Zitat von short_cut_baby Jaaaaaaa bei euch, hier hats teilweise richtig himalayamäßige Verhältnisse gegeben
Wo ist denn "hier"? Im tieeefsten Oooosten, in Sibirien?
Hauptsächlich wollte ich nur sagen, daß ich die positven Seiten des Klimawandels sehe, als Kontrast zu Meckerei, ich lasse mich ausnahmsweise vom Pessimismus nicht anstecken. Der Klimawandel hat eben nicht nur Nachteile:
Es gab immer schon natürliche Schwankungen des Klimas, ohne menschliches Verschulden. Warme und kalte Perioden entstehen durch die Neigung der Erdachse und die Änderung der elliptischen Erdbahn. Vor nur ein paar hundert Jahren wechselte das Klima mehrmals:
In einer Warmzeit im Mittelalter, vom 9. bis 14. Jahrhundert, herrschte mildes und feuchtes Klima, das Weinanbau in Schottland ermöglichte und die Wikinger Südgrönland besiedeln ließ. Der Meeresspiegel war nicht wesentlich höher als heute, weil es zu mehr Verdunstung und größeren Niederschlagsmengen kommt - die Wüste Namib war während dieser Zeit besiedelt!
Während der kleinen Eiszeit, vom 14. bis 19. Jahrhundert, mußten die Wikinger Südgrönland verlassen. Die Alpen-Gletscher nahmen stark zu und begruben sogar Dörfer unter sich. Hungersnöte und Krankheiten breiteten sich aus. Am Anfang dieser Kälteperiode um 1300-1340 starben in wenigen Jahren rund 10 Prozent der Menschen in ganz Europa. Erst dann konnte die Pest die schon geschwächten Menschen noch mehr dahinraffen.
Aufgrund von Bohrungen und Satelitendaten weiß man, daß die Alpengletscher schon seit Ende des 19. Jh. wieder zurückgehen, ebenso das Grönlandeis. Bekannt ist auch, daß sich der Übergang von wärmeren und kälteren Perioden manchmal innerhalb einiger Jahrzehnte vollziehen kann.
Wie man sieht, steht wahrscheinlich eine Warmzeit bevor, daß es wieder wärmer wird braucht somit niemanden wundern. Aber zum natürlichen Klimawandel soll nun noch ein menschenverschuldeter dazu kommen. Das bestreite ich im Moment nicht, aber man kann nur vermuten, wie sehr sich das Klima ändert durch vermehrte Treibhausgase. Der Klimawandel kommt doch sehr gelegen und wird prima aufgebauscht. Denn Umweltschutz ist nur dann gut, wenn man auch Geld damit machen kann.
Dazu ist ein Rückblick in die politsche und wirtschaftliche Geschichte interressant:
Wir wissen, daß der Kapitalismus nur dann funktioniert, wenn fleißig expandiert wird. Zuerst war das einfach mit der Industrialisierung. Aber man war damals schon vorausschauend. Man hörte auf, die Schwarzen als Sklaven zu importieren, denn es war billiger sie im eigenen Land auszubeuten. Und noch besser, man hatte damit neue Märkte. Bis zum heutigen Tage hat man diese Länder abhängig gemacht. Übrigens besonders lustig (oder listig?) war, man hatte die Abschaffung der Sklaverei unter dem Deckmantel der Humanisierung betrieben.(!)
Und nun ist es etwas schwieriger. Es müssen neue Technologien her, für den wirtschaftlichen Aufschwung sind diese nötig. Wir haben erst den Chinesen unsere alten Stahlwerke verkauft, um ihnen dann den Betrieb dieser verbieten zu wollen, wegen Umweltverschmutzung. Jetzt bieten wir ihnen unsere neuen Technologien an.
Es müssen mehr neue Technologien verkauft werden, Wirtschaftswachstum wird betrieben unter dem Deckmantel des Umweltschutzes: Energiesparlampen, Umweltplakette und Kfz-Steuer nach Verbrauch/Abgas um den Verkauf neuer Autos anzukurbeln, Wärmedämmfassaden, Dreifachverglasung - alles prima in Lima.
Auch wenn diese Warmzeit wegen der Treibhausgase schneller kommen sollte, ich freue mich trotzdem. Ich konnte Schnee in der Fresse noch nie leiden.
