habe gerade einen hoch interessanten dokufilm gesehen. er handelte von einem buddhistischen kloster, in dem die mönche sich um tiger kümmern. dort spielen die mönche mit 300 kg schweren, über 2 meter langen tigern, als wären sie hauskätzchen. und die tiger benehmen sich auch so. sie kugeln am boden rum und lassen sich den bauch kraulen. die mönche gehen mit den tigern an der leine durch die stadt spazieren wie wir mit hunden
die mönche haben eine ganz andere enstellung zu den tieren als im westen üblich (siegfried und roy etc., deren erfolg darauf basiert, den willen der tiere zu brechen). sie ziehen die tiger von anfang an nicht als raubtiere groß, die tiger lernen gar nicht zu jagen. sie sind natürlich sehr kräftig, aber sie sind sich dessen sehr wohl bewusst, denn sie verletzen nie die völlig unbewaffneten mönche, die mit ihnen spielen.
da stell ich mir die frage, ob es überhaupt von natur aus wilde tiere gibt, oder ob jagen auch nur erlernt wird. klar, da gab es diesen typen, der vor kurzem von bären gefressen wurde, obwohl er mit diesen jahrelang zusammenlebte. aber der unterschied ist wohl, dass diese bären in der natur lebten und folglich jagten und wussten, dass man lebewesen fressen kann.
die mönche füttern die tiger mit allem, was sie vom volk bekommen. sie mischen zwar geflügelreste etc. unter das ansonsten pflanzliche fressen, wegen der nährstoffe, aber sie achten darauf, dass die tiere nichts davon schmecken, kein blutgeschmack oder fleischgeruch im fressen ist.
ach ja, auf dem klostergelände laufen nicht nur die tiger frei rum, sondern auch ein reh
