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Nationales Energiekonzept Deutschland bis zum Jahr 2020

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outfreyn
Alt 22.04.2008, 19:32   #1
Frage Nationales Energiekonzept Deutschland bis zum Jahr 2020

Zitat von Greenpeace
[...] Greenpeace hat das Aachener Ingenieur- und Beratungsbüro EUtech beauftragt, ein nationales Energiekonzept bis 2020 zu erstellen. Hauptziele waren, einen vorgezogenen Atomausstieg bis 2015 und dessen Vereinbarkeit mit dem Klimaschutzziel zu prüfen, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent zu senken.

Die Studie belegt, dass der Ausstieg aus der Atomenergie kein Hindernis für den Klimaschutz und das 40 Prozent-Ziel ist! Ganz im Gegenteil: Ein früherer Ausstieg bis 2015 ist möglich und kann zum Innovationsmotor für den Ausbau der klimafreundlichen Alternativen wie Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Erneuerbare und energiesparende Technologien werden. Je früher wir solche Technologien einsetzen, desto billiger und wirksamer wird der Klimaschutz. [...]
Quelle Greenpeace mit Weiterführenden Informationen

Bevor jeder losargumentiert und die Nase rümpft, bitte ich doch darum sich zumindest die Website der ersten Quelle durchzulesen. Dauert vielleicht 2 Minuten und kann auch mit grümpfter Nase geschehen.

Wer wirklich substantiell mitreden will, sollte sich wenigstens die Kurzfassung (PDF) durchlesen. Es sind nur 15 Seiten, dauert aber länger.

Imho kann ich nur etwas für Blödsinn erklären wenn ich weiß worüber ich spreche.

Wie dem auch sei, das ein solcher Plan tragbar ist wurde bewiesen. Wurde gehandelt? Trotz vielen Geschrei's und lauter Publicity kam wenig zustande. Das ist zumindest mein Eindruck.

Ja, in Meseberg wurde beschlossen bis zum Jahr 2020 die CO2 Emission um 40% zu senken. Die Ecofys-Analyse des Klimaschutz-Eckpunkteplans vom 21.08.2007 überprüft den vorgelegten Eckpunkteplan der Bundesregierung und kommt auf eine Senkung von 30%.

Wobei,

Zitat von Ecofys-Analyse - 2. Vorgehensweise
[...] Bei der Umsetzung der im Eckpunkteplan vorgesehenen Maßnahmen wird eine zügige
und ambitionierte Vorgehensweise angenommen, die zu einer vollständigen
Ausschöpfung der geschätzten Potenziale führen würde.[...]
Sehr optimistisch, die Jungs. Meiner Meinung nach wird und wurde hier weder zügig noch ambitioniert gehandelt. Fällt euch ein Beispiel ein, das einen positiven Beleg für die Umsetzung eines Eckpunktes ist?

In den Nachrichten lese ich immer wieder, immer häufiger, davon wie rasant sich der Klimawandel vollzieht. Eisfreie Nord-West-Passage, eisfreie Antarktis, die Alpen in 100 Jahren vermutlich Gletscherfrei. Dürren hier, Überflutungen dort.

Ich kann mich an keine einzige positive Nachricht erinnern. Kein Fortschrittsbericht im Sinne von "Ja, wir sind gut auf dem Weg."

Und in der Beziehung bin ich Verfechter des Glaubenssatzes: Wenn die Politik nichts Positives zu sagen hat, sagt sie entweder gar nichts oder verliert sich selbst in nichtssagenden Platitüden. Und, wenn im Zweifel, ist die Neigung alles ins positive Licht zu rücken in jeder Partei prävalent.

Am Ende möchte ich noch daran erinnern das durch die 40% CO2 Senkung bis 2020 der Klimawandel nicht gestoppt wird. Er findet definitiv statt. Es geht um eine Begrenzung der Auswirkungen auf ein ertragbares Niveau.

Ja, nur Deutschland allein kann nichts reissen. Stimmt. Aber die meisten von uns hier kommen aus Deutschland und leben in Deutschland. Es liegt an uns, auf unsere Volksvertreter einzuwirken. Die Bundesrepublik dann, sollte das gleiche im Internationalen Rahmen versuchen.

