Nun, meine Lieben...
Da zwei Kandidaten aufgrund Zeitmangels keine Geschichten einsenden konnten, haben wir nur 3 Texte.
Fangen wir an.
Nummero 1:
Angstschweißgebadet bin ich erwacht und taste mich zu meinem Wecker. 5 Uhr 23. Normalerweise tummle ich mich gerne bis mittags im Bett, doch heute weiss ich, wird ein ganz besonderer Tag. Es soll mein letzter sein. Und nicht nur meiner…
Auch wenn ich gar nicht so recht weiß was ich an diesem einen, letzten, besonderen Tag besonderes anstellen soll quäle ich mich aus dem Bett. Duschen? Wozu noch? Aber wenn ich dem Tod entgegentrete will ich eine gute Figur machen… außerdem brauch ich mein Wach-Werd-Ritual. Minutenlang lasse ich das warme Wasser an mir hinunterlaufen und halte inne…
Ich mache mir einen Cappuccino und setze mich vor den Rechner, starte Trillian und öffne den PP. Die gleichen Themen wie die letzten Tage über auch. Böse Terroristen haben versucht eine Kofferbombe in die Wallstreet zu schmuggeln, bei der „Explosion“, genauer einer Fehlzündung, wurde der Teppichboden beschädigt und mit Ruß voll gestaubt. Diesen islamitischen fundamentalistischen grausamen Akt des Terrors sollte jetzt und für immerdar in Zukunft vergeltet werden – und im Gegenzug wurde Mekka mit einer Atombombe vernichtet. Eines folgt auf das andere. Die Welt wurde, bis alle Fronten diplomatisch geklärt waren, für wenige Tage in einen Weltkrieg gestürzt – nur wenige Tage zwar, aber mit all den verschiedenen Bomben und Chemikalien mit verheerenden Auswirkungen für den gesamten Planeten. Eine neue Form der Nuklear-Ionen-Blinkbeulen-Pest entstand und breitete sich über alle Kontinente hinweg aus.
Die gemeine Nukleare-Ionen-Blinkbeulen-Pest (kurz „NIBP“) hatte eine putzige Eigenschaft an sich: jedem infiziertem Lebewesen, und das sind waren beinahe 98,379% der Weltbevölkerung, wuchsen Krankheitsbedingt 10 Beulen auf der Stirn, und der Countdown lief. Bei dem einem schneller, bei dem anderem langsamer. Beginnend bei 10 konnte sich jeder Hansel seine verbleibenden Lebenstage an zwei Händen ausrechnen. Ich hatte bisher jeden Tag eine Beule verloren, und bei meinem Blick in den Spiegel bestätigte sich was ich eh schon wusste: Ich besaß nur noch eine einzige Beule…
Im PP also das übliche Bild. Diskussionen über den (Un-)Sinn des Lebens, darüber wie man seine letzten Tage verbringt, Tipps und Gerüchte über Beulen-Bekämpfungs-Salben und Impfstoffe, es gibt einen großen Abschieds-Thread in dem täglich die aktuell betroffenen ihren letzten Beitrag abgeben; und im Test-Forum gibt’s regelmäßig einen Beulen-Zähl-Thread - zumindest solange bis das Thema von Feli wieder gelöscht wird. Ich grinse in mich hinein: die gute hat noch 8, nur langsam verschwindende Beulen - das Thema wird wohl bis zum bitterem Ende des Planeten keine Chance haben!
Die hereinprasselnden Trillian-Telegramme haben ähnliche Natur. „Hallo *piiiep*, wie viele Beulen hast du noch, schade das es so schnell zu Ende geht, dies und jenes hätten wir noch tun sollen…“. Ja richtig. Hätte man tun sollen. Hat es aber nicht. Nun ist es zu spät, zumindest für mich, zu spät um auch einfach vorm Rechner zu vergammeln. Grummelig setze ich mich mit meiner Beulenanzahl auf Away, setze mir im PP einen neuen Benutzertitel „1“, lasse den Rechner laufen und schnappe mir meinen MP3-Player um mich in die Stadt zu verdrücken.
