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Perspektiven für Jobsuchende?

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Alt 18.01.2007, 11:01   #1
Standard Perspektiven für Jobsuchende?

Hartz IV: Stellensuche. Ein Test, der schockierte


Die Jobcenter, sowie auch die Politik - sind der Meinung, dass "Arbeitslose" doch jede zumutbare Arbeit annehmen sollen. Ja auch Niedriglöhne stellen keinen wichtigen Grund zu einer Ablehnung der Arbeit dar. Doch wie läuft es wirklich ? Der von vielen Argen bereitgestellte "SIS" (Stellen Information Service) beinhaltet sehr oft bereits abgelaufene und ungeprüfte Stellenangebote. Wichtig scheint nur, möglichst viele Arbeitsangebote im System zu finden. Die Seriosität der Angebote wird oft nicht geprüft oder hinterfragt - jedoch sanktioniert. Findet man in diesem System keine Arbeit, wird man aufgefordert, sich übers Internet oder Printmedien die nötige Informationen zu besorgen.

Also gut, dann informiert wir uns doch mal in den Printmedien !

In mehreren großen Tageszeitungen, hat der Sozialticker ca. 40 angeblich vorhandene Stellenangebote zum Test ausgewählt. Der Sozialticker machte sich die Arbeit und rief bei allen angegebenen Festnetznummern der Anbieter an. Dabei wurde gleich festgestellt, dass es nicht einmal 0,5% stellentaugliche Angebote gibt und sich hinter den Angeboten zum Teil rechtlich bedenkliches verbirgt. Überwiegend wurden Jobs auf Selbständigen-Basis und Billiglohn-Jobs angeboten, mit denen man (auch als Single) keinen eigenen Haushalt führen kann und weiterhin auf zusätzliche staatliche Leistungen angewiesen ist. Sogar Angebote, wo auf Steuerkarten verzichtet und zum Teil sogar Schwarzarbeit angeboten wurde, waren keine Seltenheit.

Im Bereich Vertriebspersonal wurden bis zu:

* 66% nur an "selbstständig Tätige" vergeben.
* 34% über Zeitarbeitsfirmen mit Löhnen weit unterhalb 8,-€ Brutto angeboten.

Kaufmännische Berufe, werden mit Bewerbern dermaßen bombardiert, dass man fast keine Chance auf einen Job erhält, wenn man sich nicht deren Bedingung anpasst. Ein krasses Beispiel war - als von einem Betrieb - 120 Euro für Infomaterial zur besetzenden Stelle verlangt wurde. Man staune aber auch, wenn man im Hotelgewerbe nach einem geeigneten Job sucht. Anfänglich fragt man sich, warum solche Anbieter eine Anzeige schalten müssen, um an Bewerber zu kommen, denn die Anbieter klingen wie die Angebote oft "sehr seriös". Nach einem Gespräch mit einem der Geschäftsführer, wurde sehr schnell klar, warum !

"Keine Leute über 33 Jahre, keine Langzeitarbeitslosen und beim Lohn ... sollte man trotz 3 Schichten auch bescheiden sein. Fazit: ab 3,50 Euro/ Std. - sind sie dabei!"

Angebliches Lohndumping zwinge viele Arbeitgeber, ihre Gehälter auch dem Dumping entsprechend anzupassen und kreiseln damit um sich selbst. Kommen wir zu den gesuchten Reinigungsfachkräften. Hausmeister in Teilzeit auch auf Pauschalbasis, brauchen wir wohl nicht näher zu erklären. Reinigungen bei 3 Std./a´7,87 € Brutto täglich, reichen sicherlich nicht wirklich, um so richtig das Leben zu genießen. Vollzeitjobs im Bereich Reinigung, sollen überwiegend nur von Langzeitarbeitslosen mit staatlicher Förderung und Führerschein ausgeführt werden. Warum dies so ist, könnten sicherlich die schnell gegründeten Vereine mit der Lizenz zum "Frondienst" beantworten. Auch im Sicherheitsbereich gibt es wirklich "zumutbare" Angebote. Einen Arbeitsplatz gibt es doch tatsächlich für 5,10 € / bei 12 Std. täglich. Man sollte aber selbst eine IHK Bescheinigung vorweisen können und einen ausgebildeten Hund mit Zertifikat haben. Und dass für 5,10€ - mit der Lizenz zum "beißen"?

