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Brauchen wir Zoos wirklich?

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reyals
Alt 03.02.2008, 12:23   #1
Standard Brauchen wir Zoos wirklich?

Glaubt ihr, dass Zoos wichtig sind?

Ein Zoo ist für mich eine Institution zwischen Verfremdung und Wissenschaft.
Viele der Erkenntnisse, die dort gewonnen wurden, werden zum Artenschutz verwendet und das finde ich auch sehr gut so.
Aber wie ist das mit Tieren im Zoo, die nicht vom Aussterben bedroht sind und im Prinzip nur als Attraktion für den Menschen gehalten werden?
Andererseits denke ich, dass "normale" Tiere im Zoo gerade für Kinder sehr wichtig sind, wo sonst bekommt man denn schon mal eine Giraffe oder einen Löwen zu sehen?

Wie seht ihr das?
 
 
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El Sparko
Alt 03.02.2008, 14:30   #2
Standard

egal wie man es verkauft, das konzept von nem zoo ist widernatürlich und das merkt man schon daran wenn die wildtiere kein nachwuchs mehr zeugen oder den dann sogleich umbringen wollen. für mich zählts mehr, dass tiere in ihrer natürlichen umgebung leben können, als dass man vielleicht art xy durch einsperren erhalten kann.
 
 
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OrionX
Alt 03.02.2008, 14:56   #3
Standard

das problem ist das in der natürlichen umgebung der tiere meist auch der mensch lebt, dem es scheissegal ist ob die art nu vom aussterben bedroht ist oder nicht. "wenn wirs net fressen, fressens uns". die meisten tiere werden nur gejagt weil irgendjemand das geld zum überleben braucht und jemandem der einfach überleben will ists doch wumpe was er da abknallt.

ich gehe glaub ich nicht fehl in der annahme das recht viele körperteile eines eisbären immer noch recht gute preise am markt erzielen, trotz "lieber nackt als pelz".

trotzdem hast du schon irgendwie recht. aber wie soll man die tiere sonst erhalten?
 
 
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Felicitas
Alt 03.02.2008, 15:19   #4
Standard

schönes thema

----

ich werfe mal ein, dass zootiere qua geburt ja nicht wissen wie das leben "da draußen" ist. das heisst es besteht die frage ob, beispielsweise dem elefanten, etwas fehlt wenn er im zoo nicht hunderte kilometerweit zum nächsten wasserloch traben muss. er weiß es ja nicht, dass es ein "da draußen" gibt und dass es "da draußen" eben ein "anders" gibt. wissen wird ja nicht qua geburt weitergegeben, sondern muss erworben werden.

in annahme guter hygienischer und ernährungstechnischer umstände, ich denke gerade an den leipziger zoo der riesige, fast unübersichtliche, freigehege hat und zB. ein nicht zu verachtend großes affenhaus, find ich zoos ok. und ja das ganze auch aus egoistischer sicht. natürlich würd ich viel lieber die welt bereisen und die tiere in ihrer natürlichen umgebungen sehen. kann ich aber nicht, also freue ich mich als mensch über zoos. und ja ich unterstützt mit der einstellung bestimmt ganz viel tierquälerei. prangerts halt an.
 
 
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reyals
Alt 03.02.2008, 15:20   #5
Standard

frage ist, was will man mit ihnen, wenn man sie erhalten hat? was ist das schon, wenn man als tier nur in obhut des menschen überlebt hat, weil eben jener den natürlichen lebensraum zerstört hat?
man schon dazu stehen ein tier ausgerottet zu haben
 
 
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Felicitas
Alt 03.02.2008, 15:25   #6
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fühlst du dich persönlich für die ausrottung verantwortlich?
 
 
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Jumpy
Alt 03.02.2008, 16:25   #7
Standard

Diese unnatürlichen Lebensräume für Tiere entstehen doch nur weil wir den Tieren die Lebensräume abspenstig machen. Man sieht doch kaum noch ein Tier in freier Wildbahn! Der Zoo ist eine Anlage zur Erhaltung von Tieren und auch als Vermittler zwischen Mensch und Tier zu sehen.

Die meisten Menschen werden eine Giraffe wohl "life" nie zu Gesicht bekommen. Da ein Zoo im Unterhalt kostenintensiv ist, muss man aus betriebswirtschaftlichen Gründen für attraktivität und zahlende Zuschauer sorgen.
 
