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Schäuble will schrittweise Rente mit 70

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kordzen
Alt 10.01.2008, 10:42   #1
Standard Schäuble will schrittweise Rente mit 70

Ich finde blödsinnig den Vorstoß von Schäuble,der das Rentenalter über 67 Jahre hinaus verschieben will.Schon jetzt sind Arbeitslose über 50 kaum vermittelbar. Das ist ein Programm zur indirekten Rentenkürzung.Das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus bedeutet weitere Abschläge und indirekte Rentenkürzung und wird schwieriger für Behinderten und Frauen und körperliche anstrengende Arbeiten ausübende Arbeitnehmer(Dachdecker,Maurer ,Bergleute,Bauarbeiter...)


Ich denke ,Wir müssen sich daran gewöhnen,dass wir bis ans Grab schuften.Große Koalition wird Rente mit 70 in der zweiten Halbzeit der Legislaturperiode beschließen.Das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus führt zu einem Anstieg der Vorruhestandsarmut und geht an der Realität vorbei.

http://afp.google.com/article/ALeqM5gfRy0LTvlSeMX1cuKBvf-m06BMtA

20. November 2007

Schäuble geht Rente mit 67 nicht weit genug

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht davon aus, dass das Rentenalter über 67 Jahre hinaus verschoben wird. Mit der Erhöhung des Rentenalters auf 67 "sind wir noch nicht am Ende", sagte Schäuble dem Wirtschaftsmagazin "Capital". "Wir brauchen eine allmähliche Anhebung der Lebensarbeitszeit, eine stärkere Flexibilität." Gleichzeitig dämpfte der Bundesinnenminister Erwartungen an neue Reformen in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode. Jetzt brauche die Regierung Zeit, die bereits beschlossenen Reformen umzusetzen. "Eine Regierung muss nicht jeden Monat ein neues Gesetz verabschieden."

Schäuble mahnte gleichzeitig die CDU, sich von radikalen Reformprogrammen zu verabschieden. "Wer zu schnell verändern will, kriegt eins auf die Nuss und erreicht gar nichts", sagte er weiter. Alle in der Union hätten über das schlechte Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2005 nachgedacht. "Wenn man für seine Position nicht hinreichend Zustimmung findet, dann entspricht es den guten Regeln der offenen Gesellschaft, dass man daraus lernt." Die deutsche Gesellschaft reagiere auf Reformpläne "nun mal mit starken Beharrungskräften".
 
 
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Grandylein
Alt 10.01.2008, 11:48   #2
Standard

Die haben doch alle keine Ahnung. Genau jene, die das beschliessen sind doch mit 60 in Pension, oder hocken auf einem gepolsterten Stuhl in irgendeinem Vorstand.

Helmut Kohl kriegt BeraterHonorar von Kirch (klar er macht auch das Programm von Premierie) und Schröder sitzt bei der Gasprom. Er hat ja auch BWL studiert, was in da für qualifiziert.. ja halt.. doch nicht..

Ausserdem ist man doch ab 45 bereits nicht vermittelbar. Für mich ändert sich da eh nix. Da ich bisweilen eh nie über 1000€ brutto gekommen bin. Sowas wie Mindestlohn gibt es ja nicht. Kann man ja für 5-7€ Jobben gehn. Selbst wenn du Elektriker bist kriegst du dann nur 8,20€ Zeitarbeittechnisch.

Selbst wenn du nicht irgendwie rausfliegst, haben die meisten Zeitfirmen nach 3-5 Monaten nichts mehr wo sie Leute unterbringen. Der Aufschwung? Wo?!

Hartz4 bis zur Rente wird es da für die meisten heissen. Aber wehe du wohnst noch bei Verwandten oder jmd aus deiner Familie beantragt das auch.. dann wird ruckzuck gekürzt oder nix gezahlt, und du kannst zusehn wer die plfichtversicherung zahlt..

Familienplanung und Haus bauen kannst du vergessen in diesem Staat.

"eine stärkere Flexibilität" <- bla bla²

Jede Stadt hat ihre eigenen Arbeitslosen, und bedankt sich für den Import neuer... Und die Rentner die bis 70 arbeiten SOLLTEN, blockieren dann Plätze für Jugendliche.

