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Wirkung von Drogen auf Synapsen?

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Dawn
Alt 28.03.2004, 19:51   #1
Standard Wirkung von Drogen auf Synapsen?

ich schreib am Dienstag ne Bioklausur - Neurobiologie. Unser Lehrer meinte jetzt wir sollten uns dafür grob informieren welche Wirkung Drogen auf Synapsen haben.
Klar gibts da bei google jeeeeede menge, aber das ist halt viel zu ausführlich (hoffe ich).
Weiss da einer was?

Ich weiss das es bei Nervengiften so ist das z.b.
-die Rezeptoren der Na+Kanäle durch das Gift besetzt werden könne,
-das alle synapt. Vesikel durch das Gift geöffnet werden können,
-die Transmitterausschüttung verhindert werden kann oder
-die Cholinesterase gehemmt werden kann
Folge: je nachdem was von oben geschriebenen passiert (starre) Lähmung oder Dauererregung

Wie sieht das jetzt mit Drogen aus - ist das das gleiche wie bei den Nervengiften oder doch was anderes?

Ich wär euch echt dankbar wenn ihr mir weiterhelfen könntet - ist meine Vorabiklausur und die darf ich auf keinen Fall in den Sand setzen.

Gruß
~dawn~

edit: noch was.. , weiss jemand den Unterschied zwischen den synapt. Endknöpfchen und der Synapse? ist das das gleiche?
 
 
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Crack Nigga TEA
Alt 28.03.2004, 20:17   #2
Standard

die synapse ist das ganze ding und das endknöpfchen/button ist eben das ende davon


hier findest du was zum thema böse drogen und ihre wirkung auf die synapsen
http://www.abi-bayern.de/bio/drogen.htm
 
 
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Dawn
Alt 29.03.2004, 19:29   #3
Standard

schonmal danke schön für deine Hilfe.
Trotzdem bräuchte ich nochma hilfe
Wir haben heut gesagt gekriegt was wir GENAU über Drogen und Synapsen wissen müssen (kommt sehr früh,morgen is die Klausur ) Also können müssen wir auf jeden Fall das Opiat-Rezeptor-Modell der Sucht. Ganz toll,haben wir heute innerhalb von zehn Minuten,also wirklich im Eiltempo kurz angesprochen und dann soll´n wir das morgen können.
Google findet so gut wie gar nix hat vielleicht irgendwer mal was dazu aufgeschrieben oder so?
wir müssen halt wissen wie das mit den Opiaten da abläuft,warum es zur Gewöhnung kommt (was da also an den Rezeptoren passiert) und wie es zur Sucht kommt.

Hilfe..das gibt wieder ne ganz tolle Klausur
 
 
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asdf
Alt 29.03.2004, 20:23   #4
Standard

Ach is doch ma n halbwegs interessantes Thema..
Keine Ahnung ob dir das irgendwas bringt:
[...]

Wirkungsweise der Opioide: Opioide wirken, indem sie an Rezeptoren (spezielle Proteine (Eiweißmoleküle)) anbinden und mit diesen interagieren. durch diese Interaktion werden verschiedene Wirkungen ausgelöst. Welche Wirkungen ausgelöst werden, hängt von der Bindung, an die jeweiligen Rezeptortypen ab:

• µ-Rezeptoren: Die µ-Rezeptoren sind am entscheidensten für die Wirkung von Opioiden.
Es gibt 2 Subtypen: µ1 und µ2.
Bei Agoninisierung (anbinden & interagieren) werden folgende Vorgänge ausgelöst:
µ1: supraspinale-/spinale Analgesie, Euphorie, niedriges Abhängigkeitspotential, Miosis,
Bradykardie (verminderte Pulsfrequenz), Hypothermie, Harnretention.
µ2: spinale Analgesie, Atemdepression, hohes Abhängigkeitspotental, starke Obstipation.

