mein verhältnis, gerade zu meiner mutter, war auch sehr angespannt als ich noch zu hause gewohnt habe. sobald wir mehr als 10minuten zusammen waren haben wir uns gestritten, bis einer dann türe knallend und weinend (zumeist ich

) abgehauen ist. ich bin vor n bissl mehr als einem jahr ausgezogen. bis vor kurzen habe ich zumindest noch im gleichen ort gewohnt, jetzt wohn ich ein paar hundert km weg von zu hause.
umso weiter ich wegzog, umso besser wurde das verhältnis zu meiner mutter. ich würde ja fast sagen das es mittlerweile stellenweise sogar freundschaftliche züge angenommen hat.
das eis wurde im übrigen mal endgültig gebrochen als wir uns mal gegenseitig gesagt haben, daß wir uns lieb haben.
du sagst ihr seid erst vor 3 monaten umgezogen. meine eltern sind damals vor 10 jahren aufs dorf gezogen in eine 120qm wohnung. als mein bruder auszog (ist schon einige jahre her) blieb sein großes 60qm zimmer leer. jetzt bin ich auch noch weg und sie leben allein in ihrer großen bude. ich bin ganz ehrlich der meinung, daß man darauf als kind keine rücksicht nehmen darf. auch eltern entwickeln sich weiter und müssen schlichtweg damit leben, daß die kinder ausziehen irgendwann. das ist in vielerlei hinsicht schwer für eltern, aber das ist eine entwicklung und erfahrung die sie machen müssen und wir dürfen sie davor nicht schützen. natürlich sind 3 monate n bissl kurzfristig, letztendlich ist es aber doch fast ein jahr bis du wirklich mit studieren anfängst. und 1 jahr klingt doch gar nicht mehr moralisch so schlimm? und ein jahr ist auch dahingehend viel zeit, als das sich euer verhältnis ja auch wieder verbessern kann.
trotzdem unterstütze ich prinzipiell ein frühes ausziehen aus dem elternhaus. geschadet hats wohl noch keinem.