Wer kein Geld in der Tasche hat kann sich nix kaufen, aber solange die Reibach mit dem Ausland machen, freuts die Aktionäre, da kann der Mittelstand ruhig wegbrechen..
 
 
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Jumpy
Alt 10.01.2008, 13:22   #3
Standard

Jede Stadt hat ihre eigenen Arbeitslosen, und bedankt sich für den Import neuer... Und die Rentner die bis 70 arbeiten SOLLTEN, blockieren dann Plätze für Jugendliche.
Das dürfte wohl weniger das Problem sein, ich sehe eher die Probleme darin zum Beispiel, einen 70 Jährigen Kraftfahrer zu beschäftigen oder einen mit 70 auf dem Bau etc. wie soll das funktionieren? die werden doch eh entweder dauerhaft Krank/Arbeitunfähig geschrieben oder Berufsunfähig gemacht. Die Kostenlast ist halt nur anders verteilt. Ach ja, einen Effekt gibt es da noch, die jenigen die bis 70 gearbeitet haben werden dann wahrscheinlich auch eine geringere Restlebenserwartung haben. Das hätte zur Folge, dass die Rentenkasse auch entlastet werden! Die meisten sterben eh während der Arbeit
 
 
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Felicitas
Alt 10.01.2008, 13:30   #4
Standard

Zitat von kordzen
Ich denke ,Wir müssen sich daran gewöhnen,dass wir bis ans Grab schuften.
entweder das, oder wir sollten uns daran gewöhnen privat fürs alter vorzusorgen. ich für meinen teil werde weder bis 70 arbeiten, noch werde ich mich auf die staatliche rente verlassen. eine private vorsorge hab ich schon, die nächste kommt dazu wenn ich nach dem studium einen job habe. und diese art zu sparen ist gar nicht so typisch deutsch wie man denken mag. mir war so als ob es in anderen europäischen ländern üblich ist sich privat abzusichern.
 
 
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El Sparko
Alt 10.01.2008, 14:20   #5
Standard

ich kanns nicht genau benennen aber bei dem modell riester und ähnlichem verdienen ein paar nette leute auch nett mit. also so toll ist privat vorsorgen dann auch wieder nicht. zumindest nicht wenn man den weg geht der einem ans herz gelegt wird. ein wirklich rein privater vertrag ohne staatliche beteiligung etc. wäre da was anderes.

ich seh halt nur ein problem für leute die nicht gerade studieren (was auch kein einkommensgarant ist!). der normale facharbeiter ist heute schon nicht mehr in der lage seine familie zu finanzieren. er kann kaum für klamotten und essen aufkommen. es ist nicht daran zu denken ein eigenes haus zu bauen oder ähnliches. die leute leben also ein leben lang an nem existenzminimum ähnlich eines sozialhilfeempfängers. das war vor 10-15 jahren noch ganz anders...
wie soll jetzt so jemand (ich schätz mal ein hoher prozentsatz der gesamtbevölkerung) privat vorsorgen? darf die 0815-familie jetzt im ganzen leben kein einzigen größeren urlaub mehr machen, weil pappa nicht bis 70 arbieten müssen soll?

die forderung "spar halt selber und verlass dich nicht aufn staat" erinnert daher, zumindest situationsbedingt, eher an "sollen sie halt kuchen essen wenn sie kein brot mehr haben".
 
 
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Felicitas
Alt 10.01.2008, 15:10   #6
Standard

also wirst du was tun? dich in die reihe der rumheuler und rummotzer einreihen?

was hast du für alternativen? rumheulen oder eben selbst vorsorgen. und natürlich kann man die staatlichen rentevorsorgemodelle umgehen. gut, ich will nichts sagen, das eine was ich habe wurde cleverer weise noch 2005 abgeschlossen.

und mal ehrlich, im westen bist du nicht in allen berufen die einen fachabschluss haben am existenzminimum. aber lange nicht.
 
 
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Sheltem
Alt 10.01.2008, 15:16   #7
Standard

Rente ab 70, son Scheiss. Erzähl das mal nen Maurer oder Betonbauer. Ab 55 bist ja mehr beim Arzt wegen Gelenkverschleiss als bei der Arbeit.

