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Wahlboykott? Oder gibt es eine bessere Alternative?

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sailor
Alt 03.03.2007, 01:28   #1
Standard Wahlboykott? Oder gibt es eine bessere Alternative?

Moin!

Die Wahl ist der Rummelplatz
des kleinen Mannes.
Alle vier Jahre tun wir so,
als ob wir taten...
(Kurt Tucholsky)

Das Zitat nur mal so als Einstimmung auf´s Thema. Ich bin nun kein Fan von Tucholsky, aber ich fand es gerade ganz interessant. Nicht zum unterschreiben, sondern zum darüber nachdenken.


Ich überlege, ob ein tatsächlicher allgemeiner Wahlboykott ein real wirksames Mittel zur Wiederbelebung der Demokratie wäre.
Zur Zeit liegt die Wahlbeteiligung sehr gering...wer weiß es genau?...und sie sinkt immer weiter.
Ich war ja mal bekennender Grünen-Wähler, das hat sich aber mittlerweile gelegt und ist (nicht nur wegen dieser Partei) allgemeiner Verdrossenheit gewichen.

Ich bekenne nun: Ich gehe nicht mehr wählen! Und da bin ich nicht der Einzige...
Meine Hoffnung ist: Wenn es viele tun, bewirkt es vielleicht doch eine Veränderung. Und wenn nicht: Ist es eine Alternative, das geringere Übel zu wählen?

Die vordergründigste Begründung dafür ist jene: Die Politiker bewirken in allen Parteien:
1. http://www.tacheles-sozialhilfe.de/a...41021stern.pdf
2. http://www.greenpeace-magazin.de/mag...php?repid=2579
3. http://www.stern.de/wirtschaft/unter...33668&nv=hp_sr
4. http://www.montagsdemo-osterburg.de/...hread.php?t=48
5. u.s.w.

Man hat den Eindruck, sie geben sich anfänglich Mühe..., geraten dann in die Mühlen der Bürokratie und Politik....und es werden aus ihnen...Personen, die uns nicht weiterbringen. Die nur ihre eigenen Pfründe sichern, eigene Macht.

Vier Jahre Regierungsperiode. Mein nächster Eindruck ist:
Nach der Wahl: 2 Jahre Anlaufzeit, ein Jahr regieren, 1 Jahr Wahlkampfvorbereitung. Und ja nichts anfassen, was heiss ist, das kann die Nachwelt tun....Oder wie lässt sich etwa erklären, daß das Rentenproblem (demografische Entwicklung, seit Jahrzehnten bekannt) noch immer nicht gelöst ist?
"Wer nichts macht, der macht auch nichts falsch." Oder wie?

Sicher ist: Man kann nie irgendwo alle über einen Kamm scheren. Aber das Gesamtergebnis ist leider: Das, was wir täglich sehen, hören, u.s.w..

Man könnte hier durchaus auch diskutieren, ob uns ein König da nicht weiterbringen würde. In meinen Augen die bessere Alternative: Schlechter König, schlecht für´s Volk. Guter König, gut für´s Volk.
Guter Politiker, neutral für´s Volk. Schlechter Politiker, neutral für´s Volk. Wenn es denn nicht sehr viele von der einen Sorte werden (wären)...

Ganz klar bleibt natürlich festzustellen: Wir können dankbar sein, daß es uns dabei noch so gut geht. Auch, daß wir noch fähige Politiker ohne Mitnahmementalität haben. Deshalb sollte man vielleicht auch nicht nur kritisieren. Ich bin dafür Gott http://de.wikipedia.org/wiki/Jahwe dankbar, wer nicht an ihn glaubt, der nicht. Verglichen mit anderen Ländern...

Irgendwo ist es auch so, daß die "Volksvertreter" tatsächlich das Volk wiederspiegeln. Siehe auch obiger Artikel 4. "Die Raffkes aus Berlin" zur Mitnahme-Mentalität. Oder auch 1.. Bei näherer Überlegung spiegelte auch Hitlers Regime damals in vielerlei Hinsicht das Volk wieder. Etwa der Antisemitismus, der Judenhass war im Volk weit verbreitet, Hitlers Regime nutzte diesen Umstand nur für seine Interessen aus. Ebenso verhielt es sich mit Nationalismus, Patriotismus und Hass gegenüber den "Feinden".
Haben wir also unsere Politiker verdient? So gut und so schlecht sie eben sind? Wie man´s betrachtet...ich befürchte das.

So oder so: Wir sollten unser eigenes Verhalten überdenken...und für die Regierenden bitten, daß es besser mit ihnen wird und sie vielleicht auch mal in die Bibel schauen... oder will hier einer behaupten, daß die Gebote Gottes ihnen schaden? Oder uns? Wer dies meint, argumentiere das:
1.http://www.biblegateway.com/passage/...22;&version=54;
2.http://www.biblegateway.com/passage/...10;&version=54;
3.http://www.biblegateway.com/passage/...12;&version=54;

Geändert von sailor (03.03.2007 um 15:13 Uhr).
 
 
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Krashok
Alt 03.03.2007, 02:00   #2
Standard

Ich bekenne nun: Ich gehe nicht mehr wählen!
dann darf man sich aber auch nicht beschweren das was falsch läuft, da du ebenfalls nach dem motto "Wer nichts macht, der macht auch nichts falsch" handelst was das angeht.

und für die Regierenden bitten, daß es besser mit ihnen wird und sie vielleicht auch mal in die Bibel schauen
religion gehört in die kirche nicht in den bundestag...
 
 
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sailor
Alt 03.03.2007, 02:09   #3
Standard

dann darf man sich aber auch nicht beschweren das was falsch läuft, da du ebenfalls nach dem motto "Wer nichts macht, der macht auch nichts falsch" handelst was das angeht.
Okay, Krashok. Welche Partei empfiehlst Du denn zu wählen, eine die sich tatsächlich vom allgemeinen Trend bei den Politikern klar distanziert?! Das dachte ich nämlich bei den Grünen auch mal...

religion gehört in die kirche nicht in den bundestag...
Das sagst Du, aber Du hast mir noch nicht gesagt, was an Gottes Gebot nun schlecht ist. Und Du hast auch nicht argumentiert, weshalb es den Polikern im Bundestag schaden könnte, genau dieses Gebot zu verinnerlichen. Ich behaupte: Gottes Gebot ist das Patentrezept überhaupt.

Geändert von sailor (03.03.2007 um 03:33 Uhr).
 
 
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Blasteroid
Alt 03.03.2007, 10:46   #4
Standard

Hast du schonmal an die Folgen gedacht, wenn jeder denken würde wie du?
Sich einfach in der Entscheidungsgewalt zurückzuziehen, wenn man schon die Macht hat und du als Teil des Volkes, was ja allein wahlberechtigt ist, ist ein Gedanke der nicht gerade von vorausschauendem Denken zeugt.

Außerdem kannst du endlich mal die Religion aus dem Spiel lassen, mir persönlich gehts verdammt auf den Senkel dass du damit immer rumargumentieren musst. So'n Dreck gehört hier nicht hin, basta.
 
