Lupuz.de: Artikel-Portal / Magazin

Zurück   Postpla.net - die Forum Community > Postplanet Talk > Politik und Gesellschaft

Wo sind RAF+UdSSR geblieben ?

Anzeigen:

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen
Reh
Alt 15.06.2007, 18:48   #26
Standard

Zitat von Sivar
und ein kommunistisches Regime, unter welchem die Bürger tausende Hungertode sterben, weil statt dessen riesige Summen für Rüstung ausgegeben werden (müssen), würde ich auch nicht befürworten - egal welchen Vorteil ein eventuelles Gleichgewicht der Kräfte theoretisch bringen könnte.
Und was bitte schön macht die USA anders? Sie treiben die Rüstungskosten jedes Jahr auf neue Rekordwerte, ganz ohne ein Gegengewicht in Form der UDSSR. Knapp 500 Milliarden Dollar im Jahr sind ein unglaublicher Batzen. Dieses Geld fällt nicht vom Himmel. Das haben die Amis, weil sie die halbe Welt ausbeuten und in Afrika und sonstwo Leute deswegen am Hungertuch nagen und unter unmenschlichen Bedingungen leben müssen.

Lustig ist übrigens das Bild von der UDSSR, das die Leute hier blumig aufmalen. Es ist geprägt von jahrzehntelanger westlicher Propaganda und mutet gar lächerlich an. Nicht, dass die Kritik an der UDSSR falsch wäre, aber wenn das Gesamtbild eines Landes auf wenige Kritikpunkte basiert, ist der Kritiker ein schlechter. Und er ist noch schlechter, wenn er die gleichen Kritikpunkte in dem System übersieht, das er als die glückliche Alternative anpreist.
 
 
Nach oben
Krashok
Alt 15.06.2007, 18:50   #27
Standard

sorry aber sone kleine terrorzelle gegen allzu mächtige wäre vll eine gesunde abwechslung schön
aha ! dann aber nicht rumheulen, wenn man deine eltern in kleinen stücken auf der straße liegen weil sie durch eine bombe zerrissen worden sind
 
 
Nach oben
asdf
Alt 15.06.2007, 18:58   #28
Standard

Och komm, solang ihre Eltern nicht zu den bösen Mächtigen gehören, hätte sie die RAF auch eher nicht in Stücke gesprengt.
#

Pushkin leg dir mal bitte Satzzeichen zu.

Zitat von puschkin
aber die politiker damals hätten sich wahrscheinlich zweimal überlegt so mit dem volk umzuspringen wie sie heute tun
So und vor allem in der "Blütezeit" der RAF gab es ja auch garkeinen Ausbau der Überwachung, flächendeckende Kontrollen und Einschränkungen etc. pp. für alle Bürger um die RAF Mitglieder zu erwischen.


Oder redest du hier nicht von Antiterrormaßnahmen, sondern davon, dass früher einfach alles besser war?

Geändert von asdf (22.06.2007 um 18:34 Uhr).
 
 
Nach oben
OrionX
Alt 15.06.2007, 20:31   #29
Standard

Lustig ist übrigens das Bild von der UDSSR, das die Leute hier blumig aufmalen. Es ist geprägt von jahrzehntelanger westlicher Propaganda und mutet gar lächerlich an. Nicht, dass die Kritik an der UDSSR falsch wäre, aber wenn das Gesamtbild eines Landes auf wenige Kritikpunkte basiert, ist der Kritiker ein schlechter.
Hitler hat arbeitsplätze geschaffen, zumindest eine zeitlang gings den leuten wunderbar, es gab autobahnen, alles herrlich. Achso er hat nebenbei 5.4 Millionen Juden umgebracht. Aber das ist ja nur 1 Punkt im Gesamtbild.

