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Wahlboykott? Oder gibt es eine bessere Alternative?

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sailor
Alt 06.03.2007, 16:29   #26
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Zitat von baedr:
Sailor, ich glaube du siehst das ganze etwas zu einfach... Eine Monarchie lässt sich unmöglich aufbauen, ich denke, damit müssen wir uns abfinden. Und dass dann wirklich jeder Thronerbe ein guter könig ist, lässt sich nicht garantieren, und eine Monarchie ist einfach nicht mehr zeitgemäß und lässt sich nicht mit der momentanen Weltwirtschaft vereinbaren.
Lass mich doch ein bisschen denken und diskutieren. Warum ist das Deiner Meinung nach nicht mit der heutigen Zeit und Wirtschaft zu vereinbaren? Weil es mittlerweile so viele Demokratien gibt? Aussenminister und Innenminister u.s.w. hat ein König auch...
Er kann nur viel schneller Entscheidungen treffen und dabei kommt es nicht zu breiigen Verwischungen ohne Kraft, weil es eben keinen Konsens braucht. Kein ewiges diskutieren, nochmals diskutieren und letztlich aus Lobbymotiven handeln.
Es darf angenommen werden, daß ein König von den Wirtschaftslobbyisten viel schwieriger zu erreichen ist, es sei denn es ist ein verarmter König.

Zu dem Gottes-Staat:
Ich denke wir haben die Zeiten zum Glück überstanden, wo man die Freiheit nicht hatte, seine Religion zu wählen, sondern einem die Religion aufgezwungen wurde.
So einen Gottesstaat möchte ich nicht gründen. Wie kommst Du darauf? Staat und Christen sind in der Bibel klar getrennt und zu trennen. Deshalb habe ich ja auch schon an vielen Stellen in anderen Threads erwähnt, daß die staatliche Vernetzung der Landeskirchen (etwa über KdöR, theologische Universitäten etc.) dem Wort Gottes widerspricht.

Wovon ich spreche ist: Der Politik hilft das Wort Gottes, wie auch einem König, wie jedem Menschen. Wir können dafür bitten, daß ihnen Weisheit gegeben wird -für ihre Entscheidungen.
Christen kannst Du in der Politik nicht finden, nur viele, die sich darüber noch nicht im klaren sind, daß es falsch ist. Auch solche, die es auf keinen Fall einsehen wollen: Etwa in der PBC.

Das nächste Problem ist, dass man eine möglichst eindeutige Verfassung benötigt, welche ja durch die Bibel nunmal überhaupt nicht gegeben ist. Ich weiß, dass du der Meinung bist, dass die Bibel eindeutig ist, aber ich hoffe, dass du trotz deiner Engstirnigkeit einsiehst, dass es extrem große Differenzen und Ansichten hinsichtlich der Interpretation der Bibel gibt, und jeder sie berechtigterweise anders versteht.
Wie gesagt, ich will hier nichts vernetzen. Aber: Unser Grundgesetz ist ganz eindeutig auch durch die Bibel geprägt, da das Christentum seit -man kann fast sagen Jahrtausenden- unser Denken in Europa geprägt hat: Bedenke: "Heiliges römisches Reich deutscher Nationen" u.s.w..
Es ist nicht abgeschrieben, aber es enthält wesentliche Elemente daraus. Das ist auch gut so.

Ich mit meiner "Engstirnigkeit" sehe das durchaus, aber das mit dem "berechtigterweise" sehe ich durchaus anders. Denn es beruht nicht auf der Bibel, die verständlich ist, sondern auf der Tatsache, daß die Menschen bestimmte -für sie und ihre Pläne ungünstige Verse und Kapitel- schlicht so nicht hören wollen. Daher wird das Auslegen gerne zum Verdrehen und Verbiegen.
Du hast also recht: Es herrscht Uneinigkeit. Aber nicht unter Christen, sondern unter solchen, die sich so bezeichnen -und den anderen Nichtchristen.

Nicht jeder, der die Bibel anders versteht, als sailor ist ein Idiot. Er versteht sie einfach anders.
Das ist er nicht, ich habe es aber auch nicht behauptet, oder?
Ich bin hier kein Überapostel und ich habe auch nicht das absolute Verständnis gepachtet. Generell gilt: Gott gibt das Verständnis.
Überall dort, wo sich Widersprüche auftun, ist es anzunehmen, daß etwas mit dem Verständnis im Argen ist.