Nun gibt es aber nicht nur solche Angebote, wie gerade beschrieben. Nein, ein Elektriker wurde händeringend gesucht. Doch der Arbeitgeber hat bis heute keine Nachfrage verzeichnen können - und ist bestimmt nur im "seriösen" Stellengeschäft untergegangen.

Dieses Thema wird der Sozialticker weiterhin im Auge behalten und gelegentlich berichten, wie die Entwicklung des Stellenmarktes in Proportion des Aufschwunges voranschreitet. Weiterhin werden wir auf Stellengesuche reagieren, um an die Beantwortung der Frage: "Warum ist dieses Angebot, keine sozial versicherungspflichtige Arbeitsstelle" - zu kommen. (Detlef Rochner - Sozialticker, 09.01.07)

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e198b30777304.php

####

Tja, so siehts leider in der Realität aus. Vorallem liest man diese Versicherungs, oder 3500€ im Monat-Anzeigen immer wieder.

Selbst 400€ Jobs sind schwer zu finden, da diese entw. an Schüler oder bei Lebensmittelproduktion meistens an Frauen vergeben werden. Auch hat man öfters Eindruck dass die Kräfte dann zu qualifiziert sien dürfen. Jedenfalls reicht so'n job auch nur, wenn man zuhause bei Eltern wohnt, und da das Kindergeld ja auch mal wegfällt, kann man da 100€ o.ä. Kostgeld abgeben, wenn man nicht länger mehr studiert etc.

Des weiteren möchte ich mal tatsächlich auf TV Total verweisen wo ein Student einen Poetry-Beitrag zur Generation Praktikum gemacht hat.

Das Ganze traff den Nagel irgendwo auf dem Kopf. Den Text habe ich übrigens wieder gefunden, schlatet ja nicht jeder bei 24-Werbepause nach Pro7 um ^^

http://www.goethe.de/ges/soz/dos/arb/gpr/de1973735.htm
 
 
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Alt 18.01.2007, 13:14   #2
Standard

jup. und das ist eine sache die jeder so erfahren wird der auf der suche nach nem (neben-)job ist. da ist das ganze paklaver von "es gibt doch arbeit" schön und gut, aber WO?

ich glaube die wirklich guten plätze bekommt man nur durch Hörensagen oder über Vitamin B. Was sich in den Zeitungen tümmelt ist wirklich unterster Güte, ich habe auch gut 2 monate gebraucht um den Job zu haben den ich jetzt (noch) nebenher habe - alles andere waren "herlocken und überrumpeln" angebote...

versicherungen machen das gerne. suchen eine Bürokraft und verneinen sogar auf direkte nachfrage am telefon obs da um versicherungs-verkaufen geht - und wenn man dann hinkommt wird man der gehirnwäsche wie toll die produkte doch alle sind unterzogen, vergisst den Bürojob und geht in den Aussendienst und verkauft seine Seele; oder, wenn man es noch früh genug durchschaut, hat man trotzdem schon seine Daten preisgegeben und wird penetriert mit anrufen ob man nicht doch mal was für die rente tun will...

Das macht schonmal die einen 30% aus. die anderen 30% sind staubsauger oder Callcenter-Outbound-Kram. dann kommen noch die 30% dubiosen angebote die am telefon gar nich sagen können/wollen um was es geht und einem bei dem kleinstem interesse per mail mit schneballsystemen bombardieren, ein "nein" nicht akzeptieren können bis man irgendwann in großbuchstaben antwortet...

bleiben noch 10%, die man erstmal ausfindig machen muss und die dann noch zu einem passen. dann aber ist das
* 66% nur an "selbstständig Tätige" vergeben.
sehr von vorteil, sowohl für den arbeitgeber als auch für den Jobsuchenden. Sicher, spart sich der chef dann sämtliche sozialen abgaben, weil sich darum der angestellte ja selber kümmern muss. Der trend geht aber ganz klar in diese richtung, von meinen bekannten hier sind 90% der "Arbeitsfähigen" selbstständig gemeldet und schlagen sich mit irgendwelchen Hobbies durchs leben - und greifen dann halt hier und da nach nem job den man nur als selbstständiger bekommt.

