Zitat von Reh:
Ja, weil wir davon profitieren, sind wir auch kein Deut besser als die Amerikaner. Schließlich haben wir unser System von den Amis.
Es ist korrekt, daß wir nicht besser sind.
Die USA sind als aktuelle Weltmacht sozusagen das Babylonien (Babylon als Hauptstadt) der aktuellen Welt.
http://www.biblegateway.com/passage/...7;&version=54;
Wenn wir das Ganze wie einen Stammbaum betrachten mit immer weiterer Verzweigung, dann steht Babylon in seiner Blütezeit weit unten am Stamm, und die USA in der heutigen Zeit weiter oben mit wiederum daraus spriessenden Zweigen.
Im Link ist die negative Wirkung auf alle weiteren Nationen (d.h. Menschen) die damit in Verbindung, Abhängigkeit oder wie auch immer stehen, gemeint. Die sich also nicht davon distanzieren. Wie M. Luther King sich ausdrückte:
"
Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen."
Du hast sehr gut erkannt, Reh, was die USA in Wahrheit wirklich sind und für uns und etwa Europa darstellen. Aber man darf in dieser Hinsicht -trotz ihrer massiven Führungs- und Einflussposition- nicht ausschliesslich auf die USA schauen, sondern auf alle Nationen, die durch ihr Verhalten und Vorleben Einfluss auf andere ausüben.
Aktuell fällt mir gerade auf, wie grössenwahnsinnig und materialistisch die Denk- und Lebensweise der Bürger dieses Landes mittlerweile vielfach geworden ist.
Ich warte aktuell darauf, einmal den neuen Audigeländewagen hinter einem Kübelwagen, Golf 1, VW Käfer oder dergleichen ablichten zu können.
Ganz einfach um das Kosten- und Grössenverhältnis einmal anschaulich zu machen, das wir in diesem Land klammheimlich angenommen haben.
Mal im ernst: Über solche Proletenwannen hätten wir vor zwei Jahrzehnten noch viel häufiger die Nase gerümpft, denn sowas kam.... oh Wunder.... nur in den USA vor. Dort mussten die Autos schon immer mehrmals so gross und aufwendig ausfallen und auch mehrmals soviel Sprit verbrauchen und CO2 ausstossen.
Was als Prozess kontinuierlich abläuft, fällt aber nicht mehr auf. Immer etwas grösser. Immer etwas teurer. Immer etwas luxuriöser. Immer etwas verschwenderischer. Die Frage die ich mir stelle ist: Wem dient das?
Es dient unserem Ego und der fortwährenden Ausbeutung jener Nationen und Menschen, auf deren Rücken dieser Überfluss überhaupt möglich ist.
Im alten Pergamon etc. dienten die Menschen diversen Göttern und erbrachten ihnen u.a. Menschenopfer. Wem dienen sie heute und welche Opfer bringen sie?
Sie dienen dem Gott Ego (Egoismus) und Mammon (Geld/Materialismus) und bringen als Opfer sowohl ihr eigenes Leben...
(in dem sie ihm fortwährend huldigen, d.h.: konsumieren, dafür arbeiten, konsumieren, sich Luxus gönnen und verwöhnen, dafür arbeiten,...)
...als auch das Leben anderer. An welcher Stelle?
Etwa ihrer Kinder, denen sie oftmals nicht ihre Zeit und Liebe widmen, sondern teure Geschenke.
Etwa jenen, die voller Hunger am Victoriasee vergammelte Fischgerippe essen, weil ihnen die Europäer mit fetten Devisen den Fisch aufkaufen. (vgl. "Darwins Alptraum" -Victoriabarsch)
Jenen, die vor lauter Existenzangst Suizid begehen oder sich verkaufen, zur Prostitution oder als billige Arbeitssklaven. Wie es etwa in Indien geschieht, weil ihnen amerikanische und europäische Agrargrosskonzerne einmalig keimende (Hybrid-)Gensaat anpreisen, für teures Geld verkaufen und sie letztlich in Abhängigkeit und Ruin treiben. (vgl. "Leben ausser Kontrolle")
Jenen, mit denen die Waffenindustrie nachweislich hunderte Milliarden Dollar Umsätze macht und die in Auseinandersetzungen dabei ihre Gliedmassen, ihr Leben, ihre Eltern, ihr Zuhause verlieren.
Jenen, die für 20 Cent/h, 14h täglich, 7Tage/Woche für amerikanische und europäische Märkte arbeiten und dabei doch hungern und an einfachen Infektionen mangels ärztlicher Hilfe sterben.
Jene, die als Verkehrstote Tag für Tag sterben, weil sie von eiligen Geschäftsleuten, hastigen Einkäufern und Freizeitparkbesuchern mit überhöhter Geschwindigkeit fahrlässig über den Haufen gefahren werden.
....
Sie alle werden geopfert für Ego und Materialismus.