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Warum wird man Gruftie?

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kenshin-himura
Alt 23.07.2006, 17:43   #26
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Zitat von El Sparko
es geht um "die sache". wie gut dass du es so präzise ausgedrückt hast. welche echten rebellen gibt es denn?
Avril Lavigne zum Beispiel, oder Jörg Schönbohm und Edmund Stoiber vielleicht noch. Viele prominente Beispiele kann ich da auch nicht nennen, da gibt es leider zu Wenige, und man weiß ja auch nie genau, wie die Person wirklich ist. In meinem Bekannten-Kreis kenne ich einige Beispiele. Ich selbst würde mich dazu zählen, da ich durchaus auch mich für unpopuläre Dinge eingesetzt habe, bei denen es mir nicht um die Provokation ging, sondern um die Sache. Beispielsweise habe ich diverse Briefe an Schulamt und Bildungsministerium geschrieben mit Beschwerden über gewisse Zustände an gewissen Schulen. Beliebt bin ich dadurch in der Klasse nicht geworden, eher im Gegenteil (waren zum großen Teil alles Lehrerschleimer), aber das war mir egal, weil ich trotzdem nach wie vor davon überzeugt war.

Zitat von El Sparko
und weitaus wichtiger: kann jemand der sich einer subkultur anschließt, also auch einer gewissen uniformität nacheifert, auch rebell sein oder hat er sich damit eine eigene meinung schon verwirkt?
Natürlich kann man das ! Dein Satz zeigt mir doch nur wieder, was für ein falsches Verständnis viele Leute vom Rebbelieren haben. Ich entziehe mich einer Uniformität oder sontiger kollektiver Gemeinsamkeiten noch nicht, nur um anders zu sein, sondern höchstens, weil ich mit dem Kollektiv nicht einverstanden bin, und somit meinen Protest ausdrücke, und dieses nicht vorhandene Einverständnis kann ja die verchiedensten Gründe haben.
 
 
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hackvresse
Alt 23.07.2006, 18:49   #27
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ein wirklich sau blödes vorurteil finde ich aber dass metaller auch grufter wären. es gibt sowas wie ne "metalszene" in die man "reinkommen" kann schon garnicht. das sind alles einfach leute die die musik mögen und sich nicht so sehr drum kümmern was der andere anhat... definitiv keine grufter. deswegen lauten die mottos von metalpartys hier auch öfters "saufen gegen gothic", das macht spaß aber nicht belieb
Na also da hab ich aber was anderes erlebt Ich weiss ja nicht was du unter einer Metalszene verstehst aber ich sehe das schon so dass es sowas gibt - und zwar ziemlich krass sogar.
 
 
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El Sparko
Alt 23.07.2006, 19:17   #28
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ja hacky wenn du nach münchen gehst wo die kleinen 16-jährigen alle mitm methorn rumrennen und ein auf "true/nicht true" machen, und "andere" nur aktzeptieren wenn sie krass-genug sind, ja meine güte dann schimpf das metalszene. aber wenn du dort hingehst wo die leute sind, die einfach nur die musik mögen und sich mit so einem schwachsinn nicht lange aufhalten dann ist das gottseidank keine metalszene sondern viele leute mit teilweise gleichen interessen, aber doch individuen.

oder was verstehst du unter der "metalszene"? ich würd mich persönlich nicht lange mit leuten abgeben die irgendwie versuchen zu erfahren ob ich auch "true" genug bin.

ich unterscheid das immer ganz einfach. jemand dem man ohne probleme zu bekommen sagen kann "deine band ist scheiße" das ist ein mensch mit dem ich mich abgeben werde. jemand der mir dagegen aber erstmal 20x ein an die backe labert warum sein verständnis von musik das einzig wahre ist, der kann mir gestohlen bleiben.

