Eine Woche hatten unsere letzten beiden Kandidaten Zeit, sich in stolze Ritter mit einem prächtigen Ross zu verwandeln.
Es scheint auch beiden gelungen zu sein, denn nun Vorhang auf für
Sir Engelbert von den Arken
und
Sir Bertram von Wadenau !!!
Beitrag Nr 1: http://www.engelbert-von-den-arken.de.vu/ (anklicken. sonst seht ihr nix (: ) Beitrag Nr. 2:
Wir schreiben ein unbedeutendes Jahr im Finsteren Mittelalter. Zu dieser Zeit trat ein junger Ritter, genannt "Sir Bertram von Wadenau", eine weite Reise von seiner angesehenen Burg hinunter ins Tal zu seinen Untertanen an. Zu Fuß - und nur mit einem Handtuch bekleidet! Und dieser Ritter, das war ich.
Mein Volk mochte mich als ihren Ritter. Scharlatane, Räuber, Drachen und anderes Gesindel wurde erfolgreich von mir und meiner Lanze ferngehalten. Stattdessen erlaubte ich ungezügelte Hurerei und Hexenkult, verlangte nur wenig Steuern und lud regelmäßig zu rauschenden Mittelalterfesten und Jungfrauenversteigerungen, deren Erlös Krebsleidenden Hundewelpen zugute kam, auf meine brunkvolle Burg. Wenn das Mittelalter sonst so finster war, in meiner kleinen Welt war alles schnuffipuffi. So lange bis... ja, bis eines Tages zwei bedeutende Veränderungen mein Leben auf den Kopf stellten.
Es klopfte an meine schwere Burgtür. Die Blöde Gegensprechanlage klappte natürlich wieder nicht, also nahm ich meine frisch gewaschene Rüstung von der Wäscheleine, zwängte mich hinein und schepperte die 1563 Stufen aus meinem Schlafturm hinunter zur Tür und öffnete sie quietschend. Vor der Tür lag nur ein Brief. Ich spießte ihn mit meiner Lanze auf und schleppte mich die 3126 Stufen (runterzu hatte ich jede zweite Stufe übersprungen) zurück in meinen Schlafturm. In Voller Montur schmiss ich mich klappernd auf mein Bett und öffnete den Siegel des Briefes.
Er stammte vom "Komitee zur Wahl des Ritters 07" und mir wurde mitgeteilt das ich in der Endrunde gegen "Sir Engelbert von den Arken" antreten muss. Was ein bescheuerter Name, dachte ich mir und lachte in mich hinein. Aber Engelbert war kein unbekannter für mich. Erst letztes Jahr hatte er sämtlichen neugeborenen Entenküken in meinem Dorfteich die Beine abgeschnitten, aus Eifersucht, weil sich keine Ente in sein schäbiges Reich verirrte. Weiter bestand seine Leidenschaft darin, kleinen Katzenbabies unter ihrem Gejammer das Fell abzuziehen und sein hässliches Swastika auf die nackte Haut zu tätowieren. Ich fragte mich wie so ein rüder Unhold wie er es überhaupt in die Endrunde geschafft hatte, aber ich freute mich ihm endlich Auge in Auge gegenüber stehen zu können ohne das er feige fliehen konnte. Der Termin war gesetzt auf den kommenden Sonntag. Ich werde ihm den Kopf abschlagen!
Ich setzte an zu meinem Kontrollritt um mein geliebtes Land. Doch weit kam ich nicht. Eine auf mich lauernde Gruppe Kreischender Amazonen sprangen hinterhältig aus einem Gebüsch, warfen sich gegen mein Pferd und wollten mir an meinen Leib. Sie nahmen mir meine Rüstung, brachen mir meine Lanze, ritten auf mir und anschließend auf meinem Pferd davon...
...und so kam es, und damit sind wir wieder am Anfang meiner wahren Erzählung, das ich mich wenig später nach dem Überfall zu Fuß und halbnackt mit einem Handtuch um die Lenden in das Tal zu meinen Untertanen begab. Ich brauchte unbedingt eine neue Rüstung und ein frisches Pferd für Sonntag!
