@Sivar: Es geht in dem Topic um die Macht der Planeten. Du sagst, du glaubst nicht an einen kausalen Zusammenhang. Stellst dir trotzdem die Pluto-Frage?
Zitat von Sidolin Ich glaub da nicht daran, sonst hätten ja alle Menschen, die zur gleichen Zeit geboren werden ein ähnliches Schicksal.
Und mal im ernst: Wieso sollte gerade so ein Stück Masse weit weit weg irgendwas nur im Leben dieser Menschen, besonders im Verhalten beeinflussen? Schwachsinn.
Dein Schicksal ist keine unabänderliche Zukunft. Nenne es Weg, Aufgabe oder Ziel persönlicher Reife.
Astrologie hat auch nie behauptet, daß Planeten oder Sterne irgendwas beeinflußen.
Zitat von streetriderbw aber ich kann am tag locker ne stunde astro tv schauen, und da ohne probleme zuschaun, wie sich die leute verarschen lassen. von horoskopen halte ich acuh nix!!alles nur geldmacherei!
Ja, richtig beobachtet. Astro-Shows sind billige Unterhaltung für tumbe Fernsehzuschauer. Daß Fernsehen in erster Linie Unterhaltung bietet statt Information - egal ob Dokumentation, Nachrichten, AbendTalk - ist ein anderes Thema. Astro-Shows und Horoskope haben mit Astrologie so viel gemeinsam wie Lindenstraße mit dem realen Leben, nämlich gar nichts.
Zitat von Morris Und zu Pluto:
Wenn Pluto seinen Planetenstatus verliert, sagt das überhaupt nix aus, da Astrologie und Astronomie zwei verschiedene Wissenschaften sind und die eine daher nicht unbedingt Meinungen der anderen übernehmen muss.
[...]
Zum anderen dachte ich auch immer, in der traditionellen Astrologie würde Pluto gar keine Rolle spielen?
Genau, so ist es. Astronomie ist die Lehre vom Lauf der Sterne. Astrologie ist Psychologie, ein Zeitsystem zur Bestimmung des Charakters. Deshalb ist es übrigens völlig egal, wieviel Himmelskörper wir haben und ob es Sterne, Planeten oder asteroides Gerümpel ist. Ob es Pluto gibt oder nicht, ob er ein Planet, Stein oder kosmischer Scheißhaufen ist, ist völlig Banane:
Wenn auf einem Lineal ein paar Markierungen fehlen, können wir damit trotzdem die Strecke messen!
Zitat von Tiro Seit wann ist denn, Morris, Astrologie eine Wissenschaft?? An welcher deutschen Uni gibt es denn einen Fachbereich dafür??
Astrologie war viele tausend Jahre eine anerkannte Wissenschaft, genau wie Alchemie oder Magie, egal ob Fachbereich an der Uni oder nicht. Die heutige Psychologie dagegen ist zwar ein Fachbereich an der Uni, ist aber dennoch keine Wissenschaft, abgesehen davon daß sie gerade mal 100 Jahre jung ist. Ich vertraue der Astrologie mehr, als Freuds verklemmtem Geschwafel. Fast überflüssig zu erwähnen, daß Astrologie auf (tausende Jahre lange) Beobachtung der menschlichen Natur beruht, die heutige Psychologie hingegen auf Vermutungen, die alle paar Jahrzehnte widerrufen werden. Exakt wissenschaftliche Untersuchungen gibt es in der Psychologie genauso wenig wie in der Astrologie, Medikamentenstudien ausgenommen. Die Uni als Richter für das Einteilen von Wissenschaften und Pseudo-Wissenschaften ist somit Bockmist.
Zitat von baedr Astrologie ist Aberglaube. Das wurde ja schon eingehend erläutert. Ist aber schon interessant, dass sich das so hartnäckig hält.