 
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reyals
Alt 03.02.2008, 19:48   #8
Standard

ich fühle mich schon ein bisschen dafür verantwortlich.
meere werden völlig überfischt, weil der verbraucher eben meint fisch essen zu müssen, regenwald wird abgeholzt, weil der verbraucher meint klopapier brauchen zu müssen usw.
aber wenn es danach ginge dürfte man ja sowieso nix.

meiner meinung nach schadet es aber nicht hin und wieder darüber nachzudenken, ob man wirklich 10 blatt klopapier brauchen muss usw.

btw, ich glaube schon, dass einem löwen was fehlt, wenn er nicht durch die savanne wetzen kann. desweiteren ist so ein zooalltag für ein tier reine routine und das kann auf dauer auch nicht so der hammer sein.

bei tieren, die nur ein kleines "revier" brauchen, finde ich es nicht so dramatisch, wenn man sie einsperrt. einen schmetterling oder einen frosch wird es weniger interessieren ob er nun einen quadratmeter oder einen ganzen regenwald vor sich hat.
 
 
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Ænema
Alt 03.02.2008, 19:54   #9
Standard

Ja, ein ziemlich gutes Thema, jedoch möchte ich vorerst nur mal eine Frage dazu beantwortet haben.

Menschenrecht vor Tierrecht?
Eure Meinung dazu wär doch mal interessant.
 
 
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tj
Alt 03.02.2008, 21:08   #10
Standard

also ich finde das Thema auch sehr intressant...
Ich finde und fand Zoos persönlich auch immer schon sehr schön. Selbst heute noch gehe ich sehr gerne dort hin, nicht nur um die Tiere zu beobachten und zu fotografieren sondern auch weil es für mich eine besondere Umgebung dalegt.
Das beobachten der Tiere gerade für Kinder ist denke ich besonders in der Entwicklung ein wichtiger Aspekt. Wie schon gesagt wurde ist es für uns gerade hier in Mitteleuropa nicht möglich einen Großteil der Tiere in Real zu sehen.
Zu Ænemas Frage würd ich sagen :
Menschenrecht vor Tierrecht, das hat unsere Evolution einfach so durch gesetzt... Wenn wir überlegen da wir tägliche tausende an Tiere zu unserer Ernährung schlachten und sie extra dafür züchten. Glaube ne weiter Debatte dazu ist nicht wikrlich sinnvoll.

Geändert von reyals (03.02.2008 um 21:39 Uhr).
 
 
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nonsurvivor
Alt 03.02.2008, 21:55   #11
Standard

Zitat von felicitas
fühlst du dich persönlich für die ausrottung verantwortlich?
Gegenfrage: Darf man sich persönlich nicht dafür verantwortlich fühlen? Und wer wäre dann bitte verantwortlich? Die anderen?
 
 
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Felicitas
Alt 03.02.2008, 22:30   #12
Standard

nein, ich fühle mich nicht für die ausrottung verantwortlich, wohl aber dafür was nun als folge dessen getan wird. und wenn durch zoos tierarten erhalten werden (oder durch botanische gärten pflanzen) dann finde ich das durchaus unterstützenswert. ich kann die vergangenheit nicht ändern und ICH persönlich habe in der vergangenheit nichts ausgerottet. aber ich kann das handeln anderer in der vergangen beurteilen oder gar auch verurteilen und JETZT und in ZUKUNFT etwas dagegen, in welcher form auch immer, machen, weil ich mich für die ZUKUNFT verantwortlich fühle.

ansonsten bin ich immer noch der meinung dass auch der löwe nicht qua geburt so eine savanne und springböcke kennt die er jagen könnte. deswegen glaube ich dass er auch nicht groß was vermissen wird.
 
 
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baedr
Alt 03.02.2008, 23:30   #13
Standard

Nur weil jemand die Freiheit nicht kennt, kann man sie ihm doch nicht einfach entziehen, und für ihn bestimmen, dass es ihm wohl egal sein wird. Viele Tiere verfallen einfach der Lethargie und der Depression, weil sie sich nicht angemessen bewegen können, und ihre Triebe nicht ausleben können. Wenns ihnen schlecht geht, ists doch egal, ob sie wissen warum es ihnen schlecht geht. Es kann ihnen also trotzdem schlecht gehen, obwohl sie nichts vermissen.
Im übrigen hab ich schon Gorillas im Zoo gesehen, die mit großem Anlauf immer und immer wieder mit der Schulter gegen die Plexiglasscheibe des Geheges gesprungen sind.

