Hab mich hier grad mitm Rad durchn Neuschnee gewühlt. Es
ist einfach ein Erlebnis, auch wenns kalt ist.
Mittlerweile sind die Reflexe auch so weit ausgeprägt dass ich mit frei driftendem Hinterrad auch über größere Eisplatten und sogar eingefrorene Spurrinnen drüberkomm ohne unfreiwillig abzusteigen.
Aber hier im Flachlang gehts ja noch. Ich erinner mich noch an meine Am-Rand-des-Fichtelgebirges-Zeiten:
Morgens hat der Schneepflug deine Garage eingegraben, du buddelst dich ne halbe Stunde duch den Wall vor deinem Auto. Fährst los durch den Tiefschnee aber dank guter neuer Winterreifen kannst du dich mit 50-60 Sachen fortbewegen. 2 km vor der Stadt ist dann erstmal Stillstand, nix geht mehr, auch kein Gegenverkehr; und du weißt: jetzt hats in der Stadt ausnahmsweise mal so krass geschneit wie sonst nur im Gebirge. Du stellst dir das Chaos vor weil die Stadt in nem halben Meter Neuschnee versinkt und das einfach nicht gebacken kriegt.
Die üblichen Stau-Ausweichstrecken über kleinere Dörfer sind wegen der Schneelage einfach nicht befahrbar. Also ist abwarten angesagt.
Nach ner knappen Stunde im fröstelnden Auto (du lässt als umweltbewusster Bürger natürlich nicht andauern den Motor laufen) gibts endlich wieder Gegenverkehr, du atmest auf: es geht wieder was!! Nen Augenblick später checkst du: der Gegenverkehr, das sind Leute aus deiner eigenen Fahrtrichtung, die weiter vorne aufgegeben haben und wieder nach Hause fahren.
Weitere 5 Minuten später tust du es ihnen gleich: die angezogene Handbremse erlaubt es dir in einem Zug umzukehren.
Ergebnis: ne halbe Stunde schaufeln, ne halbe Stunde Fahrt, ne Stunde warten, ne halbe Stunde Rückfahrt => ein freier Tag, keine Schule heute, ich habs echt versucht aber es geht nunmal nicht
