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Welche Auswirkungen hat Regen auf die Nation?

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Gutschy
Alt 29.07.2007, 11:50   #1
Standard Welche Auswirkungen hat Regen auf die Nation?

Ich möchte mal die Auswirkungen von zuviel Regen ergründen.

Da fallen mir zuerste die Tiere auf der Weide ein. Kann so ein Mistwetter für Kühe gefährlich werden?

Dann Kinder zwischen 3 und 12, die können jetzt schon seit Wochen seltener an die frische Luft, haben weniger Austausch untereinander und nerven dazu noch ihre Eltern.

Infrastruktur, z.B. Abwasserkanäle, die müßen bei solchen Belastungen bestimmt öfter gewartet werden, werden sich dadurch die Kosten verdoppeln oder verdreifachen?

Unterspülungen von Häusern und Strassen, passiert gerade einem Nachbarn, nichts dramatisches, ein kleiner Anhänger voll Sand wird das schon wieder richten.

Weniger Sport im Freiem möglich, ist für mich sehr ätzend.

Allgemein auf die Bevökerung, höhere Neigung zu Schnupfen, schlechtere Laune, weniger Kreativität.

Jemand eine Meinung dazu?

Gruss,

Gutschy
 
 
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tj
Alt 29.07.2007, 12:23   #2
Standard

joa, was heisst Meinung...
das stimmt schon alles vollkommen so wie du es sagts. Ich merk das bei mir auch immer wie bei dem Wetter sich das Gemüt verändert aber naja was soll man machen. Und von wegen globale Erwärmung^^^
 
 
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Felicitas
Alt 29.07.2007, 12:58   #3
Standard

Zitat von Gutschy
Allgemein auf die Bevökerung, höhere Neigung zu Schnupfen, schlechtere Laune, weniger Kreativität.
nö bei mir nicht. bei mir regen = entspannend, beruhigend und das führt dann zu einem + an konzentration und zu einem + kreativität. das + an konzentration führt zu einem + an effektivität und produktivität und das führt wiederrum zu einem + an leistung. und ein + an leistung ist ein + an erfolg und das wiederrum ist ein + an guter laune. ein + an guter laune macht den körper resistenter gegen irgendwelche kränkelein, dass heißt ein - an schnupfen.

ergo:

regen = gut

gegenbesipiel:

sonne = wärme/ hitze (zumindest im sommer). Hitze = ein - an Konzentration, das wiederrum ist ein - an produktivität und das führt am ende zu einem - an erfolg. ein - an erfolg führt zu einer inneren unausgeglichenheit und das wiederrum kann ursache für kränkelein sein (stichwort sommergrippe).

ergo:

zuviel sonne/wärme/ hitze = ungut :P
 
 
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Bamari23
Alt 29.07.2007, 12:59   #4
Standard

Zitat von Gutschy
Infrastruktur, z.B. Abwasserkanäle, die müßen bei solchen Belastungen bestimmt öfter gewartet werden, werden sich dadurch die Kosten verdoppeln oder verdreifachen?
Ich denke mal, die momentane zusätzliche Belastung ist in den Allgemeinkosten miteinkalkuliert.
Denn wenn´s den ganzen Sommer über gar nicht oder kaum regnen würde, wäre die Wartung der Kanäle sehr gering. Dann gleicht sich das wieder aus.


Zitat von Gutschy
Unterspülungen von Häusern und Strassen, passiert gerade einem Nachbarn, nichts dramatisches, ein kleiner Anhänger voll Sand wird das schon wieder richten.
Nichts dramatisches?? Letzte Woche hat´s hier in München am Wochenende ein großes Unwetter gehabt, da waren zahlreiche Keller überflutet, auch Wohnungen.
Und am nächsten Tag stand auch in der Zeitung:
Alte Frau in ihrer Wohnung ertrunken.

Andere Zeitungsmeldung: 70.000 Blitze in der Unwetternacht!
Soviel zum Thema globale Erwärmung... normal ist das jedenfalls nicht mehr.


Zitat von Gutschy
Allgemein auf die Bevökerung, höhere Neigung zu Schnupfen, schlechtere Laune, weniger Kreativität.
Lasst euch die Laune nicht vermiesen durch das scheußliche Wetter
 
 
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Roter_Drache
Alt 29.07.2007, 13:02   #5
Standard

Zitat von Gutschy
Ich möchte mal die Auswirkungen von zuviel Regen ergründen.
Und alles was danach folgt sind Thesen... wo wird da etwas von dir ergründet?
Zumal die Thesen von dir nichtmal diskutiert werden.. naja..