 
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sailor
Alt 03.03.2007, 10:58   #5
Standard

Hast du schonmal an die Folgen gedacht, wenn jeder denken würde wie du?
Ja, habe ich. Es könnte ein Umdenken fördern. Aber es wird niemals jeder so handeln. Obwohl vermutlich recht viele darüber nachdenken.

...So'n Dreck gehört hier nicht hin, basta.
Ich denke Du hast kein Recht so zu reden -und es stimmt auch schlicht nicht. Wie Gottes Gebot ja beweist.
 
 
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DarkViolin
Alt 03.03.2007, 11:18   #6
Standard

Hej!

Ehrlich gesagt habe ich keine grosse Ahnung von Politik, aber findest Du nicht, dass

Ich überlege, ob ein tatsächlicher allgemeiner Wahlboykott ein real wirksames Mittel zur Wiederbelebung der Demokratie wäre.
total widersprüchlich ist?!?
Eine Demokratie lebt gerade davon, dass jeder Bürger das Recht UND die Verantwortung (!!!!) hat, die Politik seines Landes mitzugestalten und das bestmögliche aus der politischen Lage zu machen. Ich persönlich finde es total dumm zu sagen "ich stimme nicht, auf meine Stimme kommt es eh nicht an, was kann ich schon ausrichten." Wenn alle so denken würden wie Du, dann gäbe es gar keine Demokratie mehr, sondern eine Herrschaft von wenigen Leuten. Und ob diese Herrschaft dann vernünftiger ist, wage ich zu bezweifeln.
Ich bin 18 und habe jetzt schon zweimal abgestummen und werde es auch weiterhin tun. Wenn man schon die Chance und Möglichkeit mitzureden hat, sollte man sie auch nutzen.

Wir können dankbar sein, daß es uns dabei noch so gut geht. Auch, daß wir noch fähige Politiker ohne Mitnahmementalität haben. Deshalb sollte man vielleicht auch nicht nur kritisieren. Ich bin dafür Gott http://de.wikipedia.org/wiki/Jahwe dankbar, wer nicht an ihn glaubt, der nicht. Verglichen mit anderen Ländern...
Du denkst wirklich, dass Deutschland die gute Politik Gott zu verdanken hat? Dass Gott bewirkt, dass es Deutschland viel besser geht als anderen Ländern? Dann hast Du ehrlich gesagt noch nicht viel begriffen vom Christentum. Dort wird nämlich Gott als barmherzig und liebend, nicht als unfair oder bevorzugend dargestellt. Und das weiss sogar ich und das ohne jeden Sonntag in die Kirche zu gehen und die ganze Zeit ein pseudo - frommes, dummes Zeugs von mir zu geben.
Ich habe erst vor kurzem an unserer Schule jemanden gesehen, der ein T-Shirt trug mit der Druckschrift: "Jesus liebt mich und die Schweiz". Zu so dummer, kritikloser Frömmigkeit kann ich nur sagen:

Liebe Grüsse, Darki.
 
 
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sailor
Alt 03.03.2007, 12:21   #7
Standard

...aber findest Du nicht, dass
......total widersprüchlich ist?!?
Eine Demokratie lebt gerade davon, dass jeder Bürger das Recht UND die Verantwortung (!!!!) hat, die Politik seines Landes mitzugestalten und das bestmögliche aus der politischen Lage zu machen.
Ja, aber dann beantworte mir, wie der Bürger bei der aktuellen Auswahl an Parteien und Politikern seine Verantwortung wahr nehmen kann? Welche Partei soll er wählen? Etwa vor lauter Frust die Braunen, die sich nur neuerdings in schicke Gewänder kleiden und auf ungefährlich machen?
Ich behaupte, daß diese Verantwortung zur Zeit eher darin zu suchen ist, sich eben nicht an dieser penetranten Mitnahmementalität zu beteiligen und vielleicht zu tun, was im angeblich so schrecklichen Gebot steht. Kann jeder durch sein Vorbild nicht dieses Land mitgestalten? Doch wer tut das?

Ich persönlich finde es total dumm zu sagen "ich stimme nicht, auf meine Stimme kommt es eh nicht an, was kann ich schon ausrichten."
So denke ich auch nicht. Ich sprach von fehlenden Alternativen.

Wenn alle so denken würden wie Du, dann gäbe es gar keine Demokratie mehr, sondern eine Herrschaft von wenigen Leuten. Und ob diese Herrschaft dann vernünftiger ist, wage ich zu bezweifeln.
Vielleicht eine Monarchie? Was wäre schlecht daran? Der Minister trägt dem König die Frage vor:
"Exzellenz! In diesem Land leiden viele unter dem Rauch in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden ist nach bestem Wissen enorm. Nach den Überlegungen des königlichen Rats spräche vieles für ein Rauchverbot. Was meint eure Hoheit dazu?"

"Nun...Rauchverbot in allen öffentliche Gebäuden und in der Gastronomie. Ab Beginn des folgenden Monats."
Unterschrift, Siegel, verabschiedet, Rauchverbot, Fertig. Ich sehe da viele Vorteile, auch wenn ebenso gilt: Schlechter König, schlecht für´s Volk. Zumindest auf den ersten Blick.

Daß der von mir beschriebene Wahlboykott aber direkt zu solchen Systemveränderungen führt, das würde ich hier nicht behaupten wollen.

Du denkst wirklich, dass Deutschland die gute Politik Gott zu verdanken hat? Dass Gott bewirkt, dass es Deutschland viel besser geht als anderen Ländern?
Ja, das denke ich. Aber es ist aktuell so, gerade einmal 60 Jahre, und ich weiß nicht, wie lange noch. Weißt Du´s? Übrigens: Bei näherer Betrachtung hat dieser übermässige Wohlstand hier nicht nur Vorteile, zumindest nicht aus der Sicht Gottes. Dieses angeblich "pseudo-fromme dumme Zeug" ist übrigens Fakt aus der Bibel:
http://www.biblegateway.com/passage/....1;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/...15;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/....5;&version=54;
Hier geht es um Nebukadnezar, den König von Babylonien (um 600 v.Chr.): http://www.biblegateway.com/passage/...30;&version=54;

Dann hast Du ehrlich gesagt noch nicht viel begriffen vom Christentum. Dort wird nämlich Gott als barmherzig und liebend, nicht als unfair oder bevorzugend dargestellt.
Das ist er. Aber weshalb darf er deshalb nicht dem einen Land -kurz-oder längerfristig- mehr und dem anderen weniger materiellen Wohlstand geben? Ich sagte ja: Wir wissen nicht, wie lange es bei uns noch so ist.
Edit:
Dankbar sein für die im Vergleich besseren Verhältnisse heißt nicht, daß man deshalb überheblich sein, und sich in seinen angeblich besseren Taten sonnen sollte. Etwa so: http://www.biblegateway.com/passage/...4;&version=54;
Das will ich damit nicht sagen. Es gilt:
http://www.biblegateway.com/passage/...-5;&version=54;

Ich habe erst vor kurzem an unserer Schule jemanden gesehen, der ein T-Shirt trug mit der Druckschrift: "Jesus liebt mich und die Schweiz". Zu so dummer, kritikloser Frömmigkeit kann ich nur sagen:
Nun ja, wenn das darauf abzielt, daß man die Behauptung aufstellt, nur selbst geliebt zu werden -und die anderen eben nicht, dann ist das sicher grundfalsch und nationalistisch. Sicher würde ich mit sowas nicht rumlaufen. Ich halte es aber für legitim, sich bei konstruktiver Selbstkritik über die verhältnismässig guten Bedingungen im eigenen Land zu freuen. Das Rezept heißt: Demut statt Hochmut, ohne dabei die zu vergessen, denen es schlechter geht.

