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Was passiert gerade?

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Wodar Hospur
Alt 03.05.2006, 23:32   #1
Standard Was passiert gerade?

Ich finde es erschreckend was in den letzten Jahren, Jahrzenten passiert. Alle Wegweiser zeigen nur noch in den Abgrund. Persönlich ist es oft besser, aber wenn man die Gesellschaft sich ansieht...

Als paar Beispiele:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22592/1.html
Wird der "Wiederaufbau" im Irak beschrieben. Es tut mir leid aber das ist reine Verarsche, uns haben die Amerikaner nach dem 2. Weltkrieg geholfen und was passiert da unten? Kein Wunder das die Iraker sauer sind und sich von "dieser" Diktatur befreien wollen. Vielleicht kann man sogar ein bisschen Verständnis für diese Leute aufbringen, die keine Zukunft sehen, keine Sozialabsicherung haben. Denen alles genommen wurden ist in einem Krieg der sie befreien sollte.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22575/1.html
Das Land der unbegrenzten Freiheiten, die Assoziation mit Demokratie. Erinnert dieses Verhalten nicht ein wenig an das von Hitler. Klar der Vergleich ist zu krass. Aber er hat auch die geltenden Gesetze über einen Vorwand außer Kraft gesetzt. Ein Land das anderen Ländern, wie dem Irak die Demokratie bringen will. Tolles Beispiel.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22582/1.html
Aber müssen wir überhaupt ins Ausland um festzustellen wie verkorkst unsere Gesellschaft ist? Sicher, jeder hat das Recht seine Meinung zusagen, aber warum müssen diese Meinungen immer stumpfsinniger und hirnloser werden. Wenn ich so ein rechtes Geschwafel lese, wie da im Artikel zitiert, mag ich gerne !sehr! undemokratisch handeln. Solchen Leuten sollte man das Recht zur Wahl entziehen. Dabei noch bedacht das wir ein Einwanderunsland sind....! Was übrigens total Unsinn ist, wir sind das einzigste Land, das sich zum Beispiel die Mühe macht Leute die sich bei uns verirrt haben kostenlos in ihr Heimatland zurück zufliegen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Grundeinkommen
Doch vielleicht ist alles garnicht so düster wie es immer scheint. Solche Gedanken und Ideen lassen doch hoffen. Hoffen das neue, revotionäre Ideen umgesetzt werden und die Zukunft nicht ganz so trostlos wird.


Doch was machen wir bis dahin, wie kann man sich aktiv beteiligen und wer will sich aktiv beteiligen in einem Land wo die Politiker ihre eigenen Interessen vertreten und einen anlügen ohne rot zuwerden. Wo Religion nur Phrase ist oder wenigstens den festen Glauben an eine Gottheit erwarten. Gewerkschaften und Hilfswerke sind besser, haben aber in den meisten Fällen ihre Macht und ihre Aussagekraft verloren durch falsche Entscheidungen oder durch zuviel Managment sind sie träge geworden.

Falls jemand aber einen zupositiven Eindruck gewonnen haben sollte:
http://www.heise.de/tp/r4/html/resul...=Weltuntergang

Wozu alles noch. Falls eh demnächst die Welt untergeht der Bildzeitung nach http://www.bildblog.de/?p=1346

Schönen Abend!
 
 
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ANSI Lady
Alt 03.05.2006, 23:46   #2
Standard

Also das einzige was ich gerade als
"Was passiert gerade"
definiere ist das Du schlechte Progaganda puplizierst..
zu 90% aus einer einzigen Quelle und zusätzlich noch ein Artikel über einen Artikel in der BILD-Zeitung.

Alles in allem ist doch alles wie immer. Es geht vorran. Es passiert. Wenns passiert. Solange passiert nix.

Gruß &&
ANSI
 
 
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Wodar Hospur
Alt 03.05.2006, 23:51   #3
Standard

Telepolis ist eine unabhänige interessante Internet"zeitung". Aber du hast die Links wohl nicht gelesen, schade. Der Bildblog Artikel soll nur nochmal alles abrunden und auf das Absurde der Medien hinweisen.

Propaganda mache ich nicht, aber den meisten Menschen ist garnicht bewusst was um sie rum passiert. Mir auch nicht.
 
