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"50 000 Deutsche sind abhängig von Cannabis"

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*mia
Alt 23.05.2006, 19:17   #1
Blinzeln "50 000 Deutsche sind abhängig von Cannabis"

Ich wollte euch diesen putzigen Bericht aus unserer Lokalzeitung "Darmstädter Echo" nicht vorenthalten:

50 000 Deutsche sind abhängig von Cannabis

POTSDAM. Der Konsum von Haschisch und Marihuana hat in Deutschland stark zugenommen. Bundesweit gebe es mittlerweile rund 50 000 Abhängige, sagte der Vorsitzende des Fachverbundes Drogen und Rauschmittel, Thomas Bader, am Montag in Potsdam auf dem 29. Bundes-Drogenkongress.
Dagegen nehme der Konsum von Heroin nicht mehr zu. Bader warnte vor den Gefahren des zunehmenden Cannabiskonsums. Dieser könne erhebliche gesundheitliche Schäden gerade bei Jugendlichen hervorrufen.
Mit der Verfügbarkeit der Droge steige die Zahl der Konsumenten. Zwar würden die meisten jungen Leute nur mal probieren, doch drei bis fünf Prozent von ihnen würden abhängig.
Die Zahl aller Drogensüchtigen bezifferte Bader auf bundesweit etwa 300 000 Menschen.
Jeder zweite von ihnen sei dringend behandlungsbedüftig. An der zweitägigen Tagung in Potsdam nehmen 400 Suchtexperten teil. dpa
(Rechtschreibfehler bitte der Zeitung unterschieben, ist garantiert 100% genauso abgetippt)

Man kann sich jetzt drüber streiten, inwieweit und vor allem wie schnell (in dem satz
Zwar würden die meisten jungen Leute nur mal probieren, doch drei bis fünf Prozent von ihnen würden abhängig.
hat es ja den Touch von "anfixen"*g*) kiffen abhängig machten kann.
Mich würde zB mal interessieren, was genau damit gemeint ist. Dass 50 000 Bundesbürger Gras/Hasch konsumieren("mal" probiert haben) oder dass 50 000 abhängig sind oder dass 50 000 es regelmäßig konsumieren? Oder alles zusammengeworfen?
Darüber finde ich keine Info's, habe eben mal "oberflächig" recherchiert, aber darum geht es mir gerade gar nicht..
Was muss denn jemand, der sich absolut nicht mit der Materie beschäftigt und keine Ahnung davon hat, und den Artikel liest daraus folgern?
Das grenzt ja schon an Falschinformation!
Was solllte man tun, einen Leserbrief an die Zeitung schreiben? (wäre ja mal gespannt, ob er dann unter den Veröffentlichten wäre)

Und dann auch noch im selben Atemzug Heroin und Cannabis zu erwähnen, sehr extrem.

50 000 Deutsche. Wenn man von ausgeht, dass Deutschland ~ 82 Millionen Einwohner hat, sind das gerade mal 0,061%.

Jeder einzelne Mensch, der Probleme mit Drogenabhängigkeit hat, ist einer zuviel.
Jedoch habe ich(nicht zum ersten mal) das Gefühl, dass in der Öffentlichkeit gezielt(??) über diese Thematik falsch berichtet wird, bzw zum großen Teil einfach viel wichtiges zum Kontext weggelassen wird und Dinge im gleichen Kontext genannt werden, die nichts damit zu tun haben!

Mir ist gerade die Parallele zu Antiwitzen dieser Art aufgefallen^^ :

[FONT=Verdana] Was ist der Unterschied zwischen einer Bachstelze? - Es gibt keinen: beide Beine sind gleichlang, besonders das rechte.[/FONT]

Geändert von *mia (23.05.2006 um 19:29 Uhr).
 