Avril Lavigne zum Beispiel, oder Jörg Schönbohm und Edmund Stoiber vielleicht noch. Viele prominente Beispiele kann ich da auch nicht nennen, da gibt es leider zu Wenige, und man weiß ja auch nie genau, wie die Person wirklich ist.
das kann ich nicht nachvollziehen, aber das bleibt deine meinung.

allerdings finde ich briefe an ministerien eigentlich garnicht rebellisch, ich hab auch diversen stellen geschriebe was ich vom "büchergeld" halte und entsprechend auch individuelle antworten bekommen. selbst auf misstände aufmerksam zu machen ist bürgerpflicht und kein rebellismus.

Dein Satz zeigt mir doch nur wieder, was für ein falsches Verständnis viele Leute vom Rebbelieren haben.
der satz ist aus der tatsache begründet worden, dass es heute als schlauer gilt sich nicht einer subkultur anzuschließen, und stattdessen darauf zu beharren selbst wesentlich individueller zu sein indem man dem sogenannten mainstream treu bleibt. im grunde also nicht optisch akzente setzt, was natürlich vollkommen in ordnung ist. beide seiten liegen halt nur wesentlich falsch, denn wahre individualität kommt dann zum tragen wenn man nicht großartig darüber nachdenken muss ob man individuell genug ist.
 
 
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dare
Alt 23.07.2006, 19:36   #29
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sparky, genau das is die metalszene, nur lass den satz mit der altersbeschraenkung...
 
 
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El Sparko
Alt 23.07.2006, 19:48   #30
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was genau willst du mir sagen?
 
 
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Dwight
Alt 23.07.2006, 20:35   #31
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Zitat von kenshin-himura
Avril Lavigne zum Beispiel, oder Jörg Schönbohm und Edmund Stoiber vielleicht noch. .

Mich würd echt mal interessieren , an was du es festmahcst wer rebellisch ist und wer nicht .
 
 
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baedr
Alt 23.07.2006, 20:44   #32
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Zitat von kenshin-himura
Ich entziehe mich einer Uniformität oder sontiger kollektiver Gemeinsamkeiten noch nicht, nur um anders zu sein, sondern höchstens, weil ich mit dem Kollektiv nicht einverstanden bin, und somit meinen Protest ausdrücke, und dieses nicht vorhandene Einverständnis kann ja die verchiedensten Gründe haben.
Worauf beziehst du dich damit? Ich kann beim besten Willen keine schlüssige Argumentation erkennen.
 
 
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reyals
Alt 23.07.2006, 22:19   #33
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Man muss es aber auch alles differenzieren, was Gruft ist und was nicht und außerdem ist nicht jeder Gruftie der gleiche Gruftie...
Mir sind folgende bekannt:
Punk-Grufter
Sommergrufties
Gothics
die einzig wahren und
extreme Abwandlung von eigenem Stil (so irgendwie alles und nichts)

Die sind alle unterschiedlich. Und jemand, der einfach nur schwarz trägt, der ist sicher kein Gothic. Man kann auch schwarz tragen und keine Musik hören. Musik ist da also nicht so wichtig.
Das mit dem Tod: Das ist so eine Sache. Ich habe keine Angst zu sterben. Ich war schon so nah dran und ich wär wirklich am liebsten gestorben.
Das muss nichts mit Dummschwätzerei zutun haben. Andere Leute hängen den Tod bloß an die große Glocke. Wir werden schließlich alle selber sehen, was wir davon haben.
Und die Person, die nur vom Tod labert, ist vielleicht auch selbstmordgefährdet? Ist sie beliebt? Wenn nicht, und nur gemobbt wird, dann kann man das durchaus verstehen. Wenn beides nicht zutrifft, dann spinnt sie und kehrt den tollen truen raus. Wie auch immer. Die Person wird schon ihre Gründe gehabt haben, so zu sein, wie sie ist oder war...
 
