
27.05.2003, 11:22
# 1 Sascha - Der Mann mit Vitamin B Es ereignete sich am letzten Samstag.
Meine Wenigkeit, Herr Klendathu, meine Freundin und eine weitere weibliche Bekanntschaft machten uns auf den Weg nach Huppert (nördlich von Bad Schwalbach).
Zu erst fanden wir den Weg nicht und hielten vor einem Schild. Kurzerhand wollte ich aufgrund der Übersichtlichkeit etwas auf den Randstreifen fahren, setzte den Rückwärtsgang an und landete unverhöhnt grad mal schräg im Graben. Nach etwas schieberei und Hilfe eines Engels, konnten wir dann doch die Fahrt fortsetzen, um nur wenig später zu merken, dass wir lieber stecken geblieben wären.
Denn auf der Party ging grausames vor sich. Sascha, der Freund einer Freundin von mir (21 Jahre, Glatze, Ziegenbärtchen und ein Koloss) goss sich den Alkohol schon vor unser Ankommen Literweise in den Magen. Er mischte die Party mit seinen Abnormalen Spielchen auf die ich nun näher beschreibe:
Stufe 1: The Beginning: Verleitung zum unermesslichen Genuss von Alkohol. Wir lehnten dankend ab, taten aber aus Angst so als würden mir mitsaufen.
Sascha fing an uns zu umarmen und erzählte ständig von irgendwelchen Versteckern.
Stufe 2: die Heavy Metal Stufe: Er streichelte sich wild über seine Glatze, schmiss sich durch den kleinen Raum und schrie in den Himmel während seine Zunge ein Tänzchen vollführte.
Stufe 3: Der Oschi kommt: Ausgepackt wurde er an einem laufenden Ventilator gehalten, der daraufhin den Geist aufgab. Schnell fiel die letzte Kleidung und die Treppe wurde mit einigen Streifen Urin eingeweiht. 14 Jährige Mädchen, auch meine 17 Jährige Freundin, waren umgarnt vom auftreten des kleinen Kawenzmannes von Sascha. Die Party fing erst an grässlich zu werden.
Stufe 4: der Urpsrung: Bier floss nun nicht mehr in den Magen, sondern wurde gleichmässig über den Körper verteilt. Die ersten Würstchen flogen durchs Zimmer. Ketchup beschmutzte jeden Winkel im Raum. Sascha, der nun völlig die Orientierung verloren hatte, kippte das Bier Literweise neben sich. Wieder tänzelte die Zunge Tango, der Kopf wirbelte in der Luft.
Stufe 5: Die Angst: Erste Gegenstände gingen zu Bruch. Ein Stuhl litt unter dem heftigen Zusammenprall mit Sascha, der derweil Bier auf die Jacken schüttete und CD's zertrampelte.
Erneute Reviermarkierungen auf der Treppe.
Stufe 6: Kein Ende in Sicht: Nur noch von seinem String Tanga bekleidetet, tänzelte Sasche graziel durch den Raum und versuchte Stimmung zu bringen. Das Geschrei wurde unakzeptabel, die Musik blieb aus, da Sascha es nicht mehr schaffte die Anlage zu bedienen.
Die erste Fensterscheibe ging zu Bruch. Wütend schlug Sascha mit ganzen Händen voll Ketchup auf die wehrlosen Popo's der Mädchen, die daraufhin verständlicherweise rumzickten. Wilde Beleidigungen flogen zurück: "Du verdammte Schlampe, etc.".
Stufe 7: Verwirrung: Sasche musste die Beweise seiner Taten verschwinden lassen, wurde deswegen aufgefordert den Salat voller Bier wegzubringen. Daraufhin kam folgendes: "Wo solls denn hin. Wenn ichs jetzt wegbringe, dann würd doch der Verstecker sagen: DU SCHLAMPE".
Stufe 8: Die Entscheidung: Die Gunst der Stunde nutzten wir um zu fliehen. Schnell verabschiedeten wir uns bei den übrig gebliebenen Gästen und schlichen an Sascha dem Titanen vorbei.
Von weiter ferne hörten wir noch sein Geschrei und wussten: Beinahe wären wir gestorben. |