ach kinder achtet nicht so sehr auf die details...
Aber nur der Aufklärung wegen

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Faschismus
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1. als Name für die Bewegung Benito Mussolinis in Italien.
2. Beginnend mit Stalin wurde er von der kommunistischen Lehre weitgehend dem Antikommunismus und Spätkapitalismus gleichgesetzt.
3. Nach einer neueren Interpretation durch marxistische und nichtmarxistische Faschismusforscher wie Ernst Nolte (seit etwa 1970) umfasst der Begriff antiliberale, antidemokratische und antikommunistische Ideologien und schließt damit auch den deutschen Nationalsozialismus ein.
Abgeleitet ist der Begriff Faschismus vom italienischen fascio beziehungsweise lateinischem fasces für Bund, Bündel. Er geht zurück auf die Fasces, Rutenbündel, welche die antiken Liktoren als Symbol der Macht des Römischen Reiches und des römischen Machthabers (Konsuls, Imperators, Statthalters), dem sie voranschritten, trugen. Außerhalb Roms wurde die Machtdemonstration verstärkt, indem die Liktoren nicht nur die Fasces (Rutenbündel), sondern zusätzlich ein darin eingewickeltes Beil mit sich führten.
Mussolini selbst definierte Faschismus als „Verschmelzung von Großkapital und Staat”, der folglich auch Corporativismus genannt werden könne.
Unterschiede zum Nationalsozialismus
Im Gegensatz zum Nationalsozialismus war der Faschismus nicht ursprünglich antisemitisch. Antisemitische Elemente nahm er erst auf, als Mussolini die Achse mit dem Deutschen Reich unter Adolf Hitler schloss; der Antisemitismus wurde verstärkt, als Mussolini nach seinem Sturz seine unter deutscher Vorherrschaft stehende "Repubblica Sociale Italiana" (RSI) gründete.
Auch das für den Nationalsozialismus typische Führerprinzip gab es im Faschismus nicht. Die Bezeichnung duce ("Führer") war funktional, aber nicht ideologisch überhöht. Neben dem Duce gab es einen Großen Faschistischen Rat.
Ein weiterer wichtiger Unterschied war der faschistische Etatismus, der sich deutlich vom völkischen Nationalsozialismus abhob. Wesentlich wurde dieser Unterschied in Südtirol, wo Mussolini eine harte Italianisierungspolitik betrieb. In einer Vereinbarung zwischen Hitler und Mussolini wurde daraufhin geregelt, dass die deutschen Südtiroler ihre Heimat zu verlassen und in das Deutsche Reich auszureisen hatten, während Südtirol bei Italien blieb. Die "Dableiber" waren die deutschen Südtiroler, die entgegen der Absicht der beiden Diktatoren für den Verbleib in ihrer Heimat "optierten".
Dementsprechend gab es auch keine dem NS vergleichbare Rassenideologie des Faschismus. Wo das Wort Rasse überhaupt benutzt wurde, hatte es ausdrücklich keine biologische Bedeutung, sondern wurde in dem auch in Deutschland früher gebräuchlichen Sinn von rassig als edel benutzt, ohne auf Abstammung abzuheben.
Der modernistische Flügel des Faschismus unterstützte eine Kunstrichtung, die in Deutschland als entartete Kunst galt. Der Verfasser des futuristischen Manifests, Filippo Tommaso Marinetti, der später praktisch der faschistische Staatskünstler wurde, kann als prominentestes Beispiel hierfür genannt werden.
Dennoch ist nicht zu übersehen, dass die Mussolini-Diktatur Regime-Gegner ermorden ließ und mehrere Kriege in Afrika durchführte.