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Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre ...

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Umfrage: Wenn am Sonntag Wahl wäre, wen würdet ihr wählen?
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Wenn am Sonntag Wahl wäre, wen würdet ihr wählen?

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Fränze
Alt 30.01.2008, 19:12   #76
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Aber das ist ja das Elend, dass die Protestler immer zur Wahl gehen, denn sie wollen es "denen" ja mal zeigen. Die Politik-Lahmen, das sind die Bürgerlichen, die am Wahltag sagen "Och nee, ändert sich ja doch nix". Und deshalb ist die Wahlbeteiligung schwach und die Radikalen haben trotzdem gute Zahlen.
 
 
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michaelg
Alt 30.01.2008, 19:47   #77
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Es ist nicht selten von schwacher Wahlbeteiligung die Rede. Ab wann kann oder sollte man davon denn sprechen? Wäre eine nicht-schwache Wahlbeteiligung, die zufriedenstellt ab 90, 95 v.H. erst gegeben?
 
 
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OrionX
Alt 30.01.2008, 20:12   #78
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hier in niedersachsen hatte es laut lokalpostille grad mal um die 57 %

das ist definitiv eine schwache wahlbeteiligung
 
 
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Fränze
Alt 30.01.2008, 20:18   #79
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57 % ist knapp über die Hälfte. Wenn also eine Partei 50 % hat, ist sie gerade mal von einem Viertel der Bürger gewählt worden.

In Demokratien gehen wahrscheinlich nie, auch bei explosivster Entscheidung, über 80 % der Bürger zur Wahl, aber nur die Hälfte ist schon verdammt wenig.

Ich finde Nichtwählen scheiße. Denn meckern tun auch die 53 %.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 04.02.2008, 18:05   #80
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Was hier noch nicht geklärt wurde: Warum soll Nichtwählen Scheiße sein?
 
 
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Hammer Unslieb
Alt 04.02.2008, 19:27   #81
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Weil es bedeutet, dass du mit jedem Wahlergebnis einverstanden bist, dass andere für dich treffen. Wenn dem so ist, dann ist Nichtwählen die perfekte alternative für dich - ansonsten ist es besser, den Arsch am Wahlsonntag hochzukriegen
 
 
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nephthys
Alt 04.02.2008, 20:07   #82
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auch mal so ne zwischenfrage, da ich sehe dass hier die linke wohl sehr starken zuspruch hat..

warum wählt ihr die linke, ausser aus dem grund, dass sie eine alternative zu spd/cdu darstellt und eine neue partei ist, also noch keinen schlechten eindruck auf euch machen konnte?
was versprecht ihr euch aus dem wahlprogramm, etc.. das würd mich mal interessieren

(aufgrund von attacken auf die unleserlichkeit dieses textes in hochdeutsch formatiert und formuliert: )
ich würde übrigens wohl die grünen wählen. Bin im moment allerdings nicht so informiert und würde mich vor dem Wählen sowieso noch stärker mit den wahlprogrammen auseinandersetzen.
Im moment lebe ich in einer grün-regierten stadt und das was ich so von der regierung mitbekomme spricht mir eigentlich zu.
alternative wäre bei mir SPD, auch um der CDU das ruder wegzunehmen sozusagen..

Geändert von nephthys (04.02.2008 um 21:29 Uhr).
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 07.02.2008, 19:44   #83
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Uns geht es gut, nicht weil wir in einer Demokratie leben statt Diktatur oder Monarchie, sondern weil genug für uns abfällt.
Uns geht es gut, weil die Menschen in Afrika im Dreck sitzen und Sand fressen, nicht weil es in Afrika so selten regnet, sondern weil sie kein Geld haben die Früchte ihres eigenen Feldes zu kaufen, weil sie von uns ausgebeutet werden. Dieses System soll ich mit meiner Wahl unterstützen?

Es war kein Arbeitskampf der Lokführer, sondern eine Show. Alle wußten schon vorher, daß mehr als 10% für die Eisenbahnfuzzis nicht drin sind. GDL-Boss Schell muß so tun, als ob er wichtig wäre, es wird ein bißchen rumgezetert und am Ende wird es von der Presse als Erfolg verkauft: GDL hat gewonnen. Das ist Volksberuhigung!

Ist jemand gefragt worden, ob wir gentechnisch veränderte Lebensmittel haben wollen? Sie sind in Deutschland schon längst eingeführt worden! (Braucht als Zutat nicht gekennzeichnet werden.) Das nennt ihr Demokratie? Was wollt ihr denn wählen: Eine Wahl zwischen Coca-Cola oder Pepsi ist für mich keine Wahl!

Und ihr meint, ich kann das Weltwirtschaftssystem ändern, indem ich hier meine eigene kleine Partei gründe? Dann habt ihr eine Cola-Marke mehr, prima! Kriegseinsätze, Sozialabbau, müßte ich dann auch befürworten. Natürlich schreibe ich ins Parteiprogramm das Gegenteil. "Wat jeht mich mein Jeschwätz von jestern an?" Adenauers Satz beeindruckt heute noch (er wußte damals schon, daß der Generationenvertag auf lange Sicht nicht durchzuführen ist).