Wenn ich etwas nicht korrekt schreibe, dann ist es für mich alles andere als schlimm, wenn ich korrigiert werde. Denn: Ich lasse mich gerne überzeugen und möchte, daß die Wahrheit verbreitet wird.
Allerdings mit Argumenten aus der Bibel, wenn es um die Bibel geht. Nicht etwa aus dem Katechismus, , theologischen Büchern, irgendwelchen historischen Schriften, oder aus traditionellen Überzeugungen oder was auch immer.
Ich freue mich, wenn es Christen gibt, die mich überzeugen können. Und ich weiß, daß es sehr wichtig ist, offen für echte Argumente zu sein.

Alle die, die deiner Meinung sind, und sich deinem "Boykott" anschließen, bewirken nämlich... ...nichts. Weniger bewirken kann man eigentlich gar nicht. Sich komplett zu versperren ist Unsinn. Gründe eine eigene Partei, überleg dir eine wahlstrategie, ergreif die Initiative,...
Es bleibt festzustellen, daß ich nicht von dauerhaftem Boykott sprach.
Es ist wohl nicht ganz deutlich geworden, aber die Überschrift sagt es aus: "Wahlboykott? Oder gibt es eine bessere Alternative?" Jeweils mit Fragezeichen dahinter, soll heißen: Es ist eine Fragestellung, wenn es bessere Wege gibt, dann her damit.

Daß ich keine Partei gründe ist nach obigen Worten wohl klar, aber Du hast recht, das wäre sonst eine Alternative. Wer dies tun will, der tue es. Aber wie hier schon angesprochen wurde: Es gibt auch die Möglichkeit selbst etwas zu bewirken, lokal. Jeder für sich kann dies tun, nicht nur politisch.

Zum Wahlführerschein:
Wieder so eine Idee, die auf den ersten Blick toll aussieht, aber wo man sich doch vielleicht Gedanken machen sollte, anstatt soetwas blind zu befürworten...
Habe ich gesagt, daß man es blind befürworten soll?
Ehrlich gesagt, macht es keinen Spass auf Deinen Beitrag einzugehen, weil er ungerecht und extrem emotional ist. Schade.

Geändert von sailor (06.03.2007 um 19:29 Uhr).
 
 
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Alt 06.03.2007, 16:36   #27
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Naja. Monarchie ist wirklich schwachfug, weil dann Leute in ihren Herrscherstand hineingeboren werden. Nichtmal England überlässt die Entscheidungsgewalt allein der Königin. Was wäre denn wen Politik dem Thronfolger nicht liegt?

Ausserdem ist der 1. Weltkrieg aus der Monarchie resultiert und Deutschland mal wieder zu den bösen geworden, weil der bescheuerte deutsche kaiser mit dem ebenso bescheuerten österreichischen regenten verwandt war. Monarchie? Nein danke.

Das Boykott denken ist aber witzigerweise das was die Politiker und Lobbyisten wollen. Da die Unterschicht und die untere Mittelschicht klar den größeren Teil der Bevölkerung stellen, soll bei diesen bewusst Politikverdrossenheit herrschen, weil wir den "oberen" so richtig an den Karren pissen können. Wer geht denn wählen wenn die unteren das nicht mehr tun? Klar, die oberen. Um die wird sich politisch auch mehr gekümmert als um uns.

Beweis ist zb Kurt Becks vorschlag, mal die steuerschlupflöcher für unternehmen wie siemens zu stopfen, aber die ist im Sande verlaufen, warum? Weil genug leute dafür bezahlt werden, das sie das verhindern. Seitens früherer CDU Regierungen wurde den Unternehmen ordentlich das Geld in den hintern geblasen. Finde ich.