Wer einfach den Finger hebt, auf andere zeigt und danach meint die Hände in den Schoss legen zu dürfen, verkennt den Ernst der Situation, in der wir alle uns befinden.

Was denkt ihr, wie sieht die Lage aus?

© outfreyn
 
 
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outfreyn
Alt 21.05.2008, 01:48   #2
Standard

Hehe, keiner was geschrieben? Macht nix

Zitat von Sueddeutsche.de 20.05.2008
Die Bundesregierung verfehlt möglicherweise ihre eigenen Klimaziele. Das "integrierte Energie- und Klimaprogramm" werde nur etwa die Hälfte der angestrebten Kohlendioxid-Minderung erreichen, schreibt das Umweltinstitut Ecofys in einer Studie für die Grünen-Bundestagsfraktion. Demnach wird Deutschland im Jahr 2020 nicht 40 Prozent weniger CO2 verursachen als 1990, sondern nur 28 Prozent.
Quelle

Joah. Ist ja auch nichts neues. Denn es sieht so aus als würden sich die Jungs von der SZ auf die gleiche Studie beziehen wie ich. Schon interessant, sollte es stimmen - immerhin wäre die Studie dann ein dreiviertel Jahr alt.

Natürlich kann es sein das Ecofys die Studie fortgeführt hat und sie somit aktuell ist.

Andererseits scheint die neuere Studie von den Grünen in Auftrag gegeben worden zu sein. Naja. So isses halt.

Nun, wie dem auch sei, mal sehen wie's sich weiterentwickelt.
 
 
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winfired
Alt 21.05.2008, 15:35   #3
Standard

Klima ist eine Statistik und kein Wetter.
Die Erde wird Wärmer und Kälter und sie hat dies immer so getan.

Wenn man den ganzen Regenwald wegreißt und die Erde Flächendeckend einer Radarstrahlung aussetzt dann könnte dies auch ein Thema sein?

0,04 % der Luft ist CO2 und 30 % der Luft ist Wassergas.

Wolgang
Thüne

Freispruch für CO2

Gutes Buch von einem Meterologen.

Übrigens steigt der Co2 Gehalt immer wenn die Pflanzliche Aktivität auf der Erde zunimmt, es ist ein Folgephänomen.
 
 
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hackvresse
Alt 21.05.2008, 15:48   #4
Standard

Es gibt keinen von Menschen verursachten Klimawandel. Alles Panik- und Geldmacherei.
 
 
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Extruder
Alt 21.05.2008, 19:39   #5
Standard

Zitat von winfired Beitrag anzeigen
Klima ist eine Statistik und kein Wetter.
Die Erde wird Wärmer und Kälter und sie hat dies immer so getan.

Wenn man den ganzen Regenwald wegreißt und die Erde Flächendeckend einer Radarstrahlung aussetzt dann könnte dies auch ein Thema sein?

0,04 % der Luft ist CO2 und 30 % der Luft ist Wassergas.

Wolgang
Thüne

Freispruch für CO2

Gutes Buch von einem Meterologen.

Übrigens steigt der Co2 Gehalt immer wenn die Pflanzliche Aktivität auf der Erde zunimmt, es ist ein Folgephänomen.
was willst du jetzt damit sagen? du hast ein paar satzfetzen in den raum geworfen die nix aussagen...


und 30% was? massenanteil, gewichtsanteil, äpfel oder birnen?
vielleicht solltest du dir mal klarmachen wie winzig der volumenanteil an wasser an der atmosphäre ist und was luftfeuchtigkeit ausdrückt...
 
 
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winfired
Alt 21.05.2008, 20:11   #6
Standard Satzfetzen

Zitat von Extruder Beitrag anzeigen
was willst du jetzt damit sagen? du hast ein paar satzfetzen in den raum geworfen die nix aussagen...

... und 30% was? Dürfte wohl das Volumen im Anteil sein.

