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Verhältnis zu den Eltern

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Ford Prefect
Alt 16.10.2006, 00:34   #1
Standard Verhältnis zu den Eltern

Hi folks,

ich merke zur Zeit, dass mein Kontakt zu meinen Eltern einfach schlecht ist und auch nicht besser wird.
Wenn ich mit meiner Stiefmutter rede, streiten wir uns meistens über irgendwas, und mit meinem Vater wechsle ich oft kaum mehr als 20 Wörter am Tag. Ich sollte dazusagen, dass mein Verhältnis zu meiner Stiefmutter eigentlich nicht schlecht ist, aber wenn wir nicht streiten, haben wir uns wenig zu sagen, dasselbe gilt für meinen Vater.
Ich glaube, dass wir uns einfach zu lange kennen und deshalb kaum noch miteinander kommunizieren. Mit meiner Mutter habe ich ein viel besseres Verhältnis, weil wir uns seit 9 Jahren nur noch etwa einmal die Woche sehen.

Bisher hatte ich geplant, während meines Studiums, das ich nach dem Zivildienst an der Uni Stuttgart anfangen möchte, noch bei meinen Eltern zu wohnen, aber inzwischen denke ich, dass es wohl besser wäre, wenn ich ausziehen und mir ne Studenten-WG oder so suchen würde.
Natürlich wäre das mit Kosten verbunden, zumal ich ja Studiengebühren zahlen muss; für mich wäre es jedenfalls billiger, bei meinen Eltern zu bleiben. (Meine Eltern würden mich natürlich finanziell unterstützen, aber da sie selbst nicht übermäßig viel Geld haben, muss ich das Geld wohl größtenteils selbst verdienen.)
Außerdem sind wir vor 3 Monaten umgezogen und meine Eltern haben extra eine Wohnung mit großem Zimmer für mich ausgesucht, und irgendwie wärs ja auch blöd, wenn ich dann einfach sagen würde, ich zieh jetzt aus.
Andererseits merke ich auch, dass unser Verhältnis uns allen nicht guttut; sonst würde ich vermutlich auch nicht das hier schreiben. Und die restlichen 6,5 Monate Zivildienst werden das bestimmt auch nicht verbessern.

Hach, ich weiß echt nicht, was ich tun soll... habt ihr schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht? Was würdet ihr tun?
 
 
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Alt 16.10.2006, 09:17   #2
Standard

Ich leb zwar nicht mehr daheim, rede aber nun auch nicht übermäßig oft mit meiner Mutter (aller paar Tage nen Anruf). Deswegen ist aber das Verhältnis doch nicht gleich schlecht? Ist doch auch vom Menschen abhängig in wie weit er es für nötig hält sich über seinen Alltag etc. zu unterhalten. Ich habe jedenfalls nicht das Bedürfnis sie jeden Tag mit meinen Erlebnissen vollzubabbeln, was bei meiner Schwester schon wieder anders aussieht. Obwohl sich dort auch oft Themen bezüglich ihres Sohnes ergeben.

Ich würde mir da kein großen Kopf machen und wenn sie wegen dir extra eine Wohnung mit größeren Zimmer genommen haben und dich sonst unterstützen, frag ich mich wie du auf diesen Trichter kommst. Ein schlechtes Verhältnis wäre schon längst von Dauerstreit und dem Gefühl , dass du langsam unerwünscht bist, unterstrichen worden. Letzendlich hängst es auch mit von dir ab. Ich denke mit dem richtigen Themen kannst du mit deiner Stiefmutter auch mehr als 20 Worte wechseln, geschweige mit deinem Vater.
 
 
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weltretter
Alt 16.10.2006, 11:21   #3
Standard

Das Verhältnis zwischen meinen eltern und mir hat sich von katastrophal zu gut geändert,a ls ich ausgezogen bin.
Du scheinst aber schon lieber ausziehen zu wollen, wie du schreibst.
Falls das so ist, bist du vielleicht einfach so weit und wirst das schon schaffen, auch wenn es (finanziell) schwieriger wird.
 
 
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Felicitas
Alt 16.10.2006, 12:03   #4
Standard

mein verhältnis, gerade zu meiner mutter, war auch sehr angespannt als ich noch zu hause gewohnt habe. sobald wir mehr als 10minuten zusammen waren haben wir uns gestritten, bis einer dann türe knallend und weinend (zumeist ich ) abgehauen ist. ich bin vor n bissl mehr als einem jahr ausgezogen. bis vor kurzen habe ich zumindest noch im gleichen ort gewohnt, jetzt wohn ich ein paar hundert km weg von zu hause.

umso weiter ich wegzog, umso besser wurde das verhältnis zu meiner mutter. ich würde ja fast sagen das es mittlerweile stellenweise sogar freundschaftliche züge angenommen hat.

das eis wurde im übrigen mal endgültig gebrochen als wir uns mal gegenseitig gesagt haben, daß wir uns lieb haben.

