Zitat von felicitas irgendwie blick ich nicht ganz durch. du findest es also gut, dass lehrer prüfungen an das (untere) niveau der prüflinge anpassen, damit die statistik verschönert wird?
ähm, du hast da was bei dem zitat nicht mitkopiert:
Ob das so richtig ist ist fraglich.
Ich kenne keine studien oder statistiken die aussagen wie sich so eine verfahrensweise auf schüler, berufsleben etc auswirkt, ich fände selber dafür halt nur gegenargumente, da ich nach dem wechsel von Realschule, zu Höherer Berufsfachschule an eigenen leib erfahren musste was eine anpassung bringt, nämlich bei mir leistungsabfall weil mir einiges unbekannt war was da vorrausgesetzt wurde. Nur ich bin ja nicht der einzige Schüler auf dieser welt. Deswegen lass ich das mal offen, ob das gut oder schlecht ist.
Zitat von El Sparko für mich ist das ganz klar. wenn das kultusministerium eine anforderung stellt, die einfach unterirdisch bearbeitet wird, dann war das auf den ersten blick wohl kaum die schuld des ministeriums.
da kann ich nicht ganz zustimmen. Zuerstmal kann man keine alleinschuld irgendwem zuschieben, weder den schülern noch den lehrern noch dem kultusministerium. Die frage ist, ob wir nicht im bildungssystem das problem haben, das die stoffmenge mit der zeit immer mehr wird, jedoch die schulzeit gleich bleibt sodass sich ergo die leistungsfähigkeit der schüler erhöhen muss. Der Lehrstoff wird schliesslich nicht weniger.
Ich mach mich jetzt mal unbeliebt mit einer frage: Sollte die allgemeine Schulzeit verlängert - statt 9 Jahre Hauptschule 10, statt 10 jahre realschule 11 und statt 13 Jahre Abi 14 (grundschule mal einfach eingerechnet) - oder die Ferienzeit verkürzt werden? Oder bringts die geforderte und auch durchgeführte einführung von mehr ganztagsschulen?
Zweite möglichkeit wäre Spezialschulen, so ungefähr wie die Technischen Gymnasien, die es bereits gibt. Zb Technische Gesamtschule für schüler mit naturwissenschaftlicher Veranlagung und Geisteswissenschaftliche Gesamtschule für schüler mit genannter Veranlagung. Damit hätte man schonmal ein paar fächer ausgesiebt, da dann noch in leistungskursen unterteilt stelle ich mir den unterricht wesentlich effizienter vor (ob meine aufteilung so logisch ist will ich nicht sagen, gibt sicher noch sinnvollere möglichkeiten).
Alles was ich grad gesagt habe sei mal so dahin gestellt, über sinn und unsinn darf man gerne diskutieren und eine ultimativlösung gibt es sicher nicht. Man könnte (wie manche lehrer auch gerne sagen) zb auch unterstellen das die schüler mit den Jahren auch einfach dümmer und fauler geworden sind.
jedoch muss man unbedingt bedenken, dass es nicht die schüler waren, die versagt haben, sondern vielleicht mal den leer sry lehrkörper angehen und bei dem mit reformen, weiterbildung
bitte sachlich bleiben. btw machts mal besser, aufgrund der eigenen schulzeit möchten ganz viele den Lehrerberuf auch nicht ergreifen, weil sie wissen mit was sie sich da auseinandersetzen müssen.
edit:
aber nunja, wenn man sieht was sich so alles auf deutschlands schulen an lehrern rumtreibt kann man denen auch nicht jede schuld absprechen. Der Lehrer der tiefen ausschnitten schonmal bessere noten verteilt ist wahrscheinlich vielen aus erfahrung bekannt...
Andererseits, wenn man sieht was sich auf Deutschlands schulen teilweise an schülern rumtreibt... Nunja. Schuld kann man gut hin und her schieben.
Was noch auffällt ist, das die meisten schüler als ziel die gute note anpeilen und nicht das schiere erlernen. Das geht auch irgendwie meist unter, weil man eigentlich am liebsten _irgendwie_ eine gute oder annehmbare note haben will, was dabei hängen bleibt ist meistens doch egal.