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Die Medien und ihre Rolle in der Politik

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autonomia
Alt 04.07.2003, 18:05   #1
Idee Die Medien und ihre Rolle in der Politik

Angeregt von der Berlusconi debatte würde ich hier jetzt gerne über die Rolle der Medien in der Politik reden.
Die Rolle der Medien in der Politik verändert sich zuhnehmend und mann spricht von einer Mediokratie in der die Medien die 4 Gewalt bilden im Staat. Díe Eigentliche Rolle der Medien im Staat sollte aber die des Transmiters zwischen Politik und Bürger sein. Welche auswirkungen hat es nun wenn die Medien beginnen selbst Politik zu machen. Wer bestimmt in unserem Staat die Politischen Themen die Medien oder die Politiker. Ein Bsp. für die aktive Rolle der Medien in der Politik ist die US.intervention in Somalia bei der bewiesen ist ,dass CNN ,war es glaube ich, durch seine Berichterstattug die Regierung zwang zu intervenieren.
 
 
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igni
Alt 04.07.2003, 18:29   #2
Standard

genau zu diesem thema hatte ich vor paar monaten eine präsentation in GK gemacht

eine textpasage

Die Meinungsbildungsfunktion:
Die Medien sind heute im politischen Meinungs- und Willensbildungsprozeß der Bürger stark eingebunden. (z.B. Wahlen) Problematisch ist dabei jedoch, daß die Medien in der Regel die Wirklichkeitserfahrungen durch eine Wirklichkeitsvermittlung ersetzen. So basieren auch die Meinungen der meisten Bundesbürger auf dem Wirklichkeitsbild der Presse.

ich finde den vorherigen satz sehr erschreckend. überhaupt ist die mediatisierte politik sehr gefährlich denn die massenmediale präsenz scheint heute das wichtigste zu sein.... egal ob sie positive oder negative reaktionen nach sich zieht.
 
 
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Pigma
Alt 04.07.2003, 18:39   #3
Standard Re: Die Medien und ihre Rolle in der Politik

Original geschrieben von autonomia
Ein Bsp. für die aktive Rolle der Medien in der Politik ist die US.intervention in Somalia bei der bewiesen ist ,dass CNN ,war es glaube ich, durch seine Berichterstattug die Regierung zwang zu intervenieren.
Bitte was?

Gibt es dazu auch ein paar Links?
 
 
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asdf
Alt 04.07.2003, 19:26   #4
Standard Re: Die Medien und ihre Rolle in der Politik

Original geschrieben von autonomia
Díe Eigentliche Rolle der Medien im Staat sollte aber die des Transmiters zwischen Politik und Bürger sein.
Naja erstmal informieren, das is klar. die Medien sollen aber genauso kritische Fragen stellen und Misstände ansprechen.
Da kommt eben noch eine gewisse Kontrollfunktion hinzu.

Und wenn die Medien in den Händen der politischen Führer liegen, kann dieser Aspekt nunmal ziemlich schnell unter den Tisch fallen.
 
 
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cinimini
Alt 06.07.2003, 19:41   #5
Standard

Meiner Ansicht nach geht von der Medialen Berichterstattung solange keine Gefahr aus, solange man mehrere Bezugsquellen für seine informationen hat. Es gibt viele verschiedene Zeitungen und Nachrichtensendungen, und da diese alle sehr unterschiedliche Interessen haben, wird die Berichterstattung nie 100% gleich sein, und aus dem Gesamtbild der Medienerstattung kann man sich dann die wirklichkeit herausfiseln...

Ich denke hier in deutschland haben wir sehr gute, kritische und neutrale Bezugsquellen für Nachrichten, im Gegensatz zu Amerika, wo der Patriotismus in den Medien nahezu lächerlich ist...
 
 
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richieguitar
Alt 06.07.2003, 20:03   #6
Standard

Kritisch, so wie die nachrichten von RTL2, oder die Berichterstattung von BILD?

Aber du hast schon recht, man muss sich ganz genau überlegen, was man sich aus den vorhandenen Informationen rausfiltern sollte.
 
 
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igni
Alt 06.07.2003, 20:53   #7
Standard

..... nur informieren sich sehrsehr viele leute nicht bei verschiedenen medien. das meinte ich ja damit das viele das wirklichkeitsbild z.b. von der bild einfach ohne kritisch darüber nachzudenken übernehmen.
 
