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Verbalattacken Linkspartei - SPD _ immer immensere Diskreditierung der Linken

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michaelg
Alt 29.05.2007, 22:15   #1
Standard Verbalattacken Linkspartei - SPD _ immer immensere Diskreditierung der Linken

Der Ton zwischen Linkspartei und den Sozialdemokraten erreichte in den letzten Tagen eine enorme Schärfe. Lafontaine sagte dem Deutschlandfunk, die SPD müsste sich mittlerweile die "Sozialabbau-Partei-Deutschlands" nennen, außerdem sei Müntefering ein "Großmaul" mit "intellektuellen Defiziten".

Eine Zusammenarbeit mit der SPD wurde nicht grundsätzlich verneint, Bedingung hierfür sei natürlich, eine soziale Politik der Sozialdemokraten.

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/629142/

Beck hingegen sprach sich wiederholt kategorisch gegen eine Zusammenarbeit aus und hatte den Eindruck, Lafontaine würde durchdrehen, u.a. weil Lafontaine bei Christiansen am 20. Mai der Bundeswehr Terrorunterstützung vorwarf (mehr zur Debatte).

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/...484931,00.html

SPD Bundesminister Gabriel forderte die Partei zu einem härterem Umgang mit der Linkspartei auf und ermutigte die SPD um die Deutungshoheit dessen, was die SPD links nennt, zu kämpfen. Gleichzeitig sprach er Lafontaine den linken Charakter ab und diffamierte ihn aufgrund der Kritik am Afghanistaneinsatz als "Helfershelfer der Taliban".

Quelle: FAZ.net

Der Sozialdemokrat Ludwig Stiegler äußerte sich gegenüber Spiegel Online:
"Oskar Lafontaine kann wie der gefallene Engel Luzifer nur noch zerstörerisch wirken". Über Lafontaine liege der "Fluch der Spaltung der Arbeiterbewegung, die in der deutschen und europäischen Geschichte nur Unheil angerichtet hat."

Quelle: Spiegel Online

Schlimm wie die sich zerstampfen. Aber mal der Reihe nach. Lafontaines Kritik am nicht ganz neuem unsozialem Bild der SPD ist in den Einzelpunkten, die Lafontaine nennt, unwiderlegbar richtig, gemeint sind die Sozialreformen insbesondere explizit z.B. Hartz IV, Rente mit 67. Unwiderlegbarkeit zielt hier lediglich auf die Feststellung der Tatsache, dass die von den Sozialdemokraten sowohl seit 1998 als auch seit 2005 umgesetzten Inhalte nicht mehr sozial sind - ungeachtet der umstrittenen Notwendigkeit genannter Entscheidung. Um hier die Definitionsfrage zu unterbinden: meine schwammige Formulierung "nicht mehr sozial" meint den vielfach kritisierten Um- und Abbau von Sozialstaatlichkeit.

Beleidigungen sind nicht korrekt, können in dieser Diskussion aber vernachlässigt werden, da sie von beiden Seiten kamen und ohnehin nicht sachdienlich sind.

Lafontaines Äußerungen zum Bundeswehreinsatz waren sicherlich unglücklich, aber zutreffend, schließlich ging es um eine enge Terrordefinition von Töten. Und wer möge bestreiten, dass ein Soldat tötet, ganz gleich ob er eigentlich aufklärt, beobachtet, aufbaut, bewacht? Wer dies bestreiten mag, sei an die Entscheidungs des Bundesverfassungsgerichtes von 1995 erinnert, dass die Aussage "Soldaten sind Mörder" (BVerfGE 93, 266) keine Beleidigung ist, erinnert. Aber das nur am Rande, die Frage in diesem Punkt ist ja, inwiefern militärisches Handeln mit Terror vergleichbar oder gar gleichzusetzen ist und ganz konkret, ob es diese Behauptung überhaupt tatsächlich gab.
Lafontaines in Wirklichkeit sehr differenzierte Äußerungen (es ging ihm um eine Verhinderung der mittelbaren Beteiligung der Bundeswehr an seiner Auffassung nach rechtswidriger Gewalt, was - nicht nur nach Lafontaine - durchaus Terror genannt wird) waren der SPD natürlich eine Steilvorlage erster Sahne.

