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Hämangioperizytom beim Hund - Hilfe

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SvenB
Alt 09.02.2008, 19:20   #1
Frage Hämangioperizytom beim Hund - Hilfe

Liebe Herrchen und Frauchen,

hat jemand von euch Erfahrungen mit diesem Tumor?

Mein 10-jähriges A.C.Schäferhundmädchen wurde letzte Woche an der Flanke ein gut abgregrenztes, verschiebbares, tischtennisballgroßes Gewächs entfernt.

Wie geht man jetzt vor? Gibt es eine wirksame Therapie?

Es würde mich freuen, wenn Leidensgenossen mir von ihren Erfahrungen berichten würden. Es hängt das Leben eines lieben, viel zu braven, noch sehr, sehr glücklichen Mädchens daran, nun die richtigen Schritte zu ergreifen. Sie hat keinerlei Schmerzen.

Hier ist das, was mir in der Praxis von Dr.Sörensen bisher gesagt wurde:
Diagnose: ("viprosaköm"?) Hämangioperizytom ist ein Bindegewebsgewächs, unter den bösartigen Krebsarten ist ein verhältnismäßig "nettes". Es ist nicht streufähig, d.h. es streut nahezu gar nicht nicht über die Blutbahn, aber es kommt nahezu sicher ca. nach 1 Jahr bzw. innerhalb eines Jahres wieder. Dann existieren auch weitere kleine Beulen und Anlagen dazu um den ursprünglichen Tumor herum. Das
Hämangioperizytom wächst eher in den Körper rein anstatt sich über die Blutbahn auszubreiten. Dann können auch knochen und Organe betroffen sein.

Therapie:
Bestrahlung oder Immunotherapie

Bestrahlung (nur 9 Anbieter in Deutschland); effiziente Behandlung; jede Bestrahlung erfolgt unter Vollnarkose; Haare der betroffenen Stelle fallen aus, kleiner Sonnenbrand, sonst keine Nebenwirkungen. Kosten je Bestrahlung ca 100 EUR je nach Anbieter; 17 Bestrahlungen erforderlich, 5 Bestrahlungen je Woche, drei Wochen lang.

Immunotherapie befindet sich noch in der Erforschung7Probephase. In der Praxis von Dr. S. bisher wohl 15 Behandlungen, davon 8 mit sehr gutem Erfolg. Behandlungsdauer 6 Monate, anfangs werden mehr Spritzen als zum Ende der Therapie gegeben. Keine Nebenwirkungen - bis auf kleinen Sonnenbrand(?). Kosten: ca 600 EUR (gesamt)

Das ist alles was ich bisher weiß. Es ist nur EINE Meinung, was habt ihr bisher gehört, erfahren, erlebt? Bitte antwortet schnell. Je früher man etwas unternimmt, desto weniger Zellen müssen bekämpft werden.

Habt vielen Dank für eure Hilfe, lieben Gruß Sven
 
 
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Bodo
Alt 09.02.2008, 19:40   #2
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Also ich würde wohl die zweite Variante nehmen. Bei 'nem 10jährigen Schäferhund stehn die Chancen vermutlich schon gut dass der keine fünf Vollnarkosen die Woche mehr überlebt.
 
 
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EiskalteFee
Alt 11.02.2008, 19:45   #3
Standard

ich kann bodo nur zustimmen...

für so einen alten hunde halte ich eine bestrahlungstherapie für nahezu undenkbar. eine vollnarkose nimmt ein tier ziemlich mit und selbst wenn deine hündin jetzt fit sein sollte... nach 17 vollnarkosen denke ich wird es ganz anders aussehen, da brauchst du dir dann um die tumore keine gedanken mehr machen.
noch dazu kommt wenn du 17 behandlungen a 100euro bezahlten musst, ist dass doch eine ganze menge geld, vor allem hast du keine garantie dass es verschwindet bzw sie die behandlung übersteht


ich rate dir zur immunotherapie. (nicht wegen dem preis, obwohl ich das auch in ordnung finde). denke für deine kleine seniorin sind die spritzen verträglicher.