Ich war schon lange nicht mehr im Zoo, und ich kann gut und gerne drauf verzichten. Wer die Tiere wirklich mal "in echt" sehen will, der muss sowieso auf Safari. Für alles andere gibts Fernsehen und Fotografie.
 
 
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OrionX
Alt 04.02.2008, 05:59   #14
Standard

hm ich stell auch mal eine frage in den raum:

was ist besser: Ein Tier im Zoo gefangen halten wo es nach allgemeinem dafürhalten wohl überlebt oder es in die Wildnis entlassen wo es seines pelzes wegen höchstwahrscheinlich einem Jäger zum Opfer fällt?

ich mein was will man denn tun? Die Tiere aus dem Zoo leben zumeist in Ländern wo sich kein Arsch drum schert ob die nun jemand jagt oder nicht, ob die nun ausgerottet werden oder nicht.

Viele Walarten stehen ja auch schon wieder kurz vor der Ausrottung weil die Japaner und Norweger wieder Walfleisch wollen. Und so ein Wal bringt sich recht umständlich in einem Zoo unter (nicht das es nicht geht, aber Wale sind da eher selten).
 
 
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El Sparko
Alt 04.02.2008, 12:17   #15
Standard

andere frage:

stell dir ein ausgeglichenes ökosystem vor. es gibt frösche, luxe und insekten. frösche fressen die insekten, luxe fressen die frösche (in wirklichkeit glaub ich nicht), und die insekten kümmern sich um die kadaver. ein gleichgewicht wird sich einspielen.
jetzt kommt einen neue tierart auf den plan. vielleicht hat es bestimmte äusere umstände gegeben, nach denen jetzt im selben gebiet auch noch wölfe leben. was wäre würden die wölfe jetzt die luxe dezimieren? für das gleichgewicht des systems gäbe es plötzlich zuviele frösche aber zu wenige insekten. oder was wenn die wölfe auch frösche fressen würden (unter garantie nicht)? plötzlich verhungern luxe und wölfe...

die frage ist: ist das ganze so denkbar? kann es sein dass das, was wir als ökologisches gleichgewicht kennen nicht ein mechanismus ist, der gleichzeitig empflindlich aber auch lange eingespielt ist? ist es nicht so dass sich die natur immer an die gegebenheiten anpassen wird? ist es nicht weiterhin so, dass auch der mensch trotz aller moralbegabung im grunde ein säugetier ist?

daraus wird wieder die alte frage: warum glauben wir verantwortlich zu sein für das was durch unsere bloße existenz geschieht, warum glauben wir es hätte sinn dinge zu erhalten die in einem gleichgewicht existierten welches es nicht mehr gibt?

und ich bin weitaus kein tierfeind. ich kann tierquälerei nicht ausstehen, aber ich sehe es genauso, dass die freiheit an sich nicht nur ein glück ist welches einem großteil der menschheit zu teil werden sollte. freiheit ist etwas wie ein grundbedürfnis für jedes lebewesen.

die raucher und säufer wollen doch auch ihre freiheit sich selbst zu zerstören. genauso sollten doch auch tiere ihre freiheit haben selbst das ende ihrer rasse im natürlichen lebensraum wahrzunehmen anstatt vorsorglich in nen käfig gesteckt zu werden.
 
 
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EiskalteFee
Alt 04.02.2008, 14:33   #16
Standard

Zitat von El Sparko
die raucher und säufer wollen doch auch ihre freiheit sich selbst zu zerstören. genauso sollten doch auch tiere ihre freiheit haben selbst das ende ihrer rasse im natürlichen lebensraum wahrzunehmen anstatt vorsorglich in nen käfig gesteckt zu werden.
ja nur ist es der mensch der ihnen diese möglichkeit nimmt indem wir in das natürliche gleichgewicht eingreifen.
natürlich wäre es die beste möglichkeit den dingen einfach ihren lauf zu lassen, doch behaupte ich einfach mal, dass es dafür fast zu spät ist, da wir zuviele lebensräume kaputt gemacht haben und reichlich tierarten ausgerottet haben..

ich finde zoos im allgemeinen nicht schlecht.
es kommt allerdings drauf an wie gut sie sind. wie die gehege gestaltet werden und ob die tiere beschäftigung haben. hier in budapest ist der zoo riéßig die gehege winzig und veraltet. allerdings gibt es wundervolle zoos mit viel auslauf und spiel bzw versteckmöglichkeiten für die tiere.

