Zitat von baedr:
Sailor, ich glaube du siehst das ganze etwas zu einfach... Eine Monarchie lässt sich unmöglich aufbauen, ich denke, damit müssen wir uns abfinden. Und dass dann wirklich jeder Thronerbe ein guter könig ist, lässt sich nicht garantieren, und eine Monarchie ist einfach nicht mehr zeitgemäß und lässt sich nicht mit der momentanen Weltwirtschaft vereinbaren.
Lass mich doch ein bisschen denken und diskutieren. Warum ist das Deiner Meinung nach nicht mit der heutigen Zeit und Wirtschaft zu vereinbaren? Weil es mittlerweile so viele Demokratien gibt? Aussenminister und Innenminister u.s.w. hat ein König auch...
Er kann nur viel schneller Entscheidungen treffen und dabei kommt es nicht zu breiigen Verwischungen ohne Kraft, weil es eben keinen Konsens braucht. Kein ewiges diskutieren, nochmals diskutieren und letztlich aus Lobbymotiven handeln.
Es darf angenommen werden, daß ein König von den Wirtschaftslobbyisten viel schwieriger zu erreichen ist, es sei denn es ist ein verarmter König.
Zu dem Gottes-Staat:
Ich denke wir haben die Zeiten zum Glück überstanden, wo man die Freiheit nicht hatte, seine Religion zu wählen, sondern einem die Religion aufgezwungen wurde.
So einen Gottesstaat möchte ich nicht gründen. Wie kommst Du darauf? Staat und Christen sind in der Bibel klar getrennt und zu trennen. Deshalb habe ich ja auch schon an vielen Stellen in anderen Threads erwähnt, daß die staatliche Vernetzung der Landeskirchen (etwa über KdöR, theologische Universitäten etc.) dem Wort Gottes widerspricht.
Wovon ich spreche ist: Der Politik hilft das Wort Gottes, wie auch einem König, wie jedem Menschen. Wir können dafür bitten, daß ihnen Weisheit gegeben wird -für ihre Entscheidungen.
Christen kannst Du in der Politik nicht finden, nur viele, die sich darüber noch nicht im klaren sind, daß es falsch ist. Auch solche, die es auf keinen Fall einsehen wollen: Etwa in der PBC.
Das nächste Problem ist, dass man eine möglichst eindeutige Verfassung benötigt, welche ja durch die Bibel nunmal überhaupt nicht gegeben ist. Ich weiß, dass du der Meinung bist, dass die Bibel eindeutig ist, aber ich hoffe, dass du trotz deiner Engstirnigkeit einsiehst, dass es extrem große Differenzen und Ansichten hinsichtlich der Interpretation der Bibel gibt, und jeder sie berechtigterweise anders versteht.
Wie gesagt, ich will hier nichts vernetzen. Aber: Unser Grundgesetz ist ganz eindeutig auch durch die Bibel geprägt, da das Christentum seit -man kann fast sagen Jahrtausenden- unser Denken in Europa geprägt hat: Bedenke: "Heiliges römisches Reich deutscher Nationen" u.s.w..
Es ist nicht abgeschrieben, aber es enthält wesentliche Elemente daraus. Das ist auch gut so.
Ich mit meiner "Engstirnigkeit" sehe das durchaus, aber das mit dem "berechtigterweise" sehe ich durchaus anders. Denn es beruht nicht auf der Bibel, die verständlich ist, sondern auf der Tatsache, daß die Menschen bestimmte -für sie und ihre Pläne ungünstige Verse und Kapitel- schlicht so nicht hören
wollen. Daher wird das Auslegen gerne zum Verdrehen und Verbiegen.
Du hast also recht: Es herrscht Uneinigkeit. Aber nicht unter Christen, sondern unter solchen, die sich so bezeichnen -und den anderen Nichtchristen.
Nicht jeder, der die Bibel anders versteht, als sailor ist ein Idiot. Er versteht sie einfach anders.
Das ist er nicht, ich habe es aber auch nicht behauptet, oder?
Ich bin hier kein Überapostel und ich habe auch nicht das absolute Verständnis gepachtet. Generell gilt: Gott gibt das Verständnis.
Überall dort, wo sich Widersprüche auftun, ist es anzunehmen, daß etwas mit dem Verständnis im Argen ist.
Wenn ich etwas nicht korrekt schreibe, dann ist es für mich alles andere als schlimm, wenn ich korrigiert werde. Denn: Ich lasse mich gerne überzeugen und möchte, daß die Wahrheit verbreitet wird.
Allerdings mit Argumenten aus der Bibel, wenn es um die Bibel geht. Nicht etwa aus dem Katechismus, , theologischen Büchern, irgendwelchen historischen Schriften, oder aus traditionellen Überzeugungen oder was auch immer.
Ich freue mich, wenn es Christen gibt, die mich überzeugen können. Und ich weiß, daß es sehr wichtig ist, offen für echte Argumente zu sein.
Alle die, die deiner Meinung sind, und sich deinem "Boykott" anschließen, bewirken nämlich... ...nichts. Weniger bewirken kann man eigentlich gar nicht. Sich komplett zu versperren ist Unsinn. Gründe eine eigene Partei, überleg dir eine wahlstrategie, ergreif die Initiative,...
Es bleibt festzustellen, daß ich nicht von dauerhaftem Boykott sprach.
Es ist wohl nicht ganz deutlich geworden, aber die Überschrift sagt es aus:
"Wahlboykott? Oder gibt es eine bessere Alternative?" Jeweils mit Fragezeichen dahinter, soll heißen: Es ist eine Fragestellung, wenn es bessere Wege gibt, dann her damit.
Daß ich keine Partei gründe ist nach obigen Worten wohl klar, aber Du hast recht, das wäre sonst eine Alternative. Wer dies tun will, der tue es. Aber wie hier schon angesprochen wurde: Es gibt auch die Möglichkeit selbst etwas zu bewirken, lokal. Jeder für sich kann dies tun, nicht nur politisch.
Zum Wahlführerschein:
Wieder so eine Idee, die auf den ersten Blick toll aussieht, aber wo man sich doch vielleicht Gedanken machen sollte, anstatt soetwas blind zu befürworten...
Habe ich gesagt, daß man es blind befürworten soll?
Ehrlich gesagt, macht es keinen Spass auf Deinen Beitrag einzugehen, weil er ungerecht und extrem emotional ist. Schade.