Was ich damit sagen will: Stell dir mal einen Ort vor in denen es allen gut geht, jeder hat geld, ist zufrieden, keiner leidet hunger. Aber es wird jeden tag ein Mensch hingerichtet. Ist der Ort gut oder schlecht? Schliesslich ist die tägliche hinrichtung eines einzelnen nur 1 punkt im gesamtbild, dem rest gehts ja gut.

Kein Land ist gut, welches Menschen in Arbeitslager steckt, foltert oder hinrichtet. Scheissegal wie der rest des landes ist.

Und er ist noch schlechter, wenn er die gleichen Kritikpunkte in dem System übersieht, das er als die glückliche Alternative anpreist.
Wirtschaftliche ausbeutung ist nicht mit systemmatischen morden und zwangsarbeit zu vergleichen. Nebenbei, nicht immer auf die bösen amis schimpfen, die bösen deutschen, franzosen, italiener, briten, spanier, chinesen sind genauso, wenn auch (ausser china) im kleineren maßstab. Selbst wir selber profitieren davon das leute 20 cent stundenlohn bekommen.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 15.06.2007, 22:52   #30
Standard

Ja, weil wir davon profitieren, sind wir auch kein Deut besser als die Amerikaner. Schließlich haben wir unser System von den Amis.
Was bei den Sowjets die Gulags waren, sind bei den Amis Guantanamo und andere der Öffentlichkeit unbekannte Einrichtungen. Was für die Sowjets Afganistan war, ist für die Amis Irak. Dazu noch etliche afrikanische und südamerikanische Länder, wo die USA interveniert hat, teilweise Diktatoren an die Macht gebracht hat, nur damit es nach ihren Wünschen läuft.

Es ist alles die gleiche Scheiße. Bescheuert ist es nur, die eine Scheiße realistisch als Scheiße anzusehen und die andere zu verherrlichen, weil man selbst in ihr steckt.
 
 
Nach oben
OrionX
Alt 15.06.2007, 23:21   #31
Standard

du vergleichst hier grad äpfel mit birnen. du kannst Guantanamo Bay nicht mit Gulags vergleichen, genausowenig den Afghanistankrieg mit dem Irakkrieg. der erste afghanistankrieg war ein stellvertreterkrieg wie vietnam, der Irakkrieg wurde wahrscheinlich aus wirtschaftlichen gründen geführt. Gulags waren arbeitslager für systemkritiker im inland, Guantanamo ist ein reines Verhörlager des Militärs und Geheimdienstes. Kein Amerikanischer Bürger wird in arbeitslager geschickt. Du kannst kein kommunistisches, doch totalitäres system mit einer (wegen mir auch pseudo) demokratie vergleichen, wo zumindest die bürger noch halbwegs frei sind.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 16.06.2007, 12:43   #32
Standard

Die Motivation ist ein wenig anders, die Ziele sind ein wenig anders, die Methoden und Ergebnisse sind aber die gleichen, bzw. ähneln sich doch erstaunlich.
So groß sind die Unterschiede zwischen den Supermächten nicht. Sie sind alle despotisch und brutal und sie driften immer in ein Extrem ab, statt die goldene Mitte zu suchen.
Je nachdem, in welchem System man steckt, vergöttert man sein eigenes Extrem und verteufelt das andere. In Wahrheit ist man nicht besser, sondern nur anders.
 
 
Nach oben
puschkin
Alt 16.06.2007, 14:08   #33
Standard

@ asdf
wenn, mann eine raf noch hätte
würde es hartz 4 und die anderen entwürdigenden programme vll nicht geben
 
 
Nach oben
OrionX
Alt 16.06.2007, 14:21   #34
Standard

Zitat von puschkin
@ asdf
wenn, mann eine raf noch hätte
würde es hartz 4 und die anderen entwürdigenden programme vll nicht geben
du legitimierst mord und terror grade um menschen zu "helfen". damit legitimierst du auch jede art von krieg, es hilft ja irgendwem. du legitimierst das das leben von unschuldigen (auch die hats beim raf terror gegeben) zugunsten von anderen genommen wird.