 
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Jim Panse
Alt 23.07.2006, 22:33   #34
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Gothics sind Leute die den ganzen Tag weinen, und da dass mit den Taschentüchern zu teuer würde kaufen sie sich lange Gewänder ( meist schwarze in der Hoffnung nachts überfahren zu werden) und rotzen in selbige.
Ne, eigentlich hab ich keine Ahnung wie man so wird - ich versteh das ganze ehrlich gesagt gar nich
 
 
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reyals
Alt 23.07.2006, 22:39   #35
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Ach was, es gibt doch das längste Taschentuch der Welt, das Klopapier!
 
 
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Raubtier
Alt 24.07.2006, 01:12   #36
Standard

Sommergrufties
Hört sich für mich wie ein Widerspruch an. Was ist eigentlich ein Sommergruftie?
 
 
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Felicitas
Alt 24.07.2006, 09:47   #37
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ich hab keine ahnung

ich vermute mal viele schwarz angezogene und geschminkte menschen mit bösen blick die abends dann grillen gehen . und natürlich tiere opfern. ohne das gehts sowieso nicht.

Geändert von Felicitas (24.07.2006 um 09:58 Uhr).
 
 
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El Sparko
Alt 24.07.2006, 09:54   #38
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vielleicht die extreme form des wochenendgrufters, nämlich jemand der nur in den sommerferien so rumläuft - im "normalen" leben, sprich schule, arbeit, aber einen auf gesellschaftskonform macht.
 
 
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Felicitas
Alt 24.07.2006, 09:59   #39
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was ist eigentlich "falsch" daran?
 
 
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El Sparko
Alt 24.07.2006, 10:06   #40
Standard

"falsch" ist daran eine gewisse zwiespältigkeit, nämlich privat vorzugeben sich um gesellschaftliche zwänge nicht zu kümmern, wenns aber drauf ankommt alle vorsätze fallen zu lassen. insofern ist das gruftertum für diese, und das dürften die meisten sein, nichts mehr als showlaufen und fasching.

vorrausgesetzt natürlich man bezieht die optischen akzente als definitiv notwendigen ausdruck des gothic mit ein. sollte ein mensch auch fernab von jedem "styling" grufter sein können, was ja durchaus möglich und sinnvoll erscheint, dann ist das genauso in ordnung. ist halt schwer zu beurteilen, denn für mich als aussenstehenden ist ein grufter auch nur ein grufter wenn grufter "draufsteht", da ich mit den eigentlichen werten des gothic ja nicht vertraut bin.

ich kann jetzt mal wieder nur von "meinen leuten" sprechen. mancher ist ein rocker, mancher nicht. mancher ist ein rocker und sieht danach auch, mancher ist es und sieht ganz normal aus. definitiv aber kein rocker ist, wer am wochenende ne alte kutte ausm schrank krahmt, sich schnell ein hinter die binde kippt, irgendwas von "rocknroll" erzählt und am montag wieder frisch rasiert dem chef in arsch kriecht - also jemand der zum einen zeitpunkt wert drauf legt als typ a erkannt zu werden zu einem späteren zeitpunkt aber wert darauf legt auf keinen fall in verbindung mit typ a gebracht zu werden.
 
 
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Felicitas
Alt 24.07.2006, 10:18   #41
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also ganz oder gar nicht, ansonsten ists lächerlich/ inkonsequent oder gar verachtenswert.

ganz ehrlich, ich finde dieser ganzen klassifizierung und einordnung in irgendwelche szenen wird viel zu viel bedeutung angemaßt. es erscheint anstrengend. was solls? dann hat eben jmd andere prioritäten als in einer szene als absolut "true" angesehen zu werden.

dann hat eben jmd das bedürfnis, beispielsweise beruf und freizeit zu trennen. was ich in meiner freizeit an musik höre, oder wie ich rumlaufe, geht doch meine arbeitsstelle nicht an.

es ist krampfhaft. es ist krampfhaft wenn jmd sagt "ich bin wie ich bin, also hat meine arbeitsstelle das so zu akzeptieren, ansonsten geh ich da nicht arbeiten". das ist dieses krampfhafte nicht-anpassen-wollen, das ist dieses krampfhaft rebellische.

aber das muss jeder persönlich für sich entscheiden. ich würde einen teufel tun und meinem job oder meine berufliche zukunft aufs spiel setzen nur weil ich 24/7 jedem unter die nase reiben will das ich szene a oder szene b angehöre.