Jedenfalls steht ein kleiner Anteil mit der gleichen zugedachten Eigenschaft einem sehr großen Anteil entgegen. Gasförmiges Wasser besitzt die gleiche zugedachte Eigenschaft wie co2 - bin aber kein Fachmann - im Buch wird die ganze Klimathese sehr Wissenschaftlich wiederlegt!

Geändert von michaelg (21.05.2008 um 20:43 Uhr).
 
 
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Fränze
Alt 23.05.2008, 20:48   #7
Standard

Zitat von hackvresse Beitrag anzeigen
Es gibt keinen von Menschen verursachten Klimawandel. Alles Panik- und Geldmacherei.
Von wem weißt Du das? Das sagt doch nicht mal mehr die BILD. Selbst die hat es inzwischen mitbekommen, dass wir auf eine Überhitzung zusteuern.

Übrigens, Hackgesicht, Temperaturen kann man messen. Und übrigens, Winfired, den Anstieg der Temperaturen auch. Und man kann sogar eine Grafik machen, in der die verschiedenen Eis- und Warmzeiten dargestellt sind, samt dem Anstieg seit Beginn des Industriezeitalters. So hoch, und vor allem so schnell ging es noch nie vorher in der Erdgeschichte.

@outfreyn: Dass nichts passiert, kann man nicht anders erwarten. Lies doch mal, wer z. B. auch eine gültige Stimme bei Wahlen hat Das ändert aber nichts am Frust, da hast Du schon Recht.
 
 
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outfreyn
Alt 26.05.2008, 04:04   #8
Standard

Hab da eine kleine informative Randnotiz in einem SPON Artikel gesehen.

Zitat von SPON
MASSIVE VERÄNDERUNGEN
Der vom Menschen verursachte Klimawandel verändert die Natur massiv und weltweit. Das ist das Ergebnis einer weiteren Studie, die von einem Team um Cynthia Rosenzweig vom Goddard Institute for Space Studies der Nasa in "Nature" vorgestellt wurde (Bd. 453, S. 353). Die Forscher hatten fast 30.000 Datensätze aus der Zeit zwischen 1970 und 2004 ausgewertet. Es ging um Veränderungen biologischer und physikalischer Systeme, also etwa den Blühzeitpunkt, die Gletscherschmelze oder die Zugvögelrouten.

Das Ergebnis: 95 Prozent der physikalischen Veränderungen ließen sich durch einen Anstieg der Temperaturen erklären. In biologischen Systemen zeigte sich ein Zusammenhang in 90 Prozent der Fälle. Natürliche Klimaschwankungen könnten die Beobachtungen hingegen nicht erklären, so die US-Forscher.
Err, und so ein Gebabbel vonwegen "Klimaverschwörung" ist ja nun langsam so ausgelutscht das nicht mal ich mich mehr aufrege, Hacky. Oder Winnie.

Geändert von outfreyn (26.05.2008 um 04:20 Uhr).
 
 
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winfired
Alt 26.05.2008, 12:31   #9
Standard Temperaturen verschieben sich

... innerhalb des Planeten und in die Tiefen der Meere - die Welt wird wärmer weil sie schon immer wärmer und kühler wurde - wir unterliegend er Sonnenaktivität.
 
 
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outfreyn
Alt 26.05.2008, 13:34   #10
Standard

winfired

- du täuscht dich arg wenn du davon ausgehst das von der Existenz von Sonnenzyklen und Meeresströmungen (Stichwort thermohaline Zirkulation, eh...) außer dir niemand weiß,

- ändert das nix dran das diese Argumente haltlos sind, auch wenn du es anders siehst, so als Klima-Verschwörungs-Skeptiker hat man's da ja wohl auch nicht so leicht

- mehr als nur ein bis zwei Stichwörter in mehr oder weniger verständlichen Sätzen sind schon nötig um hier nicht in Richtung Lächerlichkeit abzudriften

- ich weiß, das fällt dir offensichtlich nicht leicht - ständig andere Meinungen zu hören und der Zwang sich immer wiederholen zu müssen, aber Hacky ist ja auf deiner Seite, vielleicht lohnt sich eine Diskussion trotzdem?

Davon abgesehen geht's in diesem Thread nicht explizit um den Klimawandel, dessen Nichtexistenz oder irgendwelche Sonnenzyklen.