Aber du stellst eine schöne Feststellung auf, das eben die großen Parteien mehr gewählt werden als die kleinen. Obwohl die teilweise genau dasselbe fordern und qualitativ oft nicht schlechter sind. Zuerstmal ist da die CDU. Man war eine der ersten Parteien die wieder als Partei fungieren durften, nach dem Krieg, hatte sich aus der größtenteils katholischen Zentrumspartei geformt und man hatte später ja auch Konrad Adenauer, der vor zig jahren kriegsgefangene aus russland geholt hat, worauf man die CDU natürlich prompt jahrelang wählen musste. Ausserdem hat man das schöne C im namen, das soll christlich heissen, angeblich. Fakt ist das die CDU in den meisten Vorhaben, überhaupt gar keine christlichen werte drin hat, oder damit vermitteln will. Wer sich eine Religion in den Namen schreibt, sollte bitte auch in deren interessen handeln, machen die anderen Parteien ja auch.

Dann ist da die SPD. Die SPD war immer schon als Arbeiterpartei beliebt und ist meines wissens nach die älteste der Bundestagsparteien. Man konnte auch kein Alt-Nazi sein wenn man in der SPD war, da die ja verboten war unter eben jenen Nazis.

Ein Herr Helmut Kohl schimpft sich ja auch noch "Vater der deutschen Einheit", damit ihn genug ostdeutsche wählten (zumindest eine zeit lang), dieses ziel hat er erreicht, ganz im stile konrad adenauers.
 
 
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sailor
Alt 06.03.2007, 21:09   #28
Standard

Das Folgende spricht dafür, daß der Wahlboykott einiger doch etwas bewirken
könnte. Reaktionen von Politikern:
http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...8_REF1,00.html

"Warum haben wir kein Feld "Enthaltung" zum Ankreuzen?
Ich bin mir sehr sicher,
dass wir dann wieder hohe Wahlbeteiligungen hätten."

Quelle: tagesschau.de-Forumsteilnehmer "Matthias Dilthey" zur niedrigen Wahlbeteiligung


Edit:
Mal eine weitere Frage: Sollte man Wahlen mit weniger als 50% Beteiligung nicht für ungültig erklären? Im Internet wurde an anderer Stelle die Frage gestellt. Immerhin kommt es ja sonst mgl. zu starken Verzerrungen der Volksmeinung durch die wenigen Wähler.

Geändert von sailor (06.03.2007 um 21:41 Uhr).
 
 
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Felicitas
Alt 07.03.2007, 12:21   #29
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hm ich glaub spontan nicht dass ein "ich enthalte mich" kreuzl die wahlbeteiligung nach oben schießen lässt. man kann die wahlzettel ja auch schließlich jetzt schon ungültig machen und damit seiner meinung auf ähnlicher weise zeigen.

ich glaub ja dass die meisten schlichtweg zu faul sind wählen zu gehen. vormittags aus dem bett quälen, einmal durchs dorf latschen, dann anstehen um sein kreuz zu machen und dann wieder zurücklatschen. gepaart mit dem gedanken "eine stimme mehr oder weniger macht schon nix aus". da bleiben wohl einige gleich lieber im bett liegen. und ich glaube nicht mal dass das etwas mit einer ablehnung der partein zu tun hat, sondern mit einem allgemeinem desinteresse politik gegenüber. und ich glaube die ursachen für dieses desinteresse sind vielseitig. gibt es statistiken darüber wieviele neuwähler es bei jeder wahl gibt? so dass man vllt rückschlüsse auf die politische aufklärung/bildung in der schule ziehen könnte?

mit den 50% - ich weiß nicht. immerhin geben die die nicht wählen gehen ja auch eine meinung ab, nämlich "mir egal". ich glaub kaum dass man das volk mit so ner 50% regelung dazu zwingen kann sich gedanken zu machen. ich würde ja vllt soweit gehen zu sagen das der ein oder andere es ganz witzig finden würde sich das schauspiel "wahl" anzusehen wenn immer wieder neu gewählt werden würde weil die 50% nicht erreicht werden.

und daraufhin gleich die nächste frage: es gibt ja wohl genug menschen die schlichtweg kein interesse an politik haben und trotzdem wählen gehen (ich gestehe - ich gehöre dazu). also wonach wählen die dann? nach sympathie, oder vllt das was ihr umfeld wählt, ihre eltern oder andere meinungsführer in ihrem umkreis. ist der ansatzpunkt also nicht primär die wahlbeteiligung zu erhöhen, sondern die bürger zu animieren sich gedanken zu machen. nur - du kannst keinen zwingen sich politische sendungen anzusehen, wahlprogramme zu lesen - wie motiviert man also die bürger sich zu informieren und sich dann wirklich eine meinung zu bilden?
 