Die Motivation ist ein wenig anders, die Ziele sind ein wenig anders, die Methoden und Ergebnisse sind aber die gleichen, bzw. ähneln sich doch erstaunlich.
das möchte ich aber gerne belegt haben. Wo gibt es einen eisernen vorhang? Wo gibt es eine ständige angst vor der zerstörung des planeten durch den 3. Weltkrieg? (es gibt eine ständige angst vor terror, aber das ist nun auch nicht mit dem kalten krieg zu vergleichen)

Ich empfinde das alles wirklich als nicht vergleichbar.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 16.06.2007, 19:32   #35
Standard

Naja, der Eiserne Vorhang ist ein symbolischer Begriff, der die Abschottung der kapitalistischen und sozialistischen Ideologien beschreibt. Ich sehe ehrlich gesagt nicht, inwiefern eine Trennwand zwischen zwei Feinden die Bösartigkeit des einen oder anderen belegen soll. Sie belegt einzig die Unvereinbarkeit der Ideologien, macht aber keinerlei Aussagen über ihren Wert.

Die Angst vor der Zerstörung des Planeten durch einen atomaren Weltkrieg war eine von den westlichen Ländern selbst (insbesondere von den USA) geschürte Propaganda. Genauso wie heute der Schäuble eine maßlos übertriebene Angst vor dem Terrorismus schürt, um in Ruhe seine maßlos übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen voranzutreiben.
Falls es die gleiche Angst in der UDSSR gegeben haben soll, war sie nicht von der USA verursacht, sondern ebenfalls hausgemacht. Ich persönlich als ehemaliger Bewohner kann mich an eine solche Angst nicht erinnern und muss mir an den Kopf packen, wenn ich immer wieder höre, wie sehr man im Westen an den Weltuntergang glaubt, weil die bösen Russen in ihrer Bosheit Atombomben in die Welt feuern werden.
 
 
Nach oben
OrionX
Alt 16.06.2007, 20:18   #36
Standard

der eiserne vorhang war nicht nur "symbolisch" sondern durchaus auch sehr physisch. Damit ist nicht nur Ideologie verbunden, sondern auch die Grenzen der UdSSR und minimal würde ich auch sagen das die Innerdeutsche Grenze auch der UdSSR anzurechnen ist.

Zudem war die Angst ja nicht gerade unbegründet. Trotzdem ist der Vergleich immer noch nicht wirklich sinnvoll. Die USA spielen sich, will man ihnen böses unterstellen, als weltpolizei auf und bündeln ihre kräfte meistens nicht da wo sie gebraucht werden. Im Moment sind aus meiner Sicht die größten militärischen Bedrohungen der Iran (worum sich Mossad und CIA im geheimen sicher schon ein wenig kümmern) und Nordkorea, wirtschaftlich sehe ich durchaus die VR China als relativ große Bedrohung an, wobei militärisch dort eine geringere gefahr besteht. Die USA und China liefern sich btw zur zeit wirtschaftlich schon einen kleinen Industriespionagekrieg, woran auch Länder wie Deutschland beteiligt sind, da auch Deutsche Firmen zunehmend unter Plagiaten aus Fernost leiden. Aber das nur am Rande. Zudem ein Krisengebiet wo mehr getan werden müsste ist der Nahe Osten, stichwort Israel, Hamas, Fatah und Gaza-Streifen, dort ist die Lage brennend heiss und akut.

Fakt ist, im kalten Krieg war die Angst vor der UdSSR angesichts von Chruschtschow und Breschnijew nicht gerade unbegründet, da diese auch gerne ihre "Macht" betont haben und sich auch nicht wirklich kooperativ für Verhandlungen zeigten. Bei derartigem Säbelrasseln wäre Angst nicht wirklich unbegründet.