Da fallen mir zuerste die Tiere auf der Weide ein. Kann so ein Mistwetter für Kühe gefährlich werden?
definiere doch mal mistwetter?
Meinste da bisschen regen?
meine güte, die kühe sind nicht aus zucker und die schwarzen flecken sind nicht aufgemalt.. dem rasen wirds freuen.. problematischer wirds vielleicht wenns überschwemmungen gibt wie derzeit in england. aber was du mit mistwetter meinst weiß ich nicht. deswegen geh ich da gar nicht drauf weiter ein.

desweiteren ists den kühen in bayern egal wenn in berlin die spree über die ufer tritt..

Dann Kinder zwischen 3 und 12, die können jetzt schon seit Wochen seltener an die frische Luft, haben weniger Austausch untereinander und nerven dazu noch ihre Eltern.
Warum können die seltener an die frische luft?
ist hier irgendwie ein zweites tschernobyl oder wie?!
warum sollte n kind nicht raus und im matsch spielen und durch pfützen springen? stärkt das imunsystem und man kann tiere beobachten die man sonst nicht sieht wenn nur die sonne knallt..
aber wahrscheinlich kennen das manche grenzdebile großstädter gar nicht mehr dass es sowas wie natur gibt, die nicht aus beton besteht. und regen gehört nunmal dazu..

Infrastruktur, z.B. Abwasserkanäle, die müßen bei solchen Belastungen bestimmt öfter gewartet werden, werden sich dadurch die Kosten verdoppeln oder verdreifachen?
ich gehe mal davon aus dass die stärker belastet werden und dass dadurch vielleicht die kosten steigen. in welcher höhe weiß ich nicht..

Unterspülungen von Häusern und Strassen, passiert gerade einem Nachbarn, nichts dramatisches, ein kleiner Anhänger voll Sand wird das schon wieder richten.
unterspülungen sind nicht dramatisch?
na dann guck dir mal div. küstenbereche an die dauerhaft unterspühlt werden und dann plötzlich wegbrechen..
kleiner anhänger mit sand hilft dagegen?
na das halte ich für ein gerücht. wenn unterspühlungen das mauerwerk angreifen wird sich dein nachbar in paar jahren über schimmel sonste was freuen. da hat ihm der anhänger mit sand nicht geholfen.
ps. unterspühlen zu untersuchen und maßnahmen zu treffen kost auch geld, nur mal so als hinweis

Weniger Sport im Freiem möglich, ist für mich sehr ätzend.
wo lebst du denn sagmal?!
es klingt ja fast so als ob du das erstemal regen gesehen hast und dich nicht vor die tür traust geschweige denn auf die straße.

dass man nicht bei nem regenguß raus muss ist klar, aber welcher regenguß geht schon tage- wochen- monate lang?!

wovon redest du hier eigentlich!?

Allgemein auf die Bevökerung, höhere Neigung zu Schnupfen, schlechtere Laune, weniger Kreativität.
ists wetter schlecht wird gejammert, ists zu heiß wird gejammert.. wenn du nicht jammerst, bist du nicht deutsch..

Jemand eine Meinung dazu?
nur dass du mal deine Thesen genauer "ergründen" solltest. alles was du hier geschrieben hast ist total mist. man hat keinen plan worauf du hinaus willst noch was deine beweggründe waren das zu schreiben.
zumal deine überschrift " Welche Auswirkungen hat Regen auf die Nation?" sehr nach bild oder rlt-news klingt..

ich gehöre zwar zur nation deutschland, doch tangiert mich n regenguß als berliner im süden deutschlands so dermaßen überhaupt nicht..
dann lieber wenn in hamburg ne tube senf platz...
 
 
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Ripper08
Alt 29.07.2007, 13:58   #6
Standard

Also ich kann so manchen hier gut nachvollziehen...

Mir persönlich geht das schlechte Wetter auch jedes Mal auf die Nieren. Ein schöner Regenguß, der so schnell wieder weg ist, wie er gekommen ist, ist im Sommer kein Thema und verursacht auch bei mir keinen Knick im sonnigen Gemüt, aber wenn ich in diesem Augenblick aus dem Fenster sehe, kann ich beim Besten Willen nirgends Sommer erkennen...

