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Mein Pferd ist tot

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Alt 06.11.2006, 19:32   #1
Standard Mein Pferd ist tot

Ich muss mich mal ein bisschen ausheulen, weil grad niemand andres da ist..
Also: Er war mein Pflegepferd und schon ziemlich alt (25), er hatte Probleme mit dem Fußgelenk im linken Bein und hatte daran mal ein Hufgeschwür.
Er hatte kein schönes Leben. Er war ein Pferd für Blutspenden in irgendsoner Tierklinik, bis dort beschlossen wurde, das sie abgeschafft werden sollten.
Die Tochter der Frau, der er gehörte, war Tierärztin dort (Auszubildene) und sie beschloss mit ihrer Mutter, ein Pferd von da zu nehmen.
Da er in der Klinik weiß Gott keine schönes Leben hatte, wolten sie ihm das Leben angenehm machen, sonst hätte er längst nicht so lange gelebt.
Hin und wieder hatte er Probleme mit dem Bein, was sich aber durch kühlen und in Extremfällen mit Schmerzmitteln beseitigen ließ.
Außer der Probleme mit dem Bein ging es ihm bestens, er war putzmunter, fröhlich und anhänglich.
Als ich am Freitag das letzte mal bei ihm war fand ich ihn auf der Weide vor.
Er hatte starke Schmerzen, konnte sich kaum bewegen und ich wusste auch nicht, was ich machen sollte, außer kühlen und Schmerzmittel.
Nichts davon half. Es tat mir so entsetzlich leid, dass ich ihm nicht helfen konnte.
Ich fuhr dann nach Hause und führte ein nettes Telefonat, mit der Besitzerin. Ich erzählte ihr von seinem Zustand und sagte ihr, dass ich bezweifle, ob es überhaupt noch Sinn mit ihm hat, da dieProbleme mit dem Bein trotz Rentnerweide immer häufiger und stärker auftraten.
Sie sagte mir, dass ihre Tochter am Wochenende nochmal käme und sich die Sache angucken würde.
Da sich nun erneut ein Hufgeschwür anbahnte, wurde er eingeschläfert.
Das ist auch besser so aber trotzdem ist man traurig.
Ich komme mir vor, wie arbeitslos.
Ich hatte echt ne schöne Zeit mit ihm.
R.I.P. Einhard

Nun werde ich mich nach etwas neuem umgucken müssen. Ich weiß nicht, ob ich wieder reiten möchte, ich hatte wegen gesundheitlicher Probleme aufgehört und er war halt so der Ersatz gewesen, denn ohne Pferde konnte ich noch nie.
In den Stall kann ich jezt schlecht, um einen Zettel aufzuhängen oder so, da wird man nur überhäuft mit Fragen und das wühlt so auf.
Ach, bla bla, das wird hier so lang, ihr wisst sicher wie es ist, wenn ein Tier stirbt..
Und mein letzter Tag mit ihm war wirklich, wirklich nicht schön.
Wärs doch jemand anders gewesen, der das Theater am Freitag hätte mitmachen müssen aber was solls.
Es ist gut so. Er hätte einen qualvollen Tod nicht verdient.

In dem Sinne:
 
 
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Jonamu
Alt 06.11.2006, 19:43   #2
Standard

mein beileid *tröst*
 
 
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Helimaus
Alt 06.11.2006, 19:59   #3
Standard

Das tut mir leid!!!
Ehrlich! Hmmm...weiss wie das ist!Zwar nicht mit einem Pferd aber mit einem anderen lieben Haustier von mir!!! Man kann an den Süßen ganz fürterlich hängen!!! Das ist schrecklich
Kopf hoch!!! Du hast doch bestimmt liebe Leute die dich ein bischen aufmuntern, oder?
Liebe Grüße
 
 
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IsoO
Alt 06.11.2006, 20:15   #4
Standard

mein beileid, reyals

ich kenn die trauer ums haustier. mir gings mim wellensittich als kleiner bube auch schlecht. seitdem hatte ich nie mehr ein haustier
 
 
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sanxtrem
Alt 06.11.2006, 20:30   #5
Standard

och amres ding das tut mir leid

-,--´--(@ <3 <3 <3 <3
 
 
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Tinwe
Alt 06.11.2006, 20:34   #6
Standard

Hallo Du!

Von mir auch erstmal, es tut mir wirklich leid für dich! Ich hab meine zwei Katze und würde damit auch gar nicht klar kommen und hab auch schonmal ein Haustier verloren!