 
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German Psycho
Alt 23.05.2006, 19:58   #2
Standard

Zitat von *mia
50 000 Deutsche. Wenn man von ausgeht, dass Deutschland ~ 82 Millionen Einwohner hat, sind das gerade mal 0,061%.
Ich habs auch heute morgen gelesen und mich gefragt warum das nur so wenige sind...
Ich nehme an damit sind wirklich die, die sich jeden tag einen durchziehen müssen um klarzukommen
 
 
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xgenesis2000
Alt 23.05.2006, 22:05   #3
Standard

ich frag mich auch warum es nur 300.000 drogensüchtige in ganz deutschland geben soll. schon klar, dass da nur harte drogen gemeint sind (also ohne alkoholismus), aber selbst dann müssten doch alleine die ganzen kokser viel mehr sein. naja, sehr merkwürdig
 
 
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Abe
Alt 23.05.2006, 22:11   #4
Standard

@mia: Also ich weiß beim besten Willen nicht, was du daran putzig findest. Außerdem wird nirgends Gras mit Heroin verglichen, die sagen ja nur, dass im Gegensatz zu Herion die Cannabis Konsumenten zugenommen haben.

Hier noch ein vllt. etwas besserer Artikel zu dem Thema.

http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/drogen-Therapie-Mit-Candis-Cannabis/561057.html

Abe
 
 
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FrozenSmile
Alt 23.05.2006, 22:54   #5
Standard

fällt mir spontan ein lied von nem freund ein:

ihr sagt mir ich sei süchtig und ich sag, ihr habt ja recht
doch im gegensatz zu euch idioten gehts mir echt nicht schlecht
ihr kriminalisiert uns und versucht uns auszugrenzen
doch ich halt mich gerne fern von euren bierzeltturbolenzen
eurem stammtischniveau
eurer primitiven art
[...]
es wird zeit zu kapiern
zeit zu legalisiern
und das, was in euren augen schlecht ist
selbst zu probiern
@abe:

informier dich mal, nach welchen kriterien bei dieser oben genannten studie die abhängigkeit von gras bestimmt wird. die sind mal wieder herrlich und werden jeden kenner empirischer forschungsmethoden zur verzweiflung treiben. nach den gleichen kriterien kann man den meisten bundesbürgern vermutlich auch eine abhängigkeit von // eine sucht nach backpulver, waschmittel oder einwegrasierern nachweisen.


es ist wohl zuviel erwartet, dass sich jeder hier die mühe macht, mal zu hinterfragen, welche informationen in schundblättern wie irgendwelchen regionalzeitungen, die gerade mal für informationen über die jeweilige umgebung kompetent genug erscheinen, verarbeitet werden.


es gibt ebenso einen haufen von studien, die sogar besagen: kiffen macht intelligent und glücklich. ich hab erst neulich eine aktuelle, kanadische studie hier gepostet. die basiert auf praktischen laborversuchen, nicht auf zweifelhaften empirischen erhebungen basieren, wie die studie, die vom stern und der dem darmstädter echo angeführt wird.

im deutschen ärzteblatt hab ich vor nicht allzulanger zeit einen artikel mit der überschrift "der verbot von cannabis ist ein kollektiver irrweg" entdeckt.

soviel zu dem thema. es wunder mich aber nicht, dass die anti-kiffen-lobby nach wie vor sehr stark is.

cannabiskonsum kann schließlich zu eigenständigem denken führen...und wer will das schon???

