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Pest oder Cholera?

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Jacky Treehorn
Alt 02.10.2004, 21:49   #1
Standard Pest oder Cholera?

Bei der im Augenblick als besonders spannend betrachteten Frage, wer in knapp fünf Wochen als der neue Präsident der USA feststeht, gerät nach meiner Auffassung etwas aus den Augen:

Auch mit einem Präsidenten Kerry würde der Kampf gegen den Terror keineswegs aufhören. Das wäre politischer Selbstmord.

Was besser werden könnte ist die Art, wie sich die USA als "Neues Imperium" aufspielen. Aber mit mehr Kooperation kommen sicher auch Wünsche nach Beteiligung der Partner.

Deutsche Soldaten im Irak? Oh oh
 
 
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an3
Alt 02.10.2004, 22:23   #2
Standard

Wäre nett, wenn man den Themennamen so auswählt, dass man weiß, worum es sich handelt...

Also, ich denke, Kerry ist auf jeden Fall nicht so ein Bauernbengel, der alles macht, ohne die Konsequenzen zu berechnen. Er kann als Präsidentschaftskandidat natürlich nicht sagen, dass man nicht in den Irak hätte einmarschieren sollen, dann käme Bush und würde sagen, er respektiere die Kämpfer für sein Land nicht bla bla -> politischer Selbstmord

Man muss eben ein wenig einlenken, für das billige Fußvolk... Aber wie dem auch sei, ist Kerry 100%ig die bessere Wahl, auch wenn es nicht "perfekt" ist, aber welcher US-Präsident war das schon für Europa? Ich habe mal vor über einem Jahr einen Artikel in hmm, kein Plan, Spiegel, Stern oder so gelesen, da ging es um Kerry, da kannte ihn noch keiner, es wurde über ihn berichtet, dass es sein Fehler ist, dass er zu oft die Wahrheit sagt, stimmt ja auch, als Politiker muss man eben einfach Lügen erzählen, damit einem das Volk glaubt. Es ist einfach so, vor allem in den USA... Diesen Fehler hat er nun wohl mehr oder weniger ausgebügelt, bleibt zu hoffen, dass er als Präsident freundlicher in der Außenpolitik ist, als er unser sehr geehrter Herr Bush ist...
 
 
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Alt 02.10.2004, 23:27   #3
Standard

Deutsche Soldaten im Irak? Oh oh
Dazu passt auch folgendes:


Ca. 85 % der Deutschen sind gegen einen Irak-Einsatz von Bundeswehr-Soldaten. Auch die Bundesregierung, die, was diese Außenpolitik betrifft, natürlich gut abschneidet in Umfragen.

Wer, so wie ich auch, hofft, daß es zu keinem Bundeswehreinsatz im Irak kommt, muss bei der US-Präsidentschaftswahl paradoxerweise hoffen, dass sich George Bush durchsetzt. Beim Alleingang der USA ist es nämlich einfach für Schröder, Nein zu sagen.

Sollte aber Kerry die Wahl gewinnen, wird der die UNO einbinden - und dann wird Deutschland wohl kaum noch eine Irak-Hilfe verweigern können.

-Teufelskreis...
 
 
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Jacky Treehorn
Alt 03.10.2004, 03:16   #4
Standard

Wäre nett, wenn man den Themennamen so auswählt, dass man weiß, worum es sich handelt...
Sorry, bin noch eher neu und gelobe hiermit Besserung
 
 
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asdf
Alt 03.10.2004, 04:20   #5
Standard

Original geschrieben von an3
Er kann als Präsidentschaftskandidat natürlich nicht sagen, dass man nicht in den Irak hätte einmarschieren sollen
Das hat er doch erst gerade während der TV-Debatte gesagt..

Natürlich bin ich eher für Kerry. Bush hat schon genug getan.
Falls Kerry gewinnt heisst das noch nicht, dass deutsche Soldaten in den Irak müssen.
Aber ob da nun nachher ein paar Hundert deutsche Soldaten im Irak rumrennen oder nicht is mir ziemlich egal. Wer zur Armee geht muss damit rechnen auch mal in einen Einsatz geschickt zu werden.
Da geht es darum den Irak mal eine halbwegs stabile Lage zu versetzen, möglichst mit einer durchdachten und erkennbaren Strategie und davon seh ich seit der Invasion von Bush nicht viel.
Das ganze sollte auch mehr internationalisiert werden bevor die USA da noch 20 Jahre rumpfuschen oder das nexte Regime an die Macht kommt.
 
 
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hackvresse
Alt 03.10.2004, 05:28   #6
Standard

Kerry spricht sich ja gerade für eine stärkere Einbeziehung der Verbündeten aus. Meiner Meinung nach eine relativ gute Position im Vergleich zu Bush. Nur kommen dadurch natürlich auch neue Aufgaben auf Deutschland zu..Man kann davon ausgehen dass dann deutsche Soldaten im Irak sein werden. Wer dagegen ist sollte wohl eher hoffen dass Bush gewinnt..dann wird auch der nächste Eroberungszug der Amerikaner folgen - wohl in den Iran.
 
