Die Entscheidung fällt mir ehrlichgesagt nicht schwer.
Sexualität ist ein -signifikanter- Teil meiner Persönlichkeit, den ich da für nen Haufen Geld veräußern würde. Selbst wenn wir davon ausgehen würden, dass man auf einen Schlag
asexuell werden würde (also nicht mehr das geringste Interesse an Sex haben würde), würde ich diesen Deal nicht eingehen.
Geld ist doch nur äußerer Schein, was ist denn Haufen Geld schon?
-Immer nur das was man daraus macht, man kann sich damit materielle Träume erfüllen, von denen auch ich einen Haufen parat habe.
Aber ist das wirklich das essentielle im Leben? Wer viel hat ist viel?
Ich denke nicht... die meißten Anstrengungen, die wir Menschen so im Leben unternehmen sind im Endeffekt nur auf das eine Ziel ausgerichtet:
Unsere Getrenntheit zu überwinden, unser Gefühl allein zu sein.
Klingt zwar völlig banal, trifft aber absolut den Kern unseres Existenzproblems. Wenn wir es schaffen diesen Zustand des Getrenntseins zu überwinden, dann würden viele das als Zustand des Glücks beschreiben...
Dazu bedienen wir uns tatsächlich tagtäglich der unterscheidlichsten Mittel: Liebe zu Gott, Masochismus (man macht sich Abhängig von jemandem und versucht ein Teil von ihm zu werden), Sadismus (man unterwirft jemanden, man verleibt ihn sich quasi ein), etc. etc. etc.
Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass die Liebe tatsächlich die einzig wirkungsvolle Überbrückung dieses Getrenntseins darstellt, das umfasst die Liebe zu sich selbst, die "Nächstenliebe" -wie man das kitschigerweise nennen würde- und eben die spezielle Liebe zu einer ganz bestimmten Person.
Und da wir als Menschen eine Einheit aus Körper und Geist sind, wäre es unerträglich, diese Getrenntheit nicht auch körperlich überwinden zu können.
Außerdem: Wäre man nicht in Wahrheit der ärmste Mensch der Welt, wenn man nichtmal für all sein Geld das haben könnte, was der hinterletzte Bauer in der Sahelzone umsonst und mit Wohlwollen geschenkt bekommt?