Nachtwächter hab ich auch schon durch. das war wirklich die Hölle, das hab ich nur 2 monate gemacht. die ganze nacht rumstehen (letzes jahr im dezember/januar war das), bei -20°... für 5 euro. das fetzt

von den verfügbaren nebenjobs hab ich glaub ich nun noch die goldene gabel gegriffen. nen kleiner aushilfsjob, +-69 Stunden im monat, nicht sehr anspruchsvoll, nebenher kann man surfen, musik hören, im PP schreiben (so wie ich es grade tue) und sogar hin und wieder mal ein sektchen trinken. Das ganze macht auch nicht reich, bekomme +-6 euro die stunde, das reicht dann grade mal um die miete zu bezahlen und ein bischen geregelten tagesablauf zu haben. aber ohne den job käme ich nicht über die runden...

...da m ein chef aber vor wenigen tagen gekündigt hat (sich selbst) werd ich den laden wohl übernehmen (is ne franchisekette) und mir dann auch einen günstigen sklaven wie mich suchen. Oder... hmm, ja vllt doch erstmal ein paar praktikanten
 
 
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Alt 18.01.2007, 16:15   #3
Standard

Zitat von Anarchnophobia
* 66% nur an "selbstständig Tätige" vergeben.
sehr von vorteil, sowohl für den arbeitgeber als auch für den Jobsuchenden. Sicher, spart sich der chef dann sämtliche sozialen abgaben, weil sich darum der angestellte ja selber kümmern muss. Der trend geht aber ganz klar in diese richtung, von meinen bekannten hier sind 90% der "Arbeitsfähigen" selbstständig gemeldet und schlagen sich mit irgendwelchen Hobbies durchs leben - und greifen dann halt hier und da nach nem job den man nur als selbstständiger bekommt.
Jein, der Vorteil für den Jobsuchenden ist in meinen Augen eher unsicher. Viele scheitern ja schon an der latenten Bürokratie, die das mit sich bringt. Einzig vorteilhaft finde ich die staatliche Förderung ("Ich-AG" ...), wenn man sie denn erhält. Dagegen: Auftragsunsicherheit, Versicherungswirwarr und die gute Einkommenssteuer. "Ist halt so" lasse ich hier aber durchaus gelten. Das mit dem Trend ist sicher absolut richtig.
In meinen Augen ist diese Art zu arbeiten nach wie vor äußerst prekär und würde bei mir nur noch in guten Einzelfällen auf Gegenliebe stoßen.

Darf man fragen wo du nun gelandet bist, Anarch?
 
 
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Alt 18.01.2007, 16:35   #4
Standard

das iss sone tintenpatronen-nachfüllstation

im laden rumstehn, kunden/innen befüllen, palaver rabarber halten, und das ganze drumherum... iss wohl nicht das anspruchsvollste, macht aber spaß und es gibt wohl "schlimmere" jobs

...und nebenher bleibt noch genug zeit für die internetzsachen.

war aber glaub ich echt nen glücksgriff
 
 
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DerAssie
Alt 18.01.2007, 21:32   #5
Standard

Noch schlimmer wird es wenn man wie Ich GDB 30 hat und gar nix machen darf was mittel und schwere Körperlicher Tätigkeit entspricht.
Das schränkt noch stärker ein und wenn es dann 7,50 sein müssen wenigstens ist klar das Ich woll nicht mehr raus komme aus dem Bereich ALG 2.
Letzendlich muß auch Ich rechnen und bei gewissen "Löhnen" mach Ich lieber 1 Euro Job oder Schwarz Geld letzendlich rational gesehn.
 
 
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Sivar
Alt 18.01.2007, 21:54   #6
Standard

Ich hab meinen aktuellen Job gefunden, indem ich auf ne Mini-Zeitungsannonce geantwortet hab, in der keinerlei Informationen über die Firma ausser "mittelständisches Unternehmen der Elektrotechnik" und "Produktionshelfer" standen. Gute Bewerbung an die angegebene Chiffre-Nummer geschrieben, zwei Wochen später nen Anruf erhalten, freitags zum Vorstellungsgespräch gegangen, und montags darauf angefangen. Ich arbeite als Vollzeitkraft (knapp 40h/Woche) auf Steuerkarte bei 10€/h brutto und bin sehr sehr zufrieden mit Arbeit und Kollegen. Vertrag war zunächst befristet auf 3 Monate, und nun hab ich aller Voraussicht nach die Option, noch etwas zu verlängern.