Zur zeit aber, verletzt Russland (Tschetschenien), China, sowie die USA massivst Menschenrechte. Was man aber sagen kann ist, das die Popularität der USA immer stark vom amtierenden Präsidenten abhängt, unter Clinton und Kennedy war man zweifellos beliebter als unter Johnson und Bush Jr.. Vielleicht ändert sich ja das "Konzept" und das auftreten, sollte Hillary Clinton, oder mein persönlicher Favorit Barack Obama das Amt des Präsidenten 2008 bekleiden. Die USA heute ist aber vom ganzen schaffen her nicht mit der UdSSR von damals zu vergleichen.

Nebenbei hatte man generell vor einem Atomkrieg angst, egal wer zuerst schiesst.
 
 
Nach oben
asdf
Alt 16.06.2007, 20:23   #37
Standard

Zitat von puschkin
@ asdf
wenn, mann eine raf noch hätte
würde es hartz 4 und die anderen entwürdigenden programme vll nicht geben
Und warum bitte?
Weil die RAF den Gerd wegen total bösartigen menschenverachtenden Sozialreformen gesprengt hätte?

Welch Sinnlosigkeit..
 
 
Nach oben
Krashok
Alt 16.06.2007, 20:39   #38
Standard

Zitat von puschkin
@ asdf
wenn, mann eine raf noch hätte
würde es hartz 4 und die anderen entwürdigenden programme vll nicht geben
merkst du überhaupt was für zusammenhangslosen unsinn du erzählst ?

Weil die RAF den Gerd wegen total bösartigen menschenverachtenden Sozialreformen gesprengt hätte?
und emund und angela .. und noch viele andere ..dann hätte JEDER arbeit ,20€ pro Stunde Mindestlohn und sämtlich sozialabgaben würde selbstverständlich der arbeitgeber tragen ..achja und 50% unseres erwirtschaftetem steueraufkommens gehen natürlich in die 3. welt .. sollte ich was vergessen haben werde ich das natürlich schnellstmöglich korrigieren
 
 
Nach oben
Reh
Alt 16.06.2007, 23:58   #39
Standard

Zitat von OrionX
Fakt ist, im kalten Krieg war die Angst vor der UdSSR angesichts von Chruschtschow und Breschnijew nicht gerade unbegründet, da diese auch gerne ihre "Macht" betont haben und sich auch nicht wirklich kooperativ für Verhandlungen zeigten. Bei derartigem Säbelrasseln wäre Angst nicht wirklich unbegründet.
Da hast du eine Parallele, selbst gefunden, vermutlich dir dessen gar nicht bewusst. Die USA sind angsteinflößend, sie betonen (ganz unabhängig vom Präsidenten) ihre Macht und sie sind nicht kooperativ für Verhandlungen, wenn es um ihre Interessen geht.
Absolut kein Unterschied zur UDSSR in dieser Hinsicht. Nur dass du eben die USA als Freund und die UDSSR als Feind ansiehst. Das ist die Sache mit dem Balken im eigenen Auge...
 
 
Nach oben
OrionX
Alt 17.06.2007, 01:44   #40
Standard

die us amerikaner bedrohen uns aber nicht. die udssr hat mit einem atomkrieg gedroht, wann hat das die usa in den letzten jahren getan? nix von wegen balken. es ist einfach nicht vergleichbar. du sprichst von einem totalitären regime, welches bürger ermordet und unterdrückt hat, mit atomkrieg gedroht hat und an einem konflikt der weltmächte teilnahm. Und eine weltmacht, gar eine wirkliche atommacht steht den usa zur zeit nicht gegenüber. es ist ganz einfach nicht vergleichbar, noch ist die udssr irgendwie gutzureden, genauso wie die letzten kriege der usa nicht gutzureden sind.
 
