Spiegel TV Club2k 2000-10-16 06:11:44
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Habr gerade den Bericht über Neonazis in Spiegel TV gesehen, und ich muß sagen, daß es vor allem im Osten Deutschlands viele Depppen gibt.
Wenn ich da die gesamte Skinheadszene einer Stadt Molotowcocktails auf ein Haus in dem Deutsch-Russen leben, werfen sehe, dann kommt mirs hoch.
Schon allein die Begründung eines Skins "die sind nicht reinrassig" zeugt von Mitläufertum und Un-informiertheit. Deutsch-Russen sind für mich Deutsche, sie sind nur halt mal für 'ne Generation ausgewandert und kamen mit Kindern wieder zurück, die kein Deutsch mehr können. Ich habe nichts dagegen.
Vor allem der in Spiegel TV als "Anführer" der Glatzenszene dieser Stadt, dessen Namen ich nicht mehr weiß, vorgestellte junge Mann kam mir auch nur als Mitläufer vor. Als der Spiegel TV Reporter gefragt hat, was das Hitlerbild da an seiner Wand macht, hat er ganz verschämt zur Seite geguckt, um dann mit geschlossenen Augen zu sagen "ganz einfach, unser führer".
Daran hat man z.B. deutlich gesehen, daß die ganze rechte Szene dieser Stadt auf Mitläufertum basiert und das die Leute nicht wirklich denken, was sie sagen. Ein Krakennest sozusagen.
Es ist echt traurig, daß vor allem in meiner Heimat Sachsen (bin mitlerweile nach Hessen ausgewandert) so viel Scheiße verzapft wird, wo doch gerade der Osten das Aushängeschild für uns von der Quantität der nationalen Jugendlichen her ist.
Also langsam glaube ich es wird Zeit, daß sich der harte Kern, der wirklich mit seiner Meinung was erreichen kann und will, von solchen Leuten abgrenzt.
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Hallo Club2k,
politisches Mitläufertum gab es schon immer. Das ist auch in Ordnung. Denn nur so sind Massenbewegungen realisierbar. Der Kern des Problems läßt sich - wie so oft - nicht durch Ausgrenzung lösen. Die Ursachen des Übels liegen viel tiefer. Es gibt in der nationalen Szenerie einfach keine überzeugenden Vordenker oder Persönlichkeiten, die die Menschen erreichen, um sie weltanschaulich auszurichten oder zumindest auf deren Verhalten Einfluß zu nehmen.
Aus diesem Defizit heraus beziehen viele sogenannte Nationale ihr politisches Verständnis kurzerhand aus den Massenmedien. Die Leute übernehmen die Stereotypen/Klischees (Kleidung, Verhalten etc.) und treten auf, wie sie dargestellt und verunglimpft werden. In Ermangelung besseren Wissens erheben sie die Greuelpropaganda zum Koordinatensystem ihrer politischen Arbeit.
Leider sind unsere Einflußmöglichkeiten als Musikmagazin nur sehr gering, weswegen wir uns gar nicht erst aufs Glatteis bewegen und das Verzetteln lieber anderen überlassen.
Ausländerfeindliche Gewalt ist kein Produkt rechter Politik, sondern das Ergebnis geförderter Verdummung.
Bester Gruß
RockNORD-Redax
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Ein Patriot verteidigt sein Land auch gegen die Mehrheit.
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