
22.11.2004, 23:26
# 20 Weg mit den Klischee vom Pauker! Hi!
Der besagte "Game-PC" von Dell hat im Gegensatz zur Dell Precision Serie (gute und teure Workstation für den CAD-Bereich oder für 3D-Animation) alle(!) erforderlichen Komponenten für den "Hardcore Zocker", denn mit einer professionellen "Fire Open GL-Grafikkarte" erreicht man zwar im CAD-Bereich Höchstwerte aber nicht bei Spielen wie Half Life 2 (die Spiele bauen konsequent auf die DirectX 9 Schnittstelle!)
Dell-Workstation und Dell-Game PC sind 2 Welten und auch ein Dell-Office PC beruht auf einem anderen Konzept (und beinhaltet andere Komponenten).
Der hohe Preis für einen doch recht unspektakulären Game-PC, mit dem man zwar als Designer oder 3D-Artist (CG / Konstruktion / Rendering) nicht weit kommen würde, aber beim Spielen mit Half Life 2 ganz sicher Tränen in die Augen vor Begeisterung bekommt, ist fair!
Auf einer teuren Workstation von Dell läuft Half Life 2 nicht mal annähernd so flüssig, weil die Grafikkarte dafür nicht konzipiert wurde (obwohl diese auch sehr teurer ist und im CAD-Bereich Spitzenwerte erreicht (Open GL).
Sind eben zwei, nein ... sogar drei paar Schuhe, denn Dell hat für jede Zielgruppe den richtigen Rechner auf Lager!
Beispiel: Mit Autos von Opel, BMW und Porsche kann man zum Bäcker fahren. Die Frage ist nur, wie gut, wie schnell und wie sicher man es persönlich möchte!
Ansichtssache! Wie die Haarfarbe der Menschen ... O.K.?
Wird endlich Zeit, dass man mit den Klischees um die "weltfremden" Pauker aufräumt!
Ich gehöre zu einer "neuen Generation" von Lehrern, denn ich habe nicht auf Lehramt studiert sondern bin ein so geannter "Umsteiger" ... wie 80 Prozent meiner "neuen" Kollegen übrigens auch, die ihre Schüler/innen heute an Schulen unterrichten!
Das bedeutet mehr Praxisnähe aus der Berufswelt im Unterricht, denn von den "Bücherwürmern" gibt es schon genug!
Der Unterschied ist folgender:
Während sich die "alten" Lehrer frühzeitig hinter ihren Pädagogik-Büchern vor der Realität (Aussenwelt) versteckt haben und ihren Platz von der Schule mit dem Platz an der Uni und danach mit einem Platz im Lehrerzimmer getauscht haben, kommen die Umsteiger aus der harten und gnadenlosen Schule des Lebens!
Sie haben mehrere (und unterschiedliche) Berufe erlernt, ebenfalls ein Studium absolviert und lange Jahre Berufserfahrung in der freien Wirtschaft im Gepäck!
Dazu gesellt sich ein I. Staatsexamen für das Lehramt ihrer Fachrichtung und damit die Option, das II. Staatsexamen zu absolvieren um nach 24 Monaten ein "echter" Lehrer zu sein und als solcher auch wie ein "echter" Lehrer arbeiten zu dürfen -- in Deutschland sowie auch in der ganzen Welt.
Darüber sind die "alten" Sesselfurzer natürlich richtig sauer, denn ihre Bauart ist an Schulen nicht mehr gefragt!
"Die Ablösung" unterzieht sich 24 Monate lang harten Prüfungen an Leib und Seele, das so genannte Referendariat (Vorbereitungsdienst an einer Schule).
Während dieser Zeit sind die "Neuen" Beamte auf Widerruf und den Lehrern an den Schulen gleichgestellt (mit allen Rechten und Pflichten).
Neben ihrer Vollzeitbeschäftigung an der Schule bekommen sie das Wissen um Erziehungswissenschaft und Didaktik in einem zusätzlichem Hauptseminar vermittelt und haben damit eine Doppelbelastung, denn mit Freizeit ist es Essig!
Doch nach den 24 Monaten winkt der offizielle Abschluss mit dem II. Staatsexamen und für viele ist der Lehrerberuf dann der 3. Job, den man gelernt hat.
Nur wenige der "alten" Lehrer können unseren Weg nachvollziehen, denn sie haben i. d. R. nur auf Lehramt studiert und keinen Bezug zur Praxis (Wirtschaft), wenn es um ihre Fächer geht (z. B. Physik oder Technik).
Das Bildungsministerium hat dieses Problem erkannt und fördert nun Berufstätige, die damit ihrem Wunsch, Lehrer zu werden, sinnvoll nach kommen!
Was können die alten Lehrer den Schülern auch erzählen, was sie nicht selbst "durchlebt" haben? Eben! Alles nur öde Theorie!
Mit den Umsteigern wird das anders!
Auf diese Weise kommt mehr Power in die Schulen und der Ablauf (Takt) wird ähnlich werden wie in einem Unternehmen, denn dort findet man Theorie und(!) Praxis!
Die Realität muss in die Schule!
Mit der Grund dafür, daß die "alten" Lehrer vor uns Angst haben und um ihren Job zittern obwohl fast alle unkündbar sind! Wir bringen ungewohnte "Hektik" (ich nenne es Lebensenergie) in ihren grauen Alltag und erfreuen uns an der Wirklichkeit.
Keine Gnade, denn die Pauker von früher waren schon für mich die Hölle und ziemlich weltfremd! Solche Modelle haben ausgedient -- auf den Schrott damit!
Beispiel:
Wenn ein Lehrer im Fach Informatik nicht mal "Half Life 2" kennt, dann frage ich mich ernsthaft, wo er die letzten 8 Jahre verbracht hat?
In der Schule oder im Keller?
Grausam, wie manche Pauker ihren Trott pflegen und nicht vom Weg abkommen wollen! Kein Wunder, wenn die mit 58 Jahren schon einen Herzinfarkt bekommen, weil sie glauben, ein MP3 Player stört im Unterricht ihre Herzfrequenz!
Ahhhhh!
Bei mir im Unterricht dürfen die Schüler/innen MP3-Songs rauf und runter hören, denn in Kunst beflügelt Musik die Kreation! Und wenn "ältere" Kollegen den Klassenraum betreten, dann quatsche ich etwas über neue Lern-Methoden, die jenseits von Gut und Böse liegen. In jeder Klasse ist der Lehrer sein eigener Boss und niemand zwingt die neuen Besen, wie die alten Schrubber zu kehren!
Wir können es nicht besser, aber anders!!!
Dazu hat uns Vater Staat auch eingestellt. Wir machen aus Schülern Helden und nicht nur schlaue Jungs!
Im Zentrum steht kooperatives Lernen, aber davon wissen die "alten" Lehrer so viel wie die Müllermilch vom Bier!
Alles Bücher oder was?
Nö, Danke!
Stimmt der Job und das Ergebnis (Klassenziel), dann hat man auch
genügend Raum für Fun! Jetzt sind wir am Ruder ... volle Kraft voraus!
Verbissen war gestern!
In dieser Hinsicht ...
Alles Roger!
Achtet darauf, wer Euch demnächst im Multiplayer angreift ... es könnte ein Lehrer sein ;-)
Euer schlimmster Alptraum ist Wirklichkeit und viele werden folgen!
Indigo ;-))) |