Und das geht schon seit ein paar Tagen und Wochen so.
In diesem Sommer war für mich rein gefühlsmässig bisher nicht der Regen die Ausnahme sondern der Sonnenschein und das drückt bei mir wirklich die Laune in den Keller. Wenn ich morgens aufwache und schon durch den Spalt im Fenster erkennen kann, wie Regentropfen gegen mein Fenster prasseln vergeht mir grad alles und ich möchte so lange ins Koma fallen bis wieder die Sonne lacht.


Ich bin ein absoluter Sommermensch und kriege jedes Jahr aufs neue Winterdepressionen. Während dieser Zeit freut man sich dann immer darauf, dass man sich im Sommer wieder nen Ball schnappen kann um draussen mit Freunden Sport zu machen und dann ist man irgendwann tatsächlich endich wieder im Sommer angekommen und muss sich schon wieder so ein beschissenes Wetter um die Ohren schlagen lassen, es ist kaum zum Aushalten...



Mein Beitrag passt zwar viel besser in die Klagemauer, aber das muss endlich mal irgendwo raus!

In zwei Monaten bin ich dieses beschissene Europawetter zum Glück los; meinen nächsten Winter erlebe ich dann erst 2009 und das nächste Weihnachten feier' ich in Bermudas an einem schönen weissen Sandstrand mit einer geschmückten Palme und verflucht guter Stimmung.
 
 
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Reh
Alt 29.07.2007, 14:08   #7
Standard

Wann ist "zu viel Regen"? Ich persönlich erkenne nicht, dass wir in Deutschland zu viel Regen haben. Regen ist überlebensnotwendig, man denke nur an die Landwirtschaft, deren Erträge nicht zuletzt vom Regen abhängen.

Ein mögliches Problem ist, dass mit der Klimaveränderung der Regen nicht mehr so regelmäßig kommt wie früher, sondern stoßweise. Das heißt lange Hitzeperioden, dann eine Woche lang Überschwemmungen, dann wieder Trockenheit. Für die Landwirtschaft ist das schlecht. Die Waldbrandgefahr könnte dadurch steigen. Schäden durch Überschwemmungen könnten zunehmen. Das wären aus meiner Sicht mögliche negative Folgen für die ganze Nation. Aber nicht, weil es zu viel Regen gibt, sondern weil das Wetter sich immer mehr in Extremen aufhält dank Klimaveränderung. Die Schuld für Überschwemmungen müssen wir auch direkt bei uns suchen. Wer Flüsse in Beton einbettet und die Ufer großflächig einasphaltiert, vernichtet selbst die natürlichen Auffangbecken und verschärft damit Hochwassersituationen.

Von den Auswirkungen auf die Kühe und die menschliche Psyche halte ich absolut nichts. Das Wetter ist weit weit davon entfernt, dass wir wochen- und monatelang kein Sonnenlicht sehen und es draußen permanent regnet.
Selbst wenn man aus Zucker geschaffen ist und bei Nieselregen nicht joggen kann, fällt mir kaum ein Tag ein, an dem es 24 Stunden lang geregnet hätte. Es bleibt genug trockene Zeit für Aktivitäten im Freien und darüber hinaus gibt es Schwimmbäder, Sporthallen und Fitnessstudios, wo man sich sportlich betätigen kann.

Schlechte Laune und Kreativlosigkeit kommen nicht vom Regen. Und wenn Kinder ihre Eltern nerven, sobald sie nicht aus dem Haus abgeschoben werden können, gehören die Eltern zum Psychologen getreten. Die Ursache für solche Probleme beim Regen zu suchen zeugt von hoher Kreativität.

Fazit: In dieser Diskussion fehlt der kleinste Beleg, dass wir zu viel Regen haben. Subjektives Empfinden ist kein Beleg, wir brauchen schon wissenschaftliche Daten, die einen langen Zeitraum erfassen. Es gibt wohl Anzeichen dafür, dass das Wetter zunehmend zu Extremen neigt, das kann durchaus wirtschaftlichen Schaden anrichten. Direkte besondere Beeinträchtigungen der Psyche sind zu weit hergeholt. Regen ist in der Tat ein negativer Modifikator, aber so viel Regen haben wir noch lange nicht, dass er als entscheidendes Kriterium von Depressionen, Familienschwierigkeiten oder Kreativlosigkeit herhalten kann.
 
 
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Ripper08
Alt 29.07.2007, 14:57   #8
Standard

Es bleibt genug trockene Zeit für Aktivitäten im Freien und darüber hinaus gibt es Schwimmbäder, Sporthallen und Fitnessstudios, wo man sich sportlich betätigen kann.

Schlechte Laune und Kreativlosigkeit kommen nicht vom Regen.

