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Vom Obdachlosen zum Millionär

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Sivar
Alt 25.05.2007, 11:02   #1
Daumen hoch Vom Obdachlosen zum Millionär

Hallo Kinder,

da les ich grad in der Tageszeitung was richtig Cooles. In einem Villenviertel Londons lebt seit 20 Jahren ein Obdachloser auf einem freien leerstehenden Grundstück. Der Kerl ist mittlerweile 71 und hat sich mit Arbeiten für seine "Nachbarn" die ganzen Jahre über Wasser gehalten.

2005 kamen dann Investoren, die ihn von seinem Land scheuchen wollten, weil das Grundstück neu bebaut werden sollte, er ist aber statt vom Grundstück zu gehen vor Gericht gegangen, weil er der Meinung war, ihm würde das Grundstück gehören. Und siehe da... das britische Recht sieht das genauso. Dort geht nämlich ein Grundstück, auf dem jemand mehr als 12 Jahre unbehelligt gelebt hat, auch in dessen Besitz über!

Ergo: Der Landstreicher ist quasi über Nacht um ein knapp 3 Millionen Euro wertvolles Grundstück reicher... über Nacht zum Millionär geworden. Irgendwie freut mich sowas richtig, und ich finde, der Kerl hats irgendwie auch verdient. Kann kein schlechter Mensch gewesen sein, sonst hätten seine reichen Nachbarn ihn nicht bei sich arbeiten lassen, behaupte ich mal. Ein kleiner Sieg für die Armut, hehe...

Und nun könnt ihr drüber diskutieren, wenn ihr wollt!
 
 
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tj
Alt 25.05.2007, 11:12   #2
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Das ist auf jeden fall mal eine schöne Geschichte aus den Nachrichten.
Für ihn ist es sicherlich nicht so schlecht, aber ,mit 3 Millionen mit 71 nach 20 Jahren Obdachlosigkeit, glaub nich das man damit unbedingt dann was anfangen kann, weil sich einfach die Realationen so verschoben haben.

Aber wenn er zumind. Enkel oder ähnliches hat kan er dieses mitbeglücken.
 
 
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Krashok
Alt 25.05.2007, 13:26   #3
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ich denke nicht das es ihm um die 3 millionen geht sondern eher darum das er dort wohnen kann, seine ruhe hat und hin und wieder für paar taler wat für seine nachbarn tun kann
 
 
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legolas
Alt 25.05.2007, 15:37   #4
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der verkauft bestimmt nicht :>
 
 
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Squdus
Alt 25.05.2007, 17:15   #5
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Was hilft ihm ein 3 Millionen Euro wertvolles Grundstück?
Meine Butze kostet mich 434EUR Warm im Monat, dennoch bekomme ich dafür nich mal ein lausiges Brötchen beim Bäcker. Die wollen halt Bares sehen und sich nich am Wert meiner Immobilien erfreuen.
Solange er die Fläche nich vertickt bekommt, is er weiter Obdach- und Geldlos.

So, genug einen auf Spielverderber gemacht.
Mich freut es auch. Nach so vielen Jahren der Armut hat er es sich verdient.
 
 
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OrionX
Alt 25.05.2007, 17:55   #6
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zu squ fällt mir da folgendes ein *g*:

Zitat von http://www.zw-jena.de/arbeit/anekdote.html
Anekdote von der Senkung der Arbeitsmoral

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt; aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeugs, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum meßbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist - der Landessprache mächtig - durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.
»Sie werden heute einen guten Fang machen.« Kopfschütteln des Fischers.
»Aber man hat mir gesagt, daß das Wetter günstig ist.« Kopfnicken des Fischers.
»Sie werden also nicht ausfahren?«
Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiß liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpaßte Gelegenheit. »Oh, Sie fühlen sich nicht wohl ?« Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über.
»Ich fühle mich großartig«, sagte er. »Ich habe mich nie besser gefühlt.«
Er steht auf, reckt sich, als wolle er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. »Ich fühle mich phantastisch.«
Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: »Aber warum fahren Sie dann nicht aus?«
Die Antwort kommt prompt und knapp. »Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin.«
»War der Fang gut?«
»Er war so gut, daß ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen.«
Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis.
»Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug«, sagte er, um des Fremden Seele zu erleichtern. »Rauchen Sie eine von meinen?«
»Ja, danke.«
Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen.
»Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen«, sagt er, »aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen. Stellen Sie sich das mal vor.«
Der Fischer nickt.
»Sie würden«, fährt der Tourist fort, »nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren - wissen Sie, was geschehen würde?«
Der Fischer schüttelt den Kopf.
»Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen - eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden ...«, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, »Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber rundfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren - und dann ...«, wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache. Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. »Und dann«, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache.
Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. »Was dann?« fragt er leise.
»Dann«, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, »dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen - und auf das herrliche Meer blicken.«
»Aber das tu ich ja schon jetzt«, sagte der Fischer, »ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.«
Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.