 
Nach oben
Krashok
Alt 17.06.2007, 04:21   #41
Standard

Nur dass du eben die USA als Freund und die UDSSR als Feind ansiehst.
sagt jemand der in paderborn wohnt ..find ich witzig ..schon mal in polen oder litauen gewesen und gefragt wie es unter der regentschaft der russen so war ?
Du bastelst dir hier deine eigene kleine wahrheit zusammen die so aber gar nicht stimmt ..ganz einfach weil du nicht auf erfahrungen von der anderen seiten zurückgreifen kannst oder willst ..du siehst hier nur die USA als die fiesen bösen, was aber so nicht der fall ist.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 17.06.2007, 12:11   #42
Standard

Zitat von OrionX
die us amerikaner bedrohen uns aber nicht. die udssr hat mit einem atomkrieg gedroht, wann hat das die usa in den letzten jahren getan? nix von wegen balken. es ist einfach nicht vergleichbar. du sprichst von einem totalitären regime, welches bürger ermordet und unterdrückt hat, mit atomkrieg gedroht hat und an einem konflikt der weltmächte teilnahm. Und eine weltmacht, gar eine wirkliche atommacht steht den usa zur zeit nicht gegenüber. es ist ganz einfach nicht vergleichbar, noch ist die udssr irgendwie gutzureden, genauso wie die letzten kriege der usa nicht gutzureden sind.
George Bush hat in den letzten Jahren gesagt, dass die USA Atomwaffen besitzen und dass die USA nicht davor zurückschrecken werden, diese Waffen im Kampf gegen den Terror einzusetzen. War groß in allen Nachrichten. Wenn das keine Ansage ist...
Die USA hatten und haben desweiteren die größten Vorrätte an Atomwaffen. Und die USA sind das einzige Land, das bisher Atomwaffen im Krieg eingesetzt hat.
Und die USA unterdrückt nicht nur das eigene Volk (für große Teile der Gesellschaft ist das Leben dort kein Zuckerschlecken), sondern unterdrückt und mordet auch fleißig außerhalb ihrer Landesgrenzen.

Ich hatte es auch schon gesagt, dass man die UDSSR nicht schönreden darf und da wiederhole ich mich auch gern.
Es gibt bloß einen Unterschied zwischen Kritik üben und verteufeln. In Deutschland wird die UDSSR mehrheitlich verteufelt und das finde ich auf der einen Seite belustigend, auf der anderen Seite bescheuert. Belustigend, weil es naiv ist und bescheuert, weil die gepriesene Alternative zwar eine andere Ideologie verfolgt, aber damit den gleichen Mist produziert.

@Krashok: Die Polen und Litauer werden sich zu Recht beschweren. Aber schon mal in Afganistan oder Irak gewesen und gefragt, wie es unter der Regentschaft der USA so ist?
Ich kann dir genauso vorwerfen, dass du dir eine Wahrheit zusammen bastelst. Das bringt aber keinen weiter, weil der Vorwurf nicht sachlich ist.
Ich kann übrigens auf Erfahrungen von der anderen Seite zurückgreifen, weil ich unter dem ach so bösen kommunistischen Regime aufgewachsen bin. Wie ist es mit dir?
 
 
Nach oben
Krashok
Alt 17.06.2007, 12:29   #43
Standard

Aber schon mal in Afganistan oder Irak gewesen und gefragt, wie es unter der Regentschaft der USA so ist?
dazu muss ich nicht in den irak gibt hier etliche irakische doktoren der ingenieurswissenschaften die ausgereist sind weil sich ihre landsleute gegenseitig mit bomben umlegen ..und von denen hat komischerweise kein einziger auf die USA geschimpft sondern auf ihre eigenen leute die so das land kaputt machen ...sehr komisch oder ?
 
