Eine US-Internetsite will Flammenwerfer und Maschinenpistolen an Schüler verkaufen. Ein Scherz?
Es gibt hier offenbar alles zu kaufen, um auf dem Pausenplatz tüchtig Eindruck zu schinden oder den Lehrern die schlechten Noten heimzuzahlen - und um den Rektor ins Jenseits zu befördern. Das wohl sortierte Angebot richtet sich ausdrücklich an Schülerinnen und Schüler - was darfs denn sein? Eine handliche Uzzi-Maschinenpistole made in Israel für 1599.99 Dollar? Ein rückstossfreier M-Style-Granat-Werfer der US Army für 4500 Dollar? Oder vielleicht ein revidierter Wehrmacht-Flammenwerfer, Preis 12 899.99 Dollar? Hurra, hurra, die Schule brennt! Die Kundschaft von
www.gunsforkids.com ist begeistert - in der Rubrik «Feedback» hat eine neunjährige Annabelle, Wohnort Detroit, eingetragen: «Seit mir Daddy die bei euch bestellten Neun-Millimeter-Beretta-Pistole schenkte, haben meine Klassenkameraden viel mehr Respekt vor mir. Danke! Danke!»
Ein Scherz? Ein Fake? Eine gefälschte Site? Schwierig zu sagen auf der ersten Blick: Die Mord-Instrumente sind fachmännisch spezifiziert, das Layout ist professionell, bezahlt wird per Kreditkarte - Gunsforkids.com sieht gefährlich echt aus. Und: Dass in den USA Kids bereits in der Gegend rumballern, bevor sie sich die Schuhe selber binden können, ist leidlich bekannt. Ebenfalls, dass deswegen mitunter halbe Schulklassen massakriert werden. Gunsforkids.com würde durchaus zu einer in Schiesseisen vernarrten Nation passen, die es nicht schafft, sich eine Waffengesetzgebung zu geben, welche diesen Namen auch verdient - lieber legt sie jedes Jahr ein paar Dutzend durchlöcherte Abc-Schützen ins Grab.
Was ist echt, was ist Fälschung? Vor diesem Problem stand kürzlich auch das FBI. Alarmiert durch Tierschützer, rückte eine Schar Bundespolizisten gegen die Betreiber von
www.bonsaikitten.com aus. Auf der Webpage ist nachzulesen, wie man süsse Büsis in Einmachgläser steckt, um sie als Bonsaik-Katzen aufzuziehen. Zwar erwies sich rasch, dass die Site nicht das Werk von Perversen ist, sondern eine geschickte Fälschung, ein cleverer Fake schräger Spassvögel. Die Pointe der Geschichte aber ist: Alle gingen davon aus, die Welt sei genug verrückt, dass diese Site echt sein könnte.
Dasselbe im Fall von gunsforkids.com: Bereits gibts es Medienberichte (unter:
www.nbc10.com), die besorgte Eltern vor der Schiessprügel-Shopping-Site warnen. Dabei sollte bei genauerem Hinsehen eigentlich auch der Klassenletzte kapieren, dass hinter dieser Site eine wenn auch ziemlich makabre, so doch didaktische Absicht steckt. Denn als «ultimative Waffe» empfiehlt Gunsforkids der Schülerschaft das Gehirn: «Es kann nicht kontrolliert, konfisziert oder verboten werden.» Man muss es eben nur brauchen.
Satire auf dem Web ist eine heikle Sache. Oder frei nach Kurt Tucholsky: «Wie soll man noch eine Karikatur erkennen, wenn die Wirklichkeit selber zur Karikatur geworden ist?»
bevor ich runtergemacht werde den text hab ich von irgendwo kopiert fand ihn recht gut.
was meint ihr ist das ein fake?
also ich glaube ziemlich sicher schon.....
aber wo hört der spass auf? kann man der schiesswütige ami gesellschaft so ein wenig den spiegel vorhalten oder ist das zu derb?
na ja schreibt mal eure meinung.....