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Ratzinger == Papst ?

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Alt 14.01.2005, 15:39   #1
Standard Ratzinger == Papst ?

Vielleicht haben manche die Meldungen durch die Medien gehen sehen, ist schon n paar Tage her, aber ausgerechnet der Erzkonservative Kardinal Josef Ratzinger soll der nächste Papst werden! Ich bin absolut dagegen, weil der Mann untragbar ist, der wird die Katholische Kirche um Jahrhunderte zurückwerfen. Um klar zu stellen: Ich sag hier nicht, das Ratzinger scheiße ist weil er Bayer ist, sondern das dieser konservative Dreckbrocken (sorry) wirklich als Papst ungeeignet ist.
Was haltet ihr davon? Besonders die Meinung der katholischen PP-Fraktion, der ich auch angehöre würd mich interessieren.

Mfg Orion

P.S.: Bitte keine "Religion ist eh scheiße, mir ist das egal"-Beiträge! Ich bin ja auch nicht der aller gläubigste mensch der welt aber ich interessiere mich schon für meine Kirche.
 
 
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Alt 14.01.2005, 17:02   #2
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ist pope john paul nicht schon mehr als konservativ? eine konservative religion wird immer solche "glaubensführer" haben...

aber erklär mir mal was "die katholische kirch um jahrhunderte zurückwerfen" ist? homosexualität und abtreibung als sünde anzusehen? da sind und waren "wir" schon immer. ich halte sowas nur für gefährlich wenn es einfluss auf die gesetzgebung bzw. auf die persönliche freiheit des einzelnen hat. deshalb trennung von religion und staat sinnvoll.
 
 
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mephisto
Alt 14.01.2005, 17:12   #3
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Du erwartest doch nicht wirklich, dass ein absolut weltoffener, shit rauchender Mensch der nächste Papst wird, oder?

Pope J. Paul ist auch nicht wirklich weltoffen, allerdings nicht mehr so reaktionsfreudig, aufgrund seines alters!

ich denke nicht, das viele (außer erz-konservas) sonderlich begeistert von dem sein werden .. aber allzu viel einfluss auf mein leben wird der gute mensch doch wohl nicht haben! jedenfalls nicht mehr, als J. Paul hat.

Denkst du wirklich, er wird einfluss auf dich, deine familie und deine freunde haben, außer das ein bisschen gesprächsstoff auskommt?
 
 
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autonomia
Alt 14.01.2005, 17:28   #4
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Es hat sich schon oft gezeigt das gerade die große Favoriten nicht zum Papst gewählt wurden. Es ist aber ganz klar das der nächste Papst auf der Linie von J. Paul II liegen wird, da er sehr viele Kardinäle ernant hat, die sehr konservativ sind. Auch ist J. Paul II ein sehr konservativer Papst im vergleich zu seinen Vorgängern in den 60ern und 70ern, die gerade die öffnung der Kirche vorangebracht haben. Ich halte einen konservativen Papst für überaus gefährlich. Zwar nicht für mein Leben doch für die Leben anderer, denn nicht überall ist der einfluss der Kirche so gering wie in Deutschland. Man braucht nur nach Polen zu schauen um zu sehen das die Kirche in Europa immer noch einen großen einfluss hat. So ist in Polen und Ireland, den ländern in denen die kath. Kirche den größten einfluss hat, Abtreibung immer noch verboten. Schauen wir jetzt aber nach Afrika und Südamerik wird das zerstörerische Potenzial der kath. Kirche erst klar erkennbar. Den an wie vielen AIDS toten kann man der kath. Kirche die Schuld geben ? Ich denke an ziemlich vielen.
 
 
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Bi-Zar
Alt 14.01.2005, 17:40   #5
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Ich finds auch immer wieder merkwürdig wenn von liberalen oder konservativen Anwärtern auf den heiligen Stuhl gesprochen wird. Welcher Papst war denn wirklich mal ne Neuerung? Johannes Paul I
galt als sehr liberal, aber nach 33 Tagen im Amt verstarb er unter mysteriösen Umständen obwohl er noch nicht so alt und auch einigermaßen gesund war.

Paul der VI war natürlich ein absoluter Hardliner, der die Pille verbat und die Verbrechen seiner beiden Vorgänger vertuschen wollte.

Bei Johannes dem XXIII bin mihr nicht so ganz sicher. Man rechnet ihm manchmal an, dass er sich 1963 gegen den Kolonialismus gewandt hat, aber wer Ahnung von Geschichte hat, weiß dass dieser zur damaligen Zeit fast vollständig zusammengebrochen war. Außerdem hat er während der Kubakrise vermittelt. Was allerdings wirklich nicht verwunderlich war. Bislang haben sich alle Päpste gut mit Kriegen arrangiert, aber bei nem Atomkrieg wär eben alles weg gewesen, auch die Kirche. Also n verständliches Engagement. Sein besonders weltoffenes 2. Vatikanum wurde unter JPII wieder revidiert. Schade, dass ich im Moment nicht mehr über ihn sagen kann.