Geändert von sailor (03.03.2007 um 14:36 Uhr).
 
 
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DerAssie
Alt 03.03.2007, 14:53   #8
Standard

Das kleinste Übel zu wählen ist für Mich der Kompromiss der Mir das weiter gegen die Politische Linie zu sein legitimiert.
Bin sowieso so weit außen stehend das das System nie was für Mich übrig haben wird als Prekariat.
Ich bin ja auch der Typ der in die Hände klatscht bejahend wenn Christian Klar was zur Luxemburg Stiftung schreibt
 
 
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sailor
Alt 04.03.2007, 14:05   #9
Standard

Zitat von DerAssie:
Das kleinste Übel zu wählen ist für Mich der Kompromiss der Mir das weiter gegen die Politische Linie zu sein legitimiert.
Ich wähle nicht und bin trotzdem gegen die politische Linie. In meinen Augen ebenso legitim. Ich weiß, daß viele eben nur deshalb nicht wählen, weil ihnen das allgemeine Politikerverhalten zuwider ist. Nicht etwa, weil sie meinen, doch eh nichts bewirken zu können, mit ihrer einen Stimme.
Die laufenden Schlagzeilen über die Politikermentalität bei aktuell weiter sinkender Wahlbeteiligung spricht doch eine deutliche Sprache. Wir haben da ziemliche Rekordzahlen.
 
 
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michaelg
Alt 04.03.2007, 23:16   #10
Standard

Zitat von sailor
Meine Hoffnung ist: Wenn es viele tun, bewirkt es vielleicht doch eine Veränderung.
Worauf gründet sich deine Hoffnung? Ich sehe in Wahlboykott keinen potentiellen Vorteil für den Souverän, das Volk (im engsten Sinne, also ohne Repräsentation, salopp: Den Wähler, den kleinen Mann). Welche Resultate des Wahlboykotts führen wohin?
Ein bekanntes Szenario ist: erfolgreichere Protestwahlen/Abstrafung, sodass die etablierten aufhorchen und eben "umdenken". Umdenken sagt ja zunächst normativ erstmal gar nichts, gemeint ist sicherlich u.a.der Wandel zu aufrichtiger Politik, ohne die Wähler zum Narren zu halten, sich eben wirklich für die Belange der Wähler interessieren und einzusetzen. Politisches handeln losgelöst von Parteistreitigkeiten oder Wahlverträglichkeit (=politischer Tragbarkeit).
Dies mit Abstrafung durch Wahlboykott zu erreichen würde, wenn überhaupt, nur kurzfristig aufgehen.

Zitat von sailor
Vielleicht eine Monarchie? Was wäre schlecht daran? Der Minister trägt dem König die Frage vor:
"Exzellenz! In diesem Land leiden viele unter dem Rauch in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden ist nach bestem Wissen enorm. Nach den Überlegungen des königlichen Rats spräche vieles für ein Rauchverbot. Was meint eure Hoheit dazu?"

"Nun...Rauchverbot in allen öffentliche Gebäuden und in der Gastronomie. Ab Beginn des folgenden Monats."
Unterschrift, Siegel, verabschiedet, Rauchverbot, Fertig. Ich sehe da viele Vorteile, auch wenn ebenso gilt: Schlechter König, schlecht für´s Volk. Zumindest auf den ersten Blick.
Was wäre schlecht daran? Du hast es selbst gesagt: Gute, weise Könige sind nicht garantierbar. Ganz gleich, von was für einer Monarchie du sprichst, ich vermute mal es ging in die absolutistische Richtung, gilt darüber hinaus, man brauch es eigentlich gar nicht sagen: unlegitimierte Autorität, Ungleichheit, Willkür, fehlende Rechtsstaatlichkeit.
 
 
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sailor
Alt 05.03.2007, 00:10   #11
Standard

Zitat:
Zitat von sailor
Meine Hoffnung ist: Wenn es viele tun, bewirkt es vielleicht doch eine Veränderung.

Worauf gründet sich deine Hoffnung?
Du hast es schon angesprochen: Daß der eine oder andere zum Umdenken kommt und sein Verhalten ändert.
Was würde geschehen, wenn die aktuellen Parteien nicht mehr die 5% -Hürde erreichen würden? Ich bin diesbezüglich nicht ausreichend informiert, doch ich könnte mir vorstellen, daß es dann zu völlig neuen Konstellationen kommt, und ja: Es würde ein grosses Aufhorchen geben.
Aber mal im Ernst: Ich denke, daß es immer noch genug gibt, die wählen gehen.

Mal eine Gegenfrage: Welche Alternative gibt es? Wie ich schon anfänglich schrieb: Das geringere Übel? Das ist für mich keine Alternative.

unlegitimierte Autorität, Ungleichheit, Willkür, fehlende Rechtsstaatlichkeit.
-Unlegitimiert? Jegliche Regierungsgewalt ist von Gott eingesetzt. S.o.#7, Röm 13,1 etc..

-Ungleichheit? Könige sind auf verschiedenste Weise zu Königen geworden. Nicht nur durch Geburt im Königshaus. David: Vom Hirten zum König. Bei Politikern ist es das gleiche, auch sie gehen auf verschiedenste Weise ihren Weg, durch Talente und Einflüsse, auf die sie keinen Einfluß haben. Joschka Fischer: Vom Taxifahrer zum Außenminister. Entscheidend müsste doch auch für Dich sein: Sie alle, Könige und Politiker, sind von Gott eingesetzt. Werden kann es jeder, den Gott erwählt und mit den entsprechenden Gaben und Glück ausstattet.
Der einfache Bürger aber unterscheidet sich in Sachen Macht, Einfluß und Finanzausstattung sowohl vom König als auch vom Politiker deutlich.
Die Möglichkeit aus eigener Kraft alles zu erreichen, (Politiker zu werden) ist für den x-beliebigen Menschen nicht gegeben, sondern eine Utopie: Es reicht schon ein Gehörsturz, um massive Veränderungen zu bewirken.
--> Siehe den Ministerpräsidenten von Brandenburg (M. Platzeck), der kurzzeitig Parteivorsitzender war. Gott steuert das Geschick.