Solche tollen Ideen kommen genau von solchen Leuten die wirklich nie lange den Rücken krumm machen mussten. Und sowas nennt sich dann Volksvertreter. Ob die den Willen des Volkes noch vertreten...

Ach ich laber schon wieder.

Mein Sklavenhändler hat mir am Montag ,ohne Scheiss, ne Gehaltserhöhung ab 2.1.08 gegeben. Sage und schreibe 0,03 CENT !!!! Ich weiss das er Euro schreiben wollte (für 3 Cent die Stunde mehr) und habs ihm 4 mal vorgelesen...gerafft hat ers trozdem net.
 
 
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El Sparko
Alt 10.01.2008, 15:35   #8
Standard

Zitat von felicitas
also wirst du was tun? dich in die reihe der rumheuler und rummotzer einreihen?

was hast du für alternativen? rumheulen oder eben selbst vorsorgen. und natürlich kann man die staatlichen rentevorsorgemodelle umgehen. gut, ich will nichts sagen, das eine was ich habe wurde cleverer weise noch 2005 abgeschlossen.

und mal ehrlich, im westen bist du nicht in allen berufen die einen fachabschluss haben am existenzminimum. aber lange nicht.
tolle meinung... ich bin der letzte der den generationenvertrag gut heißt und ich weiß durchaus dass man nicht immer und überall am existenzminimum ist. das heist aber noch lang nicht dass es unterm strich für den großteil der bundesbürger jahr um jahr mau-er aussieht. das kann man nicht dadurch gutreden, dass die leute, denen es noch besser geht, ja privat vorsorgen können.

meine erste versicherung in dem bereich hab ich übrigens so ~99 abgeschlossen. die war aber im zeitraum des aktienhypes und hat deswegen bis heute nix abgeworfen. das restliche geld hab ich letztes jahr für wohnung und essen ausgegeben und befinde mich nun in einer neuen versicherung.
was soll man also sagen?

-edit: aber darüber brauchen wir uns auch nicht groß die köpfe einschlagen. die menschen die solche dinge publikumswirksam entscheiden und weichen stellen wissen durchaus wie es da draussen aussieht. sie nehmen es in kauf und billigen die verhältnisse. die ansicht, dass ein arbeitnehmer heute mehr als einen job zum überleben annehmen sollte, lässt sich danach viel besser verkaufen.
rente ab 70 ist also kein modell um irgendwas zu verbessern (ausser vielleicht die rentenkasse durch sterberaten), vielmehr wird halt mal wieder eine schraube nach der anderen angedreht, damit am richtigen eck mehr fluß möglich ist.

jemand der was verbessern wollen würde nähme sich ein beispiel am ausland. dort hat sich die lüge "mit 50 gehörst du zum alten eisen und kannst nix mehr" nicht so verbreitet. es gibt noch länder in denen alt und jung wesentlich sinnvoller zusammenarbieten. ja man glaubt es kaum aber soweit ich informiert bin stellt man in skandinavischen ländern nen studienabgänger nicht gleich irgendwo ins management sondern demjenigen erstmal nen alten kollegen zur seite. so kompensiert man auch erfahrungsmangel für berufseinsteiger.
das passt natürlich nicht in die neoliberale marktwirtschaft welcher wir uns verpflichtet haben. da kostet ein alter einfach zu viel. was zu viel kostet muss rationalisiert werden. wer den gewinn nicht bis in alle ewigkeit maximiert kommt in die hölle!
 
 
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Felicitas
Alt 10.01.2008, 15:53   #9
Standard

es geht mir doch nur darum dass rumheulen und motzen gar nichts bringt. selbst wer auf die straße geht wird, wenn er realistisch ist, wohl nichts bewirken und wenn er halbwegs clever ist weiß er das auch und macht sich dann privat gedanken. jeder in seinem finanziellen rahmen.

mir geht das rumgemoser nur auf den nerv. natürlich ist rente mit 70 scheiße und natürlich reicht die jetzt ausgezahlte rente schon nicht mehr für nen halbwegs brauchbaren lebenstandard. natürlich ist rente mit 70 für körperlich stark tätige menschen erst recht scheiße und natürlich können wir über die sinnlosigkeit, kurzsichtigkeit der politiker und deren beschlüsse reden und uns auslassen. dazu die überalterung und der unausgeglichene arbeitsmarkt, natürlich gibt es unterbezahlte fachkräfte, von den gehältern für menschen ohne abschluss ganz zu schweigen - kann man gern stundenlang drüber reden und sich auslassen - aber was bringt es?