du musst schließlich auch bedenken, dass es für deinen hund eine ganze schöne aufregung ist jedesmal zum tierarzt und warteraum bzw behandlungstisch und co und wirklich die jüngste ist sie ja auch nicht.

liebe grüße drück euch die daumen
 
 
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bhirscher
Alt 08.05.2008, 10:44   #4
Standard

hallo,
ich antworte wohl etwas spät aber trotzdem hoffentlich noch nichz zu spät zu diesem Thema.
Mehr oder weniger sind wir Leidensgenossen. Im Oktober 2006 wurde meine weisse Schäferhündin an diesem Tumor operiert (linker Vorderlauf). Jetzt hat er sich wieder gezeigt. Die Art neigt zur Rezidivierung (ca. 50 %) und uns hatte es wieder erwischt. Außerdem wachsen Rezidiv-Tumore immer schneller wieder nach. Sie ist jetzt nochmals operiert worden, wieder mit ungewissem Ausgang und soll dann mit einer Imunisierungskur weiter behandelt werden. Nochmals wäre eine OP wohl nicht möglich, da der Tumor so weiträumig wie möglich herausgeschnitten werden soll und das ist am "Unterarm" wohl nicht mehr zu machen. Übrigens hatte sich der Tumor sowohl an der vorherigen Stelle, wie auch flach kriechend unter der Haut in Richtung Pfoten wieder eingestellt, so daß sie jetzt eine Op-Wunde vom Ellenbogen bis zur Fessel hat. Eine Stelle ist noch immer offen, konnte nicht mehr zusammengezogen werden und muß von unten granulierend wieder zuwachsen (bisher 3 Wochen und noch immer nicht richtig zu). Solange die Wunde noch nicht verheilt ist, kann auch mit der Kur nicht angefangen werden, da diese die Zellvermehrung verlangsamen bzw. verhindern soll. Ich bin sehr traurig, aber ich habe auch schon sehr dümmliche "Ratschläge" erhalten - bis hin zum Rat zur Amputation. Meine kleine Maus ist jetzt 11 J. und 7 Mo. alt. Sie war und ist immer eine lebensfrohe und auch noch immer spritzige Hündin . DAs werde ich ihr ganz bestimmt niemals antun. Es geht hier ganz bestimmt erst in 2. Linie um mich. Im Vordergrund muß immer der Hund, sein Wohlergehen und seine Lebensqualität stehen. Dazu werde ich stehen, wenn es zum Äußersten kommt, obwohl mich der Gedanke daran fast umbringt.
Solltest Du inzwischen noch brauchbare Behandlungsmethoden erfahren haben, dann laß es mich bitte wissen. Ich wünsche uns beiden Glück.
Lg Brigitte
 
 
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EiskalteFee
Alt 12.05.2008, 15:11   #5
Standard

@bhirscher

Wenn Amputation eine Möglichkeit ist um den Hund zu retten und ihm weitere qualvolle Operationen zu ersparen und das ständige wiederauftreten von Tumoren einzuschränken würde ich das auch in betracht ziehen.

Hab die Erfahrung gemacht, dass die meisten Tierbesitzer vor Amputation zurückschrecken, weil es mit ihrem eigenen *Schönheits-Empfinden* nicht übereinstimmt.
Ein Hund sowie auch eine Katze lernen meist extrem schnell sich auf 3 Beinen zurecht zu finden und kommen je jünger sie sind meist gut damit klar.
Häufig lassen Tierbesitzer ihre Tiere einschläfern, weil sie ihrem Liebling eine Amputation ja nicht zumuten wollen... Was totaler Schwachsinn ist... ein Tier einzuschläfern nur weil der Besitzer nicht damit klar kommt ein 3 beinigen Hund zu haben... etc
 
 
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