Find ich auch nicht gut.
Kleine Aufklärung:
Die Engelstrompeten und der gemeine Stechapfel gehören zu den Nachtschattengewächsen, einer weltweit verbreiteten Pflanzenfamilie mit vielen bekannten Heil- und Giftpflanzen, darunter auch die heute weltweit verbreitete, aus Südamerika stammende Kartoffel. Dazu gehören aber auch die Tollkirsche und das Bilsenkraut, beide zusammen mit dem Stechapfel von alters her eingesetzt als Hexensalben (Flugsalben) oder auch als Aphrodisiakum, über deren Anwendung viel Widersprüchliches kursiert. Die Herkunft des stark halluzinogenen, ca. 1,2 m hoch werdenden Stechapfels ist immer noch ungewiss, wie das bei vielen Kulturfolgern der Fall ist: Ursprungsgebiete könnten das Kaspische Meer sein, oder stammt er vielleicht doch eher aus Mexiko ? Heute ist er sehr verbreitet über Europa, Amerika, im vorderen Orient und im Himalaya zu finden. Bei uns wächst er sogar als seltene Schuttpflanze in Kiesgruben und auf Bauplätzen, zeigt seine schönen Blüten und tut so, als könnte er niemandem ein Härchen krümmen. Man kann ihn nach geduldigem Suchen sogar im Stadtgebiet entdecken. Die stacheligen Früchte enthalten dunkelbraune Samen, die ebenfalls schon in kleinsten Mengen sehr giftig sind. Beliebte Kübelpflanzen sind die grossen, strauchigen Engelstrompeten mit ihren hängenden, bis zu 50cm langen Blütentrompeten. Besonders die prächtig gefärbten Arten sind noch wesentlich giftiger als ihre weissblütigen Verwandten.
Die Pflanzen enthalten je nach Besonnung stark unterschiedliche Mengen des halluzinogenen Scopolamins, die Giftmenge schwankt auch sonst von Pflanze zu Pflanze enorm: Dies macht eine sichere Anwendung fast unmöglich, es sei denn, man könne mit wissenschaftlicher Genauigkeit den Scopolamingehalt bestimmen... Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb laienhafte Anwendungen oft im Spital oder sogar im Leichenhaus enden. Bereits das Kauen der miserabel schmeckenden Blätter führt zu Vergiftungserscheinungen.
Wie auch bei LSD wird vor allem von unangenehmen Erfahrungen berichtet: Halluzinationen bewirken verwirrtes, unkontrolliertes, merkwürdiges bis idiotisches, aber meist gutmütiges Verhalten. Vielen wird nur schlecht, die Übelkeit kombiniert mit Kopfschmerzen reizt nicht gerade zu Wiederholung. Bei niederen Dosen wurden früher medizinische Heilwirkungen erzeugt, bei mittleren Dosen ist von aphrodisiakischer Wirkung berichtet worden und bei hohen Dosen erreicht man dann die schamanischen Wirkungsbereiche, die aber wie schon die mittleren Dosierungen kaum von den Überdosierungen zu trennen sind: Die anfängliche Erregung schlägt unkontrollierbar um in Tanzwut, Tobsucht und Lachkrampf, führt dann über akute Halluzination zum Tod durch Atemlähmung. Wurden gleichzeitig andere Drogen oder starke Beruhigungsmittel eingenommen, kann selbst medizinische Intensivbetreuung mit Gegengiften für nichts garantieren.
Also Finger von lassen, liebe schön ne Tüte rauchen
Greetz
ByteGhost