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Pim Fortuyn

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friedens-pfeife
Alt 07.05.2002, 14:21   #1
Beitrag Pim Fortuyn



Heute am frühen Abend ist in den Niederlanden Pim Fortuyn erschossen worden.

Informationen:

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Zitat</font><HR>"Mit gezielter politischer Unkorrektheit aus dem Nichts auf dem Weg zur zweitstärksten politischen Kraft: Pim Fortuyn, Chef der Liste Fortuyn", hieß es neulich noch bei der "Zeit", doch damit dürfte es sich spätestens seit dem frühen Abend erledigt haben. Pim Fortuyn wurde gegen 18:30 auf dem Gelände des Niederländischen Rundfunks von Unbekannten erschossen. Der ehemalige Soziologie - Professor, der sein Geld auch schon als Journalist (Exkolumnist des größten niederländischen Magazins Elsevier), Bestsellerautor (mittlerweile hat er elf Bücher geschrieben) sowie Redner und Berater der Oberschicht verdiente, entschloss sich vor einigen Jahren in die Politik zu gehen, da er sein voriges Leben zu "trocken und zu langweilig" fand. Damit könnte die Geschichte Pim Fortuyns eigentlich auch schon zuende sein, doch es kam anders. Er gewann die Gemeinderatswahlen in seiner Heimatstadt Rotterdam auf anhieb mit 35 Prozent der Stimmen, die seit Jahren regierenden Sozialdemokraten kamen lediglich auf 22 Prozent. Ein „Senkrechtstarter der niederländischen Politik“ (die Welt) und neuer Politstar war geboren. Dazu freut sich die DVU auf ihrer Homepage:“ Vor allem Arbeiter und Jungwähler stimmten in Rotterdam rechts. Fortuyn hatte hauptsächlich mit Aussagen gegen Überfremdung und gegen weiteren Ausländerzustrom geworben. Beispielsweise erklärte er sogar, es würde besser sein, "wenn keine Asylanten mehr hereingelassen werden".“

Doch Mensch liegt falsch wenn er (oder natürlich sie) denkt es würde sich um einen NS-Zeit beschwörenden offenen Faschisten wie zB. Belusconi handeln. Dazu die „Zeit“: „Anders als Dewinters rechtsextreme Flamen oder in Österreich Jörg Haiders Freiheitliche Partei pflegt Pim Fortuyn keinerlei Vergangenheit. Der Holländer tritt als Protagonist der Postmoderne auf, nicht als Wiedergänger brauner Reiche. Rechtsextreme wie Jean-Marie Le Pen meidet der Mann. Zu seinen Vorbildern zählt er Churchill, Berlusconi und den großen niederländischen Sozialdemokraten Jop den Uyl, denn der habe noch zum Volk gesprochen.“ Trotzdem hat Herr Fortuyn seine Wahlkämpfe mit Rassistischen Parolen („Die Niederlande sind voll“) oder Antiarabischer Hetze („ Der Islam ist die größte Bedrohung für die Welt“) geführt. Die wichtigsten weiteren Aussagen seiner ohne Partei-Programm antretenden Liste waren vor allem Versäumnisse der sozialliberalen, wie Fortuyn sagt „violetten“ Regierung, dazu gehörten unter anderem noch gravierende Mängel im Erziehungssystem und wachsende Kriminalität in den Großstädten (Pim Fortuyn, "Der Scherbenhaufen des violetten Kabinetts", Wahlprogramm und Bestseller Fortuyns, eine Woche nach erscheinen des Buches ist es bereits in der vierten Auflage).

Ansonsten war es noch das dekadente Leben des sich als homosexuell bekennenden Populisten, welches ihn populär machte. So kam er öfters im britischen Daimler zu TV-Auftritten, rauchte kubanische Zigarren und trug italienische Maßanzüge. Sätze wie: "Geld brauche ich keines mehr, davon habe ich genug", waren öfter von ihm zu hören. „Fortuyn zelebriert sich. Er stilisiert sich zur Ikone des Protests und des Wohlstands. Seine markante Glatze ist in Holland zum Markenzeichen geworden wie Heineken-Bier“, schreibt „die Welt“ dazu. Ein weiters Markenzeichen sind offen Zur schau getragene Tabubrüche: Fortuyn protzt, schimpft, schreit auch bei Fernsehdebatten ("Ich tue, was ich sage", Pim Fortuyn). Aber eben genau diese Art schein in den Niederlanden anzukommen. Seine Fans sind überwiegend Menschen zwischen 15 und 25 und Menschen zwischen 45 und 60 Jahren.
[/quote]

Ich hoffe ich konnte Euch etwas neues erzählen. Bleibt festzuhalten das Pim Fortuyn einen sofortigen Einreisestopp für Ausländer und Moslems fordert(e), Berlusconi zu seinen Vorbildern zählt und ihm hierzulande die rechtsextreme DVU zujubelt. Er stand also keineswegs für emanzipatorische Politik, weßhalb die Sympathie in der Linken für den/die Täter/in durchaus vorhanden sein könnte.Dennoch ist auch in Betracht zu ziehen das der Rassist Pim Fortuyn von Moslems aufgrund seiner Homosexualität und Hetzte gegen den Islam erschossen worden ist.

in den neusten agenturmeldungen sprechen sie vom einem mutmasslichen täter (weiss, niederländer), der gefasst worden sein soll..
und was sollen die mutmassungen, ob er wirklich tot ist? wenn einer mit kopfschüssen und ner leichendecke über sich auf einem parkplatz liegt, ist er wohl meistens tot..

Quellen:

Die Welt: <A HREF="http://www.welt.de/daten/2002/03/25/0325fo322387.htx" TARGET=_blank>http://www.welt.de/daten/2002/03/25/0325fo322387.htx</A >
Die Zeit: <A HREF="http://www.zeit.de/2002/16/Politik/200216_fortuyn.html" TARGET=_blank>http://www.zeit.de/2002/16/Politik/200216_fortuyn.html</A >

[ 07. Mai 2002, 13:23: Beitrag editiert von: chaoz ]
 
 
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Morris
Alt 07.05.2002, 18:40   #2
Beitrag

natürlich warns die moslems... wahrscheinlich sogar irakis! zu hülf...
 
 
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Ein Wunder
Alt 07.05.2002, 21:30   #3
Beitrag

32 jähriger Umweltaktivist
 
 
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TUXFan
Alt 08.05.2002, 09:19   #4
Beitrag

Naja, mit einem solchen Programm bekommt man eben viele Wähler, da viele die Globalisierung, Einwanderung, Multikulti eben satt haben. Meines Achtens nach würde ein solchen Programm auch hier gut ziehen, wenns es einer gut verkaufen würde. Siehe Frankreich, italien, Dänemark, Niederlande. Und die 18% von Le Pen sind net wenig, wenn man bedenkt, dass jeder 5. Multikulti satt hat. In Zukunft wird das wohl noch mehr werden, da die etablierten Parteien das wollen oder hinnehmen und die Lager sich verhärten.
 
 
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