Zitat von Greenpeace [...] Greenpeace hat das Aachener Ingenieur- und Beratungsbüro EUtech beauftragt, ein nationales Energiekonzept bis 2020 zu erstellen. Hauptziele waren, einen vorgezogenen Atomausstieg bis 2015 und dessen Vereinbarkeit mit dem Klimaschutzziel zu prüfen, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent zu senken.
Die Studie belegt, dass der Ausstieg aus der Atomenergie kein Hindernis für den Klimaschutz und das 40 Prozent-Ziel ist! Ganz im Gegenteil: Ein früherer Ausstieg bis 2015 ist möglich und kann zum Innovationsmotor für den Ausbau der klimafreundlichen Alternativen wie Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Erneuerbare und energiesparende Technologien werden. Je früher wir solche Technologien einsetzen, desto billiger und wirksamer wird der Klimaschutz. [...]
Quelle Greenpeace mit Weiterführenden Informationen
Bevor jeder losargumentiert und die Nase rümpft, bitte ich doch darum sich zumindest die Website der ersten Quelle durchzulesen. Dauert vielleicht 2 Minuten und kann auch mit grümpfter Nase geschehen.
Wer wirklich substantiell mitreden will, sollte sich wenigstens die
Kurzfassung (PDF) durchlesen. Es sind nur 15 Seiten, dauert aber länger.
Imho kann ich nur etwas für Blödsinn erklären wenn ich weiß worüber ich spreche.
Wie dem auch sei, das ein solcher Plan tragbar ist wurde bewiesen. Wurde gehandelt? Trotz vielen Geschrei's und lauter Publicity kam wenig zustande. Das ist zumindest mein Eindruck.
Ja, in Meseberg wurde beschlossen bis zum Jahr 2020 die CO2 Emission um 40% zu senken.
Die Ecofys-Analyse des Klimaschutz-Eckpunkteplans vom 21.08.2007 überprüft den vorgelegten Eckpunkteplan der Bundesregierung und kommt auf eine Senkung von 30%.
Wobei,
Zitat von Ecofys-Analyse - 2. Vorgehensweise [...] Bei der Umsetzung der im Eckpunkteplan vorgesehenen Maßnahmen wird eine zügige
und ambitionierte Vorgehensweise angenommen, die zu einer vollständigen
Ausschöpfung der geschätzten Potenziale führen würde.[...]
Sehr optimistisch, die Jungs. Meiner Meinung nach wird und wurde hier weder zügig noch ambitioniert gehandelt. Fällt euch ein Beispiel ein, das einen positiven Beleg für die Umsetzung eines Eckpunktes ist?
In den Nachrichten lese ich immer wieder, immer häufiger, davon wie rasant sich der Klimawandel vollzieht. Eisfreie Nord-West-Passage, eisfreie Antarktis, die Alpen in 100 Jahren vermutlich Gletscherfrei. Dürren hier, Überflutungen dort.
Ich kann mich an keine einzige positive Nachricht erinnern. Kein Fortschrittsbericht im Sinne von "Ja, wir sind gut auf dem Weg."
Und in der Beziehung bin ich Verfechter des Glaubenssatzes: Wenn die Politik nichts Positives zu sagen hat, sagt sie entweder gar nichts oder verliert sich selbst in nichtssagenden Platitüden. Und, wenn im Zweifel, ist die Neigung alles ins positive Licht zu rücken in jeder Partei prävalent.
Am Ende möchte ich noch daran erinnern das durch die 40% CO2 Senkung bis 2020 der Klimawandel nicht gestoppt wird. Er findet definitiv statt. Es geht um eine Begrenzung der Auswirkungen auf ein ertragbares Niveau.
Ja, nur Deutschland allein kann nichts reissen. Stimmt. Aber die meisten von uns hier kommen aus Deutschland und leben in Deutschland. Es liegt an uns, auf unsere Volksvertreter einzuwirken. Die Bundesrepublik dann, sollte das gleiche im Internationalen Rahmen versuchen.
Wer einfach den Finger hebt, auf andere zeigt und danach meint die Hände in den Schoss legen zu dürfen, verkennt den Ernst der Situation, in der wir alle uns befinden.
Was denkt ihr, wie sieht die Lage aus?
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