(EDIT)
@mia: jo, ich komm ja ursprünglich ausm grenzgebiet und bei uns wird auch immer wieder von den "deutschen drogentouristen" im grenznahen niederländischen ort venlo berichtet...von "drogenschmugglern" etc. schon allein durch diese gleichbezeichung von professionellen koksschiebern, die im gummi im magen ein paar 100g koks von südamerika nach deutschland fliegen und dem durchschnittskiffer, der sich in venlo seine 10g gras kauft, führt im unterbewusstsein ignoranter und/oder schlichtweg dummer menschen zu einer gleichsetzung oder zumindest einer starken "annährung" beider personengruppen - wobei der schmuggelnde kleinkiffer mit dem profi-koks-schmuggler objektiv gesehen nichts gemeinsam hat.

auch wenn mal wieder in der "rheinischen pEst" von einer "rauschgiftplantage" die rede ist, weil irgend n armer kiffer auf die idee gekommen ist, dass ihn sein eigenkonsum nichtmals mehr was kosten würde, wenn er einfach ein paar samen ins blumenbeet streut...

da finden die bullen bei irgendwem 2 pflanzen in ner growbox und nen kiffer, der seine ernte mit seinen 2-3 besten kumpels teilt...und schon geht unser dimmliches lokalblatt hin und schreibt was von einem gesprengten drogenring.

dreckiger, ignoranter lobbyismus.

Geändert von FrozenSmile (23.05.2006 um 23:20 Uhr).
 
 
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=ANUBIS=
Alt 23.05.2006, 23:29   #6
Standard

Ich bin echt mal froh das ich in der Schweiz wohne, heute ist soeben gestanden, dass die im Kanton Bern den verkauf von Cannabis legalisieren werden.
 
 
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FrozenSmile
Alt 23.05.2006, 23:38   #7
Standard

na du drecksack!

naja...die erntezeit kommt gewiss...
 
 
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*mia
Alt 24.05.2006, 00:25   #8
Standard

Zitat von Abe
Außerdem wird nirgends Gras mit Heroin verglichen, die sagen ja nur, dass im Gegensatz zu Herion die Cannabis Konsumenten zugenommen haben.
Ich hab auch nicht geschrieben, dass sie das vergleichen, sondern es im gleichen atemzug erwähnen was,
führt im unterbewusstsein ignoranter und/oder schlichtweg dummer menschen zu einer gleichsetzung oder zumindest einer starken "annährung" beider personengruppen -
.. das meinte ich.
 
 
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asdf
Alt 24.05.2006, 13:27   #9
Standard

Vielleicht wollten sie ausdrücken, dass der Konsum von sogenannten harten Drogen und deren Todesopferanzahl zurückgehn, im Gegensatz zu THC- und Alkoholkonsum.
Nuja, dann hätten sie das auch tun sollen. Oo

schon klar, dass da nur harte drogen gemeint sind (also ohne alkoholismus), aber selbst dann müssten doch alleine die ganzen kokser viel mehr sein.
Das lässt sich aber schwerer nachvollziehn.
Wenn du zum Beispiel in der Fussgängerzone ne Umfrage machst, werden wohl so einige zugeben schon THC konsumiert zu haben, andere Dinge, auch aus Furcht vor härterer Strafverfolgung, dagegen wohl eher seltener.
Zumal auch nicht jeder der mal kokst abhängig ist.

cannabiskonsum kann schließlich zu eigenständigem denken führen...und wer will das schon???
Das wollen nicht unbedingt viele. Es kann aber auch zum Gegenteil führen. Das wollen vielleicht schon ein paar mehr.


#
Ansonsten weiß ich nicht, inwiefern die Informationen der Zeitung bzw. dieser ominösen Suchtexpertentagung nachprüfbar sind, aber so unrealistisch klingen 50.000 Abhängige für mich nun auch nicht.

Geändert von asdf (24.05.2006 um 13:33 Uhr).
 
