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Steiner-Schule

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ophi
Alt 27.06.2006, 21:22   #1
Standard Steiner-Schule

Hallo zusammen ,
hat hier jemand Erfahrungen mit Walldorf- oder Steiner- Schulen gemacht ? Was ist dran an den (Vor-) Urteilen hier würde ein elitärer ,
ideologisch geprägter "neuer Herrenmensch" geschaffen ?
 
 
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=ANUBIS=
Alt 27.06.2006, 21:49   #2
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Also ich kenne zwei Typen aus meiner Klasse die an der Steiner Schule waren, und was ich von denen gehört habe, würd ich das niemandem antuen wollen. Der eine konnte bis zur 6. Klasse das Einmal Eins nicht und der andere ist halb psychisch geschädigt wegen seiner perversen Lehrer (welche es an beiden Schulen hatte).
 
 
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PowerWapiti
Alt 27.06.2006, 22:28   #3
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ein Kumpel war an ner Walldorfschule.. da haben die nur scheisse gemacht.. u.a. sind die immer im Unterricht im Klassenzimmer rumgelaufen, haben nicht auf den Lehrer gehört.. oder haben mal die Tafel sabotiert und als der Lehrer sie aufgemacht hat flog ihm das ganze Teil entgegen ^^

klar. sowas gabs bei uns auch in der Realschule.. aber da ist es scheinbar noch extremer
 
 
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Dreamer
Alt 27.06.2006, 22:51   #4
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...ach, dass sind alles diese storys die es eigentlich überall gibt, aber dann eben zusammengefasst und verallgemeinert werden...ich bin auf ner waldorfschule und will da bleiben, weil meine klasse so geil ist...waldorfschule hat vorteile und nachteile, manches am system ist auch scheiße, aber das klassengefühl ist echt gut.
 
 
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Anardil
Alt 27.06.2006, 23:09   #5
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Kann das mal jemand genauer erläutern?
 
 
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Ford Prefect
Alt 27.06.2006, 23:09   #6
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Ein Freund von mir war bis zur 11. in ner Waldorfschule und ist am Anfang der 12. ins Gymnasium gewechselt. Das einzige, was er mal zu den Zuständen an der Waldorfschule geäußert hat, war: "Wie viele Waldorfschüler braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? 3, weil einer wechselt die Glühbirne und 2 singen ein Lied dazu."
Was lernen wir daraus?
1. Waldorfschüler singen die ganze Zeit rum
2. Waldorfschüler können keine Witze erzählen.
Aber mal im Ernst: Wer behauptet, an Waldorfschulen würde ein "Herrenmensch" geschaffen??? Das hab ich ja noch nie gehört. Hört sich irgendwie nach Nazi-Geschwafel an...
 
 
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PowerWapiti
Alt 27.06.2006, 23:13   #7
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der Kumpel ist übrigens Krankenpfleger geworden bzw. arbeitet in einem Epilepsieheim also von dem her gut für soziale Sachen
 
 
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vase2k
Alt 28.06.2006, 09:21   #8
Standard

Zitat von Ford Prefect
Aber mal im Ernst: Wer behauptet, an Waldorfschulen würde ein "Herrenmensch" geschaffen??? Das hab ich ja noch nie gehört. Hört sich irgendwie nach Nazi-Geschwafel an...
ich würde das eher auf die steiner-schulen beziehen, darüber hatte ich vor ewigkeiten mal was gelesen (glaub war bei spiegel-online oder so) ..

ansonsten halte ich es auch für relativ unwahrscheinlich, dass in D solche gewachsenen strukturen möglich wären, um "Herrenmenschen" zu schaffen ..
 
 
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weltretter
Alt 28.06.2006, 12:15   #9
Standard

Ich habe die Befürchtung, dass halt wenig gelernt wird. Aber die Leute, die ich kenne von der Waldorf, haben sehr positive Eigenschaften, von daher finde ich, wenn man mal das ein oder andere Jahr da verbract hat, kann das so schlecht nicht sein.