Draußen sind nicht alle so diszipliniert wie in der Online-Welt. Überall prügeln sich plündernde Menschen und entreißen sich gegenseitig ihre ergatterten Waren. Wie kann man so vernarrt sein und mit 2 Beulen auf dem Kopf noch einen dicken Flatscreen-Fernseher aus dem Saturn klauen? In den Eingängen zu den Hochhäusern drängen sich die Menschen. Viele wollen nach oben um sich den Druck der tickenden Uhr zu nehmen und sich vorzeitig mit einem Sprung das Leben zu nehmen. Links und rechts von mir klatschen Köpfe auf den harten Asphalt und sprenkeln meine extra frisch angezogenen Klamotten bis zum Hals voll mit Blut. Es knirscht putzig wenn man auf die herausgeplatzten Augen tritt. Ein bisschen Verständnis für das Verhalten habe ich ja, aber ich wollte nur ungern in meinen letzten Stunden von einem regnenden Menschen erschlagen werden. Man muss nach oben und gleichzeitig nach unten schauen, denn hin und wieder bleibt man mit dem Fuß an einem blutendem und noch warmen Darm hängen der sich an einer Bordsteinkante verfangen hat und sich um mein Bein schlingt. Auf meinem MP3-Player läuft Manson „The Last day on Earth - We stand together while the Planet dies”. Da merke ich nichts von und nehme besser die Kopfhörer ab, bevor mir wirklich noch was auf den Kopf fällt.
Ein Anruf auf dem Handy. „Du hast deinen letzten? Komm, lass irgendwas machen“. Die Aufforderung klingt wie an jedem anderem gewöhnlichen Wochenende auch… wenn der erste teil nicht wäre. Meinen letzten. Soll ich nun einen Ausstand feiern und Brötchen und Kuchen ausgeben? Eigentlich verspüre ich nicht den Drang nach außergewöhnlichem, außergewöhnlich ist die Weltstimmung und meine eigene eh schon. Aber ich freue mich darüber dass, obwohl jeder mit den gleichen Problemen zu kämpfen hat, doch an „meinen Letzten“ gedacht wird und sage natürlich zu. „Danke! Ich will nicht allein sein. Treffen wir uns im Park, ich kratz alles zusammen was ich finden kann“. Ein paar übrig gebliebene Flaschen Wein finden sich noch, eine angebrochene Tüte Chips und eine Packung M&Ms, das sollte reichen. Ich rufe alle anderen mir lieb gewonnen Leute in meinem Handy an – bei vielen geht niemand mehr ran, bei den anderen weiß ich das es schon zu spät ist, schließlich war ich bei der Abschiedsfeier dabei. Jeden Tag gibt es was oder jemanden zu „feiern“.
Das Ritual dieser Feiern ist immer das gleiche. Es ist keine Party, es ist ein gemütliches Beisammensein. Lagerfeuer knistert und die mitgebrachte Musik säuselt leise aus den mitgebrachten Passivboxen vor sich hin – laut genug um die Verzweiflung der Stadtmenschen zu übertönen, und leise genug um sich unterhalten zu können. Meine Freundin stößt zu unserer Runde dazu, sie hat ebenfalls nur noch eine Beule auf der Stirn und hat sich gerade von ihren Leuten verabschiedet. Die Letzten 15 Tage, seit dem Beginn der NIBP-Seuche, hat sich unter dem Freundeskreis und auch entfernteren Bekannten doch eine tiefe Vertrautheit breit gemacht. Es gibt keine Geheimnisse mehr, keinen Hass, keine Aggressionen gegeneinander – nur noch ein Miteinander. Die Zeit die man so beieinander sitzt ist so schön und ungleich Wertvoll, dass man für einen Moment die ausweglose Situation vergisst und sich geborgen fühlt.
Langsam wird es dunkel und der Herbstwind wird kühler, viele packen ihre Sachen zusammen und verstreuen sich auf verschiedene andere „Abschiedsfeiern“, meistens im Haus des betroffenen. Meine Freundin und ich bleiben sitzen, bis die Sonne untergeht. Wir haben wohl beide nur noch eine Nacht…
Wir machen uns auf den Weg nach Hause und müssen erneut durch die Stadt. Jeder mit einer Flasche Wein in der Hand genießen wir die morbide Stimmung, kicken hier und da ein lose herumliegendes Körperteil weg und rätseln, was wohl vor wenigen Tagen in den jetzt leeren Schaufenstern noch ausgestellt wurde. Um uns herum wird die Stimmung aggressiver: in diesen Tagen sollte man sich _wirklich_ nicht nach Einbruch der Dunkelheit draußen aufhalten.
Zuhause angekommen untersuche ich meinen Hasi auf Beulen unter seinem wuscheligem Fell. Ich finde keine, und frage mich ob Tiere überhaupt von der Krankheit befallen sind. Wikipedia gibt darauf keine Antwort, und auch Google wird nicht mehr aktualisiert. Ich greife in den Käfig und packe mir den kleinen Hoppler, bitte meine Freundin das Päckchen auf dem Schrank mitzunehmen und wieder verlassen wir die Wohnung und machen und auf zu dem kleinem Bach hinterm Haus. Ich hebe ein tiefes Loch aus, pflanze, wie ich es mir immer zum Weltuntergang vorgenommen habe, noch ein Apfelbäumchen; gebe meinem Hasi einen Knutscher auf die Löffel und lasse ihn in die Freiheit hoppeln. Machs gut, kleiner Freund.
