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Sozialstaat Deutschland: Gerecht?

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hackvresse
Alt 14.07.2004, 02:31   #1
Standard Sozialstaat Deutschland: Gerecht?

Diesen Beitrag fand ich in einem anderen Forum:

Das B r u t t o e i n k o m m e n betrug 2002 in D für einen Angestellten monatlich € 3.627,--).

Das Kindergeld für eine Familie mit 5 Kindern beträgt 820,-- €.

Im Jahr 2002 erhielt eine in München lebende Familie mit 5 Kindern von der SH:
KV-Versicherung, Miete warm (1.250,-- €), Vorstand der Familie (310,87 €), Ehepartner (249,49 €), 3 Kinder bis 7 Jahre (466,29 €), 2 Kinder bis 14 Jahre (402,92 €), Sonstiges (436,67 €).
Macht zusammen 3.117,24 € netto monatlich.

Dies ist netto mehr, als der Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers. Gerecht oder nicht?

Zieht man einmal Miete, KV und Sonstiges ab, also Geld über welches die Familie ja nicht verfügen kann, dann verbleiben noch monatlich netto 1.429,57 € für 7 Personen.

Mit meinen 5 Kindern brauchen wir nur für den wöchentlichen Einkaufswagen (Aldi, Kaufland, Schlecker) ca. 300,-- € also ca. 1.350,-- € pro Monat.

Verbliebe der SH-Familie in München noch monatlich netto 79,57 €.

Davon kann eine 7-köpfige Familie aber nicht alle anderen Ausgaben bestreiten. Also wird bereits beim Essen gespart.

Hartz IV verschlimmert die Situation dramatisch. Doch eine Durschnittsfamilie mit 5 Kindern hat in D noch weniger. Deshalb gibt es ja auch kaum Familien mit 5 Kindern.


Schönes Beispiel dafür, dass man nicht alles paschalisieren sollte und auf "Sozialschmarotzer" verweist. Es gibt wirklich Leute, die das Geld dringends nötig haben und wo es jetzt noch nicht einmal reicht. Und dann kommen ein paar neoliberal orientierte Politiker daher und kürzen das ganze nochmal zusammen. Nur weil sie der Meinung sind die Menschen würden sich dann eher auf Arbeitssuche begeben
So bauen wir keine Wirtschaft wieder auf und schaffen Beschäftigung..
 
 
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rattenjunge
Alt 14.07.2004, 10:12   #2
Standard

ich warte auf den kommentar: "wer gefahr läuft von SH leben zu müssen, der sollte auch keine 5 kinder in die welt setzen."

natürlich ists ne riesenschweinerei, zumal es genug geld für alle gibt!
solchen familien das geld aus der tasche zu ziehen, ist völliger blödsinn, denn das geld was man einer solchen familie gibt, wird garantiert nachfragewirksam.
eine solche familie zu unterstützen, kommt einer subvention der binnenwirtschaft gleich und die hats nötig!

man muss an das geld dran, welches nich nachfragewirksam wird sondern sich einfach nur noch selbst vermehrt ohne werte zu schaffen und das heisst:
1. vermögenssteuer
2. erbschaftssteuer
aber ich mach mir keine hoffnung, dass sich in den nächsten 10 jahren einer dieser finanz-bastarde in der politik sich daran erinnert, was er in seinem studium gelernt hat...

naja... angebotstheorie gescheitert also müsste endlich mal wieder ne gute nachfragepolitik à la keynes her... zehn jahre würds mindestens noch brauchen... und bis man dann den sozialstaat wieder aufgebaut hat und all die schäden der letzten jahre beseitigt hat... naja, wahrscheinlich wirds gar ncih mehr zu retten sein
 
 
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