Besser als ne Gesamtschule ( ohne hier jemandem ans Bein pissen zu wollen...)
 
 
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Ephestia
Alt 28.06.2006, 12:53   #10
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Wie viele unqualifizierte Äußerungen!
Vielleicht solltet ihr euch ein wenig mit der Walford-Pädagogik (die eben auf R. Steiner basiert) beschäftigen!
Zusammenzufassen WAS anders ist, ist schwierig, da die Pädagogik schon ziemlich komplex ist. Dass dort weniger gelernt wird, ist käse, dort werden eben andere Prioritäten gesetzt, andere Fächer gelehrt, andere Fähigkeiten angesprochen, um ein ganzheitlicheres Lernen zu schaffen.
Für manche mag das befremdlich sein und sicher ist manches wirklich.. suspket.. aber seien wir ehrlich, unser "normales" Schulsystem ist sicherlich auch nicht das Gelbe vom Ei.
 
 
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Alt 28.06.2006, 13:08   #11
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Also das mit dem "Herrenmenschen" hab ich irgendwie anders in Erinnerung. Zwar hat Steiner vielleicht mal sowas geschrieben, aber zum Unterrichtsplan wird es wohl nicht gehören. Rückenwind bekam das ganze dann wohl als mal ein Waldorflehrer vor ein paar Jahren seinen Beruf dort gekündigt hat, um irgendwas für die NPD zu machen.

Zur Schule an sich kann ich nicht viel sagen, aber die können in Bayern auch ein richtiges Abitur ablegen. Außerdem machen die wohl viele Praktika und haben hohe soziale Kompetenzen.
Leider ist den Schulen das weitestgehend selber überlassen was sie so unterricht, neben den Pflichtfächern. Gibt halt Schulen die unterrichten z.B. IT und andere wiederum die dieses nicht tun.

Eine Waldorfschülerin mit der ich mal sprach meinte zu ihrem Abschluß bloß. "Ich mach meine Abschluß in Kneckebrot essen und Rassenmäher fahren"
Na ja, was man auf solche Aussagen geben kann ist fragwürdig. Ich bin auch der Meinung bisher kaum was gescheites in der Schule gelernt zu haben. Aber wer ist das nicht?

Geändert von Squdus (28.06.2006 um 13:17 Uhr).
 
 
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weltretter
Alt 28.06.2006, 13:47   #12
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Also wie gesagt kenn ich schon en paar Leute von der Waldorfschule und ich kenne eigentlich qauch nur die Klischees, aber was einfach auffällt, ist, dass diese Schüler, nicht gut oder sehr spät lesen und rechnen können.
Deshalb sag ich ja. dass ich es nicht schlecht finde, wenn man da für ein Jahr ist, und dann auf ne andere Schule geht. Nur weil andere Sachen gefördert werden, was ja gut ist, sollte auf keinen Fall das grundlegende vernachlässigt werden udn das scheint da häufig der Fall zu sein.
Aber dass das konventionelle Schulsystem eher schlecht als rehct ist, seh ich genauso.
 
 
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doomhammer
Alt 28.06.2006, 15:01   #13
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Walldorfschulen halte ich persönlich für eine schwachsinnige Sache.
Ich kenne paar Leute, die auf einer Walldurfschule waren und so gut wie jeder hat nen Knacks davon - man bekommt eingetrichtert, dass die Welt wunderschön ist, die Vorzüge der Natur werden von allen Seiten beleuchtet und wie schön und friedlich doch alles ist wenn wir nen Lied singen und dazu um Bäume tanzen. Wie erklärt man diesen Kindern oder Jugendlichen, dass im Job andere Werte gefragt sind als die oben angesprochenen? Meine Bekannten von der Walldorfschule fanden es außerdem sehr hart, die gesamte Grundschule bis in die Oberstufe hinein keine Noten in dem Sinn zu bekommen und das ABI nach denselben Regeln wie konventionelle Schulen schreiben zu müssen. Falls man vorhat, nach der Schule einen Beruf im humanitären oÄ Bereich zu ergreifen, ist die Walldorfschule sicher kein schlechtes Sprungbrett; sobald man aber Leistung in einer gewissen Zeit bringen muss halte ich die Ausbildung an der Walldorfschule für zu locker und zu wenig leistungsorientiert.
Noch ein Witz zum Thema:

