Naja, bevor man hier erfahrungen mit jugendlichen ausländern austauscht muss man dazu sagen das das sicher fast jeder mal erlebt hat. Der Grund für sowas ist das die meisten ausländer sich von den Deutschen abgrenzen, sei es wegen dem glauben, aus angst oder wegen schlechten erfahrungen mit deutschen.
Viel Schlimmer find ich so manche Reaktionen aus der Politik. Obwohl Roland Koch mit dem einen Satz "Wir haben zu viele kriminelle Ausländer in Deutschland" nichtmal so Unrecht hat, ist sein nebengeschwafel da total sinnbefreit.
Hier das CDU geseier nachlesbar:
http://www.stern.de/politik/deutschl....html?nv=ct_mt
Das Kernproblem ist klar: Es wurde bis heute fast garnicht an der Integration gearbeitet und in der Vergangenheit sind schwere Fehler seitens der Regierung gemacht worden. Wenn Koch sagt in den 80ern und 90ern habe die SPD mit den Grünen sämtliche verschärfungsmaßnahmen versäumt, dann vergisst Koch das man von 82 bis 98 einen CDU Kanzler hatte. Das Problem liegt eigentlich noch weiter zurück. Als die Gastarbeiter kamen, hat man sie mit wohlwollen aufgenommen, was auch nicht falsch war, nur hat man versäumt, das alles mal zu befristen. Der Anwerbestop kam erst viel später. Einwanderung ist nichts schlimmes, auch wenn so mancher das meint, nur wenn man keine Integrationspolitik hat, dann wird das ganz schnell unkontrolliert. So haben sich also mit der Zeit türkische/arabische und russische Subkulturen in Deutschland gebildet, wo die Eltern und Großeltern ohne deutsch zu können durchs leben kamen. Man wusste sich zu helfen. Die meisten Ausländer in 3. Generation haben zuerst die Muttersprache gelernt und danach erst deutsch, was schon fast per se zu defiziten in der Schule führte und dadurch auch zu perspektivlosigkeit nach dem Abgang von der Schule. Und Perspektivlosigkeit führt meistens zu Frust und gewaltbereitschaft.
Natürlich haben wir zu viele kriminelle Ausländer. Nur was bringen denn härtere Haftstrafen? Die bösen jungs zusammenpferchen damit ein 14jähgriger aus dem Jugendknast am ende noch krimineller zurückkehrt als er schon vorher war? Das nutzt nicht besonders viel. Bis wir diese Nachlässigkeit bei der Integration ausgebügelt haben vergehen noch Jahre.
Und das was in München passiert ist, das passiert jeden tag mehrfach. Wenn man wirbt "Schau nicht weg bei rechter Gewalt", sollte man auch mal werben das man generell bei gewalt nicht wegsieht. Besonders dann nicht wenn ein offensichtlich hilfloses Opfer von gleich mehreren Tätern attackiert wird. Egal ob die Täter nun türken, griechen, deutsche oder Südsenegalesen sind.
Und was auf keinen Fall passieren darf ist, das das alles wegen "Nazi" rufen von den vorzeigelinken unter den tisch gekehrt wird. Mancherorts wirds ja schon verstanden und man versucht mit hilfe der Muslimischen Gemeinden an die Jugendlichen ranzukommen und das miteinander zu fördern.
Bei dem Problem helfen keine Bootcamps und auch keine Ausweisung. Vor allem hilft auch kein Roland Koch und kein Kauder und generell ist für integrationsfragen die "Mitte" (wie mitte man ist beweist man grad) die absolut falsche Partei. Man darf sich nicht auf Pfade begeben wo man nach rechts schon keinen schatten mehr wirft und das tun manche CDUler grad. Ich finds ziemlich erschüttert sowas von den Mitgliedern einer Regierungspartei zu lesen... aber an den fehlern der vergangenheit sind alle gleichermaßen schuld, denn alle haben geschlafen und in ihrer realitätsfernen politikerwelt geträumt.
man kann auch miteinander leben, nur das raffen die meisten menschen nich...
edit: zur info, die bild hat letztens ein unzensiertes bild des türkischen täters auf die titelseite gedruckt. Das ist natürlich überhaupt nicht hassschürend
Davor hab ich persönlich angst, das der Hass auf beiden seiten so geschürt wird das ein miteinander von deutschen und einwanderern in weite ferne rückt.
edit:
http://www.stern.de/politik/panorama...en/606561.html
da gibts auch das video der ü-kamera. Es war kein zeuge dabei... Aber die brutalität ist erschreckend. Versuchter Mord ist meiner meinung nach gerechtfertigt.