Es geht um ein Nationales Energiekonzept und dessen Durchsetzung - mal abgesehen vom Klimaschutz beinhaltete das ursprüngliche Konzept auch erneuerbare Energien, Energieffizienz und Forschung/Förderung in diesen Bereichen.

Da verweise ich nicht ohne schelmisches Grinsen auf den momentanen Ölpreis.

Also bevor hier munter im Off-Topic Ozean herumgetümmelt wird, doch bitte mal im Kontext bleiben. Wenn's so wichtig ist sich mal wieder die Hörner über den Klimawandel abzustossen bin ich definitiv für einen neuen Thread.
 
 
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winfired
Alt 26.05.2008, 14:03   #11
Standard Zurück zum Thema

Es geht um ein Nationales Energiekonzept und dessen Durchsetzung - mal abgesehen vom Klimaschutz beinhaltete das ursprüngliche Konzept auch erneuerbare Energien, Energieffizienz und Forschung/Förderung in diesen Bereichen.

O.K - Das Problem ist im Wesentlichen ein Netzproblem (Speicherung/Steuerung und möglichst verlustarmer Transport.

Weltenaufgang | Blog

Als Ex Kraftwerker halte ich das Problem im Grundzug gelöst - !
 
 
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Extruder
Alt 26.05.2008, 14:22   #12
Standard

Zitat von winfired Beitrag anzeigen
... innerhalb des Planeten und in die Tiefen der Meere - die Welt wird wärmer weil sie schon immer wärmer und kühler wurde - wir unterliegend er Sonnenaktivität.
eigentlich hatte ich grade eine antwort auf deinen nichtssagenden post geschrieben, stattdessen verweise ich mal auf folgenden thread:
Der Klimaschwindel

@topic
bei politischen entscheidungen kann man sich nur nach bestem gewissen und nach aktuellem forschungsstand richten.

unser aktueller stand ist, dass ein klimawandel stattfindet.
die vorherrschende meinung, und damit eben die für unsere wissenschaft wahrscheinlichste theorie ist, dass die co2 konzentration in der atmosphäre den klimawandel antreibt oder zumindest beschleunigt.
der ausstoß von anthropogenem co2 ist messbar bzw. kalkulierbar.
mit dem argument zu kommen, vor 100 jahren wäre falsch gemessen worden ist durchaus berechtigt. dummerweise passt der jährliche konzentrationsanstieg ziemlich exakt zum co2-ausstoß (natürlich mit einem ensprechenden messfehler).
dadurch kann man also die herkunft des größten teils des co2 bestimmen.

der logische schritt wäre also die co2-emissionen zu senken.
das wirklich erbärmlichste wäre nun, zu behaupten, dass alle anderen ja eh nichts tun also würde die wirkung verpuffen wenn nur in deutschland entsprechend gehandelt werden würde...
wenn man nicht mal selber anfängt kann man auch nicht erwarten dass was passiert.

was ist denn so ungeheuer schlimm daran den co2-ausstoß zu minimieren?
wie lange wollt ihr noch auf eurer kohle,öl, gas und uran hocken?
wer jetzt den arsch hochkriegt hat in einigen jahren technologisch die nase meilenweit vorn, dass sowas nicht umsonst ist sollte selbstverständlich sein.
 
 
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outfreyn
Alt 26.05.2008, 14:37   #13
Standard

Winfired:
Die von dir angestrebte Lösung propagiert

- die Umstellung des internationalen Stromnetzes auf Gleichstrom
- Internationale Vernetzung

Das ist imho Utopie. Ich stimme dir zu wenn du sagst, die Zukunft gehört der Elektrizität - aber Gleichstrom wirst du vermutlich nie realisieren können.

Was dir vorschwebt, ist ein Jahrhundert-Projekt. Wenn nicht länger. Ich merke an das wir's ja nich mal geschafft haben den Globus zu elektrifizieren.

Gleichstrom hat Vorteile, klar: Ist aber realitätsfern.
Globale Vernetzung hat Vorteile, herrjee es wäre perfekt! Aber zu erwarten das alle Länder mitmachen - und das pro-aktiv - ist auch realitätsfern.