"So Kinder - heute lernen wir das kleine 1x1"
"Nein.. wir wollen lieber tanzen und singen"
 
 
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Alt 28.06.2006, 15:39   #14
Standard

Zitat von Dreamer
...ach, dass sind alles diese storys die es eigentlich überall gibt, aber dann eben zusammengefasst und verallgemeinert werden...ich bin auf ner waldorfschule und will da bleiben, weil meine klasse so geil ist...waldorfschule hat vorteile und nachteile, manches am system ist auch scheiße, aber das klassengefühl ist echt gut.
ah schön, ich kenn nämlich keinen solchen schüler privat. es wäre für mich also sehr interessant wenn du eben diese vor- und nachteile aus deiner sicht mal darlegen könntest.
 
 
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Alt 28.06.2006, 16:58   #15
Standard

naja das werk steiners ist manchmal ziemlich widersprüchlich, diverse male beschreibt er verschieden entwicklungsstufen und hierarchien innerhalb der menschlichen "rassen" etc., was jedem aufgeklärten menschen von heute wohl zuwider ist und meiner meinung nach starke zweifel an seiner person und seinem werk rechtfertigt.

die anthroposophie finde ich persönlich ziemlich lächerlich, ich kann mit esoterik und religion allerdings sehr wenig anfangen.
im prinzip ist es auch nur irgendein kram den sich irgendein typ ausgedacht hat, wie z.b. scientology oder ähnliches (rein vom inhalt betrachtet).
man sollte sich mal ernsthaft fragen was so besonders an der anthroposophie ist, denn eigentlich ist es ein ungeordnetes gedankenkonstrukt ohne nachvollziehbares fundament.
für mich sind viele dinge einfach lächerlich und nicht nachvollziehbar und zeigen mir dass man sowas nicht wirklich ernst nehmen kann, z.b. steiners prophetismus, wers glaubt wird selig....

was die waldorfschulen angeht denke ich, dass es an und für sich eine gute idee ist, aber anders ausgeführt werden sollte.
grade die handwerklichen und sozialen kompetenzen werden an staatlichen schulen vernachlässigt, aber das reicht einfach nicht aus, die waldorfschulen haben verpasst sich weiterzuentwickeln, dass haben ja sogar die staatlichen schulen ansatzweise geschafft.
 
 
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Dreamer
Alt 28.06.2006, 17:57   #16
Standard