Die Kirche wird niemals weltoffener werden. Wer die Geschichte mitverfolgt, der sieht, dass sie immer menschenverachtend war und Verbesserungen für die Menschen erst anerkannte als alles zu spät war.

Giordano Bruno landete auf dem Scheiterhaufen, Galileo fast. 300 Jahre später hat man dann anerkannt wie die Sache mit Sonne und Erde wirklich aussieht. Mit der Evolutionstheorie gings dann schneller. Die DEmokratie wurde im entstehenden Italien scharf verurteilt, immer wurden Diktaroren unterstützt. Nun aber ist die Demokratie was ganz tolles. In Wirklichkeit aber gibt es in der KK immer noch keine Mitbestimmung, man kritisierte Diktatoren wie Pinochet nicht, Bush wurde im US-Wahlkampf vom Papst bevorzugt. Die Juden wurden immer gehasst und in päpstlichen Erlässen als Verbrecher beschimpft, in Ghettos gezwungen usw. Als die Kirche dann mit Hitlers Hilfe die Juden aus Europa schaffte, da war der Antisemitismus vorbei. Angesichts des Holocaust wäre das auch zu imageschädigend .Das Judentum war keine Konkurrenzreligion mehr, vielmehr ist es nun ein Verbündeter gegen Atheismus und Islam.
Leo der VII verbat 1823 die Pockenimpfung, heute ist man gegen Stammzellenforschung.

Aber echte Fortschritte wird es nicht geben. Auch in Zukunft wird man im Vatikan Völkermörder sympathsicher finden als gerechte Politiker. Gegen Schwule wird man immer hetzen. Erst durch ein gemeinsames Feindbild kann die Kirche gut zusammenhalten. Frauenunterdrückend wird die Kirchen auch immer bleiben. Eine Kirche die zu liberal wird stirbt aus, wie zum Beisiel die lutheranischen Kirchen in D. Dort wird nicht gegen Schwule gehetzt und dennoch treten die Leute aus.
 
 
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outfreyn
Alt 14.01.2005, 18:36   #6
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ratzinger wird nicht papst werden. zuvielen kircheninterne gruppierungen würde das nicht in den kram passen.

ratzinger ist nützlich als das was er ist, scharfmacher. zieht doch prima die medien auf sich.

und selbst wenn, was soll sich schon ändern, die paar "aufgeklärten" päpste, wenn man sie denn so nennen will, kann man sich an einer hand abzählen wie bi-zar es versucht hat.

viel wichtiger ist das die kirche, egal welche, keinen einzug in die eu-verfassung hält. wie spark schon meinte, solang durch die säkularisation die kirche net in die rechte von bürgern/menschen eingreifen kann isses noch erträglich.

aber so wie ich das sehe im hinblick auf den ganzen islamisten schmock, wird das noch ganz bitter.
 
 
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Alt 14.01.2005, 20:43   #7
Standard

Ja sicher wird die Kirche immer konservativ bleiben, aber Ratzinger ist ne Schande für Deutschland, weil er vertritt nicht grad den "modernen" Deutschen, und damit meine ich keinen Arbeitslosen. Es wär schön wenn du recht hättest out, aber Ratzinger ist schon des Papstes rechte Hand.

J.P. II ist schon ein sehr guter Papst, immerhin der erste der Gotteshäuser aller Weltreligionen besucht hat. Ich find den Mann trotz seines Alters, geistig fit, und er hat die jugend der Katholischen Kirche immerhin hinter sich.

Ich würd Ratzinger mit dem letzten Papst der Pius hieß vergleichen, war genau son penner (sorry)
 
 
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Bi-Zar
Alt 14.01.2005, 20:51   #8
Standard

Original geschrieben von Orion

J.P. II ist schon ein sehr guter Papst, immerhin der erste der Gotteshäuser aller Weltreligionen besucht hat. Ich find den Mann trotz seines Alters, geistig fit, und er hat die jugend der Katholischen Kirche immerhin hinter sich.

Ich würd Ratzinger mit dem letzten Papst der Pius hieß vergleichen, war genau son penner (sorry)
LOL JPII ein sehr guter Papst? Das ist einer der schlimmsten Verbrecher den die Menschheit je erdulden musste.

btw: du kannst ratzinger nicht nur mit Pius dem XII vergleichen sondern auch mit
I II III IV V VI VII VIII IX X XI

Naja ich kenn ja nur so die Päpste von 1800 an und dann vielleicht son best of der Zeit davor. Aber eines Tages will ich alle Päpste kennen.
 
 
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