Unter den staunenden Augen meiner Beschützungsbedürftigen Untertanen suchte ich den Schmied auf.
"Seid mir gegrüßt, edler Sir Bertram von Wadenau!"
"Einen schönen guten Morgen auch dir, Schmiedegesell"
"Wie können meine bescheidenen Fähigkeiten für euch zu Nutzen sein?"
"Mir wurde meine Rüstung und meine Lanze geraubt, ich brauche eine maßgeschmiedete Rüstung bis Sonntag für den Finalen Kampf um den Titel über den gesamten Postpla.neten"
"Eine Ehre wird es mir sein euch etwas passendes zu schmieden, edler Sir Bertram. Kennt Ihr euren Gegner?"
"Mein Mitstreiter ist der gemeine Sir Engelbert von den Arken, es sollte mir ein leichtes sein ihm für alle Zeiten einen Denkzettel zu verpassen. Aber vielleicht bedarf es doch etwas mehr als dieses Handtuches..."
Beim hören des Namens musste auch der Schmied leicht schmunzeln. Doch sein Gesicht verzog sich schnell wieder zu einer ernsten Miene als er sich ins Gedächtnis rief, wie Engelbert von Arken erst letzten Winter heimlich in der Nacht kleine Robbenbabies über seinem noch heißem Schmiedefeuer schlachtete und verbluten lies.
„Habt ihr bestimmte Vorstellungen was eure neue Rüstung angeht? Wollt Ihr es Stabil und scheppernd, wie eure alte Rüstung, oder lieber saisonbedingt ein luftigeres Nietenhemd?“
„
Nietenhemd? Das wird meinem Gegner besser stehen. Bau mir etwas solides, mit ein paar von diesen neumodischen Gimmicks, bitte! Und öle die Scharniere gut, das letzte Mal flohen die Feinde bevor ich sie mit meiner Lanze durchbohren konnte, da mich mein wochenlanges Quietschen bis die Rüstung eingelaufen war verraten hat“
„Wohlan Sir Bertram“, entgegnete mir der Schmied nach kurzer Nachdenkpause, „mir düngt ich weiß was Ihr benötigt. Kennt Ihr, abgesehen von der unbeschreiblichen Hässlichkeit eures Gegners, noch weitere Eigenschaften die ich berücksichtigen sollte?“
„Seinen unbeschreiblichen Mundgeruch vielleicht?“
„Ich werde euch etwas Passendes schmieden und es wird mir eine Ehre sein! Schaut heute Abend doch noch einmal vorbei!“
Dankbar verlies ich meinen dorfbesten Schmied mit dem ruhigen Gewissen, eine Sorge in gute Hände abgegeben zu haben und suchte den Pferdehändler auf
„Edler Sir Bertram von Wadenau, mein Gestüt und ich freuen uns, Euch auf unserem von Ihren Gnaden überlassenem Land begrüßen zu dürfen“
„Hallo mein treuer Pferdeflüsterer, mir wurde mein Pferd geraubt und ich muss am Sonntag Abend zur Wahl des Ritters 07 vor dem Postpla.net-Komitee erscheinen, und zwar Hoch zu Ross. Habt ihr etwas für mich?“
„Sir Bertram“, strahlte er, „ich wusste ihr würdet es bis ins Finale schaffen!. Wer ist euer diesjähriger Gegner?“
„Kein Gegner. Es ist Sir Engelbert von den Arken.“
Das Lächeln des Schmiedes verschwand. Erst vor 3 Tagen ist er von seinen unruhigen Pferden geweckt worden. Was Sir Engelbert Nachts auf dem Pferdehof zu suchen hatte muss ich hier nicht weiter erwähnen, aber ich verstand den Ausdruck des Pferdehändlers und auch die Pferde kauerten sich ängstlich wiehernd mit ihrem Hinterteil auf den Boden.