es gibt auch heute schon rentner die finanziell von ihren kindern abhängig sind, auch unsere eltern werden das weitesgehend noch sein - mein ziel ist es nicht von meinen kindern abhängig zu sein. geschweigedenn mich jahrelang über den staat aufzuregen anstatt für mich persönlich einfach im rahmen meiner möglichkeiten zu handeln.

ich kann nur diese (typisch deutsche?) rummoser mentalistät überhaupt nicht leiden. ja hauptsache wir dürfen wieder mal in der opferrolle sein, dann gehts uns zwar scheiße, aber wir fühlen uns trotzdem irgendwie wohl. eigeninitiative? pöh, der staat schuldet mir meine rente und darauf bestehe ich und deswegen tue ich auch nichts sondern reg mich nur weiter auf.

hast du mal einen thread gesehen, indem zwar über ein thema rumgemosert wird, aber gleichzeitig lösungen aufgezeigt werden? nä, denn so sind wir (deutschen?) nicht. wir wollen nur meckern.

aber ok, noch sinnloser als das aufregen ansich ist wohl das aufregen über leute die sich aufregen. von daher wie gewohnt zurückhaltung im politikforum und mein eignes süppchen brauen

Geändert von Felicitas (10.01.2008 um 16:13 Uhr).
 
 
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Grandylein
Alt 10.01.2008, 16:18   #10
Standard

Lol, Feli is echt mal "Posicore" ^^
Alles schön schlucken

Diesmal meckern die deutschen zurecht.

Eigenintiative? Wo soll man denn noch sparen?
Ausserdem schaumal deinen Bruttolohn an, warum sollte man davon nicht mal was vom Staat wiederkriegen?

Kleines Sammelwerk was alles schief läuft:
http://www.deutschland-wette.ch.vu/


...und komm mir keiner mit Afrika an.
 
 
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Sheltem
Alt 10.01.2008, 16:29   #11
Standard

Nett

/Das ist ne Fake Seite und ich bin erst jetzt drauf gekommen.

Geändert von Sheltem (10.01.2008 um 16:52 Uhr).
 
 
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El Sparko
Alt 10.01.2008, 16:31   #12
Standard

fel ich versteh dein punkt. zumindest so ein wenig. man soll also aufhören zu mosern. gut. daraus leitest du ab, dass die zeit die fürs mosern verschwendet wurde nun zur verfügung steht um lösungen zu entwickeln. dein lösugnsvorschlag ist private vorsorge. das macht sinn, leider können nicht alle leute den weg gehen. also bleibt die frage: was tut man jetzt?

frage zurück: hast du jemals ne antwort auf nen post gesehen die auf mehr als ein punkt des vorposters eingeht?
 
 
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Felicitas
Alt 10.01.2008, 16:39   #13
Standard

@grandy: sag mir, was du davon hast in einem forum laut zu schreien. und ich sag dir was ich davon habe nicht laut zu schreien: ein entspannteres leben und genug geistige reserven um aus dem gegeben das beste zu machen. und was klingt für dich erstrebenswerter? ein leben voller schreien und zetern und am ende vllt nichts bewirken, oder ein leben in dem man sich so gut es geht von der (staatlichen) abhängigkeit lossagt und sein "eigenes ding" durchzieht?

alles eine frage der einstellungen. ich find bei weitem nicht alles gut was "die da oben" so beschließen. keine frage. und ich sehe wo ich etwas ändern kann. und das fängt nun mal bei mir an. indem ich "in die luft schreie" änder ich nichts. nicht für mich, nicht für andere, nicht für die generation nach mir.

ihr wollt es anders haben? dann auf in politische (jugend)organisationen, auf zu einer politischen karriere und wenn ihr oben angekommen seid, dann ändert etwas.

@sparkie: du zum beispiel?
 
 
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El Sparko
Alt 10.01.2008, 16:42   #14
Standard

Zitat von felicitas
ihr wollt es anders haben? dann auf in politische (jugend)organisationen, auf zu einer politischen karriere und wenn ihr oben angekommen seid, dann ändert etwas.