Und umgekehrt? Gabriels Aussage, Lafontaine sei Helfershelfer der Taliban ist meilenweit Schlimmer, weil expliziter und absurder. Kein einzelner Abgeordneter im Bundestag, ganz gleich welcher Partei oder Fraktion er angehört, hätte Interesse an Unterstützung der Taliban. Die Linkspartei hat grundsätzlich stets nie Interesse an Unterstützung von Gewalt, selbst gegen gewaltlose Soldateneinsätze stimmt sie.

Stieglers Aussage ist ebenfalls purer Unsinn, wenn er Lafontaine unter den Fluch der Spaltung der Arbeiterbewegung stellt. Warum? Ganz offensichtlich weil es eben die SPD ist, welche Zusammenarbeit ausschließt - nicht aber so die Linkspartei.



Es muss endlich einmal Schluss sein mit diesen sinnlosen Populismusvorwürfen. Kurzfristig wird es wohl aber mehr noch eskalieren. Die SPD wird hoffentlich bei ihrem Versuch Scheitern durch diese andauernden Diskreditierungen die Linkswähler zurückgewinnen - sie muss scheitern, weil die SPD weder sozialdemokratische Politik macht noch vorhat, sie zu machen. Diesen Rückwärtslinksruck würde sich die Basis sicher wünschen, die Spitze hat sicher die Hosen voll, aus Angst die Wähler der Mitte, die Seeheimer etc zu verlieren.

Geändert von michaelg (30.05.2007 um 00:52 Uhr).
 
 
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DerAssie
Alt 30.05.2007, 15:09   #2
Standard

Wo Er Recht hat da hat Er Recht.
Deutschland ist unerträglich für Leute die keine Großaktionäre, Vorstandsmitglieder oderFirmeneigner grösserer Firmen sind.
 
 
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El Sparko
Alt 30.05.2007, 19:54   #3
Standard

dann wander doch aus du held! schließlich ist eine linke gesinnung eine gefahr für unseren staat. nicht umsonst müssen wir den g8 gipfel mit einem 12 millionen euro teuren zaun sichern. das sind alles nur die linken krawallmacher. wegen denen musste man schon in der weimarer republik die notstandsgesetze ausrufen, weil sie mal wieder den reichstag angezündet hatten. gäbe es sowas wie bannmeile heute nicht, dann würde sicher schon wieder berlin brennen.

ist also völlig gerechtfertigt gegenüber den ganzen linksextremen eine strikte "no tollerance" zu fahren. die npd wollen sie verbieten und die schlimmeren linken sollen regieren? nicht in meinem vaterland!
 
 
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Krashok
Alt 30.05.2007, 20:21   #4
Standard

Deutschland ist unerträglich für Leute die keine Großaktionäre, Vorstandsmitglieder oderFirmeneigner grösserer Firmen sind.
ich bin keins davon und mit gehts sehr gut hier ..komisch
 
 
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OrionX
Alt 30.05.2007, 20:30   #5
Standard

Zitat von DerAssie
Wo Er Recht hat da hat Er Recht.
Deutschland ist unerträglich für Leute die keine Großaktionäre, Vorstandsmitglieder oderFirmeneigner grösserer Firmen sind.
ja ganz schrecklich. och bitte, hör endlich auf zu jammern das du so wenig hast und geh scheisse nochmal arbeiten wenn du mehr willst. In der Steinzeit gabs keine regierungen, da wärst du einfach irgendwo verhungert und verrottet mit deiner moral. die meisten die Firmeneigner grösserer Firmen sind haben dafür gearbeitet, sowas wächst nicht am baum.

zu dem gebrabbel: Lafontaine ist ein aufmerksamkeitsheischender Populist. Das war er schon in den SPD zeiten, das ist er auch bei der Linken. (meine meinung) Und dieser Beleidigungskindergarten den die da oben abhalten ist ein niveau wo sich kein ernstzunehmender politiker bewegen sollte.