Wieder zuhause angekommen öffne ich ein letztes mal den PP und verabschiede mich ebenfalls in dem großem Abschiedsthread. Wir alle sind zu Nummern verkommen, es tut irgendwie weh, aber irgendwie fühl ich mich in der Atmosphäre auch wohl. Ich bin müde und will loslassen. Einfach mein Leben abgeben.
Mit meiner Freundin lege ich mich ins Bett. Wie jeden Abend lassen wir zum einschlafen ein Hörspiel laufen. Als passend für den Moment empfinde ich „Albert Camus - Die Pest“. Wir schauen uns in die Augen, unsere Lippen berühren sich, und wir lieben uns ein, zwei, drei und ein letztes mal. Dann chliessen wir die Augen und schlafen wir ineinander verknotet zum letzten Mal ein…
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Nummero 2:
Wir alle haben wohl Angst vorm Sterben.
Angst wie der Tod wohl aussieht und wie er uns erreicht...
Doch was passiert, wenn so eine Frau namens distressed uns diese Entscheidung abnimmt?
Wenn sie einem schlichtweg nurnoch einen Tag gönnt, an dem man all das ausleben soll, was man sich sonst für Jahre vorgenommen hat.
Da hab ich das Leben lang Angst vorm Tod und nun das!
Wie stupide soll so ein Tagesplan für mich aussehen?
Diese Frage stell ich mir nun und während ich dies tu reisst der Zeiger unabhinderlich an meinem Lebensfaden und mit jedem Zeigerschlag scheint dieser Faden mehr und mehr gespannt zu werden, bis es zum lauten Riss kommt.
Wie distressed sich das wohl alles vorstellt weiss ich nicht.
Vielleicht besucht sie uns Heutabend einzeln mit zwei Schlägertypen die uns die Scheiße aus dem Leib prügeln.
Ich lass mich da überraschen...
Bis dahin genieße ich das was mir bleibt.
Ein Morgen an dem ich lang ausschlafe und diese Müdigkeit, in der ich mich immer wieder eindrehe und sie im Schlaf auskoste wohl so genieße, wie ich es nie zuvor getan hab....
PFFF Das glaubt ihr wirklich? Jetzt mal ehrlich! Keiner von euch könnte Seelenruhig
schlafen, wenn bereits am Abend der Sensenmann in Form eines zierlichen Mädchens an der Türe klopfen würd.
Die Scheiße ist, das ich mir die Schlaftabletten wohl doch lieber für Heuteabend aufheben sollte, auch wenn ich nicht weiss ob sie zum Einsatz kommen.
Ich werd mir wohl gleich nach dem ersten aufwachen ein paar Gläser Wodka genemigen...
und nach dem darauffolgendem aufwachen wohl noch ein paar...
Trostlos was? Aber sein wir mal ehrlich...
Welche Möglichkeiten habe ich? Klar! Ich könnte mich jetzt in den nächsten Flieger in die USA setzen und die gesamte Erstbesetzung von Baywatch durchvögeln, doch sein wir mal ehrlich... neun Stunden in einem engen Flugzeug, mit dem Wissen, das dies der letze Tag auf Erden sein wird.
DAS FLUGZEUG WÜRDE NICHTMEHR VORSCHRIFTSGEMÄß LANDEN KÖNNNEN!...
Mit meinem Glück würden sie wohl während des Fluges "Und täglich grüßt das Murmeltier" zeigen und mir somit vor Augen führen, was mich für Gedanken erwarten...
Zudem hab ich nichtmal eine Andie MacDowell die ich am Ende knallen kann!
Ich werd meinen Tag also lockerer durchleben und als meine erste Amtshandlung nackt in eine Frauentoilette stürmen, mich dort den teils beeindruckten und teils verunsicherten Blicken offenbaren, um sie nach 5 Sekunden wieder zu verlassen.
Das gibt mir wohl genug Adrenalin um in das Haus unseres Lieblingspolitikers Stoiber einzubrechen und ihm einen Haufen auf die Tastatur seines Privatcomputers zu setzen.
Damit werd ich wohl deutlich machen, das trotz seiner idiotischen Gesetzvorschläge ein Mensch jederzeit und überall angreifbar ist.