@sparkie: du zum beispiel?
ich hab mir das modell ochsentour angeschaut und lehne es aus den selben gründen ab, wie ich auch keine stipendien von parteiorganisationen annehme. ich werde meine eigene überzeugung nicht nachhaltig auf irgend eine linie ausrichten um karriere zu machen.

das hat aber jetzt nun wirklich nix mehr mit dem thread zu tun.
 
 
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OrionX
Alt 10.01.2008, 18:42   #15
Standard

es will garniemand das ihr bis 70 arbeitet das ist schlicht und einfach eine rentenkürzung.

aber lasse man die cdu mal machen, die wollen anscheinend alle leute die sie sonst wählen unbedingt vergraulen... ausländer, nu rentner und ältere menschen generell... das machen die braunen kreuze auch nicht wett.

hätte die spd jemanden wie schröder und wäre nicht selber an der regierung wäre die cdu nach der nächsten wahl wieder opposition. Aber die SPD hat zur Zeit und in der Koalitionszwangsjacke niemanden der richtig was kann, ausser Beck aber der kommt bei restdeutschland nicht so toll an und verwirft im moment seine ideale. und da man wegen lafontaine nicht mit der linken koalieren mag ist entweder weiterhin schwarz-rot an der macht, oder halt schwarz gelb. "Ampel" wird 2009 unwahrscheinlich obwohl es eine gute konstellation wäre.

und so einfach was "verändern" geht nicht. schau dir kurt beck an. in der landespolitik reformer und jemand der den mund aufmacht. Jetzt in der Koalition kann der nix mehr machen und das ist auch was von allerorts gesagt wird: wenn du nicht die entscheidungen unterstützt die die führung durchbringen will bleibst du nicht mehr lange im bundestag. Als ob irgendein abgeordneter in irgendeinem wahlkreis wirklich für das stimmen würde das er befürwortet...

es gibt keine mächtigen politiker mehr mit idealen, meist sinds karrierepolitiker und wer anfangs noch ideale hatte muss leider dem gruppenzwang im bundestag weichen.

btw besteht der ganze bundestag eh aus juristen. oder gewerkschaftsfunktionären, die mir vom prinzip her wesentlich lieber sind als anwälte.
 
 
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Grandylein
Alt 10.01.2008, 19:21   #16
Standard

Zitat von felicitas
@grandy: sag mir, was du davon hast in einem forum laut zu schreien. und ich sag dir was ich davon habe nicht laut zu schreien: ein entspannteres leben und genug geistige reserven um aus dem gegeben das beste zu machen. und was klingt für dich erstrebenswerter? ein leben voller schreien und zetern und am ende vllt nichts bewirken, oder ein leben in dem man sich so gut es geht von der (staatlichen) abhängigkeit lossagt und sein "eigenes ding" durchzieht?
Ich mosere auch im Real Life :P
Muss ja raus.. ^^

Ein entspanntes Leben hat keiner, in dem er sich nicht aufregt, dass er 10 std am Tag arbeitet, und am ende nix übrigbleibt...


Man is meist von äusseren Einflüssen abhängig, als das man sein eigenes Ding durchzieht..
 
 
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Reh
Alt 10.01.2008, 22:00   #17
Standard

Angesichts der steigenden Lebenserwartung und des demografischen Wandels ist es nur logisch, dass das Rentenalter angehoben wird. Es funktioniert einfach nicht, dass immer mehr Rentner immer längere Zeit von immer weniger Arbeitenden versorgt werden.

Von privater Vorsorge halte ich nichts. Wenn ich ins Rentenalter komme, gibt es Rente erst ab 75-80, wenn überhaupt, und bis dahin sind es 50 Jahre, und ich persönlich glaube nicht daran, dass sich unsere heutigen Modelle noch so lange halten. Es wird große Umwälzungen geben und im Zuge dieser Umwälzungen wird sehr viel "fiktives" Kapital, damit meine ich Kapital, das man nicht in den eigenen Händen hält, sondern von irgendwem irgendwo gutgeschrieben hat, unwiderbringlich verloren gehen. Bevor ich tatsächliches Kapital von heute in Versprechungen für morgen investiere, tue ich damit lieber etwas besseres. Und wenn ich mit 70 noch lebe, werde ich auch noch über die Runden kommen.