In der Linken ist der, meiner meinung nach, normalste und klardenkenste der Gysi, der sieht die dinge wenigstens realistisch und denkt noch wie ein mensch und bürger, nicht wie irgendwer hochgestochenes.

dann wander doch aus du held! schließlich ist eine linke gesinnung eine gefahr für unseren staat. nicht umsonst müssen wir den g8 gipfel mit einem 12 millionen euro teuren zaun sichern. das sind alles nur die linken krawallmacher. wegen denen musste man schon in der weimarer republik die notstandsgesetze ausrufen, weil sie mal wieder den reichstag angezündet hatten. gäbe es sowas wie bannmeile heute nicht, dann würde sicher schon wieder berlin brennen.
siehs mal so. Du installierst eine Firewall doch auch um nur die pakete zuzulassen die du willst. Nix anderes ist dieser zaun. obwohl das nicht zum thema gehört. Als Mensch find ich es auch scheisse was da abgezogen wird, aber sag mir bitte eine wirklich sichere alternative wo die bürgerrechte voll gewahrt werden und höchste sicherheit garantiert. Gäb es keine deppen die meinen indem sie menschen verletzen (sprech diesen politikern egal was sie tun nicht ihr menschsein ab) müsste man nichts dergleichen machen. Und sorry, ICH sehe keine wirklich sichere alternative. Kennedy war ein guter US Präsident der sowas nicht wollte, nun ist er tot. Da gehts um Menschenleben, nicht um etwas wirtschaftliches. Stell dir mal vor irgendein irrer zündet einen sprengsatz in der menge, was würde geschehen? Tote, Verletzte und alle schreien: Hätte man das nicht durch präventivmaßnahmen verhindern können?

Desweiteren ist zu sagen: Beide extreme von Links und Rechts sind gelinde gesagt arg beschissen. Rechts sahst du in der Nazizeit hier, links siehst du heute in China. Beide wegen bringen das gleiche resultat.

Geändert von OrionX (31.05.2007 um 12:10 Uhr).
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 31.05.2007, 09:18   #6
Standard

Zitat von OrionX
Und dieser Beleidigungskindergarten den die da oben abhalten ist ein niveau wo sich ein ernstzunehmender politiker bewegen sollte.
Ich unterstelle Orion direkt dass er an genau einer Stelle eine Verneinung vergessen hat und sagen wollte dass sich kein Politiker sich diese nieveaulose Art von Beleidigungen und kindischem Hin- und Zurückschießen leisten sollte.

Da steh ich dann voll und ganz dahinter. An solchen Sachen disqualifizieren sich viele Leute ganz einfach selbst.

Und wir im Forum sollten auch damit aufhören stur gegen andere Leute zu hämmern, von denen wir wissen dass sie na andere politische Einstellung haben und einfach mal über sinnvolle Inhalte reden...
 
 
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tschiech
Alt 03.06.2007, 19:06   #7
Standard

baut die mauer auf... äh was? hab ich des laut gsagt? sorry war n versehen.. ich mein - was mein ich eigentlich?
keine ahnung zu sowas fällt mir ehrlich gesagt schon lange nichts mehr ein!

lafontaine, der privatjet-jünger, sag mal, wenn ich den seh muss ich eh nur noch lachen - früher hab ich umgeschaltet, heute muss ich lachen..
ich glaub sogar, dass der kerl gar nich so saublöd is wie er tut, nur er findet ahlt in einer ernstzunehmenden partei keinen platz an der sonne.
dünnschiss von sich zu geben is für ihn die einzige möglichkeit aufmerksamkeit zu bekommen, das hat anscheinend auch er gemerkt.

und mei assi, was soll man dazu sagen.. wie wars steinewerfen in rostock? hast der obrigkeit mal wieder gezeigt was ne harke is oder?
 
 
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michaelg
Alt 04.06.2007, 11:08   #8
Standard

mei tschiech, wie wäre es mal mit etwas Sachlichkeit? Oben stehen auch ein paar aktuellere Statements, falls du da Gelegenheit brauchst. Wie der Privatjetstreit ausgegangen ist, weißt du sicher auch noch, auch wenns schon fast zwei Jahre her ist. Naja, immerhin aktueller als die Mauerkiste...