Glück für ihn, das ich das nicht zu wörtlich nehme, denn so wie ich meine Konkurrenten in diesem Threat kenne sind sie bereits mit geladenen Schrotgewehren in heimischen Supermärkten unterwegs und schießen alles nieder, was nach Aushilfskraft aussieht.
Ich sollte wohl eine Schußsichere Weste mit auf meinen Zettel für die heutigen Besorgungen setzen...
Der Punkt kommt dann direkt unter meine Notiz, die mich dran erinnern soll Rippers veröffentlichte Frauenfotos an die Bildzeitung zuschicken.
Letzendlich hoffe ich, das ich damit etwas Grundlegendes verändern werde, um ihm die Hilfe zu ermöglichen, die er anscheinend so nötig braucht.
Unterstrichen wird diese gespannte Atmosphäre von den schlichten Klängen von "Paint it Black" von den Rolling Stones. Das ist meiner Ansicht nach der richtige Song für diesen letzten Tag.
Ich sollte mir den Song wohl auf meinen mp3Player laden, bevor ich die Stadt verlasse um auch meinen schmutzigen Teil, der Weltverbesserung durchzuführen.
An dieser Stelle sei gefragt, ob ihr den Moderator der "Upps - Die Pannenshow" kennt.

Den kleinen Strahlemann, der mich fast jeden Abend mit seinem dummen Grinsen zum kochen bringt.
Ich hab geplant ihn letzendlich stumpf zu überfahren.
Das ganze werd ich dann auch gleichmit einer Kamera filmen , damit ich das Band mit seinem letzten dummen Grinsen an die Redaktion von SuperRTL senden kann.
Ob diese Episode wohl ausgestrahlt wird? Wir wollen mal die Hoffnung nicht aufgeben, denn ich bin mir sicher, das viele Zuschauer sich bei dem Anblick köstlich amüsieren würden.
Irgendwann in den Abendstunden wird sich dann wohl die letzte Minute nähern und wenn ich so drüber nachdenk, so scheint mir der Selbstmord doch dann schon verlockender zu sein. Man weiss ja schließlich nicht, wie distressed meinen vermeidlichen Tod geplant hat.
Vielleicht steckt sie mich ja mit 44iso0 in einen Raum, der seine kranken "Testforum"-Fantasien an mir auslässt.
Da scheint der Freitot doch verlockend!
Wenn man Vergleiche zieht, so bin ich da ja sicherlich nicht der Einzigste, der diesen Weg geht.
Sei es die ägyptische Königin Kleopatra, durch den Biss einer Kobra, Vincent van Gogh durch den erlösenden Pistolenschuss, der ihn aus seinen Depressionen riss, oder der Politiker Möllemann, der dem Satz "Sprung ins Ungewisse" eine ganz neue Schärfe gab.
Erhängen steht mit 5.538/Jahr Absolventen ganz oben an der Spitze der Deutschen, dicht gefolgt vom Sturz in die Tiefe (1.100/Jahr), doch diesem Massenzwang werd ich mich nicht beugen.
Liebe Leser...
Ich lass es drauf ankommen und richte somit mein Wort an distressed.
Ich warte auf dich!
(Meinen Körper spende ich dem Test-Forum)
Gruß der Todeskandidat
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Nummero 3:
The last Day
Schon hell draussen, ich muss viel zu lange geschlafen haben. Kein Wunder bei den ganzen Schmerzmitteln. Jetzt aber nichts wie los, schlafen kann ich wenn ich tot bin. Wie dämlich dieser Spruch ist fällt einem auch erst auf wenns bis dahin nur noch Stunden sind.
Noch mal die Liste checken
- Von Mutter verabschieden...ok
- Wohnung kündigen...ok
- Strom und Telefon abmelden...ok
- Baum pflanzen...drauf geschissen
- Kernige letzte Worte überlegen...hört eh keiner
Soweit so gut, bis auf Kleinigkeiten wär damit alles geregelt, ich sollte anfangen.
Mein Blick fällt auf das Gewehr neben der Tür, das werd ich brauchen. Ich geh in den Keller, der Gestank von Pisse und Erbrochenem ist überwältigend, Menschen sind echt widerlich. Meine Augen brauchen einen Moment sich an die Dunkelheit zu gewöhnen...Lichtschalter reparieren...das hätte noch auf die Liste gekonnt. Die fünf Gitterboxen stehen da wo sie auch am Abend zuvor standen, und seit letzter Nacht waren sie alle besetzt. In jeder einzelnen befindet sich eine Geschichte, ein Schicksal dass in diesem Keller sein Ende finden wird. Es wären viel mehr geworden aber die Zeit wird knapp.