 
Nach oben
OrionX
Alt 17.06.2007, 12:49   #44
Standard

Es gibt bloß einen Unterschied zwischen Kritik üben und verteufeln. In Deutschland wird die UDSSR mehrheitlich verteufelt und das finde ich auf der einen Seite belustigend, auf der anderen Seite bescheuert. Belustigend, weil es naiv ist und bescheuert, weil die gepriesene Alternative zwar eine andere Ideologie verfolgt, aber damit den gleichen Mist produziert.
weil die amerikaner uns besser behandelt haben als die Russen? Vor den Russen hat schon im 2. Weltkrieg aufgrund der Nazi-Propaganda Angst geherrscht, später als die Russen kamen wurde dies noch schlimmer, da die soldaten sich wie tiere verhielten, mordeten und massenvergewaltigungen durchführten (was die deutsche SS auf Russischem Gebiet auch getan hat, da war wirklich keiner der gute). Diese Taten waren nicht von der Russischen Administration geplant (tatsächlich rief Berlins Verwalter sogar darzu auf sich zivilisiert zu verhalten, doch der Wunsch nach Rache war wohl stärker). Dann kam hinzu, das man sich, im gegensatz zu Franzosen, Briten und USA, die eigene Zone zu eigen nahm, diese von den anderen abkapselte und eine eigene Republik gründete. Das hat man nicht nur mit der DDR gemacht, sondern mit den anderen Osteuropäischen Staaten auch. Auf einmal gehörte halb Europa Russland, Berlin war geteilt, ganz Deutschland war geteilt. Alle Besatzer gaben ihre zonen weitestgehend zurück, die Russen anektierten ihre und schnitten zudem noch Westberlin von der Aussenwelt ab, während die USA es per Luftbrücke versorgten. Russland war also für die Spaltung Europas und Deutschlands verantwortlich und die USA waren Deutschlands große Spender und Helfer. Wen würdest du bei dieser Geschichte eher nicht mögen?

Aber schon mal in Afganistan oder Irak gewesen und gefragt, wie es unter der Regentschaft der USA so ist?
brauchst du keinen zu fragen, in Afghanistan sind mehr ausländische Soldaten als amerikaner, weil man genug aus afghanistan abgezogen hat. Bis auf die Taliban sind die Afghanen auch ganz glücklich damit, nur wäre man halt gerne jetzt wieder unabhängig, aber das kommt noch. Die Iraker waren überhaupt nie glücklich das die amerikaner im Irak einmaschiert sind und sind es auch jetzt nicht wo sie einfach nicht gehen. Andererseits zerfleischt man sich dort ua auch gegenseitig, eine friedenstruppe braucht man dort dringend. Das ist die Schuld der Amerikaner, das weiss auch jeder, ob nun besser gewesen wäre den Desputen Hussein weiter regieren zu lassen oder der Krieg, das sei mal dahin gestellt. Ich rechtfertige den Irakkrieg nicht, nur wie gesagt: Äpfel und Birnen. UdSSR mit den USA zu vergleichen ist einfach Humbug, das entbehrt jeder Logik.

Die USA hatten und haben desweiteren die größten Vorrätte an Atomwaffen. Und die USA sind das einzige Land, das bisher Atomwaffen im Krieg eingesetzt hat.
Die franzosen haben auch Atomwaffen, die Engländer haben auch Atomwaffen, die Russen haben auch Atomwaffen, sehr viele haben Atomwaffen und die Franzosen waren auch die letzten die gedroht haben diese gegen Iran einzusetzen. Die USA haben nie mit einem dritten Weltkrieg gedroht und haben in den letzten 20 Jahren auch nie damit gedroht diese gegen eine andere Weltmacht einzusetzen.