-Willkür? Was ist es jetzt, Kontrolle durch den wählenden Bürger? Da finde ich Tucholskys Zitat recht passend zu...

Ich glaube das ist das Problem, was die Menschen schon immer hatten: Sie wollen alles kontrollieren. Doch stehen sie damit besser da? Kontrollieren sie wirklich? Ich bezweifle das.

-Fehlende Rechtsstaatlichkeit? Was ist Recht, was ist gerecht, Gerechtigkeit? Gerechtigkeit geht niemals von Menschen aus -weil sie gar nicht fähig sind, Gerechtigkeit zu üben. Sie sind oberflächlich, unfähig wirklich gerecht zu sein.
Wo ist das Recht bei der Todesstrafe? Viele lassen zu Unrecht ihr Leben, manche sind sogar unschuldig. Staatsbedienstete im sogenannten "Rechtsstaat" USA führen den Mord aus.
Wo ist das Recht in unserer Rechtsprechung? Kapital- und Eigentumsdelikte werden im Verhältnis härter bestraft als etwa Sexualdelikte mit lebenslangen körperlichen und seelischen Schäden.
Das ist nur ein Beispiel. Was ist mit Herrn Esser oder Josef Ackermann, dem Chef der deutschen Bank? Ist es GErecht sich mit Millionen zu bedienen und bei besten Bilanzen gleichzeitig tausende zu entlassen? Sie wurden freigesprochen.
Fehlende Rechtsstaatlichkeit ...das ist so eine Sache. Es sind nur Menschen, vergiss das nicht. Ein König kann gerechter urteilen, wenn er nach dem Gebot Gottes handelt, als jeglicher demokratische Rechtsstaat der Welt, wenn dieser nicht nach dem Gebot Gottes handelt. (denke an David oder Salomo) Entscheidend ist: Handelt der Mensch nach Gottes Gebot?!

Geändert von sailor (05.03.2007 um 03:10 Uhr).
 
 
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Sidolin
Alt 05.03.2007, 02:27   #12
Standard

Wenn nicht wählen willst, weil dir keine Partei zusagt, was durchaus verständlich ist, dann mach doch einfach den Wahlzettel ungültig. Dadurch zeigst du doch viel mehr, dass du mit den Parteien nicht zufrieden bist, wenn du gar nicht wählst schaut es doch eher so aus als ob du überhaupt nicht an der Politik interessiert bist und deswegen nicht wählst.
 
 
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OrionX
Alt 05.03.2007, 06:56   #13
Standard

das problem ist aber das es so etwas schonmal gab. da hat kaum einer gewählt (also hochgradig niedrige wahlbeteiligung) und am ende kam ein gewisser herr adolf hitler an die macht. der war doch auch nicht von gott eingesetzt als herrscher? hat sich selber an die macht gebracht und sich selber wieder von der macht weggebracht und sich selber das leben genommen.
 
 
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sailor
Alt 05.03.2007, 12:09   #14
Standard

Zitat von OrionX:
das problem ist aber das es so etwas schonmal gab. da hat kaum einer gewählt (also hochgradig niedrige wahlbeteiligung) und am ende kam ein gewisser herr adolf hitler an die macht.
Ob es damals tatsächlich eine sehr niedrige Wahlbeteiligung gab, kann ich nicht sagen. Hast Du dafür Belege, Quellenangaben?

Ich könnte mir vorstellen, daß es zu einer Stärkung der Rechtsextremen kommt, wenn die Wähler der sogenannten grossen Volksparteien nicht zur Wahl gehen, während dagegen die NPD und DVU-Wähler dies tun.
Was ist aber mit der linken Partei: Die Linke, mit Gysi und Lafontaine? Müsste nicht theoretisch auch sie gestärkt werden? Denn ein Wählerprotest gegen die regierenden grossen Volksparteien dürfte sämtliche aussenstehenden Parteien ohne wesentlichen Einfluß stärken. Denn ihre Wähler hätten keinen Anlass, sich von der Wahl fernzuhalten, im Gegenteil.
Das Szenario der ausschließlichen Stärkung Rechtsextremer ist also denke ich nicht gegeben, eher das Szenario einer Umkrempelung der Parteienlandschaft. Doch das könnte auch vorteilhaft sein.

Daß die ehemalige Machtübernahme der NSDAP in diesem Land noch tief sitzt, das denke ich, und das ist auch gut so.
Deshalb wird in meinen Augen eine Stärkung von NPD, DVU und Co. zwar zunächst erfolgen, diese Erfolge werden jedoch im ungefährlichen Rahmen bleiben.
Was dagegen in diesem Zusammenhang ebenfalls erfolgen wird, ist eine massive Sensibilisierung und ein Nachdenken der Politiker anderer Parteien als Reaktion auf den deutlichen Machtgewinnes dieser und anderer alternativer Parteien. Das wäre sehr vorteilhaft. Die Frage ist: Wird sich etwas ändern, wenn alles beim alten bleibt?

...kam ein gewisser herr adolf hitler an die macht. der war doch auch nicht von gott eingesetzt als herrscher? hat sich selber an die macht gebracht und sich selber wieder von der macht weggebracht und sich selber das leben genommen.
Wenn Du Christ sein möchtest, wie Du sagst, warum nimmst Du dann nicht für voll, was in der Bibel steht? Ich kopiere es noch mal aus #11:
http://www.biblegateway.com/passage/....1;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/...15;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/....5;&version=54;
Hier geht es um Nebukadnezar, den König von Babylonien (um 600 v.Chr.): http://www.biblegateway.com/passage/...30;&version=54;

Er war also von ihm: "...denn es ist keine [staatliche] Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet."

Dabei spielt es keine Rolle, auf welche Weise er an die Macht kam und wieder ging. Niemand kann sich irgendetwas nehmen oder tun, ohne Gottes Einverständnis.
http://www.biblegateway.com/passage/...27;&version=54;
Wenn Du so denkst, dann müsstest Du auch einen Grossteil der Könige, Kaiser und Fürsten des römischen oder des "heiligen römischen Reiches deutscher Nationen" für nicht von Gott halten. Auf der ganzen Welt wurden schon immer und überall Intrigen gesponnen und sogenannte "Zufälle" brachten Könige an die Macht. Sie wurden bei Weitem nicht alle als Könige geboren, am deutlichsten ist es doch in der Politik: Siehe #11 zur "Ungleichheit". Oder wäre Alexander der Grosse Alexander der Grosse geworden, wenn Gott ihm nicht die Talente und Macht gegeben hätte? Sicher nicht.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, daß die Taten Hitlers gut waren und er deshalb gar noch von Gott belohnt würde. Im Gegenteil, für ihn gilt dasselbe Gebot Gottes. Wie wir wissen hat er nach zwölf Jahren Regierungszeit seinen Posten räumen müssen.
Aber: Gott setzt auch das Böse für seine Zwecke ein, er lässt gelegentlich solche bösen und eigenwilligen Taten bei Regierenden zu. Offenbar gab es einen Grund dafür.
Wenn Du überlegst, was dem Volk Israel in der Bibel schon alles zugestossen ist, weil sie sich von Gott abgewandt haben, dann wirst Du darin auch die Antwort auf die Frage nach dem Holocaust finden.