 
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an3
Alt 03.10.2004, 13:00   #7
Standard

Original geschrieben von asdf

Das hat er doch erst gerade während der TV-Debatte gesagt..
Ne, eben nicht. Er hat lediglich gesagt, dass er davor schon ein besseres Konzept gehabt hätte bevor er da blind reingegangen wäre und im Nachhinein nicht gewusst hätte wie es weitergehen soll.

Bei der Sache mit dem Bund bin ich deiner Meinung. Wer zum Bund geht, verdient auch gut, also muss er auch die Leistung bringen, die von ihm gefordert wird.

Die Soldaten unter Bush hinzuschicken wäre dumm gewesen, weil er das eben einfach nicht durchdacht hat und dazu noch als "Chefstaat" aufgetreten ist, der das alles auch auf eigene Faust machen kann. Mit der stärkeren Einbeziehung der europäischen Staaten hat Kerry da klar einen Vorteil. Das man da Soldaten hinschickt - ist doch normal! Man kann ja immerhin wählen zwischen Bund und Zivi - und ich weiß nichtmal, ob man die Wehrpflichtigen da überhaupt hinschickt, doch eher Berufssoldaten... (oder?)
 
 
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Janshi
Alt 03.10.2004, 13:51   #8
Standard


Das man da Soldaten hinschickt - ist doch normal!
Denkst du es würde jetzt noch einen Unterschied machen, ob 100% US-Soldaten oder 20% Deutsche, 40% US usw. im Irak stationiert werden? Die Extremisten werden keine Militärpräsenz akzeptieren, es interessiert sie nicht ob es deutsche, russische oder Blauhelme sind, die in ihrem Land stehen.

Und wieviele Soldaten würde Deutschland hinschicken? Nur mal so, es gibt nicht nur 2 Städte im Irak die mit 2000 Mann kontrolliert werden können.
 
 
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Jacky Treehorn
Alt 03.10.2004, 20:33   #9
Standard

Die Extremisten werden keine Militärpräsenz akzeptieren, es interessiert sie nicht ob es deutsche, russische oder Blauhelme sind, die in ihrem Land stehen.
Wenn man aber annimmt, daß es auch den schutzwürdigen normalen Iraker gibt, spräche das schon für eine Militärpräsenz. Jetzt, nachdem der Topf zerschlagen ist, den Leuten auch den Schutz der Armee zu entziehen, wäre völlig verantwortungslos (und ein Verstoß gegen das Völkerrecht noch dazu, aber das war ja schon beim Beginn des Krieges egal )
 
 
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Janshi
Alt 03.10.2004, 20:38   #10
Standard

Jacky, ich sehe als ein Dilemma an: Die Soldaten im Land zu lassen, wird Probleme verursachen, sie abzuziehen auch. Es wird sehr viel mehr erfodern das Vertrauen vieler Iraker wieder zu gewinnen, als hohle Versprechen.

Dazu sag ich nur: Dumm gelofen, man sollte sich halt 2 mal überlegen bevor man ein Land kaputt bombt und es so darstellt als wenn man es befreit hätte.
 
 
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Bi-Zar
Alt 04.10.2004, 18:28   #11
Standard

In Amerika gibts keine Wehrpflicht. Deshalb haben die Amerikaner ja auch Probleme damit ihre Truppen dortzubehalten. Teils werden Prämien versprochen, teils Reserven mobilisiert, aber manchmal kommt es auch zu Erpressungen der Soldaten und Knebelverträgen.
 
 
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asdf
Alt 05.10.2004, 01:20   #12
Standard

Original geschrieben von an3


Ne, eben nicht. Er hat lediglich gesagt, dass er davor schon ein besseres Konzept gehabt hätte bevor er da blind reingegangen wäre und im Nachhinein nicht gewusst hätte wie es weitergehen soll.
Er hat aber nich gesagt, er hätte zu dem Zeitpunkt auch den Irak angegriffen. Er hat gesagt der Irakkrieg wäre eine Ablenkung vom Krieg gegen den Terror gewesen und dass Hussein sie nicht angegriffen hätte und eh immer schwächer geworden wäre. Und warf Bush dann vor, dass er in der Situation nicht die Waffeninspekteure weiterarbeiten lies und nicht auf weitere UN Resolutionen gewartet zu haben.
Man kann so sicher nicht wirklich sagen, was er als Präsident getan hätte, aber das was er gesagt hat klang jedenfalls eher nicht nach Bush.
 
 
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an3
Alt 05.10.2004, 16:08   #13
Standard

Original geschrieben von asdf

Er hat aber nich gesagt, er hätte zu dem Zeitpunkt auch den Irak angegriffen. Er hat gesagt der Irakkrieg wäre eine Ablenkung vom Krieg gegen den Terror gewesen und dass Hussein sie nicht angegriffen hätte und eh immer schwächer geworden wäre. Und warf Bush dann vor, dass er in der Situation nicht die Waffeninspekteure weiterarbeiten lies und nicht auf weitere UN Resolutionen gewartet zu haben.
Man kann so sicher nicht wirklich sagen, was er als Präsident getan hätte, aber das was er gesagt hat klang jedenfalls eher nicht nach Bush.
Stimmt ja auch insofern, dass er eben einfach nicht so agiert hätte, wie der Bush! Ich mein, Kerry hätte wohl garantiert nichts auf eigener Faust im Irak gemacht, also ist das doch auf jeden Fall schonmal besser...
 
 
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