Ich sehe momentan keinen Grund für Konsequenzen. Ähnliche Maßnahmen passieren doch vermutlich auch, wenn man sich bei ,,Myspace", ,,Youtube" oder sonstwo anmeldet. Wenn man nach diesen Maßstäben ginge, dürfte ich hier in Foren auch nicht meine ICQ-Nummer und Sonstiges angeben. Irgendwie muss studivz halt finanziert werden, und da finde ich so etwas besser als Mitglieds-Beiträge. Natürlich schreibe ich dort nur Dinge rein, die auch unbedenklich sind, also keine e-Mail-Adressen oder Handy-Nummern, deswegen muss ich da jetzt nach dieser AGB-Änderung auch nichts ändern, aber das ist ja eigentlich m.E. auch selbstverständlich.
Das Einzige, was ich relevant finde, ist, dass die Daten auch noch gespeichert sind und verwendet werden, wenn ich sie bereits wieder gelöscht habe, also auch nach meiner Zeit bei ,,studivz". Das ist aber fair angekündigt worden, und in meinem Falle waren da auch keine Änderungen notwendig.
So interessant bin ich für interessierte Kreise vermutlich sowieso nicht. Und wenn doch, wird die Stasi sowieso schon Mittel und Wege finden. Meiner Meinung nach sind diese ganzen Datenschutz-Debatten ganz schön paranoid. Wenn ich so paranoid wäre wie so mancher ,,Datenschützer", dürfte ich wohl nicht mal mehr zum Bäcker gehen und mich dabei mit einem Kumpel unterhalten, weil der Bäcker könnte das ja mithören, und was geht es ihm an, wann ich wo auf eine Party gehe? Und dass sich bei studivz Gruppen gegen ,,stasivz" bilden und dann bei dem Gruppen-Bild Schäuble abgebildet ist, zeigt ja, das hinter der ganzen Aufregung auch eine gewisse Paranoia einer bestimmten politischen Richtung steht.
Dazu sollte man vielleicht auch noch was Anderes bedenken. Die einseitigsten Berichte über studivz kamen ja offenbar von ,,Welt.de", und ,,Welt" gehört ja nun zu Springer, und da kann man sich des Eindrucks nicht ganz erwehren, dass man dort frustriert ist, weil man sich das erfolgreiche Unternehmen studivz nicht unter den Nagel reißen konnte. Bei ,,SPON" sieht der Ton auch schon ein bisschen anders aus. Offensichtlich können es auch manche nicht ertragen, dass Studenten auf diese Weise Kontakte suchen und teilweise auch als Puff.

Und natürlich, dass dort ein junger Unternehmer Erfolg hat, und Erfolg und Reichtum sind ja sehr verpönt in Deutschland. Also dieses mediale Gezeter ist meiner Meinung nach das Gejaule von Gutmenschen und Spießern, und wenn sie so weiter machen, schaffen sie es noch, dieses erfolgreiche Unternehmen zu ruinieren, aber ich halte studivz die Treue, bin fast geneigt, in eine jetzt-erst-Recht-Stimmung zu verfallen.
Man sollte dabei auch nicht vergessen: Jede Technologie hat ihre Vorteile und Risiken. Und studivz ist nunmal für Kontakte und Studiums-Lerngruppen und Austausch von organisatorischen Studiums-Informationen absolut hilfreich.