Wenn Du nun die (berechtigte) Frage stellst: Sollen wir uns nun solcher staatlichen Gewalt unterwerfen und nach ihrem Willen handeln, wie in Römer 13,1 scheinbar gefordert? Jein. In vielen Fällen ja, in manchen jedoch nicht.
Auch die Hitlerregierung verfolgte und strafte Diebe und Mörder, auch Abtreibende, ebenso sorgte sie aber für die Vernichtung von Menschen. Unter der jetzigen Regierung werden keine Minderheiten von Menschen vernichtet, dafür ist es legal, werdende Menschen zu töten oder dafür zu sorgen, daß sie gar nicht erst entstehen und dabei Spass zu haben.

Die Bibel ist ein Buch, die im Kontext (Textzusammenhang) ihre Aussagen trifft, so findest Du beispielsweise in ihr klare Aussagen gegen angeordneten Mord etc.:
http://www.biblegateway.com/passage/....1;&version=54;
http://www.biblegateway.com/passage/...29;&version=54;
Es gilt also: Wir haben der Staatsgewalt in allem gehorsam zu sein, was dem Guten dient und nicht gegen Gottes Gebot widerspricht. Mord ist selbstverständlich ausgeschlossen, Diskriminierung ebenso.

Geändert von sailor (05.03.2007 um 20:33 Uhr).
 
 
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OrionX
Alt 05.03.2007, 14:29   #15
Standard

Wenn Du überlegst, was dem Volk Israel in der Bibel schon alles zugestossen ist, weil sie sich von Gott abgewandt haben, dann wirst Du darin auch die Antwort auf die Frage nach dem Holocaust finden.
das ist ein sehr pikantes kommentar was du da abgibst. Sollte eventuell in einem neuen thread erläutert werden aber nicht hier. Generell das mit der Frage nach "sind kriege gottgewollt?" und so zu verbinden fänd ich diskussionswürdig.

Deshalb wird in meinen Augen eine Stärkung von NPD, DVU und Co. zwar zunächst erfolgen, diese Erfolge werden jedoch im ungefährlichen Rahmen bleiben.
keine stärkung dieser parteien ist ungefährlich.

ich bin eigentlich für mehr demokratie in deutschland. das was hier zurzeit herrscht ist keine demokratie, sondern mehrere demokratische diktaturen. Klar man wählt seinen abgeordneten in den bundestag, aber wer bestimmt letztlich für was der bei einer abstimmung stimmt? Die Partei. Und das ist bei allen so.

Imo bei der großen Koalition ist dieses Prinzip zwischen CDU und SPD Parteiübergreifend. Die beiden sprechen sich ab und votieren im Bundestag mehr oder minder einstimmig überparteilich, und die opposition kann gar nicht mehr über eine kleine minderheit von "verrätern" in den anderen parteien gesetzesvorhaben blockieren. Der einzige der das im Moment wirklich TUT ist Horst Köhler.

Innerhalb der Koalition kann die SPD auch ihre Vorhaben nicht wirklich durchsetzen, weil es ja immer noch mehr CDU'ler als SPDler in der Koalition gibt, deswegen kommen meist so frickelige kompromisslösungen raus, auf die sich dann die knappe mehrheit geeinigt hat. Der einzelne Abgeordnete für sich kann nicht gegenstraucheln, da er das nächste mal sonst einfach nicht auf die liste kommt, und da das keinem egal ist tut das auch fast keiner.

Das ist meiner meinung nach das Problem. Nebenbei gibts zu wenige Volksabstimmungen, meiner meinung nach, wann wurden wir denn je mal zu irgendwas gefragt? Euro? Gesundheitsreform? Nix, seit mindestens 40 Jahren. Max. tolle Bild Umfragen werden da gezählt...
 
 
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Morris
Alt 05.03.2007, 15:21   #16
Standard

Dass es keine Volksabstimmungen gibt, ist schon ganz gut so. Man kann getrost davon ausgehen, dass der Großteil der Bevölkerung schlicht unfähig ist, größere politische Entscheidungen in ihrer Tragweite und Bedeutung zu beurteilen. Von daher sehe ich darin keine wirkliche Verbesserung der Demokratie. Überhaupt, denke ich, ist es schon fast egal, welche Regierungsform man einsetzt, entscheidend sind dann doch immer die Leute an der Spitze, die regieren. Sicher wäre eine Monarchie mit einem weisen König und loyalen Ministern ideal, aber sich dafür heute einzusetzen wäre Zeitverschwendung, da einfach nicht praktikabel.

Ich finde Wahlboykott auch nicht schlecht; wenn man sich mit keiner Partei identifiziert, warum seine Stimme dann dem falschen Kandidaten geben? Sinnvoll und konsequent, wenn denn der Wahlboykott nicht aus Ignoranz sondern aus Protest heraus motiviert ist, ist es dann aber auch, sich auf kommunaler Ebene oder sonstwie sozial oder politisch zu engagieren und so
wenigstens die Situation des eigenen Umfeldes zu bessern.
 
 
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Krashok
Alt 05.03.2007, 16:26   #17
Standard

Nicht wählen zu gehen bedeutet gerade für Parteien wie NPD und DVU das sie im Endergebniss bedeutend mehr prozentpunkte einfahren können und alleine aus dem grund schon sollte man wählen gehen...
 
 
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Werhamster
Alt 05.03.2007, 18:03   #18
Standard

Zitat von Krashok
Nicht wählen zu gehen bedeutet gerade für Parteien wie NPD und DVU das sie im Endergebniss bedeutend mehr prozentpunkte einfahren können und alleine aus dem grund schon sollte man wählen gehen...
Durch was ist denn eigentlich belegt, dass die rechtsextremen ihre wähler besser mobilisieren können als andere. Wie viele potentielle NPD-Anhänger sind denn Nicht-Wähler. Ich behaupte, dass darüber keine genaue Aussage gemacht werden kann. Denn Daten zur Wahlanalyse hat man nur von den Wählern nicht von Nichtwählern!
 
 
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Krashok
Alt 05.03.2007, 18:34   #19
Standard

das hat nichts mit besserer mobilisierung zu tun..sie müssen einfach nur so wählen wie bisher .. bissl prozentrechnung..keine wahlanalyse
 
 
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DerAssie
Alt 05.03.2007, 18:45   #20
Standard

Über den Euro hätte man ruhig abstimmen können aber sicher nicht über Strafrecht ect. weil der Mop dazu nicht in der Lage ist weil die Medienpropaganda regiert.
 
