Das Allerwichtigste ist eine Motorwäsche – auch wenn man nur Pfotenabdrücke auf der Haube feststellt. Die tierischen Duftspuren müssen unbedingt beseitigt werden. Denn sonst folgt das nächste Mardermännchen auf dem Fuße, der Konkurrenzkampf unter der Motorhaube ist programmiert.

Maschendraht: Preiswertesten Marderschutz führt jeder Baumarkt. Marder meiden den unangenehm nachgiebigen Untergrund. Die Wildbiologen der Universität Gießen haben herausgefunden, dass der Steinmarder um dieses ihm unbekannte Objekt einen Bogen macht. Tritt er doch irgendwann auf den Maschendraht, wird er durch die Bewegung des Drahtes erschreckt und diese Stelle zukünftig meiden. Wer auf seinem Privatgrundstück immer am gleichen Platz parkt, der hat mit dieser einfachen und preiswerten Methode eine gute Chance zur Marderabwehr.
Kabelschutz: Geschlitztes Wellrohr aus Hartkunststoff zum Ummanteln der Zündkabel gibt es im Kfz-Zubehörhandel. Kosten: circa 8 Euro.
Ultraschall verjagt Marder mit Schalldruck und ständig wechselnder Frequenz im Bereich von 20 bis 40 Kilohertz. Die Töne sind für den Menschen nicht hörbar; erhältlich im Zubehör-Handel oder beim ADAC. Allerdings ist Ultraschall als Marderabwehr umstritten, da er nicht immer die gewünschte Wirkung zeigt. Wichtig ist, dass der Schalldruck mindestens 100 dB(A) beträgt. Kosten: circa 130 Euro.
Elektroschock: Im Motorraum verteilte Sensoren teilen Stromschläge aus wie beim Weidezaun-Prinzip; Die sehr geringe Stromstärke stellt sicher, dass größere Verletzungen vermieden werden. Bezug über den Kfz-Zubehörhandel oder den ADAC. Kosten: circa 130 EUR zuzüglich 2,5 Stunden Installation.
Chili-Spray gibt es für rund 10 Euro im Internet. Seine Wirkung ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, aber in dem einen oder anderen Fall soll es bereits geholfen haben.
Ein
altes Hausmittel zum Vertreiben unliebsamer Hausgäste soll übrigens auch beim Marder funktionieren: Eine alte, getragene Socke im Motorraum wirkt angeblich wahre Wunder. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine Socke handelt, die nicht unbedingt mit heute üblichen Waschintervallen gereinigt wurde ...
Duftstoffe: nicht empfehlenswert
Hundehaare, WC-Steine, Abwehrsprays, Duftsäckchen, Mottenkugeln bergen das Problem, dass schon eine Fahrt im Regen genügt, um den Duftstoff abzuwaschen. Vor allem aber gewöhnen sich Marder sehr schnell an neue Gerüche und lassen sich durch sie dann, wie Versuche der Marderforscher bestätigen, nicht mehr im geringsten in ihrem Revierverhalten stören.
Fallen stellen – bloß nicht! Das Fangen von Mardern in Wohngebieten ist verboten, die Tiere unterliegen dem Jagdrecht, das heißt, man bräuchte dafür einen Jagdschein. Experten raten vor allem deshalb davon ab, den Marder mit einer Falle zu fangen, da es zu Bissverletzungen kommen könnte.