...Also, ich werd jetzt einfach mal so gaut es geht versuchen, kurz mal die vor- und nachteile der schule zusammenzufassen, kann aber nicht versprechen das das mir gelingt, weil das eben ein sehr komplexes Thema ist und ich kann eigentlich eher nur was zur schule sagen, von steiner weiß ich nicht viel und von der anthroposophie weiß ich auch nur die Grundlagen.
Die Idee dieser schule ist eigentlich sehr gut, sie ist darauf ausgerichtet, ein persönliches und gutes verhältniss zwischen lehrer und schülern (und schülern und schülern) zu schaffen und die schüler als einzelne Individuen zu sehen und so auch auf sie einzugehen. Jeder einzelne wird berücksichtigt und so wie er ist genommen. Kreativität und selbstständig arbeiten zu lernen stehen ganz weit oben, z.B. machen wir mehrere Projekte und Klassenarbeiten, auch haben wir viele künstlerische Fächer. Auch machen wir viele Klassenfahrten und so, was eigentlich immer ziemlich geil ist...*grins* Jaja...sagen wir mal so: Ich bin es einfach so gewöhnt, auf diese schule zu gehen, ich könnte es mir gar nicht anders mehr vorstellen. Eine zeit lang hab ich mir überlegt zu wechseln, weil es heißt, dass das abitur dort ziemlich stresstig ist ( näheres gleich) und war auch mal bei ner freundin im Gymnasium in der Klasse, aber dieses "Jeder-für-sich" Verhältniss hat mich abgeschreckt. In meiner klasse fühl ich mich halt am wohlsten...=) Aber für Leute, die nicht von sich aus arbeiten können und ständige wiederspiegelung ihrer leistungen brauchen, ist die waldorfschule nicht gut. Die struktur lässt eben manchmal zu wünschen übrig, aber wer von sich aus was tut, der kommt mit.
Naja, den abschluss zu machen wird sicher arbeit, denn behinderterweise zählt beim abi nur die prüfung, nicht die noten aus der 11. und 12. dazu...das ist scheiße. Aber wenn man lernt kriegt mans gut hin, übrigens ist die prüfung die gleiche wie überall auch.
Was ich denke, was an der waldorfschule besser ist, sind eben die sozialen verhältnisse, ich bin jetzt seit 10 Jahren mit meiner klasse mehr oder weniger zusammen und wir verstehen uns alle gut, jeden lernt man dann doch immer auf eine neue art kennen... Auch finde ich gut, dass man auf die schüler persönlich eingeht. Nachteil ist sicherlich, dass die ausführung oft zu wünschen übrig lässt, das system ist eben noch lückenhaft. ---Was aber dieses komische gerede vom "Herrenmanschen" angeht, versteh ich echt nicht, was ihr meint. Wenn mal etwas überhaupt nicht rechts ist, dann die waldorfschule, die sind eher links eingestellt, also mit den nazis hat das sowas von überhaupt nichts zu tun- im gegenteil.
....Übrigens konnte ich schon in der 1. klasse lesen und schreiben.
Und was das komische gerede mit singen, und bäumchen und sowas angeht: Das sind alles nur vorurteile. Ich bin noch nie um nen Baum getanzt und hab liedchen geträllert, das ist alles nur blödes gerede.
So das reicht glaub erstmal, mir tun die finger schon weh...=)
Fragt halt, wenn ihr was nicht verstanden habt.
 
 
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Alt 28.06.2006, 18:52   #17
Standard

Zitat von Dreamer
Die Idee dieser schule ist eigentlich sehr gut, sie ist darauf ausgerichtet, ein persönliches und gutes verhältniss zwischen lehrer und schülern (und schülern und schülern) zu schaffen und die schüler als einzelne Individuen zu sehen und so auch auf sie einzugehen. Jeder einzelne wird berücksichtigt und so wie er ist genommen.
wurde in meiner realschule, meiner BOS und sogar meiner Berufsschule genauso gemacht. alles staatliche schulen mit dem herkömmlichen schulsystem. lehrer die die schüler nicht als individuen sehen gibt es meiner meinung nach zwar, daber das ist ein einzelfallproblem. mit dem großteil der herkömmlichen pädagogen kann man auf einer konstruktiven ebene kommunizieren und sie sehen die leute nicht als nummern. egal was man euch erzählt.

Kreativität und selbstständig arbeiten zu lernen stehen ganz weit oben, z.B. machen wir mehrere Projekte und Klassenarbeiten, auch haben wir viele künstlerische Fächer.
es steht bei uns jedem frei auf einen sozialen oder gestalterischen zweig zu wechseln. wieder das böse herkömmliche schulsystem. ausserdem halte ich "selbstständiges arbeiten" nicht als förderungswürdig. heute ist teamwork gefragt. das kommt im normalen schulsystem zu kurz, selbstständiges arbeiten ist die regel. hättest du teamwork betont müsste ich dir zustimmen.

