ich seh die Zukunft der MENSCHHEIT düster.wir werden es nie lernen. einzigste gute ist die wissenschaft , wir sollten soviel wie möglich rausfinden. Alles andre, religion, politik, zum teil medizin, ist fürn arsch...
Das ist schonwieder religiös. Du erklärst dir selber die Wissenschaft zur Allmacht und folgst ihr, weil sie in deinen augen das einzig wahre und richtige ist. Letztens haben Wissenschaftler festgestellt das man von 132 € im Monat leben kann. Go Wissenschaft!

Beide hiessen James, beide hatten eine Frau die hieß Petty ( ich denk mir jetzt namen aus weil ich die echten vergessen habe, aber die tatsache stimmt)
Beide haben 2 Söhne mit dem selben namen, beide haben einen Hund namens Toy. Beide machen den selben Beruf und es gab noch ein paar übereinstimmungen die ich jetzt nicht im Kopf habe.
Aber schon interessant oder?SOVIELE Zufälle auf einmal?? Kaum zu glauben oder ?
Du vermischst Zwillingsforschung mit Genforschung. Die überschneiden sich bloss, aber die Zwillingsforschung ist noch sehr unreif, und man kann solche Beispiele nicht als überbeispiel für die allmacht der gene nehmen, weil Mehrlinge ein sonderfall sind, und nicht die Regel.

Die Erdbevölkerung wächst ständig, es gibt immer weniger Tote weil Ihre Krankheiten geheilt werden, Geburtenrate wird steigen , nich genug nahrung , was soll dann werden???Leute haben wieder zuwenig nahrung .. wieder geteilt in Reich und arm..
Joa, das ist natürlich sinnig erklärt. Logischer Schluss wäre die abschaffung der gesetzlichen Krankenversicherung, da wir sonst eine Überbevölkerung kriegen und leute weiterhin immer älter werden. Menschen die alt werden, die braucht doch niemand.

Oder mal anders gefragt: Woher nimmst du dir das Recht leben zu dürfen und anderen die Ressourcen zu klauen? Du wohnst zufällig in Europa, in einer "Reichen" Region dieses Planeten, reicht das schon um lebenswert zu sein und die Welt vorran zu bringen? Warum darfst du eine Chance haben, aber beispielsweise ein Kind in Nigeria nicht und muss qualvoll verhungern?

(soll kein persönlicher angriff sein, ich will nur wissen warum du denkst das recht zu haben in solchem luxus zu leben und anzukreiden das zu viele leute geheilt werden)

Geändert von OrionX (28.09.2008 um 10:05 Uhr).
 
 
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Alt 28.09.2008, 22:16   #13
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Zitat von Ripper08 Beitrag anzeigen
Ich glaube ihr vergesst alle, dass es auch noch die sexuelle Selektion gibt und genau diese wird in Zukunft mehr Gewicht bekommen.
Ich habs gefühl du glaubst das nur weil du dich so attraktiv fühlst
Sexuelle Selektion ist doch nix anderes als natürliche Selektion, sondern nur ein teilaspekt dessen.
Es bringt dir nix wenn du super duper toll aussiehst aber von jedem x-beliebigen Honk eins auf die Fresse bekommst. Da greifen dann sämtliche anderen Selektionsmechanismen die es noch gibt.



Man muss hier wohl klar zwischen normalen Krankheiten durch äussere Einflüsse und den genetischen Fehlern trennen.
Nicht zwingend. Wenn deine "Fitness" darin besteht ein besseres Immunsystem zu haben hast du hier auch wieder ein tollen Vorteil.
Genetische "Fehler" können auch hier ne Rolle spielen. Ich empfehle hier mal die "Malaria Anomalie" oder wie das heißt anzugucken.

Ich bin übrigens ein Fan von Genmaniulation und ich denke in rund 100 Jahren werden noch vor der Geburt eines Kindes Standardmässig alle Erbkrankheiten "entfernt".
Bevor man an diesem Punkt ist werden Kinder komplett künstlich hergestellt bzw designed.
Außerdem glaub ich nicht das wir in so naher zukunft so weit sein werden um diese komplexen Vorgänge zu begreifen..
 