Geändert von Felicitas (24.07.2006 um 12:22 Uhr).
 
 
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dare
Alt 24.07.2006, 10:41   #42
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ich machs nich gerne, aber da kann ich felis beitrag nur unterschreiben.
 
 
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El Sparko
Alt 24.07.2006, 10:55   #43
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seh ich anders und genau darum geht es ja. ich habs oben geschrieben, aber kommt evtl. nicht raus. es ist vollkommen ok sich eben nicht irgendwo "einzuordnen" und es ist verdammt in ordnung auch optisch das nicht zu betonen.

was ich erklärt habe ist der begriff des wochenendgrufters, welcher nun eindeutig genau dadurch klassifiziert ist, dass jemand quasi auf beiden hochzeiten tanzt. das problem ist dabei nicht, dass den menschen ein dritter nicht in ne schublade stecken könnte, das problem ergibt sich für den menschen selbst, weil er einfach vorgibt hinter etwas zu stehen, ohne es zu tun.

und ich betone nochmal: man kann die musik hören ohne persönlich deswegen eine "grufter"-einstellung zu haben. das ist total in ordnung und völlig harmlos. man kann aber darüber hinaus auch bewusst der subkultur und damit einer gewissen denkweise angehören wollen und um die menschen geht es.

und um es klar zu machen: ich sehe mich nicht als grufter und auch nicht als "metaller". mein optisches hat mit schubladen sehr wenig zu tun, denn dann würd ich mich verdammt schlecht an die regeln halten. der versuch mich also ins schubladendenken wiederum zuverschubladisieren wird nicht gelingen.

es ist krampfhaft wenn jmd sagt "ich bin wie ich bin, also hat meine arbeitsstelle das so zu akzeptieren, ansonsten geh ich da nicht arbeiten". das ist dieses krampfhafte nicht-anpassen-wollen, das ist dieses krampfhaft rebellische.
das ist nicht zwingend krampfhaft. wenn ich keinen schlips anziehen möchte und mir deswegen trotz meiner leistungen inkompetenz unterstellt würde (so noch nie geschehen) dann würde ich meine konsequenzen allein deshalb daraus ziehen, dass ich mir mehr wert bin als eine modepuppe zu sein. sei es nun für die subkultur "rock" oder die subkultur "business".

du kannst nicht bedingungslose anpassung verlangen auf der einen seite, auf der anderen aber alles als krampfhaft aburteilen was auch nur in die nähe einer uniformität in der freizeit gehen würde.
 
 
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Felicitas
Alt 24.07.2006, 12:40   #44
Standard

Zitat von El Sparko
seh ich anders und genau darum geht es ja. ich habs oben geschrieben, aber kommt evtl. nicht raus. es ist vollkommen ok sich eben nicht irgendwo "einzuordnen" und es ist verdammt in ordnung auch optisch das nicht zu betonen.
das ist klar.

was ich erklärt habe ist der begriff des wochenendgrufters, welcher nun eindeutig genau dadurch klassifiziert ist, dass jemand quasi auf beiden hochzeiten tanzt. das problem ist dabei nicht, dass den menschen ein dritter nicht in ne schublade stecken könnte, das problem ergibt sich für den menschen selbst, weil er einfach vorgibt hinter etwas zu stehen, ohne es zu tun.
und das sehe ich nun wieder anders. ich kann auch hinter oder zu einer sache stehen ohne sie jedem 24/7 auf die nase zu binden oder meine meinung IMMER nach außen zu präsentieren. es gibt einfach bereiche im leben da ist das wohl eher unangebracht. selbst wenn ich wöllte, selbst wenn ich beispielsweise eine linke einstellung und das hören von punk nach außen tragen wöllte, so würde mich keine firma einstellen weil ich mit zerissenen strumpfhosen auf keinen kunden losgelassen werde.