• [delta]-Rezeptoren: supraspinale-/spinale Analgesie, Atemdepression, hohes Abhängigkeitspotential, geringgradige Obstipation, Harnretention.

• [kappa]-Rezeptoren: supraspinale-/spinale Analgesie, Dysphorie, niedriges Abhängigkeitspotential, Miosis, Hyperthermie, Diurese.

• [sigma]-Rezeptoren: psychomimetische Effekte. Dieser Rezeptortyp ist aber kein spezifischer Opioidrezeptor, da auch andere Substanzen wie z.B. Phencyclidin („PCP“) daran anbinden.

Opioide binden also an Rezeptoren an. Wie stark sie anbinden, hängt von der Affinität (=Anziehung) ab. Ein Agonist ist eine Substanz, die an einem bestimmten Rezeptortyp anbindet. So binden
µ-Agonisten an den µ-Rezeptoren an. Ein entscheidender Faktor ist aber auch die intrinsische Potenz: Sie gibt an, wie stark ein Agonist nach der Agonisierung mit dem Rezeptor interagiert. Ein Antagonist ist eine Substanz, die an einem bestimmten Rezeptortyp anbindet, deren intrinsische Potenz aber so gering ist, dass sie nicht mit dem Rezeptor interagiert (wobei sich die Fachleute teilweise uneinig sind, ob sich „Interaktion“ schon durch das Anbinden an den Rezeptor definiert. In diesem Fall müsste man von „Anbinden, aber ohne vermittlungn einer Wirkung“ sprechen.
Ein weiterer Faktor, der über die Wirksamkeit von Opioiden entscheidet, ist die Lipophilie (Fettlöslichkeit) eines Opioids. Opioide mit hoher Lipophilie passieren die BBB (Blood-Brain-Barrier = Blut-Hirn-Schranke) sehr gut (nur recht stark lipohile Substanzen können die BBB passieren, und binden gut an Rezeptoren an). Opioide mit hoher Lipohilie fluten zumeist sehr zügig an (Die Lipophilie ist z.B. ein Faktor, der dafür verantwortlich ist, dass DAM so schnell anflutet) Die therapeutische Potenz setzt sich also aus der intrinsischen Potenz, der Affinität und teilweise auch der Lipophilie zusammen. So hat beispielsweise Fentanyl nur eine geringfügig höhere intrinsische Potenz als Morphin. Dafür, dass dieses Opioid etwa 100x so stark ist, ist die deutlich höhere Affinität, sowie die hohe Lipophilie, durch die das Opioid auch schneller anflutet verantwortlich.

Partiellagonisten sind Substanzen, die auf bestimmte Rezeptoren eine agonistische Wirkung haben, auf andere jedoch eine antagonistische, bzw. gar keine. Die meisten sind hochaffin, können somit viele Agonisten kompetetiv verdrängen. Im Gegenzug werden andere Rezeptortypen agonisiert, um eine - oft analgetische - Wirkung, wenn auch in abgeschwächter Form, aufrecht zu erhalten. Typisch Vertreter sind Nalbuphin, Pentazocin und Butorphanol. Diese Opioide wirken antagonistisch auf µ-Rezeptoren und dafür agonistisch auf [kappa]- oder [delta]-Rezeptoren.

Desweiteren gibt es Partiellagonisten, die wie Antagonisten wirken, mit der Ausnahme, dass sie nach dem Verdrängen des Konkurrenten mit niedrigerer intrinsischer Potenz mit dem Rezeptor interagieren, uns so einen Teil der Wirkung aufrecht erhalten.

Antagonisten sind Substanzen, die an bestimmte Rezeptoren (je nach Antagonist) anbinden und dadurch viele andere Stoffe von selbigen verdrängen, aber keine eigene Wirkung über den Rezeptor vermitteln.

[...]
©
 
 
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Cynka
Alt 05.04.2004, 15:48   #5
Standard

Hui, selten so viele Fremdwörter gesehen, und das obwohl ich Bio LK hab. Also ich glaub nich, dass es ein normaler Schüler mit dem Text was anfangen kann.

