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Wielang hält die Telekom das durch?

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asdf
Alt 18.05.2007, 17:40   #1
Standard Wielang hält die Telekom das durch?

Was glaubt ihr wie lange der Streik wegen der geplanten Auslagerung von 50.000 Telekomangestellten in Servicegesellschaften (Mehr Arbeit, weniger Gehalt) noch weitergehen wird?

Es gibt ja anscheinend jetzt schon genug Probleme die bei der Telekom bzw. ihrer Kundenbetreuung, die dadurch entstanden sind. Und wo sie ja sowieso schon kontinuierlich jede Menge Kunden verlieren..frag ich mich ja schon wielang die das noch dermaßen unbeschadet überstehen können, damit ihnen ihre eventuellen Personalkosteneinsparungen noch was bringen.


Ich denke zwar kaum, dass die Mitarbeiter im Vergleich zum Status quo am Ende so besonders gut wegkommen werden, aber doch eventuell etwas besser als momentan geplant.

Zumal es wohl auch irgendwie ein Signal für andere Firmen sein könnte, wenn die Telekom mit derartigen Personalkosteneinsparplänen durchkommt, wie es von Gewerkschaftsseite hieß.

Was meint ihr?
 
 
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DerAssie
Alt 18.05.2007, 17:48   #2
Standard

Find Ich Gut das die Leute Wiederstand zeigen.
Wir brauchen generel mehr Wiederstand gegen oben und stärkere Gewerkschaften in denen auch wieder jede Branche vertreten sein muß.
Das Risiko das Sie am Ende schlechter da stehn als jetzt wenn Sie kleinere Kürzungen akzeptierten muß in Kuaf genohmen werden als Zeichen das man die Spirale nicht weiter Bergab drehn darf ins Bodenlose.
Das ist ne Grundsatzfrage auch ob man sich immer alles mit Verweis auf noch ärmere Leute gefallen läst oder nicht und mal wieder lernt NEIN zu sagen staat Devoten Yes Sir.
 
 
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OrionX
Alt 18.05.2007, 21:02   #3
Standard

Wir hatten das Thema neulich in BWL und unser lehrer meinte das man bei der Telekom im Call Center ca. 3500 € verdient. Und die gehen streiken, das ist suizid. Andererseits ist die Telekom dreist, wenn sie die Service Sparte beschneiden, obwohl sie so schon wirklich genug defizite da haben, merkt man wenn man da anruft, ich hatte irgendwie noch nie ein unkompliziertes gespräch bei denen wo mir sofort kompetent geholfen wurde, hab ich auch bei allen servicebefragungen da gesagt, mit 1und1 wo ich domainkunde bin hab ich da wirklich viel bessere erfahrungen gemacht.

Am Ende wird der Streik wahrscheinlich für die Mitarbeiter soviel bringen, das man statt T-Service, einfach irgendwelche anderen unternehmen einspannt und alle ihren job verlieren. Aber solidar ist der Streik schon, da ich moralisch so denke, das ich lieber streiken würde anstatt ich arschloch bin und meinen kollegen seinen job verlieren lasse.

Das Unternehmen auch immer mit sowas antworten müssen.
 
 
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seele
Alt 19.05.2007, 06:40   #4
Standard

Die Telekom bietet Service? Seid wann? o_Ô

Also ich bezweifel mal das da irgendein Kunde gravierende Unterschiede feststellen wird, aber zum Glück hab ich nichts mit den Vollhonks zu tun.

@Streiken
Das wiederum ist eine sehr fragliche Angelegenheit.. Sicher müssen Angestellte streiken dürfen, aber dürfen sie einen kompletten Betrieb lahmlegen und damit Unsummen an Kosten verursachen? Dürfen Arbeitgeber hingegen die Rationalisierungsschraube nach ihrem eigenen Ermessen anziehen?

Das Problem ist nicht das rationalisiert wird, sondern das es möglich ist, sprich das sich immer billigere Arbeitnehmer finden lassen.

Sicher mögen Gegner von Mindestlohn nun argumentieren, das billigere Arbeitnehmer auch mehr Stellen schaffen (theoretisch), aber was passiert denn bitte wenn jemand der voll arbeiten geht nicht mehr genug zum leben bekommt? Richtig, der Staat springt ein und zahlt drauf.

Das ist ein Minusgeschäft noch und nöcher, sicher kann man sich um die Art von Mindestlohn pro Beruf streiten, aber für mein Dafürhalten wäre ein Mindestlohn eine Lösung die westenlich mehr Probleme beseitigt, als nur Streiks und staatliche Zugaben...
 
 
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sc0rp
Alt 19.05.2007, 07:33   #5
Standard

Hallo,

was mein Vorredner bezweifelt oder nicht bezweifelt sollte mal außen vor gelassen werden. Fakt ist naemlich das im vergleich zum Wettbewerb der Kunde bei der Telekom verhaeltnismäßig gut aufgehoben war was den Service anbelangt. Das koennen wir nun glauben oder nicht, ist eig. auch Latte, soll ja auch hier nicht das Thema sein.

Kurz meine Meinung zum Streik. Die Telekom hat stetig darauf hingearbeitet die Mitarbeiter in die Abteilungen abzuschieben die man heute unter dem Namen Kundenservice kennt. Das dort jeder Mitarbeiter 3,5k verdient ist ein Geruecht, denn die neuen Tarifvertraege geben in etwa genausoviel heraus wie der Wettbewerb gibt. Da der prozentuale Anteil der Mitarbeiter nach dem alten Tarifvertrag noch hoch ist, moechte die Telekom auf einmal die schwer verlagerten Arbeitsplätze noch "geldguenstiger" machen. Dies geht nur ueber eine Ausgliederung, die man vorher schon in gleicher Form bei der T-Punkt Vertriebsgesellschaft gesehen hat. Und wer sich dort ein bisschen auskennt, der weiss das die neuen Tarifvertraege zwar ein gutes Einstiegsgehalt sind, aber es dort keine Moeglichkeit gibt dieses zu steigern und somit der Job uninteressant ist. Netter Nebeneffekt: Die alten Tarifvertraege werden neu ausgehandelt, somit spart man bei den Dinos.

Der Streik geht deshalb in Ordnung, weil die Telekom diese Dinos in die Kundenservice Sparte selbst gestossen hat und sich nun beschwert das sie zu teuer sind. Die Stellen die hintenrum bereits abgebaut wurden im Konzern interessieren nun niemanden mehr und das ist traurig. Viele der Dinos waren mal Buerokaufleute und darueber hinaus mit Organisation und Planung betreut und "verkaufen" nun an der "Beraterhotline".
 
 
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8800_ultra
Alt 27.05.2007, 17:31   #6
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das ist immer so eine Sache... vor allen Dingen bei Aktiengesellschaften.

Dort ist das Management gezwungen größtmöglichen Gewinn zu erwirtschaften. Da sonst der Aktienkurs in den Keller geht, und somit der Wert des ganzen Unternehmens. Den mit dem Geld das AG's einnehmen in dem Aktionäre ihre Aktien kaufen wird gearbeitet. Werden kaum Aktien verkauft, ist das Unternehmen pleite.

Und was bringt es also wenn X-Arbeiter mehr Geld bekommen dafür aber 2 Jahre später das Unternehmen Insolvent ist.
 
 
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