 
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baedr
Alt 24.05.2006, 16:21   #10
Standard

Es wurde in dem Artikel die Cannabis-Sucht nicht genau definiert, das ist tatsächlich zu bemängeln, jedoch finde ich die Erwähnung, dass bei steigender Anzahl Cannabissüchtiger die Anzahl der Heroinsüchtigen stagniert, gut, weil sie die These stützt, dass Cannabis keine Einstiegsdroge ist. Ansonsten finde ich den Artikel neutral formuliert, und zeugt nicht von Ahnungslosigkeit. Mir erscheinen die Angaben des Vorsitzenden des Fachverbundes Drogen und Rauschmittel auch realistisch
 
 
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FrozenSmile
Alt 24.05.2006, 16:47   #11
Standard

Ansonsten weiß ich nicht, inwiefern die Informationen der Zeitung bzw. dieser ominösen Suchtexpertentagung nachprüfbar sind, aber so unrealistisch klingen 50.000 Abhängige für mich nun auch nicht.
Es fängt aber nunmal, wie bereits gesagt, schon bei der Definition von Abhängigkeit an. Medizinisch gesehen bist Du beispielsweise alkoholabhängig , wenn Du nur 1 mal pro Woche das Verlangen nach Alkohol hast (Hauptkriterium der meisten Studien zwischen 19XX bis heute).
Es wird nicht differenziert, ob dieses Verlangen sich dann nach einem gemütlichen Glas Wein oder...im Sommer...nach einen kalten Fläschchen Bier richtet...oder eben nach ner Flasche Strohrum.

Es werden also die verschiedensten Konsumentengruppen einfach unreflektiert zusammengeworfen...zumindest für mich besteht ein Unterschied zwischen dem Menschen, der jeden zweiten Abend ein Glas Wein zum Entspannen trinkt und jemandem, der jeden Abend seine 5-8 Flaschen Öttinger trinkt. Aber wie gesagt: Medizinisch gesehen sind beide alkoholabhängig.

Mag an mir liegen, aber ich halt derart vage Kriterien nicht nur für Hirnschiss , sondern auch für nicht ungefährlich.
 
 
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Alt 24.05.2006, 17:45   #12
Standard

Zitat von FrozenSmile
@mia: jo, ich komm ja ursprünglich ausm grenzgebiet und bei uns wird auch immer wieder von den "deutschen drogentouristen" im grenznahen niederländischen ort venlo berichtet...von "drogenschmugglern" etc. schon allein durch diese gleichbezeichung von professionellen koksschiebern, die im gummi im magen ein paar 100g koks von südamerika nach deutschland fliegen und dem durchschnittskiffer, der sich in venlo seine 10g gras kauft, führt im unterbewusstsein ignoranter und/oder schlichtweg dummer menschen zu einer gleichsetzung oder zumindest einer starken "annährung" beider personengruppen - wobei der schmuggelnde kleinkiffer mit dem profi-koks-schmuggler objektiv gesehen nichts gemeinsam hat.
Das sind doch wohl eindeutig Drogentouristen... Ich weiß nich wie oft ich schon in Holland war aber ich glaub ähm öhm ein mal war Urlaub...
Und der restliche "Tourismus" war halt Drogen kaufen/konsumieren...
ich weiß ja nich wie du das bezeichnen willst aber Drogentouristen passt doch eindeutig

Und wieso das keine drogenschmuggler sein sollen versteh ich auch nich Oo.
Klar, man kann das nich mit dem koksschmuggler gleichsetzen aber geschmuggelt wird ja eindeutig. Und im grunde genommen sind sie, auch wenn sie verschieden stark es tun, genau gleich..verfolgen halt den illegalen zweck.
 
 
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asdf
Alt 24.05.2006, 18:41   #13
Standard

Zitat von FrozenSmile
Es fängt aber nunmal, wie bereits gesagt, schon bei der Definition von Abhängigkeit an. Medizinisch gesehen bist Du beispielsweise alkoholabhängig , wenn Du nur 1 mal pro Woche das Verlangen nach Alkohol hast [...]
Ok, wenn dir eine andere Formulierung lieber ist:

Für mich klingen 50.000 Abhängige, die täglich konsumieren, ohne diesen Konsum nurnoch wenig geregelt bekommen und auch gewisse Entzugserscheinungen kriegen, falls besagter Konsum ausbleibt, nicht unbedingt unrealistisch.
 