 
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sailor
Alt 05.03.2007, 21:21   #21
Standard

Zitat von OrionX:
Klar man wählt seinen abgeordneten in den bundestag, aber wer bestimmt letztlich für was der bei einer abstimmung stimmt? Die Partei. Und das ist bei allen so.
Es gibt schon noch Abgeordnete wie etwa Horst Seehofer, die wenigstens zeitweilig durch ihre Dickschädligkeit gegenüber der Parteienmeinung auffallen. Mir persönlich ist solches Verhalten sympathisch. Denn eigentlich gilt: Ein Abgeordneter ist dem Volk und seinem Gewissen verpflichtet, sonst niemandem.
So sollte es sein, ist es aber überwiegend nicht. Stattdessen handeln sie aus eigenen Interessen (Karriere) für die Parteiinteressen. Sehr bedauerlich.

das ist ein sehr pikantes kommentar was du da abgibst. Sollte eventuell in einem neuen thread erläutert werden aber nicht hier. Generell das mit der Frage nach "sind kriege gottgewollt?" und so zu verbinden fänd ich diskussionswürdig.
Dazu ist festzustellen, daß das nicht nur für die Juden gilt. Auch die Menschen der anderen Völker haben Schuld auf sich geladen. Deshalb geschieht auch dort ähnliches.
Prinzipiell will Gott keinen Krieg: Er will, daß die Menschen begreifen, einsehen, und endlich ihr Verhalten ändern. Doch es ist gelegentlich ein Mittel, daß die Menschen begreifen lässt. Bedauerlicherweise viel leichter als Wohlstand und Frieden. Die Ziele, die Gott dabei verfolgt sind nicht etwa Grausamkeit, sondern letztlich die Errettung der Menschen: Das ewige Leben.

Zitat von Skinni:
Dass es keine Volksabstimmungen gibt, ist schon ganz gut so. Man kann getrost davon ausgehen, dass der Großteil der Bevölkerung schlicht unfähig ist, größere politische Entscheidungen in ihrer Tragweite und Bedeutung zu beurteilen.
Da stimme ich Dir weitgehend zu. Es ist stark anzunehmen, daß in vielerlei Hinsicht die politische und gesellschaftliche Bildung unzureichend ist, um sowas durchzuführen.
Es gab mal einen Thread, da hat der Themenstarter einen Wahlführerschein empfohlen. Ich fand die Idee gar nicht so schlecht, es mussten nach dieser Idee sozusagen die wichtigsten Grundzüge, ein Basiswissen nachgewiesen werden, um wählen zu können.
Im Weiteren ist auch der Einfluß der Medien nicht unerheblich, und solange Zeitungen wie die Bild klare Monopole bilden und dabei gleichzeitig eine penetrante konservativ-deutsche bis rechte Einstellung vertreten, solange sehe ich die Gefahr, daß vielen Menschen der alternative Horizont fehlt.
Man beachte die Auflage dieser Zeitung, ich vermute viele Menschen lesen nichts anderes. Und: Sie sind sich ihrer Macht bewusst, vertreten eine politische Richtung und vermutlich verfolgen sie auch entsprechende Ziele.

Da könnte gegengesteuert werden, indem bei den Medien zu grosse Monopole verhindert werden. Wenn es ganz krass kommt, dann hat man sowas wie bei Berlusconi´s Medienimperium in Italien. Das geht schneller als man denkt.

Aber mit Sicherstellung der entsprechenden Bildung, wäre ein Volksentscheid sicher eine Alternative.

Zitat von derAssie:
Über den Euro hätte man ruhig abstimmen können...
Denke ich auch.

Zitat von Krashok:
Nicht wählen zu gehen bedeutet gerade für Parteien wie NPD und DVU das sie im Endergebniss bedeutend mehr prozentpunkte einfahren können und alleine aus dem grund schon sollte man wählen gehen...

das hat nichts mit besserer mobilisierung zu tun..sie müssen einfach nur so wählen wie bisher .. bissl prozentrechnung..keine wahlanalyse
Das würde mich jetzt aber auch mal interessieren. Immerhin, wie ich in #14 schon erwähnte- gibt es noch andere kleine Parteien, wie etwa die Linke mit Gysi und Lafontaine. Deren Anhänger dürften nicht frustriert sein, weil sie ja noch nicht Gelegenheit hatten, ihre Fähigkeiten zu beweisen, und in der Folgen sich gleichartig verhielten wie die grossen Volksparteien. Oder auch die Grünen.
Theoretisch müssten demnach alle kleinen Parteien ausserhalb des Regierungsgeschäfts profitieren, nicht nur die Rechten.
 
 
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Felicitas
Alt 05.03.2007, 22:02   #22
Standard

Auch die Menschen der anderen Völker haben Schuld auf sich geladen. Deshalb geschieht auch dort ähnliches.
also dass musst mir noch mal erläutern.

ich hab mich da gerade mit jmd drüber unterhalten. was du im prinzip sagst ist doch folgendes, oder?

es gibt ein paar/viele "verirrte schäfchen" die sich, wie auch immer schuld aufgeladen haben. gott hat nun ein paar möglichkeiten um diese verirrten schäfchen wieder auf den richtigen weg zu führen. da gibts zum einen die löblichen wege wie wohlstand und frieden, aber auch die wege wie "bestrafung". bestrafung dahingehend, dass gott durch andere menschen/völker hindurch versucht die verirrten schäfchen wieder auf den rechten weg zu leiten. wenn gott da krieg als mittel zulässt, weil er primär möchte das verirrte schäfchen wieder auf den rechten weg geführt werden und ihnen vor augen geführt hat wie sehr sie sich verirrt haben, dann wägt er also ab was schlimmer ist "die verirrten weiter andere wege gehen lassen" oder "andere schäfchen zu benutzen um die verirrten wieder auf den rechten weg zu führen, selbst wenn sie dann gegen einen teil seines wortes verstoßen".

also im klartext: er lässt zu, dass "die nazis" gegen "du darfst nicht töten" verstoßen, nur um die verirrten schäfchen, beispielsweise die juden einerseits zu bestrafen und anderesseits ihnen auch die augen zu öffnen was für schuld sie auf sich geladen haben und sie wieder auf den rechten weg zu bringen.

ok, soweit kann ich dir folgen. jetzt laden aber diejenigen, die er benutzt um bereits verirrte schäfchen wieder auf den rechten weg zu bringen auch wieder schuld auf sich, weil sie ja im gleichen atemzug gegen sein wort verstoßen. gegen "du sollst nicht töten". also müssen auch sie irgendwann "bestraft" werden, da sie ja gegen sein wort gehandelt haben (obwohl er es ja als einziges mittel gesehen hat um ander verirrte schafe wieder auf seinen weg zu bringen). alles klar bis hier her *g*?

was entsteht ist ein kreislauf, den nur er durchbrechen kann, da er ja durch uns handelt. so irgendwie zumindest.

aber ori hat recht, das wäre wohl fast reif für ein neues thema. eigentlich gehts ja irgendwie um wahlboykott.