Auf dem Plattenteller liegt immer noch mein Abschiedsgeschenk aus dem Krankenhaus, Stairway to Heaven und alle haben unterschrieben, das is Humor den nur Krebspatienten verstehen. Highway to Hell wäre vermutlich passender gewesen, aber der gute Wille zählt.
Das Wimmern und Stöhnen im Raum hör ich kaum, wie benebelt geh ich von Box zu Box. Erbärmliche Arschlöcher, gucken mich fragend an als wüsste nicht jeder genau wieso er hier ist. Ich geh zu Box eins, halt ihm das Gewehr ins Gesicht. Er blickt mich trotzig an, so als hätte er bereits mit dem Leben abgeschlossen. Womöglich tröstet er sich mit dem Glauben dass ich ihm nichts mehr nehmen kann. Donnernd zerreissen die Schrotkugeln seine Genitalien, falsch gedacht. Du fickst von niemandem mehr die Frau.
Die anderen fallen panisch in sein Geschrei ein, nicht drängeln Leute. Ich drück den Knopf und ein Stromkreis schliesst sich, die ganze Box fängt an zu summen. Ein letztes Aufbäumen und es ist vorbei, einer weniger.
Ich fang an zu singen:
Five bottles of beer on the wall
Five bottles of beer
Take one down, pass it around
Four bottles of beer on the wall!
Ich zwing die anderen mitzusingen aber die können vor lauter Gejammer den Tackt nicht halten, ein Trauerspiel.
In Box zwei kauert jemand und betet. Der kleine Wichser, kann mich noch gut dran erinnern wie der sich während unserer Schulzeit für den Obersatanisten gehalten hat. Und jetzt kniet er da und betet um Erlösung. Um Verzeihung betteln hättest du sollen aber nicht erst heute und nicht vor Gott. Was solls, der war eh nur zweite Wahl. Eigentlich sollte jemand anders in dem Ding sitzen. Aber der hat inzwischen Kinder und ich bin schliesslich kein Unmensch...ich drück den Knopf.
Die Waffe in meiner Hand, der Gestank von verbranntem Fleisch und der Anblick von Blut treiben Wellen von Adrenalin durch meinen Körper, für einen Moment hab ich keine Schmerzen. Ich leg die Nadel auf die Platte und Stairway to Heaven erklingt. Das hohe Gekreische aus Box vier stört die Musik...ich drück den Knopf.
Ich geh herum und denk nach, bin ich eigentlich dem Anlass entsprechend gekleidet? Eine derart würdevolle Zeremonie und ich trag einen blutverschmierten Morgenmantel. Ich geh nach oben und zieh mir etwas festlicheres an.
Die Frau in Box drei ist viel älter als die anderen und die Tage hier unten haben ihre Spuren hinterlassen. Sie hat kaum noch die Kraft sich zu bewegen aber auch nach drei Kugeln aus der Pistole kämpft sie noch um jeden Atemzug. "Nicht übertreiben Junge" sagt eine Stimme in meinem Kopf. "Geniess das, is das letzte was du tust", Recht hat sie. Ich lass den Knopf in Ruhe und seh ihr beim Sterben zu.
In Box fünf sitzt die letzte traurige Gestalt und brabbelt abwesend vor sich hin "one bottle of beer on the wall". Sie sieht mich an ich stimme mit ein "kick the wall, watch it fall"...ich drück den Knopf..."no more bottles of beer on the wall".
Ich nehm die Liste und mach einen Hacken hinter die letzten fünf Punkte, alles erledigt. Nur noch ein letztes bevor die Polizei meinen Brief bekommt und jemanden vorbei schickt.
Während ich mir die Waffe in den Mund schiebe überleg ich wie die "Bild" mich wohl nennen wird und bedaure es fast nicht die Schlagzeilen und Nachrichten zu meinen Ehren sehen zu können...ob es in er Hölle Kabel TV gibt?
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So, das waren sie auch schon.
Und nun die Regeln:
- wahlberechtigt sind wieder nur Frauen, die vor dem 15.8.07 registriert sind
- verratet euch nicht
(Teilnehmer) - "the same procedure as every week" - Votingschluss ist der kommende Sonntag, Mitternacht
- Mehrfachwahl! Votet für 1,2 oder sogar alle 3! (auch wenn das wenig Sinn macht
)
So Mädels, welche(r) Text(e) findet ihr toll?
Diese Runde fliegt nur einer.
(Wär ja auch langweilig, dann wärs ja schon zuende

)
Frohes Voting,
distressed
(eins, zwei oder drei - letzte chance - vorbei!)