Ich hasse es bevormundet zu werden. Also wenn jemand meint Entscheidungen für mich treffen zu müssen oder zu irgendwas zu überreden.
Das können schon ganz einfache Dinge sein, z.B. wenn Freunde auch nach dem 20. "Trink doch mal ein Bier!" nicht raffen wollen, dass ich das nunmal nicht will.
Manchmal sind es auch wirklich nur Kleinigkeiten und dummes Verhalten meiner Mitmenschen die mich extrem agressiv machen.
Bei einem Kommilitonen der in einer 200 Mann Vorlesung jeden Satz des Dozenten mit einem Nicken bestätigt, als würde der nur mit ihm reden, da kann es schonmal schnell passieren das ich Mordfantasien kriege.
Und zum Stichwort Autofahren:
Ich hasse unhöfliche Autofahrer.
Wenn ich beispielsweise sehe wie auf der Gegenfahrbahn ein Auto vermutlich schon seit 20 Minuten versucht verzweifelt Links abzubiegen, es aber nicht schaft weil sich auf meiner Fahrbahn sich keine Lücke auftun will, dann bin ich der Typ autofahrer der so nett ist langsam zu werden und den anderen per Lichthupe zu zeigen, dass ich ihn Vorlasse.
Auch bei engen Straßen poche ich nicht immer auf mein Recht und verzichte mal gerne auf meine Vorfahrt.
Aber da kann man doch verdammtnochmal erwarten, dass der andere sich zumindest mit einer kurzen Geste bedankt und nich mit einem gesichtsausdruck weiterfährt, als hätte ich ihm was schlimmes getan.
Ausserdem erwarte ich auch von anderen Autofahrern, dass sie mal nett sind und keine Prinzipienreiterei betreiben.
Aber es kam schon oft genug vor, dass ich in unserer engen Straße knapp 50m im Rückwärtsgang zurücklegen musste, weil der Entgegenkommende nicht einsehen will warum er mal für 10 sekunden warten sollte um mich vorbeizulassen.
Achja, im Kreisverkehr per Blinker anzuzeigen welche Ausfahrt man nehmen will, um den anderen das Einordnen in den Kreisel zu erleichtern, dass scheint auch irgendwie bei fast allen Fahrern ein Ding der Unmöglichkeit.