 
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-Onkelchen-
Alt 30.09.2008, 21:03   #14
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Ich glaube die "Verschmutzung des Genpools hat nicht direkt was mit der Armut zutun, sondern vielmehr mit der Erziehung ( EEXXXtrem wichtiger Punkt) und dem Umfeld.
Das ist haarsträubender Unsinn. Wie will man über das umfeld den genpool verändern? Es ist fakt das die Erlebnisse und Entscheidungen eines Menschen ihn zu dem machen was er ist und allein deswegen haut ja die Gentheorie nicht hin, es sind einfach nicht immer die Gene. Das nennt sich Charakterbildung.
sooo ich glaub ich hab mich ziemlich unklar ausgedrückt , das umfeld war auf die erziehung gerichtet und nicht auf die verschmutzung des gens. obwohl.. Tschernobyl?? Aber ookok sonderfall zum glück.
Verstehe grad selbst nicht was ich mit dem satz gemeint hab.
Und was hab ich gegen die Charakterbildung gesagt??
"Erziehung ( EEXXXtrem wichtiger Punkt)" , niichts was dagegen spricht.

Das ist schonwieder religiös. Du erklärst dir selber die Wissenschaft zur Allmacht und folgst ihr, weil sie in deinen augen das einzig wahre und richtige ist. Letztens haben Wissenschaftler festgestellt das man von 132 € im Monat leben kann. Go Wissenschaft!
Genau, ich ekläre sie MIR selbst zur allmacht.
Und es ist auch nicht gelogen dass man von 132 euro im monat leben kann oder nicht? der springende Punkt ist LEBEN nicht, wohlhabend leben...

Du vermischst Zwillingsforschung mit Genforschung. Die überschneiden sich bloss, aber die Zwillingsforschung ist noch sehr unreif, und man kann solche Beispiele nicht als überbeispiel für die allmacht der gene nehmen, weil Mehrlinge ein sonderfall sind, und nicht die Regel.
Trotzdessen ist das ein beispiel. ich sagte auch nicht dass es ein "Überbeispiel" ist , ich kenne nunmal keine anderen weil ich mich ja auch nicht aktiv hinsetzt und nach beispielen such sonst gäbe es bestimmt ein paar aber wir sind ja alles Amateure oder gibs hier Biologen??

Joa, das ist natürlich sinnig erklärt. Logischer Schluss wäre die abschaffung der gesetzlichen Krankenversicherung, da wir sonst eine Überbevölkerung kriegen und leute weiterhin immer älter werden. Menschen die alt werden, die braucht doch niemand.

Oder mal anders gefragt: Woher nimmst du dir das Recht leben zu dürfen und anderen die Ressourcen zu klauen? Du wohnst zufällig in Europa, in einer "Reichen" Region dieses Planeten, reicht das schon um lebenswert zu sein und die Welt vorran zu bringen? Warum darfst du eine Chance haben, aber beispielsweise ein Kind in Nigeria nicht und muss qualvoll verhungern?
Zieh mir nicht irgendwelche Worte aus dem Mund wie "alte leute braucht man nicht" .

Ich nehme mir nirgens her ein Recht , ich bin nunmal hier geboren , und hinweis: ich wurde in Kasachstan geboren , nicht grad ein ort wo man viel zu essen hat oder leben will!
Ich hatte nunmal das Glück hier hin zu ziehen. Ist ja nicht so dass es mich nicht juckt was nigeria abgeht.. aber ich kann in meiner jetzigen Position auch nichts daran ändern. Ich nenne das, so grausam es klingt, Schicksal&Glück.

Wenn ein Kind in Nigeria das glück hätte hier hinzu ziehen würde es genau so denken...kann ich auch beweisen weil ich freunde habe die kommen aus afrika und wurden adoptiert ... und die denken nicht anders
(soll kein persönlicher angriff sein, ich will nur wissen warum du denkst das recht zu haben in solchem luxus zu leben und anzukreiden das zu viele leute geheilt werden)
dann sag du mir wie du das Problem lösen willst? Nochn paar Flugzeuge in Wolkenkratzer reinhaun? Oder vll nochn paar Leute mit Lkw Abgasen killen, oder schnelle lösung atombombe. Was ist deine lösung??? Oder behauptest wir werden nie Überbevölkert sein?
 
 
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Alt 03.10.2008, 01:49   #15
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Zitat von Terence75 Beitrag anzeigen
Würde man absichtlich kranke Tiere züchten, wäre das vermutlich eine Straftat, aber mit Menschen darf man es
viel will ich eigentlich gar nicht schreiben, vor allem nicht polemisieren aber:

ich weiß überhaupt nicht wie du auf den zuchtgedanken kommst. eigenartig.

1. menschen werden nicht gezüchtet

2. der mensch genießt die höchste würde auf diesem planeten

3. "kranke", "schwache" tiere pflanzen sich in der wildbahn auch fort, wenn es sich ergibt.
wenn menschen, die weniger intelligent sind als andere, wenn man das so sagen kann, sich fortpflanzen, dann ist das einfach der lauf der dinge. es ist überhaupt nicht in frage zu stellen.

wenn man es sich nämlich mal überlegt, dann müsste man nach der perversen gen-sauberhaltungs-logik ja im extremsten fall die gesamte menschheit ausrotten, denn fehler hat jeder. wo will man denn da bitte die grenze ziehen? "ach der hat legasthenie, das sind dann 50 minuspunkte... kommen wir im endergebnis auf bla bla bla - ergebnis: darf sich nicht mehr fortpflanzen" und wo bitte soll dann eine grenze gezogen werden?


genug.
 