ich halte davon nicht sehr viel muss ich sagen. zum einen, weil man ja für jedes recht zur mitbestimmung das man hat fast dankbar sein sollte und es von daher auch nutzen sollte. zum anderen weil dann wirklich das passiert was andere schon geschrieben haben. wenn alle cdu/spd wähler aufeinmal nicht mehr wählen gehen, wobei ich durchaus glaube das es genug menschen gibt die wirklich an die konzepte glauben und sie nicht nur "als das kleinere übel" ansehen, dann gewinnen die partein die teilweise zu recht an der 5% klausel scheitern zu sehr an macht. ich versteh dich schon so ein bisschen. auf der einen seite glaubst du dass ein ruck durch die großen partein geht wenn sie auf einmal nicht mehr gewählt werden, auf der anderen seite hoffst du das alle sich mächtig erschrecken wenn aufeinmal die npd am rumhantieren ist. ich finde es ist nicht der richtige weg mal eben den großen partein einen schrecken einzujagen indem man mal eben für ein paar jahre die npd an die macht lässt. das ist so ziemlich der falscheste weg den man gehen kann. und dann hoffen dass die großen partein sich besinnen und alles ändern nur damit die npd nicht mehr an der macht ist?

wenn die mehrheit so denken würde wie du, dass eben die großen partein salopp gesagt "nur mist machen" und andere kleinere partein das besser programm haben, dann wären das keine kleinen parteien. das ergibt sich doch irgendwie automatisch? *grübel* nichts gegen gedankenexperimente, aber das ist für mich nicht wirklich logisch.

die gewisse grundnaivität in dem post ist btw durchaus bewusst gewählt.
 
 
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Krashok
Alt 05.03.2007, 23:47   #23
Standard

Das würde mich jetzt aber auch mal interessieren.
was würde dich interessieren ?

Theoretisch müssten demnach alle kleinen Parteien ausserhalb des Regierungsgeschäfts profitieren, nicht nur die Rechten.
da wir alle mal mathe hatten, erklär ich hier nicht nochmal die grundprinzipien der prozentrechnung
 
 
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sailor
Alt 05.03.2007, 23:49   #24
Standard

Zitat von felicitas:
..........also im klartext: er lässt zu, dass "die nazis" gegen "du darfst nicht töten" verstoßen, nur um die verirrten schäfchen, beispielsweise die juden einerseits zu bestrafen und anderesseits ihnen auch die augen zu öffnen was für schuld sie auf sich geladen haben und sie wieder auf den rechten weg zu bringen.
Bis hierhin: Ganz genau.

ok, soweit kann ich dir folgen. jetzt laden aber diejenigen, die er benutzt um bereits verirrte schäfchen wieder auf den rechten weg zu bringen auch wieder schuld auf sich, weil sie ja im gleichen atemzug gegen sein wort verstoßen. gegen "du sollst nicht töten". also müssen auch sie irgendwann "bestraft" werden, da sie ja gegen sein wort gehandelt haben (obwohl er es ja als einziges mittel gesehen hat um ander verirrte schafe wieder auf seinen weg zu bringen). alles klar bis hier her *g*?
Zum fettgedruckten: Schuld währt bei Gott nicht zwangsläufig ewig. Wer seinen Weg (sein Leben) tatsächlich als falsch einsieht und ändert, dem wird die Schuld vergeben. Dann wird er/sie aber aber auch nicht mehr so handeln.
Aber worum es Dir sicher geht:

Es stimmt, sie sündigen ebenfalls. Aber vergiss nicht: Sie handeln eigenverantwortlich, denn sie haben einen freien Willen. Wenn Du schreibst "die er benutzt", dann ist das immer so, daß sie nicht an seinen Fäden hängen.
Ein Beispiel: Judas verriet Jesus, war aber ursprünglich ein Jünger von ihm, sogar einer von den zwölf Jüngern.
Er verriet ihn durch einen Kuss, daraufhin wurde er festgenommen, gegeißelt und gekreuzigt.
Zuvor wird von Judas berichtet, daß er die Kasse verwaltet und daraus Geld stiehlt.

Es war von Anfang an Gottes Absicht, daß sein Sohn -freiwillig- für die Schuld der Menschen stirbt und auf diese Weise ihre Sünden auf sich nimmt. Sie können jetzt Vergebung empfangen.
Und: Es war ebenso schon im Alten Testament schriftlich vorhergesagt, daß einer seiner Anhänger ihn verraten würde. Dieser Anhänger war Judas, auch Jesus kündigte es seinen Jüngern von vornherein an, daß einer der zwölf Anhänger dies tun würde.
Gott gab aber Judas niemals den Auftrag dazu. Er hätte sogar durch die Ankündigung gewarnt sein können. Im Gegenteil, er entschied sich selbst dazu. Es ist deshalb gesagt, daß Judas verlorenging, d.h. er erlangt nicht das ewige Leben.

Da Gott allwissend ist, wußte er, was geschehen würde. Er wusste, wie Judas reagieren würde. In der Bibel steht, daß der Satan in ihn fuhr. Man kann sich das tatsächlich so vorstellen, daß das Böse von ihm Besitz nahm: Er wehrte sich nicht mehr gegen den Gedanken des Verrats, sondern er nahm ihn an und entschied sich dazu, ihn auszuführen. So geschah´s.

Im Endeffekt führte Gott seinen guten Plan der Kreuzigung (dadurch Vergebung) mithilfe solcher üblen Sünden wie der von Judas aus. (andere waren ebenso beteiligt: Soldaten, der Statthalter Pilatus, die anklagenden Schriftgelehrten und Pharisäer etc.)
Möglichkeiten hätte es für Gott aber viele gegeben, man kann sagen unendlich viele.
Er ist niemals von den Boshaftigkeiten der Menschen abhängig, um seine Pläne auszuführen und es wird auch eine Welt geben, in der er sowieso nicht mehr strafen muß.

Aber: Es gab schon viele, die meinten, man könnte Judas ja dankbar sein, weil durch ihn ja erst die Rettung der Menschen ermöglicht wurde. Ich hoffe Du hast verstanden, warum das nicht so ist!?

dann gewinnen die partein die teilweise zu recht an der 5% klausel scheitern zu sehr an macht.
Ich habe mich aber schon mal gefragt, ob nicht auch viele zu Unrecht daran scheitern. Es ist doch sehr ungerecht, daß die grossen Parteien -die eh jeder kennt- uns auch mit umso mehr Wahlwerbung zupflastern. Ihnen steht deutlich mehr Geld zur Verfügung.
Und die kleinen, die kaum einer kennt, die können kaum werben, weil ihnen das Geld fehlt. Wie sollen sie so ihre Konzepte bekanntmachen? Okay mittlerweile übers Internet, das wäre sowieso besser als die olle Werbung (Du weißt schon), und dann gleiches Recht für alle. Diese Werbung kostet unser Geld. (wie die andere letztlich auch ;-)

...hoffst du das alle sich mächtig erschrecken wenn aufeinmal die npd am rumhantieren ist.
Die Rechten sind schon jetzt am rumhantieren, wenn Du´s genau nimmst. Im Osten in erheblichem Anteil.
Ich will nicht erreichen, daß die die Macht übernehmen, da verstehst Du mich falsch. Ich sagte ja zuvor schon: Alle kleinen aussenstehenden (nichtregierenden) Parteien dürften gestärkt werden, nicht nur die Rechten. Auch die Motivation zur Neugründung von Parteien (wie auch die Grünen einmal) ist immer in solchen Flauten am höchsten.

