
19.05.2007, 07:33
# 5 Hallo,
was mein Vorredner bezweifelt oder nicht bezweifelt sollte mal außen vor gelassen werden. Fakt ist naemlich das im vergleich zum Wettbewerb der Kunde bei der Telekom verhaeltnismäßig gut aufgehoben war was den Service anbelangt. Das koennen wir nun glauben oder nicht, ist eig. auch Latte, soll ja auch hier nicht das Thema sein.
Kurz meine Meinung zum Streik. Die Telekom hat stetig darauf hingearbeitet die Mitarbeiter in die Abteilungen abzuschieben die man heute unter dem Namen Kundenservice kennt. Das dort jeder Mitarbeiter 3,5k verdient ist ein Geruecht, denn die neuen Tarifvertraege geben in etwa genausoviel heraus wie der Wettbewerb gibt. Da der prozentuale Anteil der Mitarbeiter nach dem alten Tarifvertrag noch hoch ist, moechte die Telekom auf einmal die schwer verlagerten Arbeitsplätze noch "geldguenstiger" machen. Dies geht nur ueber eine Ausgliederung, die man vorher schon in gleicher Form bei der T-Punkt Vertriebsgesellschaft gesehen hat. Und wer sich dort ein bisschen auskennt, der weiss das die neuen Tarifvertraege zwar ein gutes Einstiegsgehalt sind, aber es dort keine Moeglichkeit gibt dieses zu steigern und somit der Job uninteressant ist. Netter Nebeneffekt: Die alten Tarifvertraege werden neu ausgehandelt, somit spart man bei den Dinos.
Der Streik geht deshalb in Ordnung, weil die Telekom diese Dinos in die Kundenservice Sparte selbst gestossen hat und sich nun beschwert das sie zu teuer sind. Die Stellen die hintenrum bereits abgebaut wurden im Konzern interessieren nun niemanden mehr und das ist traurig. Viele der Dinos waren mal Buerokaufleute und darueber hinaus mit Organisation und Planung betreut und "verkaufen" nun an der "Beraterhotline". |