Zitat von Grandylein
Die haben doch alle keine Ahnung. Genau jene, die das beschliessen sind doch mit 60 in Pension, oder hocken auf einem gepolsterten Stuhl in irgendeinem Vorstand.
Ja genau. Wolfgang Schäuble zum Beispiel, schon 64 und noch lange nicht in Pension. Oder Franz Müntefering, der erst mit 67 aus der Politik ausgeschieden ist, und das auch nur wegen seiner Frau. Oder Helmut Kohl, der seine Karriere als Bundeskanzler im Alter von 68 Jahren notgedrungen an den Nagel hängen musste, weil er im Wahlkampf unterlag. Oder all die anderen Politiker, die im Rentenalter noch einen 12-16-Stunden-Arbeitstag haben.
Die sind echt fies, die Politiker.
 
 
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Fränze
Alt 31.01.2008, 22:13   #18
Standard

Zitat von Reh
Wolfgang Schäuble zum Beispiel, schon 64 und noch lange nicht in Pension. Oder Franz Müntefering, der erst mit 67 aus der Politik ausgeschieden ist, und das auch nur wegen seiner Frau. Oder Helmut Kohl, der seine Karriere als Bundeskanzler im Alter von 68 Jahren notgedrungen an den Nagel hängen musste, weil er im Wahlkampf unterlag. Oder all die anderen Politiker, die im Rentenalter noch einen 12-16-Stunden-Arbeitstag haben.
Die sind echt fies, die Politiker.
Nun, der Arbeitseifer der Politiker wie der Päpste oder König(inn)en ist ein bißchen anders zu bewerten. Derart viel Ehre mit Bodygards, Empfängen und tamtam läßt keiner gerne los, auch wenn die Burschen noch so jammern. Ich sag das nicht aus dem Bauch raus - in meiner nahen Familie ist ein hochrangiger Politiker, der einen Infarkt bekäme, zwänge man ihn zum Ruhestand, der längst mehr als überfällig ist.

Und was macht der Junker Bleichenwang in Bayern? Man versüßt ihm den erhaltenen Fußtritt mit 10 Büroräumen, in Worten zehn. Der ist auch nicht mehr der Jüngste - ist das Fleiß? Näää!
 
 
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Reh
Alt 31.01.2008, 22:30   #19
Standard

Zitat von Fränze
in meiner nahen Familie ist ein hochrangiger Politiker
Wollen wir Freunde werden?
 
 
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Fränze
Alt 31.01.2008, 22:37   #20
Standard

Jajaa, und dann zum Empfang der Bodygards eingeladen werden wollen
 
 
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Sidolin
Alt 31.01.2008, 23:07   #21
Standard

Ich bin nicht gerade ein Freund Schäubles, aber im Grunde ist es schon verständlich. Die Lebenserwartung steigt immer weiter, das Alter beim Eintritt ins Arbeitsleben steigt, das Rentenalter soll aber gleich bleiben. Zusätzlich gibt es relativ zu den Rentnern immer weniger Arbeiter, wenn man an dem Generationenvertrag festhalten will bleibt nichts anderes übrig als auf irgendeine Weise die Renten zu kürzen. Sonst ist halt bald einfach kein Geld mehr für die Renten da. Und das Rentenalter zu erhöhen ist halt auch für die Statistik schöner als einfach alle Renten um 10% zu kürzen.

Dass das nicht immer so einfach praktisch möglich ist ist schon klar, aber einfach auf die Politiker schimpfen die es ja so toll haben weicht dem Problem nur aus.

Ich selber glaube kaum dass man sich wenn ich dann mal in Rente gehen werde noch einfach ganz auf den Generationenvertrag verlassen kann. Man sieht ja jetzt schon dass das Modell stark am wanken ist und dann einfach davon ausgehen dass das in 50 Jahren immer noch klappt wäre blauäugig. Es gibt natürlich das Problem dass es schwer wird selbst vorzusorgen, aber sich ganz auf den Staat zu verlassen in der Hinsicht könnte wirklich ziemlich nach hinten losgehen.
 
