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Scharon in Frankreich nun unerwünscht

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Grandylein
Alt 20.07.2004, 22:28   #1
Standard Scharon in Frankreich nun unerwünscht

Scharon in Frankreich "nicht willkommen"

Paris/Jerusalem - Kritik des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon wegen antisemitischer Vorfälle in Frankreich belastet das Verhältnis zwischen Paris und Jerusalem. Der französische Präsident Jacques Chirac erklärte Scharon zur unwillkommenen Person, solange es keine Erklärung seiner Äußerungen gebe.


Entfesselter Antisemitismus

Scharon hatte wegen eines "entfesselten Antisemitismus" in Frankreich die Juden des Landes aufgefordert, "so schnell wie möglich" nach Israel auszuwandern. In Paris hieß es, die Verärgerung Chiracs bedeute keine Ausladung, da es keinen Termin für einen Besuch Scharons gebe, der zuletzt im Juli 2001 Frankreich besucht hatte.

Trotz der landesweiten Empörung von Politikern aller Parteien sowie jüdischer Organisationen hatte Scharon seine Aufforderung zur Auswanderung am Dienstag nochmals wiederholt. Der französische Außenminister Michel Barnier sprach in diesem Zusammenhang von einem "schweren Missverständnis".


Erstaunen in Israel

In Israel wurde die Empörung in Frankreich mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen. Es sei erklärte Politik des Staates Israel, innerhalb von zehn Jahren noch eine Million Juden nach Israel zu holen. Allerdings herrsche auch der Eindruck, dass Frankreich die Augen vor wachsendem Antisemitismus verschließe, meinten politische Beobachter in Jerusalem. Nach Zahlen des israelischen Einwanderungsministeriums sind seit Jahresbeginn 919 Juden aus Frankreich gekommen - eine leicht fallende Tendenz seit 2.075 im gesamten Jahr 2003 und dem Höhepunkt von 2.441 Einwanderern 2002.

Zur Erklärung Chiracs, Scharon sei vorerst in Frankreich nicht willkommen, wollte Barnier "keine Polemik" entfachen. Frankreich wünsche "die Beziehungen zu Israel und seiner Bevölkerung, einer befreundeten Bevölkerung, zu erhalten", sagte der Minister am Dienstag im französischen Rundfunksender Europe 1.

"Die Ehre und die Grundlage unserer Republik ist es, jedem Bürger den gleichen Schutz und die gleichen Freiheiten zu garantieren."

Auch Vertreter der jüdischen Gemeinde in Frankreich, die mit 600.000 Mitgliedern die größte nach Israel und den USA ist, nannten Scharons Kritik "inakzeptabel".


Frankreichs Außenminister der Auslöser?

In französischen Medien wird als Erklärung für Scharons Kritik auch auf den kürzlichen Besuch Barniers bei Palästinenserpräsident Jassir Arafat am 29. Juni verwiesen. Dabei hatte Barnier den Sitz Arafats in Ramallah als "unwürdig" eingestuft. Scharon hatte diesen Besuch als unfreundlichen Akt gegenüber Israel bezeichnet. (pf/dpa)

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Die Sache hat doch einen ganz anderen Hintrgrund.
Ab 2010 kippt das demographische Gefälle in Israel, und die arabische Israelis stellen dann die Mehrheit. Das bedeutet, dass es spätestens ab dann auch bei Wahlen mehr als eng für die rein jüdischen Parteien wird, speziell aber für den Likud. Also will Scharon jetzt noch so viel Juden wie möglich nach Israel holen, um diese demografische Entwicklung wenn nicht schon aufzuhalten, so aber doch hinauszuzögern!

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In Deutschland würde man wieder mit der Nazi-Keule kommen. Intressant aber auch hier "Antisemitismus" als Grund zu nehmen, um mehr Wähler ins Land zu locken. Naja wer sich so mit Polemik darüber äussert braucht sich nicht wundern dass er nicht Willkommen ist. In Deutschland mag das ja noch klappen...

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antifaforever
Alt 20.07.2004, 22:47   #2
Standard

Ich finde Chirac hat recht. Wir Deutschen hätten uns diese Aussage aber nie erlauben können. Wir sind leider immer noch gebrandmarkt für das was unsere Großväter als Befehl ausführten.
 
 
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rattenjunge
Alt 21.07.2004, 01:15   #3
Standard

ja, oder das was unsere großväter befohlen haben...
oder das was unsere papas jeden sonntag am stammtisch nach drei glas bier von sich geben...

chirac hat trotzdem recht...
 
 
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hackvresse
Alt 21.07.2004, 02:25   #4
Standard

Ich finde Chirac hat recht. Wir Deutschen hätten uns diese Aussage aber nie erlauben können. Wir sind leider immer noch gebrandmarkt für das was unsere Großväter als Befehl ausführten.
Es ist ja gar nichtmal ein Nachteil, dass "wir" uns nicht so äussern dürfen/können. So wird zumindest mittelfristig ein erneutes "auflammen des Antisemitismus" in Deutschland verhindert. So wie in Frankreich würde es hier nicht laufen.
 
 
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rattenjunge
Alt 21.07.2004, 09:42   #5
Standard

nur mal kurz als frage:
israel ist nich grad sicherer für juden als frankreich oder?
 
 
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Bi-Zar
Alt 21.07.2004, 10:16   #6
Standard

In Fraknreich kommt es von Zeit zu Zeit wieder zu Übergriffen von moslemischer Seite, aber im Vergleich zu dem, was in Israle passiert sollte das zu vernachlässigen sein. Seit Beginn der 2. Intifada starben ca. 800 Israelis(ich glaub seit 2001). Außerdem kommt es immer wieder zu kleinerern Ausschreitungen, zum Beispiel Schlägereien unter Jugendlichen. Diese kleineren Reibereien sind in Frankreich eher selten, weil dort Sowohl Juden, als auch Moslems nur Minderheiten sind und es viele Franzosen gibt. In Israel leben aber Isrealis und Palästineser gezwungenermaßen dicht an dicht.
 
 
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antifaforever
Alt 23.07.2004, 00:14   #7
Standard

Original geschrieben von rattenjunge

oder das was unsere papas jeden sonntag am stammtisch nach drei glas bier von sich geben...

Nach nur drei Bier, mann wie lasch ist die Gesellschaft heute !!!
 
 
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