Wo ist von Grenzanerkennungsverträgen die Rede?
Die Forderung:
" Die ersatzlose Streichung der Feindstaatenklauseln in der
Charta der Vereinten Nationen ist eine Voraussetzung für
die Gleichberechtigung der Völker."
Und das die
Realität:
"Die 50.
Generalversammlung verabschiedete
1995 eine Resolution zu Charta-Fragen (Res. 50/52)
[1], in der die Feindstaatenklausel aus den Artikeln 53, 77 und 107 als
obsolet bezeichnet wurde. Einer Streichung der Klausel käme daher nur noch
deklaratorische Bedeutung zu. Sie soll aufgrund des Aufwandes erst im Zuge einer umfangreicheren Überarbeitung der Charta erfolgen.
Diese „Feindstaaten-Artikel“ beschränken bzw. benachteiligen die Stellung der Bundesrepublik Deutschland in keiner Form."
Der Programmpunkt ist zwar verdächtig, weil er mit "Deutschland ist größer als die Bundesrepublik!" eine Parole reinbringt, die etwas falsches suggerieren kann und vielleicht auch soll. Aber was willst du ihm rechtlich anhaben? Dass die NPD auf die Streichung einer UN-Klausel drängt, was die UN selbst schon längst beschlossen hat?
Zumindest der Ausschnitt des Artikels, den du hier zitiert hast, ist vor Gericht nicht anzufechten.
Hier im Thread offenbart sich schon ein Problem im Umgang mit der NPD. Man verteufelt die Partei, fordert einen Verbot und gibt teilweise offen zu, sich mit diesem "Abschaum" überhaupt nicht beschäftigen zu wollen, weil das ja ohnehin eine rechtswidrige Partei ist. Damit bewirkt man das Gegenteil von dem, was man bewirken will. Man grenzt die NPD Sympathisanten aus und isoliert sie, statt sie aus dem rechten Umfeld herauszuholen. Und mit den ungeprüften Anschuldigungen macht man sich nur selbst lächerlich und schwächt damit die eigene Position.
Die von der NPD ausgehende Gefahr kann nicht dadurch beseitigt werden, dass wir nach ihrem Verbot schreien. Wir haben als Gesellschaft zugelassen, dass große Teile unserer Gesellschaft zur NPD übergelaufen sind und wir können sie nur mit Überzeugungsarbeit wieder rausholen. Wir müssen die Fehler in ihrer Denkweise - sofern es wirkliche Fehler sind - entlarven und offenlegen. Wie z.B. das "Deutschland ist größer als die Bundesrepublik!", das auf der einen Seite wie eine ungeschichte und deplazierte Parole aussieht, auf der anderen Seite aber eine geschickte Verzerrung der Forderung ist. Gerichtlich wohl kaum anfechtbar, aber in der Wirkung auf unbedachte Leser mit hohem propagandistischem und aufwiegelndem Potential.
Man muss der NPD mit Aufklärung begegnen und nicht mit Verbotforderungen.