Ich kann übrigens auf Erfahrungen von der anderen Seite zurückgreifen, weil ich unter dem ach so bösen kommunistischen Regime aufgewachsen bin.
Da hast du prinzipiell den selben nachteil wie wir. Ich kann darauf zurückgreifen das meine eltern den Kalten Krieg und die Angst die bei verlautbarungen der UdSSR damit einher ging am eigenen Leibe miterlebt haben. Zudem: Propaganda gabs auf beiden Seiten. Trotzdem konnte man hier auf wesentlich mehr meinungen zurückgreifen als man es im gebiet der Kommunisten konnte, da man weniger abgeschottet war, denn hier wurden viele Kritiker nicht einfach still gehalten.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 17.06.2007, 13:52   #45
Standard

Zitat von Krashok
dazu muss ich nicht in den irak gibt hier etliche irakische doktoren der ingenieurswissenschaften die ausgereist sind weil sich ihre landsleute gegenseitig mit bomben umlegen ..und von denen hat komischerweise kein einziger auf die USA geschimpft sondern auf ihre eigenen leute die so das land kaputt machen ...sehr komisch oder ?
Das ist wirklich komisch, dass du die aktuelle Meinung einer Bevölkerung an der Meinung weniger Auswanderer ablesen willst, die gar nicht mehr in ihrem Land leben.

Die Diskussion bringt uns nicht weiter. Die Meinungen sind gesagt, uns gegenseitig überzeugen können wir nicht, da können wir auch aufhören.
 
 
Nach oben
sailor
Alt 20.06.2007, 02:02   #46
Standard

Zitat von Reh:
Ja, weil wir davon profitieren, sind wir auch kein Deut besser als die Amerikaner. Schließlich haben wir unser System von den Amis.
Es ist korrekt, daß wir nicht besser sind.
Die USA sind als aktuelle Weltmacht sozusagen das Babylonien (Babylon als Hauptstadt) der aktuellen Welt. http://www.biblegateway.com/passage/...7;&version=54;
Wenn wir das Ganze wie einen Stammbaum betrachten mit immer weiterer Verzweigung, dann steht Babylon in seiner Blütezeit weit unten am Stamm, und die USA in der heutigen Zeit weiter oben mit wiederum daraus spriessenden Zweigen.
Im Link ist die negative Wirkung auf alle weiteren Nationen (d.h. Menschen) die damit in Verbindung, Abhängigkeit oder wie auch immer stehen, gemeint. Die sich also nicht davon distanzieren. Wie M. Luther King sich ausdrückte:

"Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen."

Du hast sehr gut erkannt, Reh, was die USA in Wahrheit wirklich sind und für uns und etwa Europa darstellen. Aber man darf in dieser Hinsicht -trotz ihrer massiven Führungs- und Einflussposition- nicht ausschliesslich auf die USA schauen, sondern auf alle Nationen, die durch ihr Verhalten und Vorleben Einfluss auf andere ausüben.

Aktuell fällt mir gerade auf, wie grössenwahnsinnig und materialistisch die Denk- und Lebensweise der Bürger dieses Landes mittlerweile vielfach geworden ist.
Ich warte aktuell darauf, einmal den neuen Audigeländewagen hinter einem Kübelwagen, Golf 1, VW Käfer oder dergleichen ablichten zu können.
Ganz einfach um das Kosten- und Grössenverhältnis einmal anschaulich zu machen, das wir in diesem Land klammheimlich angenommen haben.

Mal im ernst: Über solche Proletenwannen hätten wir vor zwei Jahrzehnten noch viel häufiger die Nase gerümpft, denn sowas kam.... oh Wunder.... nur in den USA vor. Dort mussten die Autos schon immer mehrmals so gross und aufwendig ausfallen und auch mehrmals soviel Sprit verbrauchen und CO2 ausstossen.

Was als Prozess kontinuierlich abläuft, fällt aber nicht mehr auf. Immer etwas grösser. Immer etwas teurer. Immer etwas luxuriöser. Immer etwas verschwenderischer. Die Frage die ich mir stelle ist: Wem dient das?

Es dient unserem Ego und der fortwährenden Ausbeutung jener Nationen und Menschen, auf deren Rücken dieser Überfluss überhaupt möglich ist.
Im alten Pergamon etc. dienten die Menschen diversen Göttern und erbrachten ihnen u.a. Menschenopfer. Wem dienen sie heute und welche Opfer bringen sie?