 
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El Sparko
Alt 04.05.2006, 00:03   #4
Standard

ich muss wodar danken. ich hab die links nicht gelesen aber mir geht es beim lesen von telepolis, zahlreichen blogs und auch zeitungen immer genauso. man liest etwas denkt "verdammt richtig, endlich bringts einer mal in worte" und hat den drang es zu kommunizieren. leider hab ich irgendwie gemerkt dass die reine weiterkommunikation ala "schaut mal wie es wirklich ist, ich hab nen interessanten artikel in xyz gefunden" zu garnichts führt. die menschen tendieren dazu dir sofort zu misstrauen. aber trotzdem nochmal für den link aufs grundeinkommen. das ist ne idee bei der es mir sogar total egal ist wie oft sie nicht beachtet wird, es erfüllt mich schon mit hoffnung wenn allein das konzept in den nächsten jahren ein wenig öfters kommuniziert wird. dann schauen einen die leute vielleicht auch nicht immer wie ein ufo an wenn man versucht die idee begreiflich zu machen. allein als gestern bei maischberger alle talkgäste zugeben mussten, dass die idee der vollbeschäftigung nie funktioniert hat und erst recht nicht mehr funktionieren wird, lässt hoffen.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 04.05.2006, 00:22   #5
Standard

O_o, ja.

Zum Irak: das ganze war von den Amis oberflächlich ausgedacht und ohne wirklichen Plan was danach kommt. Sieht man ganz deutlich. Und sie suchen ja immer "Verbündete" bzw. Staaten die jetzt mtihelfen den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Zum zweiten Artikel: hm, so ne Art Notstandsparagraph? Na, wie wissen ja daß der amerikanische Präsident echt *viel* Macht hat.

Zum rechten Geschwafel: Keine Beachtung schenken. Das kennen wir doch schon. Das übliche "Gedankengut" immer neu durch die Mühle gezogen. Daß es ihnen selbst nicht mal langweilig wird? Und sich darüber lustig machen daß jemand stirbt? Ich kenn sehr wenig Leute die das nicht irgendwann tun (sterben mein ich), genauer: im Moment keinen einzigen.

Nächste Sache. Das Grundeinkommen wie in dem Artikel beschrieben, was rechtfertigt denn so ein Grundeinkommen? Die allgemeine Arbeitspflicht halte ich für viel sinnvoller. Sprich: ein Organismus, in dem jeder an seiner Stelle anpackt und die Vorteile eines funktionierenden Großen Ganzen genießen kann.
Klar ist das System zwischen Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik im Moment super verkorkst. Gibt viel zu tun.

Und die anderen beiden kommentier ich jetzt besser nicht mehr Werd müde ^^
 
 
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michaelg
Alt 04.05.2006, 12:27   #6
Standard

Was rechtfertigt ein Grundeinkommen?

Eine Menge, die Grundsätze unseres Grundgesetzes zum Beispiel. Dass wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, dass Menschen Autonomie zusteht, über ihr gesellschaftliches Leben selbst zu entscheiden, sich frei zu entfalten.

Womit würde dem besser gerecht werden? Mit Hartz IV / Massenarbeitslosigkeit, prekären Arbeitsverhältnissen, Rentenloch ? Oder...


Allgemeine Arbeitspflicht? Dann können zur Bündelung von Gruppen gleicher Arbeitseffizienz auch wieder langsam anfangen Lager zu bauen... Nach Artikel 12 ist so etwas ohnehin nicht vorgesehen.

Glaube auch nicht, dass so eine Pflicht sinnvoll wäre. Sind im leeren Supermarkt eben 10 Kassen zugleich besetzt... Fraglicher ohnehin, ganz gleich ob sinnvoll oder nicht, die Umsetzbarkeit. Wen soll man zwingen (verpflichten ist ja wohl durchaus zwingen)? Alle? Alle ab 18? Alle Arbeitslosen?
 
 
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FrozenSmile
Alt 04.05.2006, 14:37   #7
Standard

Erstmal vorweg: Ich nehm in den Posting kein Blatt vor den Mund...schwach besaitete Menschen sollten vielleicht einfach weiterscrollen...

Also das einzige was ich gerade als
"Was passiert gerade"
definiere ist das Du schlechte Progaganda puplizierst..
Bitte einmal die Scheuklappen abnehmen...egal, ob der Artikel nun wissenschaftlich is oder nicht. Informier Dich darüber hinaus und Du wirst den Inhalt des Startpostings bestätigt bekommen. Oder nimm Dir einfach mal nen Tag Zeit, rauch dir ggf. ne dicke Tüte und denk mal in Ruhe über Dich und Dein Leben nach...und die Welt, in der Du lebst. Ein Mensch mit "Herz" oder "Seele" braucht keine wissenschaftlichen Fakten um zu begreifen, dass unsere Welt sehr krank ist...politisch, wirtschaftlich und besonders sozial - das kann man fühlen.

