Original geschrieben von Jacky Treehorn
Eine Beteiligung an den Kosten des Studiums erscheint mir dagegen völlig o.k., da man auch Aussichten auf ein später höheres Einkommen erwirbt.
Ja, die hochbezahlten Sozialpädogoge, Germanisten, Politikwissenschaftler, Landschaftsarchitekten, Ägyptologen, Theologen, ...
Du gehst von einem Ansatz aus, der Bildung als eine Ware beschreibt - und das halte ich für sehr gefährlich.
Willst Du auch die Kosten für Arztbesuche den Kranken selbst aufdrücken - schließlich verdient ein gesunder Arbeiter mehr Geld als ein verletzter?
Grundschule selbst bezahlen - schließlich hat man bessere Berufsaussichten, wenn man lesen kann?
Oder wo soll das hinführen?
Mit der gleichen Argumentation könnte man auch von Azubis verlangen, ihre Ausbildung selbst zu bezahlen - schließlich verdienen sie später ihr eigenes Geld, dadurch, dass sie von der Ausbildung profitieren!
Außerdem: Es studieren doch ohnehin zu wenig Leute, schreit es allerorten. Wenn man nun von dem Studium nicht einmal mehr einen finanziellen Vorteil hat - die Studiengebühren zielen ja angeblich auf Ausgleich dieser vermeintlichen "Ungerechtigkeit" - dann gibt es doch erst recht keinen Anreiz mehr, zu studieren und danach trotzdem nicht mehr Geld zu haben, als ein "gelernter" ...
Wenn man schon unbedingt über Geld reden will. Aber Geld ist für mich eine schlechte Motivation, studieren zu gehen.