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22.08.2001, 17:44
# 1 Skinheads - who is who ? so nur mal zur Aufklärung, weil hier andauernd wieder skinheads mit rechten/nazis/etc. gleichgestellt werden, hab ich ne zusammenfassung über die einzelnen arten skins gesucht und paste die hier einfach mal : »Skinhead« oder kurz: »Skin«
Wörtlich übersetzt: Hautkopf. Als Skinhead wird ein Jugendlicher
oder junger Erwachsener bezeichnet, dessen auffälligstes Merkmal der kahl
rasierte Schädel ist. Zur szenetypischen Kleidung gehören vor allem
eine Bomberjacke (meist grün, blau oder schwarz), schwere, manchmal mit
Stahlkappen versehene Arbeitsschuhe (z.B. Doc-Martens) und hochgekrempelte
Jeans sowie Hosenträger (Braces). Skinheads sind nur lose organisiert,
vereinsähnliche Strukturen von Skinheads gibt es nur selten (Ausnahme: die mittlerweile in Deutschland verbotene Blood and Honour-Bewegung).
Verschiedene Strömungen sind zu unterscheiden, zum Beispiel Boneheads,
Hammerskins, White-Power-Skins. Neben diesen rechtsextremistischen Strömungen
gibt es auch unpolitische Skinheads und politisch eher links orientierte wie
die antirassistischen Sharp-Skins.
»Glatze«
Ebenso wie »Skinhead« bezeichnet »Glatze« nicht nur die
rasierte Kopfhaut, sondern die ganze Person. »Glatze«, Skin und
Skinhead sind deckungsgleiche, in der Szene geläufige, Begriffe.
»Bonehead«
Szene-Begriff für einen rechtsextremistischen Skinhead mit Kahlkopf
(Knochenkopf) und der dazugehörigen martialischen Bekleidung (Bomberjacke,
Doc-Martens-Stiefel, Braces, hochgekrempelte Jeans). Die »Boneheads«
sind der harte, militante Kern der rechtsextremistischen Skinhead-Szene.
»White-Power-Skin«
Ein rechtsextremistischer Skinhead mit typischer äußerer
Erscheinung. Er trägt üblicherweise an der Jacke eine weiße
Faust, das Emblem der »White-Power-Bewegung«, die sich für eine
ethnisch reine Rasse der Weißen starkmacht. »White-Power-Skins«
sind meist fremdenfeindlich und antisemitisch eingestellt.
»Fascho-Skin«
Szene-Begriff für einen nationalistischen Skinhead. In der
rechtsextremistischen Skinhead-Szene in den neuen Ländern wird der Begriff
»Fascho« oder »Fascho-Skin« häufig für die sogenannten »Scheitel« (Skinhead-Sympathisanten mit hochgekrempelten
Jeans, Doc-Martens-Schuhen und kurz geschnittenen Haaren mit Seitenscheitel)
verwendet.
»Nazi-Skin«
Bezeichnung für »rechte« Skinheads, die hauptsächlich
von der »linken Szene« verwendet wird. Innerhalb der Skinhead-Szene,
meist in den neuen Ländern, bezeichnen sich manche Boneheads selbst auch
als »Nazi-Skin«. Sehr oft sind diese rechtsextremistischen Skinheads
an eintätowierten Kennzeichen des Nationalsozialismus (Hakenkreuz, Odalrune, Sigrune, Wolfsangel usw.) oder anderen Zeichen, die in der Szene für
eine entsprechende Gesinnung stehen (z.B. Keltenkreuz) zu erkennen.
»Oi-Skin«
Die nationalsozialistische Parole »Kraft durch Freude« lautet in
die englische Sprache übersetzt »strength through joy«. Die
Endbuchstaben von »joy« ergeben in Lautschrift das »Oi«,
einen Kampfruf der Skins, der für Musik und Spaß steht. Ein »Oi-Skin«
bezeichnet sich selbst auch als »Just-for-fun-Skin« und meint damit,
dass er »Oi-Musik«, alkoholische Exzesse und Skinhead-Sein der Freude
wegen liebt und als Lebensgefühl empfindet. Dies bedeutet jedoch nicht,
dass sein Gedankengut frei ist von Feindbildern, wie Ausländern, »Undeutschen«
(Behinderte, Obdachlose, Prostituierte ...), politischen Gegnern, wie Angehörigen
von Antifa-Gruppen oder sonstigen dem »linken Spektrum« nahestehenden Personen. Ein »Oi-Skin« ist allgemein nicht politisch gebunden.