Zitat von tschiech
ch glaub sogar, dass der kerl gar nich so saublöd is wie er tut, nur er findet ahlt in einer ernstzunehmenden partei keinen platz an der sonne.
Naja lassen wir das mal als sachlich durchgehen. Also Herr Lafontaine soll in einer ernstzunehmenden Partei keinen Platz an der Sonne finden. Ist jetzt gemeint, die SPD ist eine ernstzunehmende Partei und die Linkspartei.PDS nicht? Also, wenn dann beide nicht. Oder gar gar keine. Wenn er in einer "ernstzunehmenden" Partei keinen "Platz an der Sonne" findet, liegt das an ihm oder an den Parteien? Wie dem auch sei, als wenn es ums Ergattern von Aufmerksamkeit ginge.

Wenn du mit 'Mauer aufbauen' kommst, tust du das gleiche, was du anderen vorwirfst, nämlich "Dünnschiss" von dir geben.
 
 
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Ghelli
Alt 04.06.2007, 13:59   #9
Standard

Radikalismus ist weder in die eine noch in die andere "Richtung" gut.
Es bedeutet im Zusammenhang mit Politik eine 0 Toleranz welche sich lediglich durch kleine Kompromisse kompensieren läßt.
Die Leid tragenden sind teile der Bevölkerung, frei nach dem Motto "Heute die morgen Du".
Es ist darüber hinaus falsch einer Partei wie z. B. der SPD vorzuwerfen sie sei am Sozialabbau in Deutschland schuld.
Auch Äußerungen die eine Verunglimpfung von Franz Müntefering bedeuten sind meiner Meinung nach kein Weg.
Ich äußere mich nicht einmal darüber ob es der Wahrheit entspricht oder nicht.
Doch meckern kann jeder. Dazu gehört nicht gerade viel.
Meine Frage, die mir so im Kopf herum schwirrt ist folgende:

Was hat die Linkspartei, denn diese stellt ja selber den Pranger auf, selbst geleistet?
 
 
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Rohen
Alt 04.06.2007, 15:06   #10
Standard

Die Ausschreitungen beim G8 waren wohl das Beschissenste seit langem ...
Keiner kann mir erzählen das man mit Gewalt gegenüber Polizisten, die alle eine Familie haben etc. etwas an der Weltpolitik ändern kann.
Der größte Teil dieser hirnverbrannten Steinewerfer war nur da um einwenig Chaos zu stifften, also rein aus Fun.
Die wirklichen Demonstranten haben sich bei diesen Gewaltausartungen zurück gezogen. Das sollte eine friedliche Demo werden.
Obwolh ich meine, dass Demos den Großteil der Politiker, egal aus welchem Land, wenig kratzen. Trotzdem sollten wir dieses Recht nutzen.

Was da nun zwischen SPD und Linkspartei abläuft interessiert mich relativ wenig, wenn die meinten sie müssen sich gegenseitig die Fehde an die Hacken heften, dann bitte. Der Normal-Bürger merkt davon eh nichts u.
sollte sich im Normalfall auch davon distanzieren ... denn diese Deppen haben wir gewählt. Damit meine ich nicht, dass nun CDU oder schlimmer NPD gewählt werden sollen. Ich meine eher, dass Deutschland Menschen fehlen, die wirklich dem Volk dienen und nicht ihrer Geldbörse oder sonst irgendwelchen Interessensgruppen, denen sie selbst noch angehören.

Noch ein Zitat: "Politik ist die Hure der Großunternehmer/Wirtschaft."

PS: Warum sind die meisten, die sich für Politik "interessieren" entweder Tendenz Links oder Rechts? Wie wäre es mal mit etwas mehr Liberalen, die aus der goldenen Mitte?
 
 
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michaelg
Alt 04.06.2007, 16:03   #11
Standard

Zitat von Ghelli
Es ist darüber hinaus falsch einer Partei wie z. B. der SPD vorzuwerfen sie sei am Sozialabbau in Deutschland schuld.
Dann distanziere man sich vom Schuldbegriff und stelle fest, dass die SPD Sozialabbau treibt und betrieben hat. Immer noch falsch?
 