@ Reh:
Soll das heissen du siehst die Ursache für "Winterdepressionen" oder nennen wir sie der Einfachheit halber "Schlechtwetterdepris", die nunmal nachweislich Dinge wie Kreativlosigkeit und Antriebslosigkeit in gewissen Individuen erzeugen, nicht als gegebene Rahmen"bedingungen" einer Persönlichkeit (wie beispielsweise bei den genetisch bedingten Frühaufstehern), sondern als reine gesellschaftliche Konditionierung?

Ich finde das ist wirklich ein starke Behauptung, zu der ich gerne einige Belege oder logische Argumente gehört hätte.


Natürlich habe ich persönlich sehr realitätsnahe Gründe, weshalb ich am liebsten jeden Tag Sonnenschein hätte. Der wichtigste ist wohl, dass mich der Regen vieler sportlicher Optionen beraubt, die ich dadurch entweder gar nicht ausführen kann, oder die ich durch das schlechte Wetter einfach als ungemütlich empfinde.

--------------------------------Beispiele:

Meine derzeitige Lieblingsspotart -das Beachvolleyballspielen- wird völlig unmöglich, wenn es zuvor geregnet hat. Der Sand wird kalt, matschig und kein Mensch wird sich für ein Spiel auftreiben lassen.

Meine 7meilenstiefel kann ich ebenso nicht bei Regen benutzen. Ich habe es aus reinem Trotz dennoch öfter versucht und habe dadurch bereits den ein oder anderen heftigen Sturz provoziert weil die Strasse zu glatt ist.

Fahrradfahren im Matsch und durch Pfützen? Wie soll das denn mein Wohlbefinden ankurbeln?
----------------------------------------|


-> Meine Hauptmotivation überhaupt Sport zu treiben ist tatsächlich mein persönliches Wohlbefinden, also die Ausschüttung von Glückshormonen. Und genau das funktioniert bei Regen kein Stück oder zumindest um Welten schlechter als bei Sonnenschein, zumal auch der Sonnenschein genauso an der Ausschüttung von Glückshormonen beteiligt ist.

Das klingt zugegeben völlig banal aber der Unterscheid ist absolut sichtbar.
Man könnte ja auch behaupten, dass man bei schlechten Wetter genauso ins Freibad gehen kann und es ist auch so, man erleidet darurch ja praktisch gesehen keine wirklichen Nachteile und trotzdem ist bei permenentem Nieselwetter und bedecktem Himmel keine Menschenseele im Freibad anzutreffen!


Soll das alles also reine gesellschaftliche Konditionierung sein?

Soll der Grund für meine Ablehnende Haltung gegenüber dem Regenwetter etwa der sein, dass meine Mutter es in meiner Kindheit nicht gern gemocht hat, dass ich in Pfützen Springe und meine Sachen dreckig mache, wodurch ich eine Antipathie gegenüber Pfützen, Schlamm und damit auch Regen entwickelt habe? Das ist doch völlig absurd, für mich handelt es sich um eine mehr oder weniger genetisch bedingte Vorliebe, die eben von Mensch zu Mensch variiert, ähnlich dem Unterschied zwischen Früh- und Spätaufstehern.




Ergänzung: Um den Bogen zum Gesamtthema wieder zu bekommen, habe ich eine kleine These zur Frage inwiefern sich das Wetter auf die Nation auswirkt, die da lautet:

Die bekannte "Gemütlichkeit" und Ungehetztheit diverser Nationen in Äquatornähe rund um den Globus resultiert womöglich daraus, dass man es dort nicht eilig haben muss(te), wenn man ausser Haus geht, wärend man bei uns meißt darum gekämpft hat, "schnell wieder ins Trockene" oder "schnell ins Warme" zu kommen. Folglich haben die Nordeuropäer wohl viel mehr Zeit in den eigenen 4 Wänden zugebracht, während beispielsweise im Mittelmeerraum mehr Zeit zur Verfügung stand, um diverse Erledigungen ausser Haus zu machen und es entstanden Bräuche wie die "Siesta", die Teils auf "offener Strasse" stattfinden kann, was in unseren Breiten eigentlich kaum vorstellbar ist.

MfG, Ripper

Geändert von Ripper08 (29.07.2007 um 15:11 Uhr).
 