 
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Detailansichten
Alt 18.11.2008, 23:37   #16
Standard

Die Gesetze der Evolution treffen auf den Menschen doch kaum mehr zu. Wir sind nicht mehr gezwungen uns unserem "Environment" anzupassen, da wir dieses zu großen Teilen selbst formen. Die konservativen Selektionsmechanismen schlagen massiv fehl, dh wie sich die relative Qualität unseres Genpools entwickelt ist reiner Zufall. Zufall heißt in der Regel aber ja Schwanken um einen statistischen Mittelwert; Wo das Genetische Material der Weltbevölkerung um einen rezessiven Defekt erweitert wird, da gewinnt es an anderer Stelle eine neue, für uns positive Veränderung hinzu. Stochastisch gesehen kann sich da also kaum etwas verändern.

Das ist auch genau mein Argument gegen "Genetische Säuberung". Ich frage mich schlichtweg: Wofür? Beispielsweise würde der Ausschluss aller Krankheiten, die rein genetisch bedingt sind die Durchschnittliche Lebenserwartung kaum erhöhen. Und nach allgemeineren Faktoren wie Intelligenz, genereller Fitness etc. zu sondieren ist praktisch einfach nicht möglich, dazu fehlt uns ein entsprechend fundiertes System.
 
 
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la luna
Alt 19.11.2008, 12:30   #17
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Zitat von DrYes Beitrag anzeigen
Hier wird immer von den Hartz-4 Empfängern gesprochen, die unseren Genpool verunreinigen, man nimmt also an, dass ein hoher Bildungsstandard wie er in einer Akademikerfamilie vorherrschen kann, rein genetisch bedingt ist.
Eine Meinung dazu darf man aber abgeben, oder? und zwar, zu den aktuellen gesellschaftlichen Zuständen, von denen man nur noch über Fernsehen mitkriegt.
Man kennt ja keine Hartz-4 Empfängern persönlich, oder kaum, nehme ich an. Und da ist man beunruhigt. Beunruhigt sein darf man.
 
 
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Alt 19.11.2008, 18:29   #18
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Natürlich darf man seine Meinung dazu haben. Selbst wenn die eigene Überzeugung nachweislich falsch ist darf man an ihr festhalten. Natürlich sollte aber der eigene Standpunkt anhand der dargelegten Argumente überprüft werden. Ob ich ihn ändere bleibt meine freie Entscheidung.

Wer also glaubt, dass Hartz4-Empfängertum genetisch determiniert sei, der darf auch glauben das der Mond aus Wensleydale-Käse ist.

Oder frei nach Voltaire: Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug dafür kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern dürfen"

Zitat von detailansichten
Die Gesetze der Evolution treffen auf den Menschen doch kaum mehr zu. Wir sind nicht mehr gezwungen uns unserem "Environment" anzupassen [...] Zufall heißt in der Regel aber ja Schwanken um einen statistischen Mittelwert
Natürlich unterliegt der Mensch der Selektion. Die Merkmale auf die ein Selektionsdruck ausgeübt wird mögen sich ändern, aber das ändert doch nichts daran, dass der grundsätzliche Mechanismus weiter wirkt. Vielleicht muss ich heutzutage nicht mehr schnell vor einem wilden Tier weglaufen, aber ich muss zumindest die geistige Kapazität mitbringen zu erkennen, dass es vorteilhaft ist, vor dem Überqueren der Straße nach rechts und links zu gucken.

Außerdem ist es ein Trugschluss, anzunehmen, dass Evolution zufällig verläuft. Dem ist nicht so. Richtig ist vielmehr, dass Mutationen ungerichtet (vulgo: zufällig) auftreten. Selektionsdruck sorgt aber innerhalb bestimmter Grenzen für die Durchsetzung positiver Merkmale und das Aussortieren negativer Merkmale. Ein Schwanken um den Mittelwert ist also nicht zu erwarten.

Wir sollten uns auch noch einmal vor Augen halten, wie schnell Evolution abläuft: Bei einer humanen Generationszeit von 30 Jahren dürften lange Zeiträume vergehen, bevor sich Mutaionen so auswirken, dass eine bestimmte Variante einen signifikanten Einfluss auf die Gesamtheit des menschlichen Genoms gewinnt.

Geändert von IceBaer (19.11.2008 um 18:42 Uhr).
 
 
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