Ok dann erzähl ich euch mal eine kleine Geschichte....
Es war einmal der Sivar, etwa 15 Jahre alt. Er war nie in einer Clique, sondern hatte nur einzelne Freunde. Da lernte er die Clique von seinem besten Freund kennen. Da dieser Freund auf der Hauptschule war, waren in der Clique auch Hauptschüler. Mit der Zeit freundete sich Sivar mit einigen von ihnen an und lernte sie besser kennen. Auch mit 2 Mädels von denen war er zusammen. Sivar hatte das erste Mal die Erfahrung gemacht, in einer Clique zu sein.
Fast alle aus dieser Clique kamen aus Nachbardörfern oder direkt vom Lande. Sivar hat sie schätzen gelernt, weil sie ehrlich sind, für einen da sind wenn man sie braucht usw usw.... Nach einiger Zeit merkt Sivar aber, dass der Grossteil dieser Leute uninteressant wird, weil die Gespräche langweilig geworden sind, der Alltag kehrte ein. Man unterhielt sich nun auch mit Sivar über Trecker, Landwirtschaft und ähnliches. Auch diejenigen, die im Dorf wohnten, ohne einen Bauernhof zu haben.
Sivar dachte aber immer mehr über sich nach, erforschte sich selber, und merkte nach und nach, dass seine Clique ihn nicht weiterbringt, ihn nicht fordert, weil sie einfach andere Interessen hat. Sie hat auch die Einstellung, dass man möglichst bald aus der Schule raus will um eine Lehre zu machen. Tischler, Fliesenleger, Landwirt, Landschaftsgärtner und was es sonst noch so alles gibt.
Was Sivar mit der Zeit festgestellt hat - die Dorfleute waren überwiegend robuster, praktischer orientiert und hatten eine andere Einstellung zu Arbeit. Eine sehr löbliche, keine Frage, aber alles was mit theoretischem Lernen zu tun hatte, war für sie unwichtig. Kunst, Wissenschaft, Sprache, Kultur und erst recht Philosophie. Deswegen sagte ich, sie sind anders gebildet. Sie haben total andere Schwerpunkte gesetzt.
Dann kommt noch das dazu, was ich von meinen Eltern über ein weiteres Kaff ständig erfahren habe und ab und zu noch immer erfahre. Aber das habe ich schon erzählt in nem früheren Beitrag.
Dann dies Kaff im Emsland, wo es mit Nazis ziemlich heftig zugeht.... hab ich aber auch weiter oben erwähnt.
Die Einstellung dieser Clique ist absolut in Ordnung, aber ich kenne halt fast nur Dörfler oder ausserhalb der Stadt wohnende Leute mit einer solchen Einstellung. Daher komme ich auf die Idee, dass die Tendenz generell so ist, dass Nicht-Städter von ihrer Bildung her absolut anders orientiert sind, was hier natürlich jeder, der auf dem Dorf wohnt, gleich auf sich und sein Umfeld bezogen hat. Selbstverständlich kenne ich auch Dörfler wie TriXa, deren Einstellung ganz und garnicht so ist, wie ich sie eben beschrieben habe. Aus dem Grund weiss ich auch, dass man meine Aussagen nicht auf alle beziehen darf. Umgekehrt aber nicht so viele Städter mit der Einstellung (im Verhältnis gesehen).
Versteht mich jetzt endlich mal wer oder wollt ihr immer noch drauf rumreiten, dass meine Meinung völlig unbegründet ist? Da ich eine Menge Leute aus Dörfern und Dörfer selbst kenne, glaube ich daraus schliessen zu können wie es insgesamt etwa aussieht. Und einige Beispiele aus meinem Verwandtenkreis habe ich hier nicht genannt, ist mir jetzt aber auch zu nervig, weil mein Posting schon wieder viel zu lang ist.
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Sivar
[Dieser Beitrag wurde von Sivar am 30. November 2000 editiert.]