ich denke es ist unterstützenswert. nicht nur, dass wir den fortbestand von arten sichern die in der freien wildnis von wilderern etc ausgerottet werden würden, sondern dass es sogar nachzuchten gibt.

ausserdem wenn ich bedenke, dass manche stadtkinder tatsächlich glauben dass kühe lila sind... oder braune kühe schokomilch und schwarz gefleckte normale milch geben (sorry wenn ich irgendjemanden diese illusion nehme ) dann finde ich zoos tatsächlich sinnvoll, allein schon um kindern zu vermitteln dass es diese tiere wirklich gibt und zwar nich nur im fernsehn ^^
 
 
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El Sparko
Alt 04.02.2008, 17:55   #17
Standard

du hast die frage nicht beantwortet. ist das natürliche gleichgewicht etwas das sich anpasst und einspielt oder ist es etwas einmaliges welches nie wieder hergestellt werden kann dadurch dass der mensch existiert?

ausserdem hab ich noch nie nen zoo gesehen wo es kühe gibt. ich empfehle dazu bauernhöfe. allerdings ist das auch bei weitem niemals der natürliche lebensraum eines rindes.
 
 
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OrionX
Alt 04.02.2008, 18:29   #18
Standard

eine kuh ist ja auch kein tier was so entstanden ist. es gibt kein tier was ständig milch gibt, das ist angezüchtet. oder pinscher und terrier und was weiss ich nicht alles. das sind alles gezüchtete tiere dies ohne den menschen eigentlich überhaupt nicht gäbe. ich glaube nicht das sich ein hund evolutionstechnisch ohne auf einer kleinen insel zu leben wirklich so klein entwickeln würde...

und der vorfahr des rindes wie wir es kennen ist ausgestorben...

da muss ich fee recht geben, wir pfuschen verdammt viel in der natur rum (und dir prinzipiell ja auch)
 
 
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EiskalteFee
Alt 04.02.2008, 18:32   #19
Standard

naja gut in den meisten zoos gibt es keine kühe aber wenn ein kind nichmal weiß wie eine kuh aussieht.... dann frag es mal nach nem pavian ner giraffe nem biber etc etc

ich denke nicht, dass sich das natürliche gleichgewicht wieder herstellen kann wenn glieder in der kette fehlen.natürlich dezimiert immernoch resourcen knappheit die population, allerdings macht es sich trotzdem bemerktbar.
noch dazu ^^ wie willst du das natürliche gleichgewicht in einem ökosystem wieder herstellen wenn es gar nicht mehr wirklich vorhanden ist? wenn wir erstmal alles zugebaut haben, sind dann unsere autos die natürlichen feinde der rehe? bzw hach geht ja gar nicht was sollte ein reh denn fressen wenn kein grünzeugs mehr rumsteht...
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 04.02.2008, 18:48   #20
Standard

Menschenrecht vor Tierrecht?
Einerseits ja: Tierversuche stören kaum jemanden. Es gibt sogar Leute, die die Meinung vertreten, Tierversuche für Kosmetika sind Scheiße, aber Tierversuche für medizinische Zwecke um Menschenleben zu retten sind ok. (Als ob die Tiere dann weniger leiden.) Also Tiere müssen ihr Leben lassen, damit Menschen immer älter werden dürfen.

Andererseits: Den Tieren im Zoo geht es besser als so manchem Menschen hier auf der Erde! Menschenrechtsverletzungen jucken kaum einen, Amnesty International kennt kaum jemand, daß jeden Tag(!) 25000-300000 Menschen verhungern, ist schon wieder vergessen, Knut aber ist der Megastar. Man spendet lieber Futter fürs Tierheim für die armen Tiere, aber spendet nichts für die ach so faulen() Obdachlosen.
Wie war noch mal die Frage?

Daß Kindergartenkinder Kühe lila malen, würde ich nicht überbewerten. Kinder zeichnen immer phantasievoll und nie wie die Welt wirklich ist.
 
 
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baedr
Alt 04.02.2008, 19:02   #21
Standard

Ein zoo ist doch nicht dafür zuständig den Artenbestand zu sichern, sondern ihn zur Schau zu stellen... abgesperrte Gehege in der wildnis. Stoßzähne absägen, Pelze besprühen etc sind alles Maßnahmen, die ein Tier vor dem wilderertod schützen, und viel günstiger zu bewerkstelligen sind... Man muss das Strafmaß so ansetzen, dass die Natur eben die paar Wilderer übersteht, die sich nicht an die regeln halten.