Mal ne ehrliche Frage: Siehst Du die Probleme wirklich nicht oder lügst Du Dir einfach nur in die eigene Tasche, weils komfortabler is?

Es ist natürlich einfacher, sich selbst zu belügen und so zu tun, als hätten wir keine Probleme. Wir haben in unserer Gesellschaft viel zu viele Bremsen einfach existierende Probleme "untern Tisch reden". Erinnere mich, dass ich hier vor einiger Zeit mal eine Kapitalismusdiskussion angefangen habe...Zum Thema "Verschmutzung unserer Umwelt" meinte irgendeine Leuchte "Streite ich ab. Im Rhein schwimmen sogar wieder Fische". Toll...Weltbild eines Hinterwäldlers oder was? Macht doch mal die Augen auf. Was is mit den Waldbränden auf Sumatra, unter deren Auswirkungen 2 MILLIARDEN Menschen schon heute gesundheitlich leiden? Was is mit der Tatsache, dass jede SEKUNDE Regenwald in der Größe eine Fussballfelds abgeholzt wird? Werdet doch mal endlich wach, so blind kann doch kein Mensch sein.

Ein Gesellschaftssystem, was auf der Prämisse beruht, dass jeder den anderen aussaugt, wo er nur kann, kann nur Asoziales ervorbringen. Wo sind den die Werte der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit? Ich sehe sie nirgendwo.
Aber ich sehe Gott sei Dank langsam immer mehr Menschen, die die Schnauze von diesem ganzen verlogenen Dreckssystem voll haben, die sich solidarisieren und aktiv werden...und ihre Zahl wächst jeden Tag...

Habt Mut und ändert etwas. Es ist garnicht so schwer...man muss nur anfangen.
Immer dran denken: Kapitalismus war als Kind schon scheiße...


Sicher, jeder hat das Recht seine Meinung zusagen, aber warum müssen diese Meinungen immer stumpfsinniger und hirnloser werden. Wenn ich so ein rechtes Geschwafel lese, wie da im Artikel zitiert, mag ich gerne !sehr! undemokratisch handeln. Solchen Leuten sollte man das Recht zur Wahl entziehen. Dabei noch bedacht das wir ein Einwanderunsland sind....!
Klar...hierzulande muss man nichtmals nachdenken, bevor man andere Menschen mit seiner Oraldiarrhoe vollmüllt.

Ich halte garnichts von unserem politischen System, es ist ne verschissene Scheindemokratie... von mir aus kann jeder irgnorante Halbaffe wählen...es ändert doch eh nichts am großen Ganzen.

Ich hab bis vor einiger Zeit die feste Ansicht vertreten, dass man den meisten Menschen einfach auf Grund der eigenen Unfähigkeit und ihrer stark begrenzten Weltsicht am besten nicht nur das Wahlrecht entziehen sollte sondern noch so einiges mehr...am besten wieder Diktatur...ein guter Diktator mit gescheiten Moralvorstellungen is auf jeden Falle mehr wert als ein Haufen korrupter Politiker in einer Medien- oder Wirtschaftsdemokratie. Denn in nichts anderem leben wir.
Problem der Diktatur is immer die Sache mit dem Nachfolger, für dessen Einstellung nie jemand im Vorfeld garantieren könnte. Ergo: Diktatur als solche sehr sinnvoll, aber auf Grund dieses Nachfolgeproblems praktisch nich umsetzbar. Jeedenfalls...

Inzwischen hat sich aber mein Menschenbild verändert, ich weiß jetzt, dass theoretisch jeder Mensch, unabhängig von Intelligenz und Bildung im Grunde darauf angelegt ist "gut" und "menschlich" zu handeln. (Zu komplex, das zu erläutern.) Jedenfalls denke ich eher, dass der Grundmotor der Gesellschaft geändert werden muss.

Arbeitsmarktreformen, mehr direkte Demokratie, Absicherung der Bestehenden Sozialsysteme...das sind doch alles nur Flicken um einen Apparat am Laufen zu halten...einen Apparat, dessen Motor Gier und Neid sind...das profilieren über Statussymbole, die Bedürfnisbefriedigung durch Konsum. Ich sag nur "Wellness"-Welle. Kauf Dir ein Stück von dem Glück zurück, dass Du garnicht mehr kennst. Das is die Message. Und das muss geändert werden.

Unsere Gesellschaft hat uns zu einem Punkt gebracht, wo langsam die Einsicht kommt // kommen muss, dass wir auf dem falschen Weg sind. Wir haben heute die besten Ausgangsmöglichkeiten, wirklich etwas zu verändern und den Motor der Gesellschaft auf einen anderen "Treibstoff" umzustellen.