 
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Fränze
Alt 31.01.2008, 23:18   #22
Standard

So lange nicht ausreichend Arbeitsplätze für arbeitsfähige 70jährige vorhanden sind, so lange nicht wirklich ausreichend Arbeitsplätze für arbeitsfähige und -willige Studienabgänger und Ausgebildete vorhanden sind - niedrigste Arbeitslosenquote hin oder her - so lange ist die Erhöhung des Rentenalters eine Rentenkürzung.

Generation Praktikum: Jedes Klischee hat einen wahren Kern, sonst wär´s keins.
 
 
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Jumpy
Alt 01.02.2008, 09:58   #23
Standard

ist doch eh nur die Frage aus welcher Kasse das Alter finanziert wird, ob das AA oder ne Arge oder die Rentenkassen, vielleicht HarzIV (Sozialkassen), wird doch sowieso zusammen geworfen und der Staat wird bluten Ich sehe kaum Arbeitnehmer in dieser Altersgruppe irgendwo aktiv arbeiten! Auf der Umkehrseite, hätten wir genug junge Leute die in die Kassen einzahlen würden, könnten auch die Älteren früher in Rente! Daher zweifele ich an der Theorie der Wegnahme von Abeitsplätze der "Jüngeren".
 
 
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winfired
Alt 12.04.2008, 20:54   #24
Standard

Wer nicht arbeitet der soll nicht essen?

Verhungern lassen?

Da wird wohl bald der erste Rentner seinen Sprengstoffgurt schnallen und Zahnlos die nächste Yuppibar besuchen?
 
 
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outfreyn
Alt 13.04.2008, 18:54   #25
Standard

Jumpy hat schon ziemlich genau gesagt was ich auch denke.

Bissl Info zum demographischen Wandel findet sich hier.

Unter anderem wird geschätzt das 2050 ca. 50% der Wähler älter als 56 Jahre sein werden. Die Lebenserwartung wird auf 90 Jahre steigen.

Natürlich, wie schon Einige schrieben, erwartet niemand das man wirklich solange arbeitet. Zumindest heutzutage. Um's nochmal zu sagen: Die Renten dann werden vermutlich _unter_ ALG2 Niveau sein und mit Ausgleichszahlungen ergänzt.

Wenn Jumpy also schreibt, das es Schnurz ist aus welchem Topf das Geld kommt, hat er imho vollkommen recht. Folglich ist das Argument der "Rentenverkürzung" für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Ich für meinen Teil werde überrascht sein, wenn's in meinen Tagen überhaupt noch Rente gibt.

Es gibt Berechnungen, die besagen das ab 2012 die Zahl von offenen Stellen steigen wird weil immer mehr Arbeitnehmer in Rente gehen. Die Geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge werden dadurch ne Menge Platz schaffen. Um genau zu sein, wird es _zu wenig_ Arbeitnehmer geben um alle Stellen zu besetzen.

Selbst wenn man diese Prognose für 2012 bezweifeln mag, das es in diese Richtung geht, halte ich für unbestreitbar.

Beinah vergessen hätte ich den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer Informations-/Dienstleistungsgesellschaft. Es wird wohl immer Schwerarbeit zu verrichten geben, allerdings schätze ich das durch neue Technologien und Werkzeuge einiges erleichtert wird.

Wird einem Bauhelfer auch nix nutzen, ich weiß. Die Frage ist ob jemand wirklich sein gesamtes Berufsleben als Bauhelfer verbringen wird.

Zum Thema rummosern kann ich nur sagen, das ich es absolut berechtigt finde zu sagen wenn einem etwas gegen den Strich läuft. Es geht hier nicht um "den Staat" gegen "uns", denn immerhin gehören wir alle zum Volk und der Staat als solches bzw. die Regierung ist unser eigenes Bier das wir gebraucht haben.

Und ich sehe es keineswegs als rummosern an, wenn ein Diskurs geführt wird indem man festhält was Sache ist, was möglich ist, was einem gegen den Strich läuft und was man unter Umständen dagegen tun kann.

Wenn's nur beim Stammtisch Gesabbel und deprimiert ins Bier starren bleibt, geht mir das allerdings auch gegen den Strich.
 
 
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