du sagst ihr seid erst vor 3 monaten umgezogen. meine eltern sind damals vor 10 jahren aufs dorf gezogen in eine 120qm wohnung. als mein bruder auszog (ist schon einige jahre her) blieb sein großes 60qm zimmer leer. jetzt bin ich auch noch weg und sie leben allein in ihrer großen bude. ich bin ganz ehrlich der meinung, daß man darauf als kind keine rücksicht nehmen darf. auch eltern entwickeln sich weiter und müssen schlichtweg damit leben, daß die kinder ausziehen irgendwann. das ist in vielerlei hinsicht schwer für eltern, aber das ist eine entwicklung und erfahrung die sie machen müssen und wir dürfen sie davor nicht schützen. natürlich sind 3 monate n bissl kurzfristig, letztendlich ist es aber doch fast ein jahr bis du wirklich mit studieren anfängst. und 1 jahr klingt doch gar nicht mehr moralisch so schlimm? und ein jahr ist auch dahingehend viel zeit, als das sich euer verhältnis ja auch wieder verbessern kann.

trotzdem unterstütze ich prinzipiell ein frühes ausziehen aus dem elternhaus. geschadet hats wohl noch keinem.
 
 
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missgreenx
Alt 16.10.2006, 16:41   #5
Standard

Ja, mach das mit der Studenten-WG!!!
Dann nimmst du ein bisschen Abstand zu deiner family und so habt ihr euch vielleicht, wenn ihr euch dann mal trefft auch was zu sagen!


Also, ich hab mir vorgenommen so schnelle wie möglich auszuziehen, wenn ich studiere! Ich meine, das den Kosten ist schon so n Problemchen, aber was solls? Man muss sich ja eh verschulden durch dir Studiengebühren und wer weiß was bis dahin noch alles eingeführt wird....von daher: ist eh egal! ...dann nehm ich eben nen Kridit auf! Hauptsache Wech von meinen Eltern und meiner stressenden Familie!
Dann würde ich aber auch nich "um die Ecke" studieren, so nach dem Motto: am Wochenende komm ich aber noch mal und bring die Wäsche" Ne, wenn ich dann ausziehe will ich aber auch auf eigenen Beinen stehen und nicht die ganze Zeit von meinen Eltern abhängig sein! (das wird zwar nicht klappen, weil man finanziell iwie immer von denen anbhängig is, aber egal, ich geb mein bestes) ...und ich denke nach dem Zivildienst sieht das eh alles ganz anders aus, oder? Mh,gar nich mal so unwahrscheinlich dass du da Leute triffs die das gleiche Problem ham wie du und ihr tut euch zusammen....
 
 
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sanxtrem
Alt 16.10.2006, 20:30   #6
Standard

ich bin vor 7 wochen ausgezogen und ich kann nur sagen:

JA das leben ohne mama und papa ist seeeeeehr teuer.

NEIN euer verhältnis muss sich nicht automatisch bessern.

ich und meine alte streiten uns auch ständig -.- voll schlimm. das ist echt n hobby oder so von ihr. wir haben uns ja sonst auch nie viel zu sagen. (heute wieder gestritten )

ich höre auch von vielen,dass das verhältnis nach dem auszug besser ist. weißt du wie das dann sein wird,wenn du deine eltern besuchen gehen wirst? "der gast ist könig" glaub mir. genauso wirst du behandelt. immer gute "stimmung" etc...

ich an deiner stelle würde es versuchen. ich schätze deine eltern werden dich so weit wie möglich finanziell unterstützen! wenn sich das verhältnis zu deinen eltern besser sollte, dann würde ich auf dauer dabei bleiben!!!

viel glück
 
 
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Alt 17.10.2006, 10:59   #7
Standard

Zitat von missgreenx
Man muss sich ja eh verschulden durch dir Studiengebühren und wer weiß was bis dahin noch alles eingeführt wird....von daher: ist eh egal! ...dann nehm ich eben nen Kridit auf! Hauptsache Wech von meinen Eltern und meiner stressenden Familie!
lol. du hast gar keine ahnung wovon du da redest. verschulde dich ruhig mit 18/19/20 mal relativ hoch. wirst sehen was du davon hast nebenbei darfst du noch mit einrechnen das du über jahre des studiums den kredit nicht zurückzahlst, da also ne masse zinsen draufkommen. da isses essig mit eigenem auto, mit ner schönen wohnung erst recht und und und. und das NICHT nur im studium. du kannst davon ausgehen das du den kredit über viele jahre hinweg zurückzahlen musst, selbst wenn du was findest. Das Diplom in irgendwas garantiert dir keine stelle. Entweder biste überqualifiziert, oder die suchen leute mit erfahrung, die du auch nach einem studium nicht hast.

Also verschätz dich da mal nicht. Es gibt nur einen Grund warum ich nen Kredit aufnehmen würde: Hausbau. Für nix anderes. Und ich werd nen Teufel tun mich in meinem alter zu verschulden.

Mein Verhältnis zu den Eltern ist auch solala. vor allem wegen dem geld.
 