Klar...die ganzen Kapitalismusfanatiker (die in Ihrem Leben nie wirkliches, nährendes, echtes Glück finden werden) kommen immer mit dem Argument, dass Kapitalismus nur die Grundausrichtung des Menschen berücksichtigt und somit zwangsläufig das "richtige" Wirtschaft- und Gesellschaftsystem ist. Ja, Kapitalismus ist mehr als ein Wirtschaftssystem. Jedenfalls...der Mensch wird nicht von Grund auf dadurch gelenkt, dass er nur nach Reichtum strebt, sich immer profilieren und über andere Stellen will. Glaubt den Schwachsinn doch nicht, weil ihr ihn täglich reingedrückt bekommt. Im Herzen wisst ihr ALLE, dass es falsch ist. Der wahre Motor eines jeden Menschen ist der Wunsch nach Harmonie, Anerkennung und "geliebt werden". Das und nichts anderes. Hört einfach nur mal in Ruhe auf die Stimme in Eurem Bauch...bzw lernt erstmal wieder, auf sie zu hören...



Ich will auf Deutschen Stimmzetteln endlich die generelle Wahlmöglichkeit "NEIN" sehen...ich will keine bestimmte Partei, ich will ein anderes System.

Geändert von FrozenSmile (04.05.2006 um 15:10 Uhr).
 
 
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El Sparko
Alt 04.05.2006, 17:26   #8
Standard

sehr schön gesagt frozensmile. mir gehts ja im moment genauso, dass ich schon bei der betrachtung der kleinen mikrogesellschaft meiner schulklasse (alles leute 20+) die auswirkungen des raubtierkapitalismus erkennen und spüren kann. mittlerweile ist es schon so weit, dass keiner dort mehr wirklich über seine mitmenschen nachdenkt. es werden keine blätter weitergegeben, keine anträge weitergereicht, niemand fragt ob man schon xyz hätte und es interessiert sich keine sau für etwas anderes als seinen eigenen arsch... und das macht mich traurig. weil ich weiss dass ich das selbe "draussen" genauso wiederfinde, zumindest in weiten teilen der anonymisierten gesellschaft.

zum grundeinkommenthema. ich will jetzt hier keine diskussion darüber starten, da sind die einstellungen beider seiten zu verbohrt um das ordentlich auszudiskutieren. fakt ist einfach dass dinge wie hartz IV oder moderne ausbeutungsarbeit (40 stunden + unbezahlte überstunden aus angst vor jobverlust) die freiheit des menschen zerstören. nicht die freiheit auf faulheit. nicht die freiheit auf "leckt mich am arsch". nicht die freiheit es "besser" zu haben. sondern die persönliche menschliche freiheit das zu tun was man möchte (wunscharbeitsplatz) in der zeit die einem zur verfügung steht (flexible arbeitszeiten) und mit der nötigen kreativität.

wir haben gelernt dass man nur was ist, wenn man arbeitet und dass man um so mehr ist, um so mehr und um so härter man arbeitet. und am meisten ist, wer gänzlich unter seinem job zusammenbricht und ein rädchen im system wird. versteht mich nicht falsch ich bin nich gegen arbeit, aber ich bin dagegen die persönlichkeit des menschen zu unterdrücken und seine kreativität in "geordnete" bahnen zu lenken indem er zum namenlosen arbeiter wird, bis sein rückgrat bricht. ich bin aber der meinung, dass jeder wenn er in sich geht durchaus fähig ist zu benennen welche arbeitsstelle er auch OHNE bezahlung ausführen würde, bei mir wäre es z.b. die serveradministration oder generell tätigkeit im it-sektor. das mache ich schon seit jahren ohne bezahlung, sonst wäre das forum hier ja garnicht. soviel zum faulheitsargument.

ein weiterer wichtiger punkt ist dass wir unsere sozialen sicherungssysteme, die gerade leider nach marktpolitischen gesichtspunkten ausverkauft werden (krankenversicherung kostet mehr, bringt aber weniger z.b.) irgendwie aus dem dreck ziehen müssen. nun kommt das geld aber immer weniger aus der aktiven arbeit, der konsum ist aber nach wie vor vorhanden. es müsste also eine steuer- und versicherungsbeitragserhebung gebunden an beispielsweise den konsum stattfinden. da ist noch mit keinem wort das grundeinkommen angesprochen. es ist also noch kein böser kommunistischer geist im spiel. man muss einfach sehen dass die relative vollbeschäftigung nie mehr erreicht werden kann. die stellen werden nicht aus dem nichts auftauchen und jeder der das verspricht, der geht auf bauernfang. umstellung des "systems" ist also von nöten - denn der soziale staat wie wir ihn habe ist ein wichtiges gut, das wir nicht nach amerikanischem vorbild verramschen dürfen. ich weis hier stösts den leuten sauer auf, weil sie schon wieder fürchten jemand könnte fürs nichtstun belohnt werden... aber so funktioniert unser staat und unsere gesellschaft. wir sitzen im selben boot und viele zahlen für wenige, weil die wenigen es selbst nicht aufbringen können. damit ein problem? wenn ja, dann steckt euch schon der kapitalistische eigenvorteilsgedanke in den knochen. in so einer gesellschaft, wo es nur um übervorteilung anderer gehen soll möchte ich nicht leben und ich glaube dafür steht auch unser land nicht.
 