 
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Ghelli
Alt 04.06.2007, 16:55   #12
Standard

Zitat von michaelg
Dann distanziere man sich vom Schuldbegriff und stelle fest, dass die SPD Sozialabbau treibt und betrieben hat. Immer noch falsch?
Ähm, friede sei mit dir!

Belege deine Aussage bzw. deine Frage doch mal.
Bin total gespannt.

Danke
 
 
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El Sparko
Alt 04.06.2007, 17:47   #13
Standard

ok was haben die stichworte "agenda 2010" und "hartz iv" nicht mit sozialabbau zu tun? gemeint ist dabei der abbau des sozialen sicherungsnetzes. das beinhaltet keine wertung ala "aber das war doch notwendig wegen xyz", das ist rein nüchtern erstmal ne tatsache.

und ich behaupte nicht die christenunion hätte es anders gemacht.
 
 
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Ghelli
Alt 04.06.2007, 17:56   #14
Standard

Zitat von El Sparko
und ich behaupte nicht die christenunion hätte es anders gemacht.
Danke für diese weisen Worte!
Es ist also überflüssig einer einzelnen Partei den "schwarzen Peter" zuschieben zu wollen.

 
 
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michaelg
Alt 04.06.2007, 17:58   #15
Standard

Zitat von Ghelli
Belege deine Aussage bzw. deine Frage doch mal.
Bin total gespannt.
Okay, deine bitte auch.

Meine bräuchte ich eigentlich gar nicht nennen, zieht sich seit etlichen Jahren durch die Medien.

Denk doch nur mal, um ersteinmal recht aktuell zu bleiben, an die Heraufsetzung des Renteneinstiegsalters. Oder die Maßnahmen der Schröder-Agenda (-> Hartz), als die SPD sogar kaum so einem großen Kompromisszwang wie in der jetzigen Koalition ausgesetzt war. Man denke dazu noch an die - war es die vorletzte? - Gesundheits"reform" von 2005 (-> Praxisgebühr, weniger Leistungen im Katalog der GKV, Medikamentenzuzahlungen...).

Das alles ist dir entgangen?

Naja es geistert ja auch der Mythos von einer Rettung des Sozialstaats durch "notwendige Maßnahmen" durch die Politik.
 
 
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Ghelli
Alt 04.06.2007, 18:17   #16
Standard

Du bist wirklich goldig Michaelg.
Glaubst Du auch nur im entferntesten daran eine andere Partei hätte das verhindern können?
Glaubst Du wirklich daran ist die SPD oder eine andere Partei schuld?

Guck mal, der El Sparko hat mich ganz richtig verstanden.
Warum Du nicht auch?

Es liegt nicht an der SPD, oder an der CDU.

Darüber hinaus hast Du meine 1. Frage noch garnicht beantwortet.
Guck sie dir noch einmal genauer an.

Danke
 
 
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OrionX
Alt 04.06.2007, 18:42   #17
Standard

ich behaupte sogar das die CDU für sämtliche problematiken in den letzten jahren verantwortlich war. wer hat 16 Jahre lang regiert? Die Wirtschaft ist heute im aufschwung, aber das ist sicher nicht verdienst der großen koalition, sowas geht nicht in einem jahr wo man quasi nichts tut (das hätten die auch so weiterführen können, wenn man die jetzige entwicklung betrachtet)

Ja und die Schröder Regierung hat fehler gemacht, Hartz IV war wahrscheinlich einer davon.

differenziert gesehen kannst du aber weder die CDU noch die SPD für irgendwas verantwortlich machen, die linkspartei ist eine Theoretikerpartei, die können viel fordern wenn der tag lang ist, an der Regierung waren sie noch nie und ausser Lafontaine haben sie auch kein ehemaliges Regierungsmitglied in der Partei und der hat bekanntlich einen schuss weg. Es ist also fragwürdig ob die wirklich alles besser machen. Die FDP hat nur gute Ideen wenn sie nicht an der Regierung sind, sobald sie selber mit irgendwem Koalieren haben sie reichlich blöde ideen.