 
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Felicitas
Alt 17.10.2006, 11:24   #8
Standard

tja orion. manchmal geht es aber nicht anders.

ich bekomme zB kein bafög und studiere nicht im heimatort meiner eltern. als student bekommst du keine sozialhilfe und kein wohngeld.

in manchen regionen werden ab nächstem jahr 600-700 EUR studien-/semstergebühren fällig, bei mir beläuft es sich auf 600 EUR, einfach nur damit ich studieren darf.

dazu kommt wohnung, unterrichtsmaterialien (in meinem fall bücher, bücher, bücher), fahrtkosten, nahrung, telefon/internet.

und nun sag mir wie du das finanzieren willst, wenn du den persönlichen ehrgeiz hast deinen eltern nicht zu sehr auf der tasche zu liegen?

da kommst du in den zwiespalt: du gehst arbeiten auf 400 EUR Basis. dann sagen dir die meisten aber, daß du länger zum studieren brauchst. also kommen wieder mehr studien-/semstergebühren dazu. du verzichtest aufs arbeiten um das studium so schnell wie möglich durchzuziehen (auch nicht sinn und zweck der sache des studierens), also bleibt dir nur die möglichkeit einen studentenkredit aufzunehmen.

oder du gehst eben nicht studieren. aber wegen dem geld einen traum aufgeben? ich gehe davon aus, daß ich nach meinem studium ein gescheites gehalt bekommen werde. natürlich muss man den kredit dann abbezahlen, aber es war so gesehen eine investition in die zukunft. und das man sich dann nebenbei kein auto mehr leisten kann...das hängt wohl a) stark mit dem job zusammen und b) wie man selbst wirtschaftet. oder c) man hat andere prioritäten.
 
 
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someone
Alt 20.10.2006, 13:35   #9
Standard

Also ich bin mit 18 ausgezogen. Zu der Zeit gab es bei uns auch NUR noch Stress. das war hallt normal. aber total zum kotzen, meine Mutter kam gestresst von der Arbeit, alle prasselte auf sie ein. Jeder mit seinen lapidaren Problemen, und mein Vater war so selten zu Hause das sie alles ab bekam. Dann sagte ich irgendwann das es warscheinlich besser ist, wenn ich ausziehe... erstmal großes geheule, aber im endeffekt wars das beste was ich machen konnte, und meine Mutter ist mir für diesen Schritt auch dankbar. Meine Geschwister ( 2 stk ) haben das noch nicht so richtig gerafft, sie bekommen alles in den Arsch geblasen, müssen nicht einkaufen, nichts waschen, nicht bügeln, nichts bezahlen. sitzen den ganzen Tag im gemachten Nest. Ich konnte zum Glück das leid um 33,3333 % senken, und meine Mutter ist nun viel entspannter, ruhiger. Schläft besser, fährt fasst jedes Wochenende mit Vadda in den kurz Urlaub, und ist ein anderer Mensch. Und nur weil sie sich nicht mehr den ganzen Stress geben muss. Mein Verhälltnis zu meinen Eltern hat sich auch total gebessert. Ich sehe sie ca 6-8 mal im Jahr. da ich 250 KM weg wohne. Aber wenn dann ist es immer total Herzlich, und man freut sich aufeinander.
Ich kann dir nur raten machs wie ich, und du wirst sehen das sich einiges verbessern wird... und wenn du`s erstmal geschafft hasst auf eigenen Beinen zu stehen und du mit der Kohle die du zur Verfügung hasst einigermaßen klar kommst, werden das deine Eltern sicherlich auch manchmal belohnen. Viel Erfolg dabei
 
 
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AndreFF2
Alt 21.10.2006, 10:52   #10
Standard

Ich kann nur aus eigener Erfharung sagen, das sich das ausziehen in jungen jahren lohnt ( ich bin 37 ). Es wird zwar in den Anfangszeiten hart mit dem eigenen Geld auszukommen, aber wenn man das in den Griff bekommen hat wird man erstmal zu einer eigenständigen Persönlichkeit ( die Meinungen und Vorstellungen der Eltern wirken sich ja nicht mehr so auf einen aus ). Und selbst Erfahrung zu sammeln und auch aus Fehlern, die man unweigerlich machen wird zu lernen gehört zum Leben und stärkt den Charakter! Ich bin mit 21 zu Hause ausgezogen, weil ich eine herschsüchtige Mutter hatte die nur Ihre eigene Meinung gelten lies und Ihren Sohn als Partnerersatz ansah. Und das war zu den Zeiten der Wende! Ich habe zwar viel Ärger mitmachen müssen, kann aber aus heutiger Sicht sagen: " Es hat sich gelohnt". Mir tanzt keiner mehr auf der Nase herum und ich lasse mich von niemanden mehr unterdrücken oder manipulieren. Und durch den ganzen Ärger und Stress der damals entstand habe ich auch extrem starke Nerven entwickelt und komme auch mit extrem anstrengenden Situationen zurecht!
Getreu nach dem Motto:" Aller Anfang ist schwer", gehe deinen eigenen Weg und lerne aus Deinem eigenen Leben!
Mfg
Andre
 
 
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