 
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cinimini
Alt 06.07.2003, 21:03   #8
Standard

..... nur informieren sich sehrsehr viele leute nicht bei verschiedenen medien
Das stimmt nicht, man wird doch ständig mit Informationen bombadiert, gegen die man sich garnicht wehren kann... Man schaltet den Fernseher an - Informationen... Man läuft durch die Strassen - Zeitungsschlagzeilen...


Man bekommt überall was mit, niemand informiert sich ausschliesslich in der Bild Zeitung...
 
 
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igni
Alt 06.07.2003, 21:13   #9
Standard

das meinst du vielleicht.... denkst du das ist bei den älteren mitbürgern auch so? ich kenne welche bei denen meine aussage zutrifft.

es ist so daß verschieden gruppierungen und gesellschaftsschichten verschiedene medien bevorzugen. das niveau von großen deutschen tageszeitungen unterscheidet sich wesentlich von einigen tv-nachrichten. und die nutzung der verschiedenen informationsquellen hängt vom geschlecht, bildungsgrad und alter ab.
 
 
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cinimini
Alt 06.07.2003, 21:18   #10
Standard

das niveau von großen deutschen tageszeitungen unterscheidet sich wesentlich von einigen tv-nachrichten
Das ist doch quatsch... das lässt sich 1 zu 1 umsetzen:
Bild Zeitung entspricht RTL News
SZ entspricht Tagesthemen
etc. etc. etc. das sind nur 2 Beispiele, die jetzt vielleicht nicht 100% treffend sind, aber man sieht was gemeint ist...

und die nutzung der verschiedenen informationsquellen hängt vom geschlecht, bildungsgrad und alter ab.
Ich glaub jetzt mal weniger, dass das irgendwas mit dem Geschlecht zu tun hat, die anderen beiden Punkte treffen natürlich zu, wobei ich sowohl 16 Jährige, als auch 50 Jährige FAZ Leser kenne... ganz so kategorisch ist das alles nicht...
 
 
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drink_milk!
Alt 06.07.2003, 21:21   #11
Standard

[offtopic]16-jährige FAZ-Leser rocken[/offtopic]
Um wieviel wollen wir wetten, das das Kaufverhältnis FAZ:Bild bei Altersgenossen von mir ungefähr 1:40 ist? Und das ist kein bisschen übertrieben.

Als mir das Geld für das Abo fehlte und ich mir die FAZ am Kiosk 'ne Zeit lang gekauft habe hat mich jeder wie ein Stein angeguckt, wie ich doch so 'ne Zeitung lesen könnte.
 
 
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igni
Alt 06.07.2003, 21:32   #12
Standard

@cinimini ich habe dazu einige statistiken und forschungsberichte gelesen.... aber wenn du meinst das ist nicht korrekt ist das deine meinung.

natürlich ist auch nicht alles ganz so kategorisch... ausnahmen gibt es immer...

und natürlich hängt vieles auch vom geschlecht ab. ich bin z.b. die einzigste in meiner klasse die freiwillig schonmal eine c't o. financial times in der hand hatte.
 
 
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Angie
Alt 06.07.2003, 22:10   #13
Standard

Original geschrieben von drink_milk!
Als mir das Geld für das Abo fehlte und ich mir die FAZ am Kiosk 'ne Zeit lang gekauft habe hat mich jeder wie ein Stein angeguckt, wie ich doch so 'ne Zeitung lesen könnte.
Na lesen ist ja auch nur ein erster Schritt zur Weisheit.
 
 
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cinimini
Alt 06.07.2003, 22:17   #14
Standard

und natürlich hängt vieles auch vom geschlecht ab. ich bin z.b. die einzigste in meiner klasse die freiwillig schonmal eine c't o. financial times in der hand hatte.
Thema: Die Medien und ihre Rolle IN DER POLITIK, und da kommst du mit Computer und Finanz Zeitungen daher, die nun wirklich nicht allzuviel mit Politik zu tun haben (financial times zwar schon eher als ct, aber nur weitab vom eigentlichen thema sozusagen sekundär)...
 