Ich renne sonntags nicht mehr in den Kindergarten um Kreuze zu machen für den anderen, überdimensionierten Kindergarten.
Die Wahlen dienen zur Illusion, damit die Leute glauben sie dürften auch was sagen und geben ihnen das befriedigende Gefühl mitbestimmen zu können.
Wir lachen heute über damalige Ablaßbriefe und haben schon längst modernere Religionen.
Die Geschichte schreibt sich selbst.
 
 
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michaelg
Alt 07.02.2008, 21:25   #84
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Ich wollte seit Tagen auch mal was dazu schreiben, warum die Linke für mich eine vorstellbare Wahl sein kann. Ich glaube das hol ich mal nach, kurz: Ich bin eben ein Freund des Sozialstaates durchaus auch des Wohlfartstaates. Die Tendenzen der Reformen des Sozialstaats gehen aber in eine Richtung zurück zur Klassengesellschaft, das sollte man nicht mittragen.
Darunter fällt auch, dass ich hohe Besteuerung von Hohen Einkommen, Gewinnen etc. angemessen finde und Menschen der Zugang zu öffentlichen Gütern durch Privatisierungen nicht erschwert werden sollte. Gebührenfreiheit der Bildung sowie Abschaffung der Wehrpflicht und einen viel engerer Rahmen für Einsätze der Bundeswehr verstehen sich von selbst ebenso wie mehr Demokratie, konkret insbesondere i.S. von Volksentscheiden auf Bundesebene.
Da finden sich nun zugegebenermaßen auch viele Überschneidungen mit SPD, Grünen und was Wehrpflicht und Plebiszite angeht auch mit der FDP.

Dazu sollte noch gesagt werden, dass der Großteil an Kritik an der Linken bloße Wahlkampfspolemik entwachsen aus schlichter Angst ist, was man aber auch rasch an Schlagwörtern wie "Kommunisten", "Enteignung" oder "Ewiggestrigen" erkennen kann.

Schwieriger wird das, wenn es sachlich um die Machbarkeitsaspekte geht. Das betrifft insbesondere die sozialstaatlichen Finanzierungsfragen und die Kollision mit Weltwirtschaft, Globalisierung und EU-Wirtschaftsliberalismus.
Aber gerade hier finde ich es prima, wenn man sich der Frage nach wirtschaftlichen und sozialen Gestaltungsspielräumen überhaupt stellt, anstatt sich dogmatisch der mit globaler Arbeitsteilung und Standortkonkurrenz begründeten Fast-Ohnmacht hinzugeben.

Zitat von ShakeTheDisease
Ist jemand gefragt worden, ob wir gentechnisch veränderte Lebensmittel haben wollen? Sie sind in Deutschland schon längst eingeführt worden! (Braucht als Zutat nicht gekennzeichnet werden.) Das nennt ihr Demokratie? Was wollt ihr denn wählen: Eine Wahl zwischen Coca-Cola oder Pepsi ist für mich keine Wahl!
Nunja, da musst du bedenken, dass unsere Demokratie eben repräsentativ ist. Es soll gar nicht konkret in der Sache gefragt werden, ob wir dies und jenes wollen. Das wäre mir zwar auch lieber, geht aber nun nicht.

Die Wahlen sind eben die niedrigste Form politischer "Tätigkeit" des Demos. Damit stimme ich nicht über irgendetwas ab, sondern wähle, wer/wessen Leute mich vertritt/vertreten. Ob sich der Einfluss des Volks in Wahlen erschöpft oder nicht ist eine interessante Frage. Gewiss gibt es andere Einflussformen, von der Berufspolitischen mal abgesehen, deren institutionelle Wirkung aber viel zu schwach ist.

Ob Wiederbewaffnung, Notstandsgesetze, Doppelbeschluss, Out-of-Area der Bundeswehr, Rechtschreibreform, Genmais, "Hartz IV", Studiengebühren u.v.a. - selbst die größten außerparlamentarischen Mobilisierungen sind machtlos.
 
 
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Fränze
Alt 07.02.2008, 23:01   #85
Standard

In Demokratien gilt das Mehrheitsprinzip. Die Mehrheit hat Koch bei der vorletzten Wahl zum MP gemacht, obwohl er sich da bereits als hartgesottener Lügner erwiesen hatte. Die Hälfte der Wähler hat ihn jetzt wieder trotz seiner Unsäglichkeiten als MP haben wollen.

Auperparlamentarische Mobilisierungen bleiben wirkungslos, weil es den Politikern angesichts des Wahlverhaltens der Bürger (Nichtwählen oder Extreme wählen, oder immer dieselben) scheißegal sein kann, was ein paar Leute auf der Straße brüllen. Das sitzen die aus.

Die wissen, jeder Protest erlahmt irgendwann, und dann können sie wieder in Ruhe machen, wofür sie Geld bekommen.
 
 
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maaw
Alt 08.02.2008, 05:05   #86
Standard

1. Stimme: FDP
2. Stimme: NPD

An dieser Stelle möchte ich auch mal den Wahlomat unter http://www.bpb.de/methodik/TBF7ZE,0,WahlOMat.html erwähnen.
 
 
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Manni
Alt 08.02.2008, 08:10   #87
Standard

Zitat von maaw
1. Stimme: FDP
2. Stimme: NPD
Warum NPD und wie passt das mit der FDP zusammen?
 
 
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