Es ist schwer damit erstmal klar zu kommen, aber wenn es kein schönes Leben war, dann hat er es jetzt besser und du wirst deine Errinerungen , natürlich die schönen, die ihr zusammen hattet, in deinem Herz behalten!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür!!
Und vielleicht lernst du noch mal ein junges, gesundes Pferd kennen in das du dich irgendwie verliebst und mit dem du gute Jahre verbingen kannst!
Wenn weiter was ist, wir sind ja für dich da!

Byye deine Tinwe
 
 
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Alt 06.11.2006, 21:46   #7
Standard

Ich weiß garnicht, was ich jetzt machen soll...
Ich fühl mich so leer und zu nichts nutze, er war meine Arbeit, meine Beschäftigung und nun ist das alles weg!
In zwei Wochen fahren wir hin und räumen seine Sachen weg und so.
Ich hab die Leute von ihm auch so gern aber deren Zeit bei uns im Stall ist jetzt auch vorbei. Mir fehlt unser "Eini" jetzt schon.
Ach scheiße. Ich hatte mich auch garnicht richtig von ihm verabschiedet, ich hatte ihm noch beim fressen zugeschaut und ihn ein bisschen gestreichelt, hätte ich das gewusst, wäre ich gern nochmal gekommen um mich richtig zu verabschieden.
Von unserem Kater war ich auch nicht richtig verabschiedet...
Das einzige Tier, das noch mal kam zu uns um Tschüss zu sagen war die Katze meines Nachbarn, ein armes krankes Ding, das manchmalzu uns kam.

Ich wei ehrlich nicht, was ich machen soll. Es gibt noch zwei alte Pferde aber die sind anders. Die sind nicht so liebenswürdig, wie Einilein und überhaupt...
Ihr wisst glaub ich nicht, wie es sich anfühlt, vor einem Pferd zu stehen, dass mit der Unterlippe klappert, weil es so starke Schmerzen hat und immer das Bein hoch nimmt nach dem Motto: Nun mach doch endlich was! und wie es sich anfühlt nichts dagegen tun zu können, er hat mich angeschaut als wollte er sagen: Erschieß mich.
Er tat mir so leid, ich hätte beihnahe angefangen zu heulen und dann hat mich die Tante von Baccero die ganze Zeit vollgelabert...
"Oh, das sieht aber nicht gut aus...Was hater denn? Hast du denn schon was dagegen unternommen? Ja, der Baccero war auch mal ganz schlimm krank und jetzt geht es ihm wieder gut, weil wir uns ganz viel um ihn gekümmert haben...blabla sülzsülz..."
Natürlich, der Dickie war auch schon ein paar mal ganz schlimm krank und wir haben ihn wieder gesund gepflegt aber der Unterschied ist, das Baccero neun und nicht 25 ist. So ein Gesülze erträgt man dann echt nicht.
Und dann kam noch Klugscheißerhelen und hat natürlich wieder ihren fachmännischen Blick darauf geworfen, mit diesem kleinen Schuss von Überheblichkeit aber der Frau habe ich ja schon öfter den Hals umdrehen wollen...
Die einige, die nicht blöd rumgelabert hat, war die komische Reitlehrerin, die ich auch einem Jahr noch nicht namentlich kenne...

Dies Gesülze hilft mir bzw. dem Pferd auch nicht weiter und nur weil sie dreißig Jahre älter sind, müssen sie nicht glauben, dass sie es besser könnten. Diese ganzen Tanten hätten dazu nicht mal Lust, die ätten ihn schon vor 10 Jahren abgeschossen und dann kommt wieder ein: Der ist doch sowieso alt, reiten kann man ihn nicht mehr, der kostet ja nur Geld...bla
Es geht hier um das Pferd und nicht ums Reiten Geld oder Zeit.
Das checken die einfach nicht.
Und als netter Mnsch, der sich um so ein Pferd wie Einhard kümmert, hat man die Ehre sich vollsülzen zu lassen..
Das ärgert mich richtig. Immer schön drin rumstochern, warum lässt man uns nicht in Ruhe?
 