das ist nicht zwingend krampfhaft. wenn ich keinen schlips anziehen möchte und mir deswegen trotz meiner leistungen inkompetenz unterstellt würde (so noch nie geschehen) dann würde ich meine konsequenzen allein deshalb daraus ziehen, dass ich mir mehr wert bin als eine modepuppe zu sein. sei es nun für die subkultur "rock" oder die subkultur "business".
genau darum geht es. aber vllt sind das wirklich 2 verschiedene einstellung die dahingehend keinen gemeinsamen nenner finden können.

du sagst, das du wegen deiner fähigkeiten eingestellt werden willst. aber das eine krawatte in bestimmten berufsgruppen eben dazu gehört um seriös und fähig nach außen zu wirken, das weißt du auch. du weißt selbst das der erste eindruck entscheidend ist und du weißt auch das ein personaler gar nicht die zeit hat bei 50 bewerbungen jeden erst mal so richtig kennenzulernen. als erstes sieht er dein erscheinungsbild. und da sieht er bei dir lange haare und bart und keine krawatte (zum beispiel) und damit assoziiert er (wie jeder andere mensch auch) ein bestimmtes bild. das kann man nun unfair, unangebracht, oberflächig oder sonstwas finden und man kann auch schön dagegen sein - ändern wirst du es nicht und nebenbei dir deine berufliche zukunft verbauen.


du kannst nicht bedingungslose anpassung verlangen auf der einen seite, auf der anderen aber alles als krampfhaft aburteilen was auch nur in die nähe einer uniformität in der freizeit gehen würde.
wer redet von bedingungsloser anpassung? ich sage lediglich das es keinem schadet sich _auch mal_ anzupassen. es tut dir nicht weh eine krawatte zu tragen um einen optisch guten eindruck zu machen und deine guten fähigkeiten durch ein "gutes" optisches auftreten zu unterstreichen.

mensch das ist doch nicht was man dir erzählen muss. das weißt du doch selber. und ich versteh dich auch. du fasst diese "ungerechtigkeit" und "oberflächigkeit" in worte und gehst zumindest verbal dagegen vor. aber ehrlich, kannst du etwas daran ändern? oder verbaust du dir damit nicht mehr selber als das es dir etwas bringt?

vllt ist es eine bestimmte selbstaufgabe und ja es ist auch anpassung. aber es ist eine oberflächige anpassung, dich als mensch an sich ändert das doch nicht. in deiner freizeit kannst du doch so leben wie du willst, kannst alles ausleben. du sollst dich doch nicht _wirklich_ für einen job ändern, sondern lediglich die oberfläche anpassen.

das ändert nichts daran das es natürlich schwachsinn ist das die oberfläche oft entscheidender ist als die fähigkeit. oder entscheidender scheint. es geht doch zumeist um den ersten schritt. die erste hürde die es zu überwinden gilt. ich war genau einmal mit anzug auf arbeit, das war zum vorstellungsgespräch, danach nicht mehr. aber mei, wenn sie es verlangen würden, würde ich halt auch mit anzug auf arbeit kommen. es würde mich nicht umbringen, auch wenn es nicht meinem _ich_ entspricht.

aber das ist wohl alles eine einstellungssache.
 