Von dem Zeitpunkt an, als ich mir wirklich vorgenommen hatte, nen Job zu kriegen, hat es also ca 3 Wochen, 2 Zeitungen (jeweils die Samstagsausgabe der lokalen "Glocke"), und eine einzige Bewerbung (ich hab mich nirgendwo anders beworben oder direkt nach Arbeit gefragt) gekostet, nen zwar unqualifizierten, aber abgesehen davon tollen Vollzeit-Job mit anständiger Bezahlung zu bekommen. Meine Arbeitsstelle ist übrigens nur 20km von meinem Wohnort entfernt.

Bin ich nun ein Glückskind, oder ist es doch nicht so schwer, was zu finden? Ich glaube zwar, dass es zB in Osten weitaus schwerer ist, Arbeit zu finden, aber hierzulande glaub ich wirklich niemandem mehr, partout nix zu finden, wenn es angeblich egal ist, was das für ne Arbeit sein soll.

Btw konnte ich nach ca 2 Wochen noch nen Freund von mir in die Firma "holen"... es war nämlich immer noch Arbeitskräfte-Mangel. Insgesamt hat die Firma seit Mitte November 2006 ganze 5 neue Leute eingestellt, davon 4 in Vollzeit und einen in Teilzeit.
 
 
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Sivar
Alt 21.01.2007, 21:11   #7
Standard

Ich frage mich, warum niemand mehr was schreibt... ist es so schockierend, dass es auch was Positives im Arbeitsmarkt geben kann, wenn man sich nicht nur aufs Amt verlässt?
 
 
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DerAssie
Alt 22.01.2007, 17:33   #8
Standard

Gut bei 10,00 Brutto würd Ich auch arbeiten gehn wenns keine Körperliche Arbeit ist die Ich nicht ausführn kann aufgrund meiner Wirbelsäulendeformation und anderen Handycaps.
Aber ohne Ausbildung oder abgeschlossenes Studium ist das woll utopisch und außerdem fährt mein Zug als 25 Jähriger eh so langsam ab und Ich komm nicht hinter her zum drauf springen.
Einmal Proletariat immer Proletariat halt.
 
 
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asdf
Alt 22.01.2007, 17:42   #9
Standard

Dir is schon klar, dass nach gängiger Definition die Proletarier gezwungenermaßen ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, um überleben zu können. Was du ja nun nicht tust und du lebst, oh Wunder, immernoch.
Also irgendwas stimmt doch da nicht.

10,00 Euro Brutto..mmh, also dafür dürftest du mir 30 mal im Monat die Schuhe putzen. Darüber ließe sich reden.

Für 10.000 Euro allerdings müsstest du schon irgendwas können, denn das Geld muss ja auch, und das ausserhalb jeder Ausbeutung, irgendwie wieder reinkommen.
Abgesehen davon, dass man keine 10000 Euro pro Monat verdienen muss um gut leben zu können..
 
 
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Sivar
Alt 22.01.2007, 18:21   #10
Standard

Assie, ich bin 24, habe bei der Bewerbung keinerlei Zeugnisse oder Referenzen mitgeschickt, brauchte keine Voraussetzungen wie zB eine Ausbildung oder gar ein Studium, und wurde auch nach keinem dieser Punkte beim Bewerbungsgespräch gefragt. Das Gespräch war eher ne nette Unterhaltung über dies und jenes, über seinen Job als Personalchef, darüber dass ich Medizin studieren will, dass er mir Firma und Arbeitsplatz gezeigt hat, usw...

Körperlich anstrengend ist das auch überhaupt nicht. Man muss nie schwer heben, sitzt die meiste Zeit (könnte alles aber auch im Stehen machen, wenn man denn will), und man hat auch ansonsten jede Menge Freiheiten. Es achtet zB niemand auf Zigarettenpausen, Kaffee (Tee und Wasser glaub ich auch) werden von der Firma gestellt, Arbeitszeiten sind regelmäßig und human (6.40 bis 16.00 Uhr, freitags bis 12.45), man bekommt als Aushilfe 27 Urlaubstage pro Jahr - wie jeder andere auch.