 
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Reh
Alt 29.07.2007, 19:14   #9
Standard

Zitat von Ripper08
@ Reh:
Soll das heissen du siehst die Ursache für "Winterdepressionen" oder nennen wir sie der Einfachheit halber "Schlechtwetterdepris", die nunmal nachweislich Dinge wie Kreativlosigkeit und Antriebslosigkeit in gewissen Individuen erzeugen, nicht als gegebene Rahmen"bedingungen" einer Persönlichkeit (wie beispielsweise bei den genetisch bedingten Frühaufstehern), sondern als reine gesellschaftliche Konditionierung?
Ich verstehe die Frage nicht. Von gesellschaftlicher Konditionierung war überhaupt keine Rede.
Ich streite nicht ab, dass Regen, zu wenig Sonne und kurze Tageszeiten sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken, das ist allgemein bekannt. Wenn das aber der Auslöser von Depressionen sein soll, dann müsste praktisch jeder Mensch bei Regen oder im Winter in Depressionen verfallen.

Regen in dem Maße, wie er in Deutschland fällt, reicht bei weitem nicht aus, um als alleiniger Auslöser von Depressionen in Frage zu kommen. Es ist aber ein Faktor, der das Zünglein an der Waage sein kann. Daneben müssen andere Faktoren da sein, die das Depressionsfass schon fast voll machen, so dass ein bisschen Regen das Fass zum Überlaufen bringen kann.
Regen kann nur einen kleinen Anteil an Schlechtwetterdepressionen haben. Die entscheidende Ursache ist an anderer Stelle zu suchen und wenn sie beseitigt ist, reicht der Stressfaktor des Regens längst nicht mehr aus, um zu einer Depression zu führen.

Zitat von Ripper08
Soll der Grund für meine Ablehnende Haltung gegenüber dem Regenwetter etwa der sein, dass meine Mutter es in meiner Kindheit nicht gern gemocht hat, dass ich in Pfützen Springe und meine Sachen dreckig mache, wodurch ich eine Antipathie gegenüber Pfützen, Schlamm und damit auch Regen entwickelt habe? Das ist doch völlig absurd, für mich handelt es sich um eine mehr oder weniger genetisch bedingte Vorliebe, die eben von Mensch zu Mensch variiert, ähnlich dem Unterschied zwischen Früh- und Spätaufstehern.
Entweder versuchst du die Loslösungsproblematik bewusst zu karikieren oder du hast die Zusammenhänge noch nicht gut genug verstanden. Die Erklärung ist in dieser Form natürlich Unsinn.

Stress kann nicht nur durch unbewusste innere Konflikte ausgelöst werden, sondern auch durch äußere Umstände wie Beruf, Unglücksfälle usw. Ich will nicht darüber spekulieren, was bei dir die Ursachen sind, die zu Winterdepressionen mit beitragen. Dass es der Regen allein ist, schließe ich persönlich aus.
Was bei dir auffällt, ist dass du Sport gezielt als Antidepressiva einsetzt. Es klingt regelrecht nach einer Sucht. Klar werden beim Sport Glückshormone freigesetzt und lohnt es sich deswegen, regelmäßig Sport zu treiben. Aber Sport ist bei weitem nicht die einzige Möglichkeit, um die Laune zu verbessern. Wenn Sport deine einzige effektive Möglichkeit ist, hast du in der Tat ein Problem. Aber nicht mit Regen, sondern mit deinen psychosozialen Ressourcen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, erkläre ich kurz, was mit Ressourcen gemeint ist.
Man stelle sich eine Waage vor. In der einen Schale sind alle Stressfaktoren, die auf uns einwirken: innere Konflikte, Berufsstress, Streit mit Freundin, kaputte Glühbirne, verpasster Bus und alle anderen großen und kleinen Dinge, die uns unangenehm sind. In der anderen Schale liegen unsere Ressourcen: die Freundin, Familie, Sport, Ausüben von Hobbys, Ausflug mit Freunden, Party, Schlaf und alles andere, was uns angenehm ist und uns stärkt. Jeder Mensch ist Stress ausgesetzt, aber jeder Mensch hat auch Ressourcen, mit denen er das ausgleichen kann. Solange die Schale mit den Ressourcen schwerer ist, können wir Stress abwehren und fühlen uns wohl. Überwiegt aber dauerhaft die Schale mit Stress, kommt es zu Depressionen.
Wenn bei jemandem Regen in die Stressschale kommt und das für Depressionen ausreicht, dann sollte derjenige seine Stressschale ausmisten und/oder die Ressourcenschale auffüllen.
 