Auch machen wir viele Klassenfahrten und so, was eigentlich immer ziemlich geil ist...*grins*
auf der sozialen komponente sicher eine schöne erfahrung, nur was bringt dir das für dein "späteres leben"? klassenfahrten sind ne schöne tradition, man muss aber auch lernen mal loszulassen. dir wirds im leben noch oft passieren dass du menschen nur für nen wesentlich kleineren zeitraum um dich hast. was ist wenn du es von deiner schule so sehr gewohnt bist dass du nie gelernt hast solche kleineren "trennungen" zu verkraften?

und war auch mal bei ner freundin im Gymnasium in der Klasse, aber dieses "Jeder-für-sich" Verhältniss hat mich abgeschreckt. In meiner klasse fühl ich mich halt am wohlsten...=)
was die egofixierung der heutigen schüler angeht muss ich dir zustimmen. das liegt zum teil zwar am schulsystem, denn der egoistischte und schnellste mit den größten ellbogen wird immer bevorteilt... leider ist das aber ein gesellschaftliches problem. ich denke die lösung liegt nicht darin sich abzuschotten und "heile welt" zu spielen. auch ihr seid ein teil der gesellschaft, da gibts nichts zu flüchten da heists aktiv mitzuwirken dass sich solche verhältnisse bessern.
und dass du dich dort am wohlsten fühls wo du schon über ne dekade drinhängst... klar oder? aber was wenn die schulzeit vorbei ist?

Aber für Leute, die nicht von sich aus arbeiten können und ständige wiederspiegelung ihrer leistungen brauchen, ist die waldorfschule nicht gut.
selbstständigkeit ist schön, aber bei vielen wenig vorhanden. ich finde noten gut... zwar nämlich immer dann wenn man mal locker lässt ohne es zu merken. noten geben mir ständig nen tritt in den arsch und versichern mich dass ich es besser kann. sie schaffen es dass ich mich hinsetze und durchbeisse und am ende auch was erreicht habe.
 
 
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Bi-Zar
Alt 28.06.2006, 19:04   #18
Standard

Ich war in einem Waldorf-Kindergarten!

Was das zu bedeuten hat, kann sich jeder selbst ausmalen.
 
 
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Dreamer
Alt 28.06.2006, 20:11   #19
Standard

...Ich stell das herkömmliche Schulsystem garantiert nicht als "böse" da, wie gesagt, ich weiß ja wie es dort ist und hab mir wie gesagt überlegt zu wechseln..würde ich auch tun, wenn meine klasse nicht wär. Du weißt leider nicht, wie es auf der waldorfschule ist, und aus meinen wenigen berschreibungen machst du dir sicherlich ein falsches Bild. Nicht mal meine Freunde von anderen schulen können das nachfühlen, weil sie`s eben noch nicht erlebt haben. Ich meine nicht, das andere Lehrer nicht auf ihre schüler eingehen, das tun sie schon, ich fand die lehrer auf dem Gymi jedenfalls sehr nett. Aber keiner nimmt da besonders arg rücksicht, wenn einer Lernschwächen hat oder nicht hinterher kommt und ich bin mir sicher, die wissen nicht, wenn ihr probleme zuhause oder sonstwo habt. So können sie nicht reagieren. Natürlich gibt es in vielen anderen schulen tolle angebote, was Kunst und Ags und so betrifft -- aber...das kann man nicht beschreiben, das hat alles ao einen Rahmen...für totale künstlerische Freiheit und kreativität ist da kein Platz. Man muss genau das bringen, was gefragt wurde, und nur das, und zwar genauso, wie es in den verordnungen drinsteht -- egal wer, egal welche art fähigkeiten man hat -- es zählen nur sie im system.
Trennungen hab ich schon oft genug erfahren, das hat mit der schule nichts zu tun. Soziale verhältnisse zu lernen und sich selbst wieder gespiegelt zu kriegen find ich wichtig. Klar kann man das auch in anderen Schulen, aber es wird nicht mit integriert. Auf anderen schulen ist es egal, ob du integriert bist, freunde hast und mit anderen umgehen kannst -- hauptsache du lernst den stoff. Da ändert sich höchstens deine betragensnote...In anderen schulen geht es nur um das gelernte zeugs, hauptsache du lernst. Die waldorfschule versucht die schüler auch in ihrer entwicklung zu begleiten ... ich gebe zu, das das nicht immer gelingt, und ich will auch die schulen nicht schlecht machen, ich finde das strukturierte system gut. Aber die waldorfschule ist auch keine schlechte idee...vielleicht sollte man beides irgendwie verbinden.
Übrigens kriegen wir nichts von ner heilen welt erzählt, dass sind nur vorurteile, wie so viele, wir lernen ganz normale sachen wie ihr auch...nur eben anders...
 