 
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FrozenSmile
Alt 04.05.2006, 18:12   #9
Standard

wir haben gelernt dass man nur was ist, wenn man arbeitet und dass man um so mehr ist, um so mehr und um so härter man arbeitet. und am meisten ist, wer gänzlich unter seinem job zusammenbricht und ein rädchen im system wird. versteht mich nicht falsch ich bin nich gegen arbeit, aber ich bin dagegen die persönlichkeit des menschen zu unterdrücken und seine kreativität in "geordnete" bahnen zu lenken indem er zum namenlosen arbeiter wird, bis sein rückgrat bricht.
Jepp, da hast Du meine volle Zustimmung. Es liegt an jedem selbst, diese inneren Fesseln zu sprengen und aus den gesellschaftlichen Zwängen auszubrechen. Der Spruch "Arbeite, um zu leben - aber lebe nicht, um zu arbeiten" sollte wieder zur absoluten Lebensmaxime werden. Hört sich plakativ an, ist aber so.

ich bin aber der meinung, dass jeder wenn er in sich geht durchaus fähig ist zu benennen welche arbeitsstelle er auch OHNE bezahlung ausführen würde, bei mir wäre es z.b. die serveradministration oder generell tätigkeit im it-sektor. das mache ich schon seit jahren ohne bezahlung, sonst wäre das forum hier ja garnicht. soviel zum faulheitsargument.
jo, kenn ich...ich studier den scheiß, den ich studier (politikwissenschaften, sozialwissenschaften, medienwissenschaften, friedens- und konfliktforschung) auch einzig und allein deshalb, weils mich dieses themenfeld einfach fesselt...ich verbring mit der materie auch meine komplette freizeit...nicht zuletzt dieses posting hat im grunde (wenn mans so betrachten möchte) mit meinem studium zu tun. ich sehs eher so, dass das studium "mit meinem lebenssinn" zu tun hat. und der liegt in meinen augen darin, einfach jeden tag nur tacheles zu reden und immer mehr menschen aus ihrem tiefschlaf wachzurütteln.

mit meinem studium möchte ich eigentlich nur das "backgroundwissen" haben, um meinem eigentlichen ziel näher zu kommen: nicht nur die leute davon zu überzeugen, dass das bestehende scheiße ist, sondern zudem einen neuen gesellschaftsentwurf zu entwickeln, bei dem der Mensch und nicht etwa Geld oder Macht im Mittelpunkt stehen. Ich glaube an das, was ich tue, weil ich einfach weiß, dass es richtig und vielleicht in gewisser weise meine "bestimmung" ist. ich gehe in meiner "arbeit" auf, empfinde sie nicht als etwas belastendes...es ist mir auch relativ egal, wieviel geld ich später damit verdiene, solange es zum (über)leben reicht...geld is sekundär, tertitär...mein berufsleben macht sich auf andere weise "bezahlt" und im privatleben gibt es einen haufen dinge, dir mir deutlich wichtiger sind als materieller luxus...

naja, bin mit meiner ausführung sehr unzufrieden, kanns aber nich besser formulieren...


ich weis hier stösts den leuten sauer auf, weil sie schon wieder fürchten jemand könnte fürs nichtstun belohnt werden... aber so funktioniert unser staat und unsere gesellschaft. wir sitzen im selben boot und viele zahlen für wenige, weil die wenigen es selbst nicht aufbringen können.
Diese Sache mit dem Boot is immer wieder ein schönes Gleichnis. Ja, wir sitzen alle im selben Boot...aber das Boot hat nunmal Löcher. Die meisten Leute stellen sich einfach auf die Löcher und tun so, als gäbe es sie garnicht oder verweisen einfach darauf, dass alle anderen ja auch Löcher in ihren Booten haben. Ich möchte viel lieber die Löcher stopfen und den Leuten, die sie bohren, die Bohrer wegnehmen.
 
 
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