Aber finger zeigen und "du bist schuld" hilft doch nix. Du hast in allen Parteien im Bundestag keine Politiker mehr die wirklich was verändern wollen, du hast einen großen Haufen Karrierepolitiker, da arbeiten wirklich die wenigsten fürs Volk, wie schon Helmut Schmidt festgestellt hat: "Früher ging man in die Politik um etwas zu bewegen, heute geht man in die Politik wegen der Karriere". Und dementsprechend siehts auch aus. Politiker treffen keine langfristigen entscheidungen mehr, nur so lange das es in der Legislaturperiode noch spürbar ist, wenn etwas langfristig festgelegt wird, dann ist die Partei wenn es wirkung zeigt schon lange nicht mehr an der regierung, weil das volk manchmal nicht begreift das manche dinge lange brauchen, die meisten glauben keine prognosen und stammtischmanier ist oft an der Tagesordnung.

Das was jetzt greift, durch wirtschaftlichen aufschwung, ist nicht der Verdienst der Koalition. Aber es gibt einen Faktor, der trotz Konjunkturaufschwung immer wieder dafür sorgt das es dem "Bürger" doch nicht besser geht: Die Wirtschaft. Es ist zwar klar das man den Gewinn erhöhen muss, aber doch bitte nicht zu lasten der angestellten. Die Chefs sehen ja das schicksal der entlassenen oder derer die weniger lohn haben als früher nicht. Wirtschaftsethik ist ein fremdwort.

P.S.: Ein streit, wer nun irgendwie schuld ist an irgendwas bringts hier aber nicht, die perfekte regierung gab es noch nie und wenn die SPD mal jemand guten als Kanzler hat, schiessen irgendwelche leute diesen von der Partei aus ab. Und Schröder war weissgott nicht der schlechteste Kanzler den wir je hatten.
 
 
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michaelg
Alt 04.06.2007, 21:17   #18
Standard

Zitat von Ghelli
Du bist wirklich goldig Michaelg.
Glaubst Du auch nur im entferntesten daran eine andere Partei hätte das verhindern können?
Glaubst Du wirklich daran ist die SPD oder eine andere Partei schuld?
Zum Verhindern können ganz allgemein: Denkst du das nicht? Mit verhindern meine ich nicht verhindern im eigentlich Sinn sondern in Regierungsverantwortung hätte anders handeln können.

NochmalIch rede nicht über Schuld (und tat das übrigens auch an keiner (!) anderen Stelle, sondern darüber, wer etwas entschieden hat und was entschieden wurde. Punkt aus, da gibt es doch nichts dran zu rütteln. Also schluss mal mit Schuld.

Jetzt zum verhindern: Ja, ganz klar, jede andere Partei auch die, die es entschieden hat, hätte es (Die politische Entscheidung! Nicht die Lage, aus der sie heraus getroffen wurden) verhindern können.

Wenn ich deinen Beitrag lese, kommt es mir vor, als gingst du davon aus, es gäbe manchmal gezwungenermaßen nur eine einzige Lösung. Sprich die Lösung oder keine.

...

Also hilf mir, wo habe ich dich nicht richtig verstanden?
Verstehe auch du mich: Ich schiebe keiner Partei Schuld zu, davon sprach ich nirgends! Ich habe nur an einigen Stellen festgestellt, welche Politik gemacht worden ist. Aber genug der Wiederholungen.

Die andere Frage von Dir kann ich nicht beantworten, ich habe keinen Schimmer was die geleistet hat oder gar geleistet haben sollte, naja gibts ja auch quasi erst seit "gestern" die Truppe, von daher. Und tut doch nichts zur Sache.

Falls du noch immer denkst, ich hätte dich nicht ganz verstanden: Ich behaupte auch nicht, die Union hätte es anders gemacht. Im Wesentlichen jedenfalls. (Sie hätte, differenziert betrachtet, es sicher noch schlimmer gemacht).
 