 
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*mia
Alt 24.05.2006, 18:49   #14
Standard

Hm.. mich stört es etwas... dass ich bis jetzt über besagte studie und besagten kongress nichts näheres rausgefunden habe.

Und..

gilst du schon als abhängig wenn du es jeden 2ten tag tust, aber keine probleme bekommst, wenn du es mal mehrere wochen bleiben lässt?
 
 
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FrozenSmile
Alt 24.05.2006, 19:28   #15
Standard

Für mich klingen 50.000 Abhängige, die täglich konsumieren, ohne diesen Konsum nurnoch wenig geregelt bekommen und auch gewisse Entzugserscheinungen kriegen, falls besagter Konsum ausbleibt, nicht unbedingt unrealistisch.
für mich schon.

gewisse erzugserscheinungen...damit sind wir doch schon wieder im rahmen der schwammigkeit. was sind denn entzugserscheinungen? schon allein der wunsch nach rauchen? oder wo fängt das an? und diese aussage von wegen "es gibt X.000 kiffer, die ohne was zu kiffen nur noch wenig geregelt bekommen halt ich gelinde gesagt für realitätsferne übertreibung. es ist kein heroin, wo die leute ausflippen, wenn sie auf entzug sind.

hmm..ne wirklich...da stimm ich ja noch deutlich eher der aussage zu, dass man unter akkuter einwirkung von thc fauler // relaxter ist und vielleicht nicht mehr so viel geregelt kriegt, wie man sich vorgenommen hat. und ob das nun zwingend negativ is, wage ich mal sehr zu bezweifeln.

und was dieses "nur noch wenig geregelt bekommen"...das hängt wohl eher - oder mindestens im selben maße - mit dem sozialgefüge, in dem die konsumenten leben, zusammen...als mit dem zeug selbst.

wieder mal ein abstraktes gleichnis...vielleicht wird es ja dann verständlicher:

der verzicht auf zähneputzen (das kiffen) kann karies verursachen.
wenn du den ganzen tag nur obst und gemüse ist, wirst du vermutlich trotzdem dein ganzes leben lang wenig probleme mit karies haben. die wahrscheinlichkeit steigt aber um ein vielfaches, wenn man sehr zuckerhaltige nahrung konsumiert...

Geändert von FrozenSmile (24.05.2006 um 19:37 Uhr).
 
 
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*mia
Alt 24.05.2006, 22:43   #16
Standard

Du ziehst einen direkten vergleich zwischen zähneputzen und kiffen.. Abgesehen davon dass ich meine schon verstanden zu haben was du damit sagen willst..
Siehst du den konsum von THC also als eine Art "Reinigung" des Verstandes?
"Mit herkömmlichem Nachdenken sprechen sie maximal 60% ihres Hirnes an. Mit dem Neuem (altbewehrtem) THC erreichen sie auch sonst schwerer zugängliche Gehirnwindungen!"

 
 
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asdf
Alt 25.05.2006, 00:49   #17
Standard

Was hat die Welt nur immer mit Heroin und THC Vergleichen Oo.
Natürlich is das was anderes, trotzdem kann psychische Abhängigkeit zu üblen Entzugserscheinungen führen.

Tja ich habe leider keine repräsentative Datenerhebung durchführen können, deshalb ist das logischerweise schwammig.

Den ganzen Kram mit dem sozialen Umfeld und dass es auf die Persönlichkeit ankommt, kann man wohl bei 99 Prozent allen Drogenkonsums einwenden und nicht nur beim Kiffen.
 