 
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ophi
Alt 28.06.2006, 22:40   #20
Standard

Zitat von Ephestia
Wie viele unqualifizierte Äußerungen!
Vielleicht solltet ihr euch ein wenig mit der Walford-Pädagogik (die eben auf R. Steiner basiert) beschäftigen!
Zusammenzufassen WAS anders ist, ist schwierig, da die Pädagogik schon ziemlich komplex ist. Dass dort weniger gelernt wird, ist käse, dort werden eben andere Prioritäten gesetzt, andere Fächer gelehrt, andere Fähigkeiten angesprochen, um ein ganzheitlicheres Lernen zu schaffen.
Für manche mag das befremdlich sein und sicher ist manches wirklich.. suspket.. aber seien wir ehrlich, unser "normales" Schulsystem ist sicherlich auch nicht das Gelbe vom Ei.
Wie komplex ist das ? A new world order ? Wer hat diesen Komplex gemacht ? Ein Herr Steiner , der im letzten Jahrtausend sich ausgedacht hat,wie sich die Welt bei Vollmond,Dreifelderwirtschaft ,bei Blut und Boden-Theorien dreht ? Ihr merkt, ich neige zu Verschwörungstheorien-,aber wie in einem Beitrag oben angemerkt- es gibt Ähnlichkeiten zwischen Sekten (Scientology),politischen Gruppen und Zirkeln/Logen ,die immer wieder von sich behaupten , was besseres zu sein - eben die Führungszirkel (oder " Herrenmenschen"-ein Schlagwort ).Doch gibt es einen ganzheitlichen Menschen ? -Keine körperlichen ,oder geistigen Gebrechen ? Der immer gesund und richtig reagiert ? Wir brauchen einander,um leben zu können.Das gegenseitige Lernen und Helfen dabei ist unverzichtbar. Wie in og.Erfahrungsberichten geäußert.Nur - ich möchte nicht verführt werden ,von einem ,der auch nicht mehr weis ,als ich....
--Ich bin Euch dankbar, wenn ihr als Steiner -Schüler von Euren Erfahrungen berichtet--die Gegenargumente kenn ich schon...
 
 
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Alt 28.06.2006, 23:15   #21
Standard

@dreamer: ich kann dir gern widerlegen dass sich die lehrer im normalen schulsystem das so einfach machen würden. die wissen ganz genau wenn was nicht stimmt. was meinst du wie oft mein mathelehrer zu mir gekommen ist "was ist denn mit xyz los, der lässt sich hängen" und dann hat man versucht zu verstehen warum jemand nicht mehr am ball ist oder gemeinsam lerngruppen gebildet. hättest du das für möglich gehalten? deine sicht der "anderen seite" ist zu strikt und verbittert geprägt. gehts wirklich darum wer "besser" ist? was denkst du wie oft wir im deutschunterricht diskutiert haben wie sehr kreativere arbeitsansätze uns fördern? es wird von mir/uns verlangt waldorfschulen und -schüler zu tollerieren, da wir den pädagogischen ansatz nicht verstehen könnten... was ist aber mit der anderen seite? gibts am ende vielleicht nicht einfach nur schwarz und weiß und ist es nicht viel mehr entscheidend was man aus dem macht was man zur verfügung hat, anstatt das "beste system" auszufechten?

ganz krass gesagt, ja das herkömmliche schulsystem kränkelt und hätte ein paar neue ansätze bitter nötig. das ist aber nicht aufgrund der ignoranz der leistungsorientierten verantwortlichen - man wäre überrascht wieviele neue ansätze tatsächlich diskutiert werden oder längst bekannt sind. da streuben sich ganz andere menschen... die waldorfschule dagegen bräuchte ein paar mehr bodenständige ansätze.
 