 
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Ghelli
Alt 05.06.2007, 09:38   #19
Standard

Zitat von michaelg
Zum Verhindern können ganz allgemein: Denkst du das nicht? Mit verhindern meine ich nicht verhindern im eigentlich Sinn sondern in Regierungsverantwortung hätte anders handeln können.
Ganz ehrlich, Ich wünsche mir auch ein besseres Deutschland.
Mehr soziale Gerechtigkeit, weniger Arbeitslose usw. ...
Leider ist die Situation in diesem Land schlecht.
Man muss es einfach so sagen.
Wer das nicht erkennt, der tut mir leid.
Daher glaube Ich nicht dass es viel Handlungsspielraum für die Regierung gab.
Zumindest nicht so wie es momentan aussieht.

Zitat von michaelg
NochmalIch rede nicht über Schuld (und tat das übrigens auch an keiner (!) anderen Stelle, sondern darüber, wer etwas entschieden hat und was entschieden wurde. Punkt aus, da gibt es doch nichts dran zu rütteln. Also schluss mal mit Schuld.
Das ist Haarspalterei!



Zitat von michaelg
Jetzt zum verhindern: Ja, ganz klar, jede andere Partei auch die, die es entschieden hat, hätte es (Die politische Entscheidung! Nicht die Lage, aus der sie heraus getroffen wurden) verhindern können.
Entschuldige mal, aber ist das nicht so etwas wie ein gaaaaanz leichter
Wiederspruch???
Guckst Du hier:

Zitat von michaelg
Zum Verhindern können ganz allgemein: Denkst du das nicht? Mit verhindern meine ich nicht verhindern im eigentlich Sinn sondern in Regierungsverantwortung hätte anders handeln können.

Zitat von michaelg
Wenn ich deinen Beitrag lese, kommt es mir vor, als gingst du davon aus, es gäbe manchmal gezwungenermaßen nur eine einzige Lösung. Sprich die Lösung oder keine.
Ich würde es nicht ganz so krass formulieren, jedoch siehst Du das ganz ähnlich, guckst du hier;

Zitat von michaelg
Jetzt zum verhindern: Ja, ganz klar, jede andere Partei auch die, die es entschieden hat, hätte es (Die politische Entscheidung! Nicht die Lage, aus der sie heraus getroffen wurden) verhindern können.

...
Zitat von michaelg
Also hilf mir, wo habe ich dich nicht richtig verstanden?
Ich glaube du hast dich selber nicht verstanden.


tut mir echt leid...
 
 
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michaelg
Alt 06.06.2007, 14:34   #20
Standard

Muss dir nicht leid tun, ich habe mich jedenfalls sehr gut verstanden.

Wo bitte widerspreche ich mir denn da? Ich schreibe zwei Mal, dass auch anders gehandelt hätte gehandelt werden können, bzw gehandelt werden könnte.

Das kann sich doch gar nicht widersprechen.

Ich glaube, du überinterpretierst die politische Realität als eine Zwangsdeterminierung der konkret getroffenen Entscheidung wobei dein wichtigster Fehler ist, dass das für alle gelten soll, wie du hier schreibst:
Zitat von Ghelli
Glaubst Du auch nur im entferntesten daran eine andere Partei hätte das verhindern können?
Es wäre vielleicht hilfreich, wenn du begründest, weshalb du bestreitest, dass irgendeine Partei damals Sozialabbau verhindern konnte.
Zu wenig Handelsspielraum, weil die Situation in diesem Land schlecht ist?
 
 
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Jumpy
Alt 06.06.2007, 14:44   #21
Standard

Zitat von michaelg
Es wäre vielleicht hilfreich, wenn du begründest, weshalb du bestreitest, dass irgendeine Partei damals Sozialabbau verhindern konnte.
Zu wenig Handelsspielraum, weil die Situation in diesem Land schlecht ist?
Hey, schau mal auf sein AVA, gebannt du wirst wohl keine Antwort bekommen, aber erstmal weiter im Thema und Thread

Geändert von Jumpy (06.06.2007 um 18:55 Uhr).
 
 
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michaelg
Alt 06.06.2007, 17:27   #22
Standard

Ah gut danke.

Oder halt close, das Thema ist ja ziemlich erschöpft, würde nur weiter offtopic gehen.
 
 
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