Aber netter Zufall, ich hab in Bio mal ein Referat über die Wirkung von Giften und Drogen gehalten, speziell in Bezug auf die Synapsen. Schriftliche Variante hab ich hier mal hochgeladen:
Klick mich
Das Ding setzt aber voraus, dass du weißt, wie die Nervenübertragung an den Synapsen funktioniert.
Zusammen mit der Präsentation dazu gabs 13 Punkte, so schlecht kanns also nich sein

Merk dir dazu noch folgendes: Drogen sind Gifte und wirken deswegen exakt genauso. Drogen haben nur einfach noch die Eigenschaft, dass ein Gefühl ausgelöst wird, dass die Person als angenehm empfindet. Zerstörerisch sind sie genauso.
 
 
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penruan
Alt 06.03.2005, 01:20   #6
Standard

hallo cynka,
ich habe dir eine pm geschrieben, wegen deines referates zum thema synapsen, wäre nett, wenn du mir antworten würdest!!!!!
 
 
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Klendathu
Alt 07.03.2005, 10:34   #7
Standard

da drogen ja zt transmitterstoffe ersetzen und den gleichen wirkort haben sind sie auch nervengifte und haben ähnliche wirkweisen bzw die selben.
 
 
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Maximiliane2121
Alt 16.04.2005, 19:36   #8
Standard

hey ihr,
muss auch ein referat über die bösen drogen halten und jetzt wollte ich versuchen hier was rauszufinden darüber nur mein prob ist das das "klick mich" von cynka nich mehr geht jetzt wollt ich mal fragen ob jmd anders darüber was hat?!!?
danke schonmal im vorraus
maximiliane
 
 
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strawberry
Alt 16.04.2005, 21:49   #9
Standard

Original geschrieben von Dawn
Also können müssen wir auf jeden Fall das Opiat-Rezeptor-Modell der Sucht.
ehm, hat das euer lehrer gesagt, damit ihr alle schon mal 10 punkte sicher habt ?

generell würd ich mich nicht so in den details verlieren...und schon gar nicht auf ne bayern-seite gehn :P die lernen es nur alles auswendig

~allg.:

Unter Drogen versteht man Substanzen - meist pflanzlicher Herkunft -, die auf den Körper oder den Geist des Menschen verändernd wirken. Sie werden geschluckt, gespritzt (injiziert), geraucht oder inhaliert.
Viele Drogen (Psychopharmaka) wirken auf die Psyche des Menschen ein. Sie beeinflussen Stimmung und Verhalten, indem sie die Synapsenfunktion stören:

- Manche Drogen hemmen oder fördern die Ausschüttung eines Transmitters. Morphium hemmt die Transmittrausschüttung in bestimmten Bereichen des Gehirns, indem es mit besonderen Rezeptoren ("Opiat-Rezeptoren") in der Nähe der Präsynapse reagieren.

- Andere reagieren anstelle des natürlichen Transmitters mit den Rezeptoren der subsynaptischen Membran. Solche Drogen haben oft eine chemische Struktur, die der von Transmittern ähnlich ist (Mescalin, LSD).

- Weitere Drogen verstärken die Wirkung von Transmittern indem sie ihren Abbau oder ihre Wiederaufnahme in die Präsynapse blockieren (Kokain).

- Koffein wirkt über zwei Boten. Es hemmt das Enzym, welches den zweiten Boten (cAMP) abbaut und erhöht dadurch indirekt die Wirkung des Transmitters. Daher rührt seine stimmulierende Wirkung.

siehe Abiturwissen "Nerven, Sinne und Hormone" Klett-Verlag für ca 20 euro.

kann ich nur empfehlen
 
 
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Dawn
Alt 17.04.2005, 03:39   #10
Standard

Der Thread ist übrigens schon über ein Jahr alt, die Bioklausur ist also laaaaaang vorbei
 
 
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