 
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Ripper08
Alt 29.07.2007, 23:00   #10
Standard

@ Reh
Ich muss gerede feststellen, dass wir aneinander vorbeigeredet haben bzw. uns nicht gut genug artikuliert haben. Ich habe mich vor allem auf zwei Aussagen in deinem ersten Post bezogen, die da wären:

Zitat von Reh
Von den Auswirkungen auf die Kühe und die menschliche Psyche halte ich absolut nichts.
und
Zitat von Reh
Schlechte Laune und Kreativlosigkeit kommen nicht vom Regen.
Das hat für mich insgesamt so geklungen, als ob du bestreitest, dass Regen überhaupt einen Effekt auf die menschliche Psyche hat, was aber natürlich völlig auszuschließen ist. Allein die Bezeichnung von "schlechtem" und "gutem" Wetter kommt ja nicht und ungefähr zeigt uns doch bereits in welcher Waagschale der Regen von der Mehrheit plaziert wird -um auf dein durchaus gelungenes Waagenbeispiel zurückzukommen.

Da es für mich also insgesamt den Anschein hatte, als ob du bestreitest, dass Regen für solche Dinge wie gedrückte Laune und Antriebslosigkeit überhaupt verantwortlich sein kann, hat das für mich den Schluss nahe gelegt, dass du dieses Gejammer übers schlechte Wetter als "allgemeine Hysterie" darstellst, die sich nur in den Köpfen der Menschen abspielt und jedweder körperlichen bzw. physischen Grundlage entbehrt -mit dem Argument, dass man ja stattdessen ins trockene Fitnesstudio gehen kann etc.

Da ich davon ausging, dass dies dein Standpunkt sei, wäre die Schlussfolgerung daraus ja unweigerlich gewesen, dass ebendieses "gedrückte Verhalten" jedweder physikalischen Grundlage entbehren soll und eben nur als eine Form reiner "gesellschaftliche Konditionierung" existiert, was ich versucht habe zu widerlegen.

Ich gehe also davon aus, dass es Menschen gibt, die bei schlechtem Wetter keinerlei Defizite an guter Laune verzeichnen (oder wie Feli z.B. sogar ihren Nutzen daraus ziehen) und andere wie mich, die eben mehr oder weniger darunter leiden. Und der Grund für diese unterschiedliche Beeinflussung ist meiner Meinung nach eben nicht in Konditionierung zu suchen, sondern verscheidener genetischer Veranlagung, da ich einige Menschen kenne, die der einen oder anderen Partei angehören und sich typischerweise nie von der einen zur anderen wandeln.



Zurück zu deinem sehr guten Waagenbeispiel: Ich muss ich dir vollkommen zustimmen, was die Dinge anbelangt, die du anhand dessen erklärt hast...

Es stimmt natürlich, dass Depressionen nicht allein vom Wetter zu verantworten sind. Ich hätte mich da präziser ausdrücken müssen, da ich mich schlicht an die sprachich gebräuchlichen "Winterdepressionen" gehalten habe.Richtige Depressionen sind natürlich viel schwerwiegender als nur ein Knick in der "Gute-Laune-Kurve" und keinesfalls damit zu verwechseln.

Sicherlich bestimmt eventuelles schlechtes Wetter emotional nicht unbedingt meinen kompletten Tag, solange positive Dinge da sind, die mich ablenken oder auch dauerhaft "hochziehen".
-Aber wie sieht schon der reguläre Winteralltag aus? Menschen hasten durch die Strassen; mein Auto ist unter einer Dezimeterhohen Eisschicht verschwunden, die ich jedes Mal mühsam runterkratzen muss; man friert ständig und wenn nicht dann schwitzt man; die sportlichen Möglichkeiten schrumpfen auf ein Mimimum und es gibt quasi keine Aktivitäten mehr, die man gerne draussen tun würde, ob jetzt Sport machen oder im Café sitzen. Ergo spielt sich der Grossteil eines jeden Tages in vier Wänden ab und über kurz oder lang kommt da doch Langeweile und damit auch schlechte Laune wegen dem Wetter auf.
-Zumindest bei mir.

Es mag ja Personen geben, die sich auch in den eigenen vier Wänden über lange Zeiten hinweg derart vielfältig zu beschäftigen wissen, dass in ihnen kein Funke Langeweile und Sehnsucht nach einer wärmenden Sonne aufkeimt, aber bei mir ist das leider nicht der Fall...

Entweder scheint die Sonne also am Himmel oder sie scheint mir aus dem Arsch, an allen sonstigen Tagen stört mich das schlechte Wetter irgendwo auf einer Skala zwischen kaum bis exorbitant.
 
 
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