Ein unterschied zwischen Mensch und tier ist die Verantwortungsfähigkeit. Wir sind also dafür verantwortlich wenn nach unserem Eingreifen größere Probleme für Flora und Fauna(und damit auch indirekt für uns) entstehen. Also müssen wir versuchen mit Regulierungen dagegen zu steuern. Dafür braucht man aber keine Zoos mit Eisverkäufern, futterautomaten, gigantische Aquarien, etc
 
 
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nephthys
Alt 04.02.2008, 19:44   #22
Standard

Hallo,
hab das thema leider bis jetzt nur überflogen da ich nicht so viel zeit habe aber über dieses thema habe ich mir wohl auch schon öfters den kopf zerbrochen.
unter anderem, als ich mich zur ausbildung als tierpfleger bewerben wollte bei einem zoo, nur weil ich gemerkt habe das ich tiere toll finde und was gegen ihre ausrottung tun will, mich dann aber auch gefragt habe ob ich zoos überhaupt unterstützen will.

meiner meinung nach sind zoos unnötig. das mit den kindern, dass diese ja irgendwie mal so tiere anfassen können gut und schön soll man mal an ne kuhweide gehn oder so, naja gibt ja auch so streichelzoos mit tieren die zumindest mal hier heimisch sind oder so wildparks.

Zitat von reyals
Andererseits denke ich, dass "normale" Tiere im Zoo gerade für Kinder sehr wichtig sind, wo sonst bekommt man denn schon mal eine Giraffe oder einen Löwen zu sehen?

Wie seht ihr das?
äähm findest du nen löwe "normal"? naja. klar so kurz vor der ausrottung stehen löwen nicht.

aber mir gehts eher darum, dass die tiere einfach nicht hierhergehören. und, wenn man wirklich die arten erhalten will, warum dann nicht ein reservat dort aufmachen, wo die tiere hingehören?? nein, ich glaube den zoos gehts hauptsächlich um das geld um die attraktion... sieht man ja in der presse schön.

das ganze berührt mich so, weil ich paar monate in bolivien verbracht habe in einem tierreservat wo sie versucht haben tiere, die vorher gefangen waren oder deren eltern fürs fell erschossen worden sind etc. einzuwildern. und das hat -mehr oder weniger- auch geklappt. und sowas finde ich halt wirklich toll, da gehts nicht um irgendwelche attraktionen oder touristen.
und ausserdem haben die auch eine ganz andere einstellung zu exotischen tieren wie z.b. schildkröten, papageien etc. sowas zählt garnicht zu haustieren. naja, ich schweife ab...

wenn ich zeit habe les ich mir nochmal alle beiträge durch, aber soweit meine meinung, dass man wohl tierreservate aufbauen sollte, natürlich gibts leute denen das egal ist welche art ausstirbt etc. ist auch nur der "lauf" der welt aber zumindest mal sind zoos unnatürlich und ich würde sie auch nicht unterstützen.
 
 
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OrionX
Alt 04.02.2008, 21:38   #23
Standard

Amnesty International kennt kaum jemand
AI ist die bekannteste Menschenrechtsorganisation weltweit, war letztes Jahr mehrfach in den Medien präsent, ua mit dem Krieg in Birma.

das problem mit dem gleichgewicht ist das sich der gejagte dem jäger anpasst, das haben schon viele tiere getan und kennen die jagdmethoden des menschen schon, allerdings passt sich der mensch mittlerweile innerhalb von wenigen tagen an, das kann das tier nicht.

wir sind zu übermächtig als natürlicher feind...
 
 
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soul.
Alt 04.02.2008, 21:54   #24
Standard

du hast die frage nicht beantwortet. ist das natürliche gleichgewicht etwas das sich anpasst und einspielt oder ist es etwas einmaliges welches nie wieder hergestellt werden kann dadurch dass der mensch existiert?
es GIBT kein natuerliches gleichgewicht.
 
 
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El Sparko
Alt 04.02.2008, 23:22   #25
Standard

vielleicht wollte ich auf etwas derartiges hinaus? meine meinung wäre ja gewesen, dass sich ein gleichgewicht in der natur immer einspielen wird. sogar wenn die geilen menschen irgendwann mal aufwachen und merken, dass man gewinnmaximierung nicht fressen kann und sich dann wegen den letzten getreidereserven in die luft jagen. aber anscheinend herrscht hier im thread irgend eine komische meinung vor, der mensch wäre vom menschen erschaffen und hätte damit für seine eigene existenz verantwortung zu übernehmen...
 
 
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