„Ähhh… verstehe… dann gebt mir bitte ein unbelastetes Pferd“
„Es tut mir Leid, Sir Bertram, es gibt keins. Er hat sie alle…“
*betroffenes schweigen. Nur das schnaufen der Pferde durchbricht die Stille*
„Dann nehme ich das da“, und zeigte auf einen, welcher nach dem Zusammenstoßen mit Sir Engelbert nicht mehr ganz so stolz dreinblickenden, schwarzen Hengst; dem man aber neben der Ängstlichkeit auch einen Racheblick unterstellen konnte.
„Ich überlasse es Ihnen umsonst, wenn ihr nur gewinnt!“
„Ich verspreche es euch“, und mit diesen Worten ritt ich davon.
Ich vertrieb mir ein bisschen die Zeit mit meinem neuen allbeingetriebenem Vehikel, wir gingen in der Fußgängerzone ein Eis schlecken, lernten uns kennen, wurden Freunde. Dann wurde es Zeit vom Schmied meine Rüstung abzuholen!
(klicken zum vergrößern)
So Ausgestattet sollte es mir ein Leichtes sein, den Kampf zu gewinnen! Nur noch den Sonntag Abend abwarten…
Auf meinem edlem schwarzen Hengst und geschützt von meiner stabilen, topmodernen Rüstung reite ich mit Musik auf den Ohren und ohne Furcht Sir Engelbert entgegen. Sein Gestank weißt mir den Weg schon Kilometer vor dem Zusammentreffen. Ich klappe meinen Atemmundschutz herunter, ziehe mein Schwert aus der Scheide und veranlasse mein Pferd die letzten Meter vor dem Treffpunkt im Galopp zu nehmen. Ich lasse mein Schwert über meinem Kopf kreisen. Es funkelt in der Abendsonne. Die Bergkuppel zeigt sich, Sir Engelbert sieht mich, mein Pferd sieht Sir Engelbert. Mit Racheglühenden Augen galoppiert es schnaufend in seine Richtung. Mein MP3-Player spielt „We will Rock you“, Engelbert dreht sich um und versucht zu fliehen, doch er ist zu langsam und mein Schwerthieb nicht zu bremsen.
Mit Schwung durchtrennt die Klinge seinen Hals, der Kopf fällt zu Boden. Mein Pferd bleibt stehen und trabt mit Genugtuung zu Engelbert zurück. Aus seinem Hals rinnt Blut, der Körper zuckt noch. Ich steige ab und durchtrenne mit meinem Schwert seine Arme. Trotz seiner Rüstung schneidet mein Stahl wie durch Butter. Die Gliedmaßen nehmen wir uns mit. Ein Arm für den Ententeich. Die beiden Beine bekommen die Pferde zum Fraß. Den Leib packen wir ein als Mitbringsel für Not leidende Robbenbabies. Der andere Arm wird zu leckerem Katzenfutter verarbeitet. Gerne hätte ich mir auch den Kopf als Trophäe mitgenommen. Aber wie lange wir auch suchen, wir können ihn nicht finden…
…mir bleibt nur das Gefühl des Sieges - und der Ruhm, der diesjährige Ritter des Pla.neten zu sein!
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Auch wenn es euch nun schwer fällt, so müsst ihr nun eine Entscheidung treffen.
Welcher edle Ritter ist eure Wahl?
Sir Engelbert von den Arken oder Sir Bertram von Wadenau?
Wer soll der Glückliche sein?
Das entscheidet ihr, liebe
Damen*.
*..., die sich vor dem 15.08.07 registriert haben
Noch ein paar Regeln:
- Es dürfen nur weibliche User voten* (siehe oben)
- Auch Vermutungen, von wem der jeweilige Text stammt, sollen für sich behalten werden. Das wäre einfach nur unfair und nicht ritterlich - ähm - burgfräulich.
- Das Voting geht bis kommenden Sonntag, den 30.09.07, punkt Mitternacht.
Und jetzt - lasst das Duell beginnen!
(in euren Köpfen ^^)
Gruß
distressed