»Hammer-Skins«
Die Hammer-Skins sind eine Strömung innerhalb der rechtsextremistischen
Skinhead-Szene. Der Begriff Hammer-Skins wurde erstmals 1992 in deutschen
Skinhead-Publikationen erwähnt, so im Fanzine
»Oi! Deutsches Echo«
(Nr. 5 Mai 1992). Nach den Aussagen eines amerikanischen Interviewpartners in
dieser Ausgabe wurden die Hammer-Skins 1986 in Dallas/Texas von Wollin LANGE
und Scan TARRANT gegründet. Es dürften z. Z. in den USA drei große
Gruppen von Hammer-Skins bestehen,
die
Confederate Hammer Skins
Northern Hammer Skins
Eastern Hammer Skins.
Einem Artikel im Skin-Fanzine »Proißens Gloria« (Ausgabe 4,
Februar/März 1992) zufolge sollen auch in Europa derartige Skingruppen
aufgebaut werden; tatsächlich sind Gruppierungen u. a. in Tschechien,
Frankreich, Schweiz und auch Deutschland _ etwa seit 1995 _ festzustellen, wo
es Kleingruppen in mehreren Ländern gibt. In NRW sind diese Skins bisher
nicht erkennbar aufgetreten.
Seit Ende 1996 stellen deutsche Skinheads Informationen über
Hammer-Skins in eine eigene, englischsprachige Internet-Homepage ein. Als
Kontaktadressen wurden die Anschriften des »Ultima-Tonträgerversands«
in Halle/Saale sowie des Fanzines »Hass Attacke« in Neustadt/Sachsen
genannt. In einer Ausgabe von »Hass Attacke« äußerte sich ein Hammerskin zur Bedeutung dieser Skingruppierung:
»Unser Motto ist: 'We must secure the existence of our people and a
future for white children.' (Wir müssen die Existenz unseres Volkes
sichern und eine Zukunft für unsere weißen Kinder schaffen.) - etwas
frei übersetzt, aber die 14 words kennt ja wohl jeder, oder etwa nicht?)«
In Skinhead-Schriften und im Internet wird die Zahl 14 in diesem Sinne als Kürzel
verwendet. Die Zahl 14 dürfte auf die sogenannten 14 Worte des
US-Amerikanischen Rechtsterroristen David Lane zurückgehen.
Weiterhin heißt es über die Ziele der Hammerskins in dem Fanzine »Deutsche
Zukunft« Nr. 2 von 1994 (Schleswig-Holstein):
»... ist es unser Ziel, alle weißen NS-Skins zu vereinen.
Hammerskins sind grundsätzlich eine Skinhead-Organisation. Politisch
stehen wir auf der NS-Seite. Unser Glaube besteht zu 100% Skinhead white Power.
Wir sehen uns als Sammelbewegung, dennoch sagen wir Klasse statt Masse ...«
Insgesamt gesehen stellen die Hammer-Skins mehr eine ideologische weniger
eine organisatorische Bewegung, innerhalb der Skinhead-Szene dar. Ihre
Mitglieder vertreten rassistisches, in Anklängen nationalsozialistisches
Gedankengut.
Das Zeichen der Hammerskins besteht aus zwei gekreuzten Zimmermannshämmern
in einer Raute, die den gemeinsamen Kampf der weißen Arbeiter für
Volk, Vaterland und Rasse symbolisieren sollen.
»Sharp-Skin«
»Skinhead against racial prejudice«, Skinhead gegen rassistische
Vorurteile. Ein »Sharp-Skin« sieht sich selbst als unpolitisch, geht
aber, wenn es seiner Meinung nach nötig ist, auch mit Gewalt gegen »Rechte«
vor, um z.B. Asylbewerberwohnheime vor Brandanschlägen oder sonstigen Übergriffen
zu schützen.
»Redskin«
Skinhead, dessen Äußeres bis auf die rote Bomberjacke und die
angebrachten Anti-Nazi-Aufnäher dem eines rechtsextremistischen Skins
gleicht. Oft benutzen »Redskins« rote Schnürsenkel für ihre
Springerstiefel. Bei rechtsextremistischen Skinheads sind hingegen weiße
Schnürsenkel gebräuchlich. Ein »Redskin« ist aufgrund seiner
politischen Einstellung der autonomen linken Szene zuzuordnen. »Redskins«
sehen Skinheads als eine militante Arbeiterjugendbewegung an. Nicht verwechseln
darf man diese »Redskins« mit jungen Leuten, die rote, glänzende
Jacken mit der Aufschrift »Redskins« tragen. Diese Jacken sind für
sich allein kein Nachweis für einen politisch motivierten »Redskin«;
die »Redskins« sind auch eine Football-Mannschaft aus Washington/USA.
Größere Gruppen von Sharp-Skins und Redskins sind in
Nordrhein-Westfalen bisher nicht in Erscheinung getreten.