Und damit ist mein kommentar da auch getan, find ich schön das es sowas gutes noch gibt
 
 
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Ghelli
Alt 25.05.2007, 18:15   #7
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Geniale Geschichte
 
 
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Ripper08
Alt 25.05.2007, 18:38   #8
Standard

Gute Geschichte, ich glaube ich habe sie sogar schonmal vor längerer Zeit gelesen.
 
 
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Squdus
Alt 25.05.2007, 19:11   #9
Standard

Kenn ich, hab ich vor nem Jahr noch in der Schule gelesen.
Problem dabei nur. Der Mann in der wahren Gesichte wird nich mal eben 5qm Grund verkaufen können um sich dafür mal eben ein Brötchen zu holen.
Aber is wiklich ne schöne und lehrreiche Geschichte.
 
 
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Rohen
Alt 25.05.2007, 19:31   #10
Standard

Wunderbare Geschichte ...

Zeigt mal wieder, dass das Ziel kaum was bringt, wenn
man den Weg nicht geniesst.

Weise, weise ... ach ja.
 
 
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hackvresse
Alt 26.05.2007, 01:19   #11
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Solange er die Fläche nich vertickt bekommt, is er weiter Obdach- und Geldlos.
der ist zwar momentan nicht wirklich liquide, aber millionär ist er schon aufgrund des Grundstückes welches ihm gehört und einen Wert von 3 Millionen hat..
 
 
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Sivar
Alt 26.05.2007, 01:41   #12
Standard

Der Witz ist ja... er könnte sein Land verticken, denn die Investoren wollen unbedingt darauf was bauen. Falls nicht die, dann fände sich bestimmt irgendwer anders, der auf dem Grundstück gerne ne Nobelbude bauen würde.

Wäre halt interessant zu erfahren, wie er sich jetzt entscheidet... fürs Geld und gegen sein bisheriges Leben, oder scheisst er aufs Geld und hofft, dass seine Kinder (falls er welche hat) mit dem Grundstück was anzufangen wissen, wenn sie es mal vererbt bekommen.
 
 
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Squdus
Alt 26.05.2007, 10:24   #13
Standard

Zitat von hackvresse
der ist zwar momentan nicht wirklich liquide, aber millionär ist er schon aufgrund des Grundstückes welches ihm gehört und einen Wert von 3 Millionen hat..
Das er kein Millionär ist sage ich ja nicht. Nur bringt ihm sein teures Grundstück beim Bäcker, wie gesagt, herzlich wenig.

Ich finde die URL zu Orions Geschichte schon zu geil "Anekdote von der Senkung der Arbeitsmoral".
Was lernt der Arbeitnehmer? Zum glücklich sein bedarf es wenig.
Was lernt der Arbeitrgeber? Man sollte seinen Angestellen nich das kleinste Quentchen Glück gönnen, sonst werden sie faul.

Was würdet ihr denn an seiner Stelle machen?
Verkaufen und mit dem Geld ein schönes Leben machen, ja ich weiss das dazu mehr wie nur Geld nötig ist, oder doch so weiterleben wie bisher?
 
 
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1, 2 oder 3
Alt 26.05.2007, 11:06   #14
Standard

oder anderen obdachlosen spenden, wenn er ein guter mensch ist.
geld berauscht!

und ich mein, er wird ja nicht von geld zu einem schlechteren menschen geworden sein... OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOODER ;-)
OOOODER??? ;D ;D ;-DDD
 
 
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katjes
Alt 27.05.2007, 08:20   #15
Standard

Aber wäre es nicht das Logischste, dass er das Grundstück verkauft und sich dann ne nette Bude sucht?!
Ich denke auch nicht unbedingt, dass er Kinder hat. Bestimmt irgendwelche anderen Verwandte.
Wenn er dann aber doch Kinder hat, dann ist da was schief gelaufen in deren Beziehung zueinander, denn was für ein Kind, das seine Eltern liebt, lässt diese als Obdachlose zurück???
 
 
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Krashok
Alt 27.05.2007, 13:58   #16
Standard

wieso ist dass das logischste ? .. so hat er seine ruhe, weil es seins ist ..keiner kann ihn über's ohr hauen ..vielleicht will er ja dort bleiben weil es ihm da gefällt ? ..geld ist nicht alles
 
 
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