Zitat von wikipedia
"So wertete ein dänisch-deutsches Forscherteam um Peter Hartmann in einer großangelegten Studie die Daten von insgesamt mehr als 15.000 Personen statistisch aus: ein Zusammenhang zwischen Geburtsdatum – und damit auch dem so genannten „Sternzeichen“ (dem Tierkreiszeichen, in dem zum Zeitpunkt der Geburt die Sonne steht) – und individuellen Persönlichkeitsmerkmalen konnte nicht nachgewiesen werden"
Ja, die Studien haben also ergeben... Man sollte sich nicht nur das Ergebnis der Studie anschauen, sondern die Studie selber. Da braucht man gar nicht so genau gucken, denn es fällt schnell ins Auge: Die Durchführung solcher Studien ist oberflächlich und schlampig, weil die Leiter solcher Studien Astrologie-unkundig sind und von vornherein die Unsinnigkeit der Astrologie beweisen wollen. Würdest du einen Automechaniker eine Studie machen lassen, in der er Gourmet-Köche testen will? Er mißt die Geschwindigkeit und PS des Kochs vor und nach Einnahme der Suppe. Dabei prüft er auch genau, wie hoch die Oktanzahl der Suppe ist. Fazit der Studie: Der Koch rennt nach Einnahme der Suppe nicht schneller als vorher, Suppe ist also Aberglaube.
Übrigens gibt es noch andere Enzyklopädien als das Volksglaube-Wikipedia, schau mal besonders in die englisch sprachigen.
Zitat von Klendathu Ich denke der glaube an astrologie ist ein ausdruck tiefer ignoranz der wissenschaftlichen entwicklung mehrerer hundert jahre und tiefer abergläubigkeit, vielleicht sogar von ungebildetheit.Vielleicht wissen viele astrologiegläubige nicht was planeten und sterne sind, und menschen die astrologie aktiv betreiben zwecks "vorraussagungen" sind abzocker die sich an der dummheit ihrer opfer nähren.
Ich denke, der Glaube an die unumstößliche Wissenschaft ist ein Ausdruck tiefer Autoritätshörigkeit mehrerer hundert Jahre und tiefer Unsicherheit, vielleicht sogar von Ungebildetheit. Vielleicht wissen viele Autoritätsgläubige nicht, was der Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie ist und werden deshalb Opfer der Abzocker. Als die Wissenschaft "bewiesen" hatte, daß die Arier die Herrenrasse sind, hauten wir anderen Völkern eins in die Fresse.
Zitat von Cobain Ps: Die Astrologie kann in ihrem klassischen Sinne schon seit langem nicht mehr funktionieren. Die Festlegung der Sternzeichen in denen die Menschen in den jeweiligen Monaten geboren werden ist über 2000 Jahre alt und entspricht schon lange nicht mehr dem heutigen Firmament. Sprich: Keiner von uns hat nach der klassischen Astrologie sein wahres Sternzeichen.
Na jetzt kommt der Kuddel-Muddel. Weißt du was ein Sternzeichen ist? Ich auch nicht. Die gibt es überhaupt nicht. Daß Sternbilder mit Tierkreiszeichen gleichgesetzt werden, DAS ist der eigentliche Aberglaube. Das wurde ja schon eingehend erläutert. Ist aber schon interessant, daß sich das so hartnäckig hält.

Und für alle Leute, die hier zu aufgeklärt und gebildet sind, kommt die Mittelalter-Erklärung:
Die Ekliptik ist der Kreis, der den Lauf der Sonne am Himmel während eines Jahres beschreibt. Dieser Kreis wurde in 12 gleichgroße Abschnitte aufgeteilt (je 30°). Diese (künstlichen/gedachten) Abschnitte sind die Tierkreiszeichen und wurden nach den Sternbildern
benannt, die darauf liegen. Es sind übrigens
13 unterschiedlich große Sternbilder! Das wußte man vor 2500 Jahren auch schon. Trotzdem hat der
Tierkreis 12 gleich große Abschnitte. Die Sternbilder waren also noch nie deckungsgleich mit den Tierkreiszeichen. Auch damals schon kam es vor, daß bei jemandem die Sonne am Geburtstag im Sternbild "Krebs" stand, derjenige aber trotzdem zum Tierkreiszeichen "Löwe" gehört. Denn der Tierkreis ist eine gedachte Einteilung der Sonnenbahn. Und auch wenn sich die Sternbilder in 10000 Jahren noch so sehr ändern, der Tierkreis bleibt immer der selbe, denn er hat gar
nichts mit den Sternen zu tun.(!) Übrigens kennen alle Astronomen diesen Unterschied.
Zusammengefaßt:
Sterne und Planeten haben keine kausalen Einwirkungen und Einflüsse. Die Tierkreiszeichen stehen in keiner Beziehung zu den Sternbildern. Astrologie ist ein Analogie-Prinzip.
@Sivar: Damit dürfte sich die Pluto-Frage, und die Auswirkungen kleinster Gesteinsbrocken auf Horoskope, erledigt haben.