»Gabber«-Szene
Anhänger der »Gabber«-Szene definieren sich in erster Linie über
ihren Techno-Musikgeschmack und wähnen sich als die Elite der
Techno-Szene. In ihrem äußeren Erscheinungsbild ähneln sie den
Skinheads. »Gabber« sind kahlköpfig und tragen Bomberjacken,
jedoch keine Springerstiefel, sondern Turnschuhe. Sie sind in der Regel unpolitisch. Dennoch gibt es Überschneidungen zwischen
rechtsextremistischen Skinheads und den »Gabbern«.
»Renee« bzw. »Skingirl«
Frau in der Skinhead-Szene, deren Haar am Hinterkopf geschoren ist. Im
Stirnbereich befindet sich meistens ein Strang längeren Deckhaares.
Weibliche Skinheads und Neonazis spielen in der traditionell von Männern
geprägten und beherrschten rechtsextremistischen Szene nur eine
unbedeutende Rolle. Auch die begrenzten Aktivitäten organisierter »Renee«-Gruppierungen
haben hieran bislang nichts ändern können.
Anzuführen ist die Ende 1990 in Berlin als »Skingirl-Front
Deutschland« gegründete und später in »Skingirl-Freundeskreis
Deutschland« (SFD) umbenannte Gruppierung. Sie war bislang der einzige
bundesweite Personenzusammenschluss, dessen Zielgruppe ausschließlich
Frauen aus der Skinhead-Szene (»Renees«) bzw. aus der Neonazi-Szene
sind. Die Gruppierung ist bundesweit in acht Bezirke organisiert und besteht
aus etwa 50 Mitgliedern, die nicht mehr ausschließlich der Skinhead-Szene
angehören. Die Mitglieder befassen sich in »Interessengruppen«
mit verschiedenen Themen, wie z. B. Brauchtum, Politik und Gefangenenbefreiung.
Zum Teil bestehen Verbindungen zu Neonazis auch auf persönlicher Ebene.
Seit kurzer Zeit ist eine verstärkte Anlehnung führender Funktionärinnen
des SFD an die NPD zu beobachten. Nennenswerte Aktivitäten des SFD in
Nordrhein-Westfalen sind nicht bekannt geworden. Gegenwärtig ist hier
lediglich von zwei »Renees« aus Nordrhein-Westfalen eine Zugehörigkeit
zum SFD bekannt geworden.
In einer Meldung vom 4. November 2000 gibt der SFD auf seiner
Internet-Homepage seine Selbstauflösung bekannt. Angaben über konkrete
Hintergründe für die Selbstauflösung wurden vom SFD nicht
gemacht.
Bereits in seiner Ansage vom 2. November 2000 meldete das »Freie
Infotelefon Norddeutschland« (FIT), dass sich die Berliner Gruppe des SFD
selbst aufgelöst habe. Grund hierfür sei die Hausdurchsuchung bei dem
Ehemann einer SFD-Angehörigen im Zusammenhang mit dem Verbot von »Blood
and Honour« am 14. September 2000 gewesen. Die zu Beginn des Jahres 2000
ins Internet eingestellte Homepage des SFD bestätigt die Selbstauflösung
der Berliner SFD-Gruppe.
»Babyskins«
Hierbei handelt es sich um zumeist sehr junge »Mitläufer«
(die zum Teil jünger als 16 Jahre, in Einzelfällen sogar unter 14
Jahre alt sind) in lokalen Skinheadgruppen, die häufig von älteren
Skinheads (»Altglatzen«) zu rechtsextremistischen Taten, z. B. in
Form von fremdenfeindlichen Übergriffen oder Propagandadelikten animiert
werden. Stigmatisierung, eine entsprechende Identitätsentwicklung sowie
eine sich verfestigende rechtsextremistische Kariere der Betroffenen sind häufig
die Folge.
»Hooligan« bzw. »Hool«
Jugendlicher oder junger Erwachsener, der hauptsächlich Fußballspiele
besucht und kein typisches Skinhead-Outfit besitzt (trägt meist sportlich
betonte Kleidung, die bequem ist und viel Bewegungsfreiheit bietet, um im
Nahkampf zu bestehen). Er trifft Skinheads bei Fußballspielen,
Trinkerfeten und beim Besuch von Skin-Konzerten. Grundsätzlich sind Hooligans als unpolitische, zum Teil gewalttätige Fußball-Rowdies
von der Skinhead-Szene zu unterscheiden. Dennoch gibt es punktuelle Überschneidungen
mit Skinhead-Szenen und vereinzelt auch mit Neonazi-Kreisen. ich hoffe, dass es hier mal einige Leute aufklärt und ihr wisst nun welche ihr hauen dürft und welche nicht
[ 22 August 2001: Beitrag editiert von: Dude ] | | |
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