 
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FrozenSmile
Alt 25.05.2006, 00:56   #18
Standard

@mia: du missverstehst mich ganz gewaltig und ich glaub, ich weiß auch, warum...

bei abstrakten beispielen ist es nie empfehlenswert, die inhaltliche ebene in höherem maße zu berücksichtigen. deswegen sind es ja abstrakte beispiele...es sind gedankenspiele, bei denen es nur um die zusammenhänge geht, nicht um den direkten inhalt. (vergleichbar mit fabeln, in denen es wohl kaum darum geht, dass ein esel mit einem löwen spricht etc.)

zur erinnerung - der kontext war folgende these von mir:
ob kiffen negative auswirkungen auf dich hat oder nicht, hängt im wesentlichen von deinem sozialen umfeld ab. ein intaktes soziales umfeld macht es extrem unwahrscheinlich, dass thc konsum negative konsequenzen für dich bedeutet, abgesehen von der physischen schädigung durch das verrauchen der substanz. ein labiles soziales umfeld hingegen, führt zumindest empirisch betrachtet sehr viel häufiger dazu, dass leute, ganz generell nicht mit drogen umgehen können.


nun also zur abstraktion...diesmal aber wirklich gaaaaanz easy, das denken übernehm ich...vom leser wird nur noch aufnahme von vorgegebenen informationen verlangt...ohne große verarbeitung.

mangelnde zahnhygiene (GRASKONSUM) kann zu karies (SOZIALES ABSACKEN) führen.
wenn man sich aber gesund und zuckerfrei ernährt (INTAKTES UMFELD), ist die wahrscheinlichkeit, auf grund von mangelnder zahnhygiene (GRASKONSUM) an Karies (SOZIALEM ABSACKEN) zu "erkranken", sehr gering. frisst du dich aber mit zucker voll (LABILES UMFELD), kann gerade die mangelnde zahnhygiene (GRASKONSUM) ein wichtiger faktor sein, der eben zu karies (SOZIALER ABSTIEG) führt. er ist aber bei weitem nicht der einzige...man kann sogar mit recht behaupten, dass der zucker (LABILES UMFELD) die hauptursache ist....oder sich zumindest mit recht darüber streiten, ob nun die mangelnde zahnhygiene (GRASKONSUM) oder der zucker (LABILES UMFELD) dran schuld sind, dass man an karies (SOZIALEM ABSTIEG) erkrankt ist...oder ob überhaupt beide faktoren ne rolle spielen, da ja ohne den faktor zuckerhaltige ernährung (LABILES UMFELD) ganz offensichtlich weniger menschen an karies (SOZIALEM ABSTIEG) erkranken...ohne rücksicht auf deren mundhygiene (GRASKONSUM).


noch fragen?

Geändert von FrozenSmile (25.05.2006 um 01:01 Uhr).
 
 
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nasgun
Alt 09.06.2006, 23:33   #19
Standard

das kann nie und nimmer stimmen.. vor nicht allzulanger zeit war in der zeitung ein bericht von der DB dass drogentests bei allen bewerbern gemacht wurden und 80 % davon positiv waren. 80 % von sagen wir mal auf ganz DE verteilt von der anzahl der bewerber her 15 000 jugendliche <--- jugendliche.. und jetzt noch mal + ca 40 000 jugendliche die sich nicht beworben haben die aber konsumenten sind + die anzahl der erwachsenen.. ich bitte euch da kommt schon ein sümmchen auf hey
 
 
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soul.
Alt 11.06.2006, 03:09   #20
Standard

lol... ein glueck, dass frozen smile das posten hier aufgegeben hat.

wie auch immer. ich bin auch stark dafuer, dass gras legalisiert wird um im gleichen atemzug labile umfelder zu verbieten.


des weiteren glaube ich, dass es, solange man sich jeden tag seine 5 koepfe anzuendet, herzlich egal ist, ob man nun abhaengig ist oder das freiwillig betreibt. das ergebnis letztendlich wohl das gleiche.
 
