Original geschrieben von felicitas
ja aber bei positiven sachen ists zB bei mir oft so das ich die immer anzweifel.
geht mir absolut genauso.
als ich noch auf der fos war, hab ich bei gestalterischen aufgaben immer versucht mich so gut wies nur geht an die aufgabenstellung zu halten. hab im endeffekt überhaupt nix auf die reihe gekriegt, weil ich dem ganzen druck gar nicht standhalten konnte. irgendwann hab ich dann aufgehört mich diesem diktat (das es eigentlich gar nicht gibt) zu unterwerfen und hab "mein ding" durchgezogen. die reaktion darauf war ungewöhnlich positiv: "sie sind genial, sie haben sehr viel talent, sie sind so intelligent... blablubb."
selbst fassen konnte ich es nicht, weil ICH es nicht so gesehen hab. nach jedem kompliment hab ich angefangen mir selbst die frage zu stellen, warum die überhaupt alle plötzlich sowas zu mir sagen. ich bin jedes mal zum den schluss gekommen, dass die wohl übertreiben müssen und nur das gut finden, was in einem anflug von zufälliger inspiration entstanden ist. also im endeffekt: "nicht wirklich ich."
was natürlich schwachsinn ist...
mit komplimenten komm ich heute noch nicht wirklich klar, weil sie für mich immer wieder dasselbe bedeuten: unsicherheit. und außerdem spielt da auch oft der gedanke mit, so gut bleiben zu müssen, wie sie denken, dass ich es bin, um nur nicht schlechter zu werden. dh: erwartungsdruck (den es in dem fall auch nicht gibt).
selbstbewusstsein... hat viel mit bewusstsein zu tun (klar).
kuck dich mal genauer an und erkenne wer du bist. es gibt kein gut und kein schlecht, es gibt nur anders. und ich würd mich an deiner stelle freuen, NICHT so zu sein, wie tausend andere auch. das hat auch gar nicht so viel mit äußerlichkeiten zu tun... es geht darum, dass du dich kennen- und schätzen lernst. denn nur wenn du mit dir selbst im reinen bist, bzw. dich SICHER fühlst kannst du dich vor anderen behaupten. ich bin mir sicher, dass du nicht zu der sorte gehörst, die nichts zu sagen hat.