Sie dienen dem Gott Ego (Egoismus) und Mammon (Geld/Materialismus) und bringen als Opfer sowohl ihr eigenes Leben...
(in dem sie ihm fortwährend huldigen, d.h.: konsumieren, dafür arbeiten, konsumieren, sich Luxus gönnen und verwöhnen, dafür arbeiten,...)
...als auch das Leben anderer. An welcher Stelle?

Etwa ihrer Kinder, denen sie oftmals nicht ihre Zeit und Liebe widmen, sondern teure Geschenke.
Etwa jenen, die voller Hunger am Victoriasee vergammelte Fischgerippe essen, weil ihnen die Europäer mit fetten Devisen den Fisch aufkaufen. (vgl. "Darwins Alptraum" -Victoriabarsch)
Jenen, die vor lauter Existenzangst Suizid begehen oder sich verkaufen, zur Prostitution oder als billige Arbeitssklaven. Wie es etwa in Indien geschieht, weil ihnen amerikanische und europäische Agrargrosskonzerne einmalig keimende (Hybrid-)Gensaat anpreisen, für teures Geld verkaufen und sie letztlich in Abhängigkeit und Ruin treiben. (vgl. "Leben ausser Kontrolle")
Jenen, mit denen die Waffenindustrie nachweislich hunderte Milliarden Dollar Umsätze macht und die in Auseinandersetzungen dabei ihre Gliedmassen, ihr Leben, ihre Eltern, ihr Zuhause verlieren.
Jenen, die für 20 Cent/h, 14h täglich, 7Tage/Woche für amerikanische und europäische Märkte arbeiten und dabei doch hungern und an einfachen Infektionen mangels ärztlicher Hilfe sterben.
Jene, die als Verkehrstote Tag für Tag sterben, weil sie von eiligen Geschäftsleuten, hastigen Einkäufern und Freizeitparkbesuchern mit überhöhter Geschwindigkeit fahrlässig über den Haufen gefahren werden.
....

Sie alle werden geopfert für Ego und Materialismus.

Geändert von sailor (20.06.2007 um 02:12 Uhr).
 
 
Nach oben
ophi
Alt 20.06.2007, 21:53   #47
Standard

@ sailor:Was hat diese bibelfeste Prosa eigentlich noch mit diesem Thema zu tun ?
ich habe beileibe nicht eine Diskussion zum für und wieder "Auge um Auge,Z.u.Z" , bzw Elegien über die Bergpredigt unseres Herrn anregen wollen....das haben bereits hunderte Generationen der Christenheit versucht.... überzeuge noch recht viele von deinem rechten Weg,aber ziehe , bitte nicht Jeden auf deine Bibelseiten. Propheten gab es m.E. schon viel zu viele.
 
 
Nach oben
Krashok
Alt 20.06.2007, 22:13   #48
Standard

@ sailor:Was hat diese bibelfeste Prosa eigentlich noch mit diesem Thema zu tun ?
wie so oft hat das nichts mit dem thema zu tun und soll nur wieder auf das thema religion hinlenken...
 
 
Nach oben
Ähnliche Themen, die dich vielleicht interessieren
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wo ist eigentlich unser gehasster Mainstream geblieben? pitchzero Postplanet-Kneipe 22 23.01.2008 20:45
Wo ist die shoutbox geblieben ??? Radegast Postplanet & Lupuz.de Support 17 05.11.2005 14:04
Wo sind die Stimmen geblieben? schnuckiwutz Politik und Gesellschaft 3 22.05.2005 22:20
Anzeigen:
Thema geschlossen

Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:44 Uhr.


Lupuz.de - wir können auch anders!
©1998 - 2008, Lupuz:Information-Network
Powered by vBulletin Version 3.7.1 (Deutsch), Jelsoft Enterprises Ltd.

SEO by vBSEO 3.1.0 ©2007, Crawlability, Inc.