 
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Alt 06.11.2006, 22:11   #8
Standard

Keine Sorge Reyals, ich glaube jeder der schon ein Haustier verloren hat weiß wie Du dich fühlst. Es kommt nicht drauf an was für ein Tier es war, sondern wie intensiv die Bindung war.
Ich weiß noch als unser Hund vor ein paar Jahren starb. Ich hatte mit dem Hund so an sich nicht viel zu tun, ich wollte ihn am Anfang eigentlich nicht mal, ich mag Hunde irgendwie nicht. Ich bin auch deshalb selten mit ihm Gassi gegangen, nicht weil ich ihn nicht mochte, ich mochte die Hunde der anderen Leute im Wald, wo die Runde lang ging, nicht.
Es war zwar Abzusehen das er mal stirbt, alles was geboren wird, stirbt auch irgendwann. Der Hund war schon sehr alt als er zu uns kam, und dann auch noch sehr Krank, Epilepsie. Mit 12 oder 13 hatte man dann einen Krebstumor in der Blase festgestellt. Das war sein Todesurteil.
Er sollte operriert werden, jedoch befand der Arzt die Sache für aussichtlos, also hat meine Mutter sich dafür entschieden den Hund direkt einschläfern zu lassen, er sollte gar nicht erst aus der Narkose aufwachen. Die starken Medikamente die er gegen seine Krankheit bekam haben wohl auch zu dem Tumor geführt. Allerdings haben wir unserem Hund wohl so einen schönen Lebensabend ermöglicht. Seine vorherigen Besitzter hatten sie gar nicht darum gekümmert, meine Mutter jedoch hat was weiß ich wieviel Geld für Medikamente, Futter und etc. ausgegeben, nur damit er ein angenehmens restliches Leben hat.
Auch wenn ich Hunde noch nie sonderlich mochte, und mich auch selbst jetzt noch nach keinem bücke um ihn zu kraulen. So fehlt mir unser Purzel. Ich erinner mich noch bildhaft an den Abend zuvor, oder wie meine Schwester mich in der Schule anrief um mir die traurige Botschaft mitzuteilen, oder wie er Nachts immer zu mir kam, oder zu mir rannte wenn es gewitterte und lauter solche Sachen. Aber am meisten erinnere ich mich daran wie ich seinen lebelosen und steifen Körper von der Couch in den Garten getragen habe, wie das Blut aus der Nase lief, um ihn zu beerdigen. Das ist wohl die schrecklichste Erinnerung, und macht mir jetzt noch das Herz schwer. Auch wenn ich das vor meiner Familie nie so zugeben würde.
Tiere sind schon was feines, und auch wichtig für Kinder. Wir hatten auch immer welche im Haus. Katzen, Hunde, Fische, Schlangen, Hamster, Meerschweinchen, Ratten, Hasen und was weiß ich. Sie halten Dir ewig die treue und sind immer ehrlich, nicht so wie manche Menschen. Eigentlich sind fast alle Tiere besser als manche Menschen.

Du hast mein Beileid, Reyals.
 
 
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Registrierter PPler
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Alt 07.11.2006, 14:26   #9
Standard

Deine Geschichte ist aber auch nicht schön, Squ, schrecklich, was du da tun musstest und bei sowas merkt man manchmal erst, wie lieb man die Tiere doch hat..
 
 
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Kianga
Alt 07.11.2006, 15:16   #10
Standard

es tut mir sehr leid für dich, ich weiß wie du dich fühlst..
mein kater ist am sonntag ( an meinem geburtstag ) plötzlich an einem herzanfall oder ähnlichem im schlaf gestorben..
ich war tagsüber bei meinem freund und hab ihn tot auf der couch liegend aufgefunden als ich noch hause kam...
er war ein wunderschöner gerade mal 2,5 jahre alter maine coon kater und ich kann es immer moch nicht ganz begreifen.
die beste bemerkung war noch die einer kollegin...ist doch nicht so schlimm du hast doch noch drei katzen...super....

wie gesagt, ich kann deine trauer verstehen...
 
 
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Alt 07.11.2006, 16:10   #11
Standard

na toll...
Du ärmste, sowas ist immer so scheiße. Ich war damals acht, als unser Kater starb. Wir waren im Urlaub, als er von der Bahn überollt wurde.
War schrecklich, meine Mutter mente, der ist noch da, wenn wir wiederkommen, denn ich wollte ihn garnicht loslassen. Und? Er war nicht mehr da, als wir wiederkamen, meine Mutter fühlte sich deswegen auch so furchtbar schlecht und ich habe sehr heftig auf den Tod des Katers reagiert mit stundenlangen Schreikrämpfen.. wenn ich daran denke, kommen mir die Tränen.
 
 
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IsoO
Alt 07.11.2006, 16:40   #12
Standard

vicky, du musst echt aufhören, an tote tiere zu denken. du machst dich nur selbst immer wieder traurig.
 
 
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