Die unbedarftetsten sind in der Politik im Grunde die interessantesten Kandidaten, sowohl bei Einzelpersonen als auch bei Parteien (siehe der dunkle US-Präsidentschaftskandidat, Barak. Politiker, die schon lange im Amt sind, breitgerieben durch die Mühlen des Parteigehabes und Geklüngels, sind am wenigsten in der Lage, frischen Wind in ein Land zu tragen. Guck sie Dir alle an: Joschka Fischer, und das grüne Model, wie heißt er noch?... An den Grünen ist mir jedenfall am meisten aufgefallen: Die Menschen verändern sich massiv zum negativen, je länger sie in der Politik sind. Nicht immer, aber meistens.

wenn die mehrheit so denken würde wie du, dass eben die großen partein salopp gesagt "nur mist machen" und andere kleinere partein das besser programm haben, dann wären das keine kleinen parteien. das ergibt sich doch irgendwie automatisch? *grübel* nichts gegen gedankenexperimente, aber das ist für mich nicht wirklich logisch
Wie gesagt: Es treten da klare Effekte auf, die kleine Parteien in Schach halten und grosse (zu sehr) stärken. In meinen Augen müsste da etwas an der Regulierungsschraube gedreht werden.

Übrigens: Habe ich gesagt, daß die kleineren das bessere Programm haben? Vielleicht vorübergehend, bis bei ihnen auch das Regierungs- Konsens- Parteiengeklüngel ausgiebig begonnen hat. Und wenn sie festgestellt haben, wie genüsslich doch das fette Leben als Bundestagsabgeordneter und Prominenter ist. Incl. der ach so freundlich gesinnten Industrie und ihrer Lobbyisten, die nach allem Einfluss schon ganz scharf darauf ist, sie abzuwerben. Das habe ich von den Grünen gelernt, die haben mal ganz anders angefangen.

Ganz ehrlich: Ich halte einen König für die bessere Wahl. Das hängt auch damit zusammen, daß ich davon überzeugt bin, daß Gott es sowieso ist, der die Regierungsgewalt bestimmt. Wir denken nur, daß wir es tun.

Danke übrigens, für das neue alte Benutzerbild. Oder fandest Du das alte wirklich schön?
 
 
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baedr
Alt 06.03.2007, 11:38   #25
Standard

Sailor, ich glaube du siehst das ganze etwas zu einfach... Eine Monarchie lässt sich unmöglich aufbauen, ich denke, damit müssen wir uns abfinden. Und dass dann wirklich jeder Thronerbe ein guter könig ist, lässt sich nicht garantieren, und eine Monarchie ist einfach nicht mehr zeitgemäß und lässt sich nicht mit der momentanen Weltwirtschaft vereinbaren.

Zu dem Gottes-Staat:
Ich denke wir haben die Zeiten zum Glück überstanden, wo man die Freiheit nicht hatte, seine Religion zu wählen, sondern einem die Religion aufgezwungen wurde. Es müssen also feste moralische und sittliche Richtlinien existieren, welche einem aber immernoch eine Religionsfreiheit erlauben. Egal woran man glaubt, die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo die des anderen anfängt. Damit, und mit dem kategorischen Imperativ Kants kommt man eigentlich sehr weit. Ich denke jedem sollte die Freiheit bleiben, seine eigene Religion auszuleben, und das sollte ihm nicht vom Staat verwehrt bleiben. Zumal erfahrungsgemäß sehr viele Kriege aufgrund von Religion geführt wurden.
Das nächste Problem ist, dass man eine möglichst eindeutige Verfassung benötigt, welche ja durch die Bibel nunmal überhaupt nicht gegeben ist. Ich weiß, dass du der Meinung bist, dass die Bibel eindeutig ist, aber ich hoffe, dass du trotz deiner Engstirnigkeit einsiehst, dass es extrem große Differenzen und Ansichten hinsichtlich der Interpretation der Bibel gibt, und jeder sie berechtigterweise anders versteht. Nicht jeder, der die Bibel anders versteht, als sailor ist ein Idiot. Er versteht sie einfach anders. Somit wird der Bibel-Staat auch nicht nach deinen Vorstellungen ablaufen. Ich glaube, die Situation lässt sich aus deiner Position ausschließlich dadurch lösen, dass du alleiniger Herrscher von Deutschland wirst. Deine Wahlverweigerung passt da ganz gut mit rein. Ich finde, man sollte das beste draus machen, ein "boykott" (eigentlich ist das Wort falsch gewählt) ist ungefähr das unsinnigste was man in der Situation machen kann. Alle die, die deiner Meinung sind, und sich deinem "Boykott" anschließen, bewirken nämlich... ...nichts. Weniger bewirken kann man eigentlich gar nicht. Sich komplett zu versperren ist Unsinn. Gründe eine eigene Partei, überleg dir eine wahlstrategie, ergreif die Initiative, zieh in ein Land wo es eine christliche Partei gibt, die exakt deinen Vorstellungen entspricht. Aber "nicht wählen" ist wirklich Unsinn, um seine Interessen durchzusetzen.

Zum Wahlführerschein:
Wieder so eine Idee, die auf den ersten Blick toll aussieht, aber wo man sich doch vielleicht Gedanken machen sollte, anstatt soetwas blind zu befürworten. Die wahlbeteiligung wird sich enorm in die gebildete wohlhabendere Bevölkerungsschicht verschieben, und natürlich auf lange sicht deren Situation begünstigen. Jemand der den ganzen tag für seinen Hungerlohn arbeitet, weil er die Schule verkackt hat, und sonst auch eine schlechte bildung hat, wird sich wohl kaum hinsetzen und für seinen Wahl-führerschein büffeln. Man sollte ihm jedoch die einfache Möglichkeit geben, Stimme für die Besserung seiner Situation erheben zu können, ohne ihm zusätzliche Steine in den Weg zu werfen, welche ein gut verdienender Journalist logischerweise nicht hat. Die nächste Frage ist: Wer macht die Prüfungen? Wer garantiert, dass der abgefragte Stoff, den es zu lernen gilt, den Wähler nicht beeinflusst? Niemand, denn es ist absolut unmöglich die Fragen so zu stellen. Man müsste ein Gremium erstellen, welches über allen Parteien steht, und von einer international tätigen Organisation auf unparteilichkeit überprüft wird. Absolut unmachbar. Egal, Sailor als König wär trotzdem so eine richtig gute Idee. Gott wär auf unserer Seite, überall lachende fröhliche Menschen, immer Sonnenschein. Und wenn es doch mal regnet, dann Süßigkeiten.
 
 
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