 
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Alt 07.03.2007, 12:47   #30
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Die Wahlbeteiligungen in älteren, etablierten Demokratien liegen fast immer noch unter der in Deutschland, da kann man sich fast ein beliebiges Land dieser Kategorie ansehen. Von niedriger Wahlbeteiligung auf Bundesebene kann in Deutschland keine Rede sein. Bei der Wahlbeteiligung auf anderen Ebenen, seien es niedrigere oder höhere, sieht das natürlich anders aus. Auf Landes- oder Kommunalebene macht das sicher jeder für sich aus - und mal ehrlich, wer weiß schon, was die Kommunen denn tatsächlich regeln? Und was das europäische Parlament angeht kann ich sehr gut verstehen, da nicht zu wählen, solange die Europäische Union nicht endlich mal deutliche Schritte in die parlamentarische Richtung geht.

Es wurde schon mehrfach von der Verantwortung der Bürger gesprochen, die sehe ich auch, aber die darf bitte nicht erzwungen werden. Eine Wahlpflicht (deren Verhältnismäßigkeit ich sogar irgendwo bejahen würde) wäre ein unnötiger Zwang mehr in diesem Staat.
Der Bürger muss doch zu der Einsicht kommen, dass es nicht schlau ist, anderen die Entscheidungen zu überlassen und hoffentlich dann wieder wählen.

Zitat von sailor
Mal eine weitere Frage: Sollte man Wahlen mit weniger als 50% Beteiligung nicht für ungültig erklären? Im Internet wurde an anderer Stelle die Frage gestellt. Immerhin kommt es ja sonst mgl. zu starken Verzerrungen der Volksmeinung durch die wenigen Wähler.
Das sollte man tunlichst unterlassen, das könnte je nach Demokratiesensibilität schön als Wahlfälschung betrachtet werden, das "für ungültig erklären lassen" - obwohl gültig. Der Begriff "gültig" ist hier natürlich dehnbar, aber soweit darf man nicht gehen. Maßgeblicher als die Wahlbeteiligung ist doch, dass jeder wahlrechtsgemäß das Recht hatte zu wählen.

Würde man aus Wahlrecht Wahlpflicht machen oder Wahlen mit extrem niedriger Beteiligung wiederholen lassen, dann käme es zu einer massiven Verzerrung der Volksmeinung. Der Jahrzehntelange Nichtwähler wird sich kaum denken "Toll, ich kann hier mitgestalten", sondern eher irgendwo ein kreuz machen und bloß nach hause wollen.

Geändert von michaelg (07.03.2007 um 13:51 Uhr).
 
 
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Krashok
Alt 07.03.2007, 12:51   #31
Standard

feli:
man muss ja nicht morgens um 9 wählen gehen ..ich mach das auch immer so abends 17 uhr ..da kann man selbst wenn man den abend zuvor voll war wie 10 russen dann schön zur wahl steuern

in dem letzten abschnitt hast du leider ziemlich recht und die leute lassen sich denke ich nicht irgendwie einfach so motvieren, das muss schon aus eigenem antrieb heraus geschehen
 
 
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Felicitas
Alt 07.03.2007, 13:05   #32
Standard

na ich geh mal von mir aus. ich hab das letzte mal wahlprogramme gelesen, eben weil ich nicht zu denen gehören wollte die "sich nicht informieren". ich habs widerwillig getan. weil ich einfach nur leere phrasen vermute, versprechungen, große worte. und das ist mE bei jeder partei so. das ist ja auch irgendwie der sinn von werbung, und nichts anderes machen die ja. n bissl übertreiben, ein paar große worte um aufmerksamkeit zu bekommen und ein paar versprechen um die pot. wähler dann rumzukriegen. als ich bei der letzten wahl mir tatsächlich mal ein paar reden im tv angesehen hab ist mir sprichwörtlich das kotzen gekommen. ein westerwelle ist da das paradebeispiel: der kann meckern ohne ende, alle programme anderer partein salopp gesagt als schwachsinn hinstellen, aber in der ganzen rede hört man nicht einen gegenvorschlag. man hört ständig nur was alles falsch läuft, was "die anderen" alles falsch machen, gegenvorschläge findet man selten. und mehr noch kompromissbereitschaft findet man fast nirgendwo. genauso wie man selten findet dass eine partei einer anderen zustimmt wenn man nicht gerade eh zusammen arbeitet. als ob es der job wäre dagegen zu sein und man das gesicht verlieren würde wenn man mal einer reform oder sonstigem zustimmen würde.