 
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El Sparko
Alt 24.07.2006, 12:52   #45
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könntest du aufhören zu verstehen was du möchtest? hier gehts es um grufter. ich bin kein grufter. wie kommst du darauf dass ich durch die simple erklärung eines begriffes, der nicht von mir selbst stammt, etwas über meine persönliche einstellung preisgeben würde?

was du schreibst ist schön und gut aber ich war weitaus öfters als du in anstellung. ich habe jobs bekommen und sogar welche abgelehnt und das tragen von anzug und kravatte ist nichts was MICH stören würde. wozu hät ich sonst nen schrank voll davon? was glaubst du wie man aussieht wenn man in ner bank arbeitet?

im endeffekt bin ich nur enttäuscht von jemandem wie dir, der mich persönlich kennen sollte, soetwas zu lesen was genau auf das oberflächliche bild hindeutet. du tust so als hätte ich noch nie in der "freien wirtschaft" gearbeitet oder wäre noch nie kompromisse eingegangen.

sag mir doch mit was ich 24/7 meine politische einstellung meinen musikgeschmack ausdrücke. ich tue es ganz sicher nicht. nichtmal in der freizeit.

ich finds ganz einfach schade. ich versuche hier einen begriff zu erklären der in eine teilweise sehr oberflächliche und arrogante szene gehört, weil die "echten" grufter sich wahrscheinlich nichtmal die hände schmutzig machen würden ihre eigentliche einstellung zu erklären - was ich aber bekomme ist 0815 "du bist oberflächlich"-gelaber. damit kann ich leben wenn man mich nicht kennt. bei leuten die mich aber privat kennengelernt haben verletzt mich das einfach nur.

und um meine berufliche zukunft braucht sich keiner zu sorgen. ich bin ein sozialschmarotzer und lebe von euren steuergeldern. nur deswegen sehe ich so aus. damit ich nie im leben einen job bekommen kann.
 
 
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Felicitas
Alt 24.07.2006, 12:56   #46
Standard

nu sei nicht gleich persönlich angepisst. du hast lediglich die vorlage geliefert, mehr nicht.


es ist das was du schreibst, nicht das was ich sonst so von dir weiß. es ist das was menschen hier lesen die dich nicht kennen, darauf habe ich geantwortet.

du reagierst total über. ich denk zb an einen derassi, der hier oft genug geschrieben hat "blök, wieso sollte ich mich anpassen, alles doof". für den ist das hier mehr als für dich. das weißt du auch.

ich lese nicht nur was ich will, ich habe doch gottverdammt gesagt ich verstehe dich.

herjeh. da darf man nicht einmal anders denken und das auch noch schreiben. öffentlich. krieg dich ein.

aber ja, ich habs gelesen und ich seh meinen fehler. dein post hat mir die vorlage geliefert und irgendwann habe ich mir angewöhnt dann mit "du" und "dir" zu antworten wo man besser "man" schreiben sollte.
 
 
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El Sparko
Alt 24.07.2006, 13:02   #47
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dann würde ich zur besseren verständlichkeit in deinen posts eher "man" statt "du" schreiben. es heist dann "verbaut man sich die berufliche zukunft" und da müsst ich immer noch wiedersprechen, da die welt nicht so strikt bussinessoptimiert ist wie sie gern kompakt dargestellt wird. nimm doch nur mal den typischen bauarbeiter, der wird sich da keine probleme machen.
 
 
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Felicitas
Alt 24.07.2006, 13:09   #48
Standard

ich will ja auch gar nicht sagen das anpassung zwingend notwendig ist. aber sie macht einem das leben manchmal leichter. auch wenn sie nur oberflächig ist.

das die optische anpassung nicht für alle berufsfelder sein muss ist doch klar. oder eher andersrum: man stell sich einen betonmischer vor der zum bewerbungsgespräch mit BOSS anzug kommt. ist sicherlich auch seltsam anzuschaun, so wie es anders herum auch wäre
 
 
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El Sparko
Alt 24.07.2006, 13:43   #49
Standard

ja seltsam anzuschauen, darf aber vorkommen, die eine oder andere variante. es ist oftmals garnicht das trauerspiel das man erwartet. personaler sind weitaus menschlicher als man es ihnen nachsagt.
 
 
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