Ich will nicht sagen unmöglich, aber bevor deine Lösung realisiert ist, hat sich die Problematik von allein gelöst.

Es ist nun mal so, das wir mit dem arbeiten müssen was wir zur Hand haben. Luftschlösser bauen bringt nichts, egal wie perfekt sie sein mögen.

Ich sehe das du sozusagen global dezentralisierst. Also das, was momentan als Ideallösung anzustreben wäre: Statt einigen Großkraftwerken ein dezentralisiertes, flexibles Stromnetz Solar-/Wind- Wasserenergie & BHKW.

Dir als Kraftwerker sind gewiss die Einspeisungsprobleme bekannt, die eneuerbare Energien mit sich bringen, ich vermute das du deswegen die Lösung auch im Gleichstrom suchst.

Aber ich halte andere Lösungen für praktischer, und eher realisierbar als mit deinen Plänen.

Schau dir zum Beispiel mal an was die ATZ GmbH an Forschung im Bereich hocheffizienter Schwungradspeicher auf die Beine stellt. Verlustarme Speicherung mit einer Effizienz > 90% pro Tag.

Edit:
Zitat von extruder
der logische schritt wäre also die co2-emissionen zu senken.
das wirklich erbärmlichste wäre nun, zu behaupten, dass alle anderen ja eh nichts tun also würde die wirkung verpuffen wenn nur in deutschland entsprechend gehandelt werden würde...
wenn man nicht mal selber anfängt kann man auch nicht erwarten dass was passiert.
Joah. Aber so isses. Grad auf SPON gelesen: Die G8 haben keine Einigung für 2020 hinbekommen - Hauptgrund war wohl die mangelnde Beteiligung von Schwellenländern wie China - sondern für 2050.

Ach ja, verbindlich ist das ganze nicht. Als Erfolg wird's gefeiert.

Und ich schau mir den Quatsch weiter an...
 
 
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winfired
Alt 26.05.2008, 21:40   #14
Standard

Gibt es doch schon - bei den Ferntrassen macht es auch nur Sinn -

> Energiebezug > Strom > Stromwirtschaft > Stromnetz
 
 
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Fränze
Alt 26.05.2008, 21:56   #15
Standard

Es ist dämlich, immer z sagen "bevor wir das eine machen, müssen wir erst mal...". Alles gleichzeitig: Energiesparen bietet das höchste Potential, den Restbedarf ist dann über einen regenerativen Energiemix zu decken - das ginge schon, wenn man nur wollte.

Z. B.: Überall entstehen diese Architektensünden, monotone Glasbauten. Wenn die Architekten schon nicht anders bauen können, dann sollen sie wenigstens das Glas zur Solar-Stromgewinnung nutzen, also nicht nur auf Dächern, sondern auch bei allen vertikalen Glasflächen. Das geht! Die Ausbeute ist nicht ganz so hoch, aber mit den neuen Modulen durchaus erfreulich.

Ein zukunftsfähiges Konzept kann nur dezentrale Energiegwinnung sein.
 
 
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outfreyn
Alt 27.05.2008, 18:43   #16
Standard

Das Hochspannungsleitungen die mit Gleichstrom arbeiten Vorteile haben und das es "das schon gibt" ist mir bekannt Winnie.

Du willst nicht nur statt dich erstmal auf ein Land zu konzentrieren, Europaweit ein Gleichstromnetz einführen.

Die Stromerzeugung soll dann in Afrika geschehen. Dazu müssen Gleichstromleitungen in Marocco, Algerien, Tunesien, Ägypten, Türkei, und was weiss ich nicht noch wo gebaut werden.

Mal ganz abgesehen davon das es hier schon Kritik hagelt wenn gesagt wird das Deutschland auf "Energieexporte" aus dem Ausland abhängig wird bzw. ist, ist die Idee 'ne Totgeburt. Ich bitte dich, wir leben doch nicht im WünschDirWasWunderland in der technische Möglichkeiten Realität werden bloss weil sie eben technisch möglich sind.