Die anderen aus meiner Abteilung haben alle innerhalb der letzten 11 Jahre dort angefangen zu arbeiten, alle ohne fachspezifische Ausbildung, und alle waren über 30 zum Einstellungszeitpunkt (eine sogar über 40). Die anderen beiden, die mit mir angefangen haben, sind 28 und jenseits von 40, also erzähl doch nix von abgefahrenen Zügen. Ohne Engagement würde ich natürlich immer noch zuhause sitzen - genau wie alle anderen dort.
 
 
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Alt 22.01.2007, 18:49   #11
Standard

Auch wenn es kaum die Regel ist, ich habe mit dem Arbeitsmarkt bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Das liegt sicher daran, dass es wohl meist der prekäre oder geringfügige Job-Sektor war aber es wäre überall auch Vollzeit möglich gewesen - nur von meiner Seite aus nicht.

Ich bin vor jetzt circa drei Monaten umgezogen, habe versucht mich etwas einzuleben und mir nun auch einen Job gesucht. Und wurde sofort angenommen - auch ohne Zeugnisse und den ganzen Mist, nur eben ein Lebenslauf. Tenor der Firma: Ganz gleich, ob und wenn ja was man vorher gemacht hat, hier kann man es versuchen. Es gab ein generelles ganz kurzes Bewerbungsgespräch und auch noch mal ein längeres aber deswegen war das noch lange nicht anspruchsvoll.
Es ist zwar nur ein Job, ein "unqualifizierter" auch noch, aber ich habe jetzt einen Jahresvertrag, bei Vollzeit kommst du auch auf auf einen vierstelligen Lohn im Monat und es gibt, wenn Stellen zu besetzen sind, firmeninterne Ausschreibungen.
 
 
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Sivar
Alt 22.01.2007, 19:09   #12
Standard

Nur ne kleine Frage noch, michaelg... wieviele von deinen bisherigen (inkl jetzigem) Jobs hast du von der Arbeitsagentur vermittelt bekommen, und wieviele nur durch Eigeninitiative?
 
 
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Alt 22.01.2007, 21:23   #13
Standard

Ich habe keinen vermittelt bekommen.
 
 
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DerAssie
Alt 24.01.2007, 18:10   #14
Standard

Und Ich will auch keine mehr vermittelt bekommen letzendlich wenn der Lohn nicht stimmt.
 
 
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Mahoney
Alt 24.01.2007, 19:14   #15
Standard

Also ich war auch schon ein paar mal Arbeitslos. Aber das mir das Arbeitsamt eine Stelle vermittelt hat.LÖL ,ich hab in der Zeit nie was von dennen gehört.

Meine aktuelle Stelle hab ich auf Empfehlung von meinem alten Arbeitergeber der mir Auftragsbediengt keine Verlängerung geben konnte. Und meine alte Stelle hab ich durch ne direkte Bewerbung bekommen...

Aber wär sich auf das Arbeitsamt verläßt ist verloren...wenn schicken dir nur Müll-Adressen von Leiharbeiter Firmen z.b. die Stellenangebote rausschicken dabei ist überhaupt nix frei weil sie einfach ihr Kontigent erweitern wollen...oder sie zahlen halt die 6.30 - 7.50euro/std. Das ist dann der Satz, wovon der Assi die ganze Zeit spricht.

Normaler Stundensatz liegt für Produktionsmitarbeiter/gehilfe normal bei +/- 9.50 euro/Std. Also so kenn´s ich...

Geändert von Mahoney (24.01.2007 um 19:22 Uhr).
 
 
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Sivar
Alt 24.01.2007, 19:26   #16
Standard

Und Ich will auch keine mehr vermittelt bekommen letzendlich wenn der Lohn nicht stimmt.
Ja eben, ich würde auch nicht vermittelt werden wollen... da käme ich doch höchstwahrscheinlich bloss in ne Zeitarbeitsfirma, die auch noch vom Staat Geld dafür kassiert, dass sie mich (zusammen mit den Firmen, zu denen ich dann geschickt werde) ausbeutet. Das ist auch der Grund, warum man sich selber kümmern sollte, selber bewerben, selber nach Jobs fragen.

Du hast zur Zeit genau 2 Möglichkeiten: Du gibst dich mit Hartz-IV-Geld zufrieden, oder du bemühst dich selber um nen vernünftigen Job. Alle Jammerei, dass der Staat doch bitte ein "angemessenes" Grund-"Gehalt" zahlen sollte, sind zZt überflüssig, denn es ist nicht zu erwarten, dass sich in der politischen Landschaft ein radikaler Wandel nach links ereignen wird.