und dieses ganze theater, dieses schauspiel, dieses drama was da gespielt wird und ganz ehrlich - politik in den medien ist für mich einfach nur großes theater, widert mich an. es macht eine neutrale meinungsbildung unnötig schwer, es weckt bei mir antisympathie gegenüber politik. ich will mich diesem theater entziehen. und ich denke so geht es vielen. nirgendwo werden wahrheiten so verdreht wie in der politik. nirgendwo findet man mehr rumgezicke. und das widert mich an und bringt mich dazu mich nicht mehr damit zu beschäftigen. was mach ich also? ich geh wieder nach sympathie wählen. wer am symphatischsten in diesem theater auftritt bekommt eben die stimme.

was bleibt einem also übrig um sich wirklich neutral eine meinung zu bilden? sich geschichtlich interessieren. im prinzip kann man aktuelle reden komplett ausblenden und seine meinung in der geschichte finden. in dem man sich wissen anhäuft über vergangene wahlen und wahlprogramme und das was dann umgesetzt wurde.wie verschiedene koalitionspartner miteinander harmoniert haben, wie sehr sie an einem "strang gezogen haben", wie gut sie das umgesetzt haben was sie versprachen. und das ist fleißarbeit. da reicht es nicht sich die letzten 2 jahre anzusehen, sondern man muss viel weiter in die geschichte eindringen - find ich zumindest.

ich hatte nie politik als unterrichtsfach. was ich hatte war geschichte und sozialkunde. in sozialkunde hat man über aktuelle wahlen geredet, man hat in der OBERSTUFE bilder aus zeitungen ausgeschnitten und auf note ein kollage gemacht. in geschichte wurde zwar vom mauerfall geredet und blablubb blabla, aber über die politik in der zeit, über die wahlen, die wahlprogramme wurde kaum was gesagt. schon in der schule fehlen die grundlagen um sich eine meinung zu bilden. und in dem fall denk ich wirklich auch dass die schüler ihre eltern prägen können. *fasel*
 
 
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sailor
Alt 07.03.2007, 16:19   #33
Standard

Zitat von felicitas:
hm ich glaub spontan nicht dass ein "ich enthalte mich" kreuzl die wahlbeteiligung nach oben schießen lässt. man kann die wahlzettel ja auch schließlich jetzt schon ungültig machen und damit seiner meinung auf ähnlicher weise zeigen.
Die Frage ist: Wird das registriert oder irgendwo in Statistiken aufgeführt? Dabei ist auch interessant: Ist da dann klar erkennbar, daß das Absicht war, oder vielleicht doch nur ein Versehen? Das wäre wichtig.

Das mit dem "Ich enthalte mich- Kreuz" könnte funktionieren, wenn in den Medien und offiziell von den Parteien deutlich gemacht wird:

"Wer dieses Feld ankreuzt, der kann damit signalisieren, daß er mit der aktuellen Politik allgemein (bei allen Parteien) unzufrieden ist."

Wenn das also klar definiert ist. Dann würden vermutlich viele sagen: "Okay, dann gehe ich zur Wahl und zeige es denen."

Das tun ja schon manche etwa durch die Wahl rechter Parteien. Dabei ist die Wahl solcher (sowieso) und auch irgendwelcher anderer Parteien, hinter denen man nicht wirklich steht, absolut falsch. Dann lieber gar nicht.
 
 
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Krashok
Alt 07.03.2007, 17:17   #34
Standard

Die Enthaltung geschieht ja schon durch abwesenheit also wozu da ein kreuz ?

die die kein bock haben - wie feli schon schön sagte - werden erst recht nicht dahin gehen und ihr kreuz bei "is mir scheiss egal" machen..die werden weiterhin zu hause bleiben.
 
 
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