Du setzt die Kooperation von ganz Nordafrika - und einigen Ländern mehr - voraus. Und was ist mit Leitungssicherheit bzw. Zuverlässigkeit. Ist dir bekannt Unterseekabel nicht selten, sondern regelmässig defekt sind und ausfallen?

Und bei so etwas kritischem wie Energie wird das dann ganz schnell ganz ernst.

Nee. Sorry aber das ist Quatsch. Vielleicht, seeehr langfristig, realisierbar. Wenn wir 'ne Weltregierung haben, es keine Kriege mehr gibt, und so.
 
 
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outfreyn
Alt 29.05.2008, 00:06   #17
Standard

Winnie ist nicht allein, auch der Spiegel hat 'nen Artikel über Solarthermie in Nordafrika veröffentlicht.

Zitat von SPON
Saubere, unerschöpfliche Energie ist kein Traum, sagen Wissenschaftler. Riesige Spiegel-Kraftwerke in den Wüsten rund ums Mittelmeer könnten das Energieproblem lösen. Die Technik ist da, die Industrie will investieren - nur die Politik zögert. [...]
Joah. Ich bleib bei meiner Haltung das diese Möglichkeit für ein Kurz- bzw. Mittelfristiges Energiekonzept Quatsch ist. Im Artikel wird prognostiziert das Solarthermie vom Preis ab 2020 mit "fossilem Strom gleichzieht". Das mag stimmen - aber darauf warten? Und bis dahin? Selbst wenn dann sofort losgebaut wird, wird dieses Konzept nicht sofort hingebaut werden können.

Um genau zu sein, stimme ich dem Artikel zu - es fehlt der Wille. Das ist es, was ich mit Wunderland meinte. Es hängt nicht nur von technischer Realisierbarkeit ab.

Der Artikel ist aber auf jeden Fall lesenswert.
 
 
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Fränze
Alt 29.05.2008, 09:04   #18
Standard

Noch mal: Wenn wir SOFORT etwas tun wollen, weil wir müssen, dann liegt das größte Potential in der Einsparung. Wärmedämmung bei Privathäusern und in der Industrie (!), neueste Technik z. B. bei Heizungen, Abschaffung von unsinnigen Stand-by-Funktionen (TV: unsinnig, Kühlschrank: notwendig - ist ein Beispiel, bevor wieder alle Freiheitskämpfer über mich herfallen).
Ferner die steuerliche Belastung von Spritfresser-Kfz. Jaa, jaa, ich weiß schon. Bei einem Tempolimit heißt es immer, das brächte nicht viel. Stimmt aber nicht, es bringt ein Umdenken und würde die Anschaffung von Raser-Autos lächerlich machen. Die Autoindustrie, die in der Werbung immer noch auf "von Null auf..." setzt, müßte sich was Neues einfallen lassen.

Dann kann man immer noch darüber nachdenken, Riesenspiegel in die Wüste zu pflanzen...

Und jede dieser Notwendigkeiten allein ist es nicht, wir müssen alles machen, und zwar sofort. Tun wir es nicht, ist das ein Zeichen dafür, dass Energie noch immer zu billig ist.
 
 
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OrionX
Alt 29.05.2008, 20:08   #19
Standard

man kann übrigens auch den regenwald mal wieder aufforsten bzw seine noch anhaltende rodung bremsen und auch stoppen. aber das ist ja für $land wirtschaftlich nicht gut, deswegen wird das auch nicht gemacht. Das witzige ist das, ausser eine Werbekampange von Krombacher, von seiten der "großen Klimaschützer" absolut _nichts_ in der art kommt. Ich glaub einen einzigen kleinen Politiker hab ich mal das vorbringen gehört, sonst aber zumindest aus der Politik niemanden.

das fiele auch unter ein langfristiges energiekonzept, zumindest für den klimaschutz.
 
 
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Fränze
Alt 29.05.2008, 21:30   #20
Standard

Doch, bei der UN-Artenvielfaltkonferenz in Bonn, die morgen zu Ende geht, haben sie es ganz wichtig mit dem Urwald und Frau Merkel hat ein Milliardenversprechen abgegeben, auf mehrere Jahre verteilt. Beschlossen wurde sonst weiter nix.
 
 
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