Was du machst, ist so ähnlich wie im Regen stehen, dich darüber zu beschweren dass du nass wirst, und vom Staat zu erwarten, dass er dir ein Taxi schickt und bezahlt, welches dich nach Hause fährt. Eigeninitiative ist gefragt, ob es dir gefällt oder nicht. Wer sich ständig beschwert ohne zu versuchen, aktiv was an seiner Situation zu ändern, kann nur verlieren.
 
 
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DerAssie
Alt 25.01.2007, 18:53   #17
Standard

Ich hab bislang die Methode gewählt Mich mit ALG 2 "zufrieden" zu geben
und es von Zeit zu Zeit auf zu bessern und weiter auf den Linksruck zu hoffen in dieser amerikanisierten "Geselschaft".
Aber so Sicher fühl Ich Mich damit nicht wenn Ich an die nächsten 30 nein nur 10 Jahre denke und so Konstelationen im Kopf durch spiele was währe wenn, aber der Zeit ist es rein Ökonomisch gegenüber vielen Tätigkeiten das kleinere Übel mangels Mindestlohn und leider noch genug Leute die für unter 7,50 diese Tätigkeiten zum Wolle der Ausbeuter noch annehmen.
 
 
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Mahoney
Alt 25.01.2007, 19:35   #18
Standard

Dieser Linksruck den du dir erhoffst wird nie kommen. Es geht mehr richtung !Globalisierung! nicht amerikanisierten "Geselschaft".! Den die Russen und Chinesen mischen inzwischen kräftig mit;-)

Geändert von Mahoney (25.01.2007 um 19:44 Uhr).
 
 
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DerAssie
Alt 25.01.2007, 20:20   #19
Standard

Ein System mit immer grösserer Kluft zwischen Arm und Reich, Überwachungsstaat Ausbau, Unschuldsvermutung abgeschaft, schlechterer Gesundheitsversorge, Privatisierung ect. ist für Mich Amerikanisch in erster Linie.
Typisch ist auch das es keine Mitte mehr gibt sondern nur noch Reich und Arm.
 
 
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Krashok
Alt 26.01.2007, 20:16   #20
Standard

nix als phrasendrescherei assie... probier mal was neues..fakten zum beispiel
 
 
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DerAssie
Alt 27.01.2007, 18:05   #21
Standard

Ist doch ganz offensichtlich das die Entwicklung der Masse nix bringen wird.
Verstehe auch nicht wieso noch so gemäßigt gewählt wird und Protest eher in Nichtwahl endet
 
 
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tschiech
Alt 27.01.2007, 20:31   #22
Standard

Es ist auch ganz offensichtlich warum DU zu dem einen Teil deiner 2-Klassengesellschaft gehörst. Und zwar zu recht!
Falls du dich überhaupt schon mal irgendwo beworben hast, hat der Sachbearbeiter dein Schreiben, nachdem er die ersten 2 Zeilen mit 50 Rechtschreibfehlern gelesen hat, getrost auf den Stapel für den Aktenvernichter gelegt.

Du würdest ja für 10 euro arbeiten gehen wenn es keine körperliche wäre hab ich da vorher gelesen, achso, und was noch?
Sollte man auch nicht denken müssen, weil dich das immer so anstrengt? Sollte man nicht morgens aufstehen müssen, weil du deinen Schönheitsschlaf brauchst?
Sollte man nichts von dir verlangen dürfen, weil du doch so sensibel bist?

....Unschuldsvermutung abgeschafft... was schmeißt du hier eigentlich den ganzen Tag mit leeren Zoten um dich? Willst du bemitleidet werden, soll ich dein Händchen halten?

ach was solls.. es is eh hoffnungslos. in deiner antwort, sollte es die geben, wirst du sowieso wieder vom bösen kapitalismus sülzen..
Junge, ich geb dir n Rat: Nimm dir mal zu Herzen was man dir hier sagt, bzw denk zumindest mal drüber nach. Dein Leben ist doch sch****, erzählst du ja täglich.. vielleicht wäre es an der Zeit umzudenken und den Arsch in Bewegung zu bringen!

Auch das arbeitende Volk wär froh drum dir nich dein dsl finanzieren zu müssen!
 
 
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