 
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Dreamer
Alt 29.06.2006, 15:21   #22
Standard

@ El Sparko: Nein, du hast recht, es geht ja nicht darum welches system besser ist und es tut mir leid wenn meine sicht "zu verbittert und strikt" geprägt rüberkommt, denn das ist sie nicht.Ich krieg nur ziemlich oft die krise, weil ich überall auf vorurteile treffe und alle was von herrenmenschen, bäumchen und singen labern, obwohl sie nun wirklich keine ahnung haben. Ich finde, man sollt sich kein bild machen, wenn man nichts von waldorfschulen weiß.
Und jetzt mal ehrlich: Das herkömmliche schulsystem ist wirklich besser ausgeprägt und geregelt, und würde man es objektiv untersuchen, würde es bestimmt besser abschneiden -- allein schon vom organisatorischen her..Aber wie du gesagt hast, es geht nicht um besser oder nicht besser. Das einzige was ich will ist, dass diese ganzen vorurteile mal verschwinden und nicht schon meint, man wüsste bescheid...das ist das problem.
Ich finde auch, dass ihr an vielen schulen ein sehr gutes soziales netz habt.
Also ich hoff jetzt einfach mal, dass ihr jetzt nicht mehr waldorfschüler einfach abstempelt und in die schublade mit der "Heilen Welt" steckt...
 
 
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Dreamer
Alt 29.06.2006, 15:23   #23
Standard

@ ophi: Die verbindung zwischen Ideal und realität ist oft das schwerste...
man kann es nur versuchen.
 
 
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Dreamer
Alt 29.06.2006, 15:33   #24
Standard

@ophi: Also eines kann ich dir bestimmt versichern: Die waldorfschule hat bestimmt nichts mit herrenmenschen zu tun, sie ist nicht darauf aus irgendwelche idealmenschen zu schaffen oder sich für was besseres zu halten. Im gegenteil: wenn wir etwas in richtung ideal lernen, dass eher, auf seine mitmenschen zu achten und jeden so zu akzeptieren, wie er ist - und selber sein recht auf freiheit wahrzu nehmen. Uns wird da überhaupt nichts erzählt oder eingetrichtert, wie viele anscheinend denken. Wenn was gesagt wird, dann eher, dass wir uns selbst ein bild machen sollen, immer selbst denken und fragen und nicht einfach das annehmen, was wir vorgesetzt kriegen. (jetzt nicht denken, ich würde meinen, dass wär auf anderen schulen so, nein, da ist es wenn schon auch so) Ich wollte nur noch ein paar vorurteile aus dem weg räumen...
 
 
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ophi
Alt 29.06.2006, 21:39   #25
Standard

Danke sehr , ich habe dieses Thema eröffnet , da ich mit meiner "staatlichen" Schulerfahrung, hinsichtlich der anderen Schulformen eben keine eigenen machen konnte.Die von mir verwendeten Schlagworte (HM) wurden von einigen meiner Gesprächspartnern gebraucht,und so habe ich mir gedacht in diesem Forum finde ich Entgegnungen von Steinerschülern.
Das ist geschehen,nun bin ich schlauer.-Halt doch noch ein Vorurteil zur Klärung : Ist es richtig ,dass die Eltern sich intensiv in Schulfeste oä.einbringen müssen und zB selbst makrobiotisch essen sollten ?
 
 
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