 
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Frühlingsnymphe
Alt 14.06.2006, 16:55   #21
Standard

ich höre auch in zunehmendem Maße Warnungen vor Gras, das liegt daran das der THC Gehalt im Gras immer stärker wird, da die Pflanzen immer mehr hochgezüchtet werden, und es dadurch VERSTÄRKTER als vorher zu psychischen Abhängigkeiten führen kann!!
Ich selber kiffe auch ganz gern mal, nicht jeden Tag dafür bin ich viel zu aktiv, aber wenn ich Besuch von meinem Freund hab und wir chillig auf der Couch abhängen wollen oder genial ist es auch in der freien Natur beim Feuerchen oder so...


Ach ja und mir fällt da auch ein Refrain eines Songs von Rio Reiser ein

Ja Ja Ja täglich einmal einmal täglich Haschisch nasch ich,
Ja wir lieben unser Dope wir lieben unsre Trips und die verrückten Kicks Kicks Kicks............
 
 
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prof.Farnsworth
Alt 14.06.2006, 23:27   #22
Standard

Mein Senf:
Das Gerücht, Gras werde immer potenter (und deshalb gefährlicher) hab ich auch schon gehört. Halte das aber für Propaganda. Ich rauche seit 15 Jahren mehr oder weniger (meistens mehr *g*) regelmäßig Gras und Hasch und denke ich weiss was ich sage.

Nach meiner Erfahrung ist der Konsum eindeutig das kleinere Problem, viel schlimmer ist die Diskriminierung von Kiffern. Man wird sofort in ne Schublade gesteckt, wenn man sich in "normalen" Kreisen als THC-Addict outet.
Der vielbeschrie(b)ene soziale Abstieg wird imo eher von Außen erzwungen, als das er von einem selbst ausgeht.

Für mich jedenfalls ist THC DIE Alternative zum Alkoholkonsum. Wenn ich am WE saufen gehe, bin ich anschließend tagelang krank, rauche ich abends 4-5 Blubbis (oder 15-20, is eigentl. egal) kann ich am nächsten Tag trotzdem prima arbeiten gehen, ganz ohne Hangover.

Ein System wie in Holland würde ich mir wünschen, denn nur weil ich kein Bock auf Alk hab und mir meinen Kick lieber mit Weed gebe, bin ich noch lange kein asozialer Junkie und die Kriminalisierung von an und für sich ganz normalen Leuten, nur weil sie andere Arten der "Rausch-Bedarfs-Befriedigung" suchen als den Alkohol, find ich zum kotzen.

Davon abgesehen ist die (fast) weltweite Verteufelung und Prohibition von Marihuana nicht auf dessen Schädlichkeit zurückzuführen, sondern auf eine Hetzkampagne von amerikanischen Öl- und Holz-Lobbyisten in den 50er Jahren, als sich rausstellte das Hanffasern und -Öl viel besser geeignet sind um Papier, Klamotten und wasweißichnichalles herzustellen als die viel zu langsam, bzw. überhaupt nicht nachwachsenden Rohstoffe Holz und Öl.

in diesem Sinne: Legalize Marihuana
 
 
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legolas
Alt 02.08.2006, 04:49   #23
Standard

was ist diese 50k fürne zahl? eine zahl der leute die im letztenjahr in irgendwelche entzugsanstalten gesteckt wurden? wieviele jugendliche kiffen bitte? das sind keine 50k sondern eher 500k ...cannabis ist die droge nummer 1 bei den ljugendlichen.. nicht sonderlich teuer, nicht schwer zu bekommen, und es ist unter den 15 jährigen sau cool wenn man "drogen" im gepäck hat...
ausserdem bekommen die von anderen immer erzaehlt "da passiert auch nix, das ist ähnlich wie bei alkohol am nächsten tag merkste eh nix mehr" kaum einer was um psychosen die man vom kiffen bekommen hat.
 
 
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lEx
Alt 02.08.2006, 13:40   #24
Standard

50.000.. das ist viel zuwenig!!
 
 
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DerAssie
Alt 16.10.2006, 18:50   #25
Standard

Genau wir brauchen viel mehr.
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