 
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Argyle
Alt 06.07.2003, 23:05   #15
Standard

Original geschrieben von drink_milk!
[offtopic]16-jährige FAZ-Leser rocken[/offtopic]
Um wieviel wollen wir wetten, das das Kaufverhältnis FAZ:Bild bei Altersgenossen von mir ungefähr 1:40 ist? Und das ist kein bisschen übertrieben.

Als mir das Geld für das Abo fehlte und ich mir die FAZ am Kiosk 'ne Zeit lang gekauft habe hat mich jeder wie ein Stein angeguckt, wie ich doch so 'ne Zeitung lesen könnte.
[offtopic]Tosender Applaus rollt wie eine Taifunwoge über dich herein.[/offtopic]


Original geschrieben von Cinimini


Thema: Die Medien und ihre Rolle IN DER POLITIK, und da kommst du mit Computer und Finanz Zeitungen daher, die nun wirklich nicht allzuviel mit Politik zu tun haben (financial times zwar schon eher als ct, aber nur weitab vom eigentlichen thema sozusagen sekundär)...
Beide Zeitungen sind politisch involviert in irgendeiner Art und Form.
Gut die c't nur eingeschränkt, weil die natürlich nur der IT-Sektor betrifft.
Aber die Financial Times ist absolut eine Zeitung die im politischen Metier mitmischt. Beispiel: der Artikel mit der Empfehlung der Financial Times zur letzten Bundestagswahl.
 
 
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drink_milk!
Alt 06.07.2003, 23:10   #16
Standard

dude ist die beste Tageszeitung mit dem besten Hintergrundwissen in Person

Aber recht geben muss ich dir in dem anderen Punkt schon, die FTD ist 10x so politisch (sogar abhängig) wie andere Finanzzeitungen.
 
 
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Argyle
Alt 06.07.2003, 23:15   #17
Standard

Leider bin ich kein dude whatsoever, noch kenne ich ihn durch mehr als vom Hörensagen.
Paranoia?
 
 
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drink_milk!
Alt 06.07.2003, 23:16   #18
Standard

Original geschrieben von Argyle
Paranoia?
...Stufe Suizidgefahr
 
 
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cinimini
Alt 07.07.2003, 00:57   #19
Standard

Aber recht geben muss ich dir in dem anderen Punkt schon, die FTD ist 10x so politisch (sogar abhängig) wie andere Finanzzeitungen.
Ich glaube ich muss noch erläutern was ich unter sekundär politisch verstehe: Die FTD setzt sich nur insoweit mit Politik auseinander, wie es sich nunmal mit dem Konzept der Zeitung (Geld) vereinbaren lässt, Themen, die mit dem Konzept nichts zu tun haben, werden nicht beachtet, und in der Politik geht es nunmal um mehr als Steuern, Schulden und Kredite... Man wird in der FTD wohl kaum einen Bericht zum Thema Einwanderungsgesetz finden, von daher betrachte ich die FTD nur sekundär als politisches Magazin, denn man kann sich durch diese Zeitung kein gesammtbild von der Politik machen, wie das beispielsweise bei der FAZ schon möglich ist, da hier das gesammte politische Spektrum behandelt wird...

Wobei mich persöhnlich jetzt noch interessieren würde, was die FTD den Lesern vor dem 22. September geraten hatte zu wählen (nur um das Politische lager bestimmen zu können, aus dem diese Zeitung kommt)...
 
 
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drink_milk!
Alt 07.07.2003, 01:01   #20
Standard

Original geschrieben von Cinimini
Wobei mich persöhnlich jetzt noch interessieren würde, was die FTD den Lesern vor dem 22. September geraten hatte zu wählen (nur um das Politische lager bestimmen zu können, aus dem diese Zeitung kommt)...
Guckst du hier. Wie jeder, der sich für das wirtschaftliche Wohl unseres Landes interessiert stimmt die FTD für Schwarz-Gelb.
 
 
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cinimini
Alt 07.07.2003, 01:13   #21
Standard

Naja, da sieht man schonmal, dass der Einfluss der FTD in der Politik nicht so gross ist, dass die einfach nur eine Wahlempfehlung aussprechen müssen, und schon wird gemacht was geschrieben steht... Immerhin wissen wir ja alle, dass Rot/Grün immernoch an der Macht ist...

Aber: Dass die Medien einen grossen Einfluss auf die Zuschauer haben ist doch klar, nicht umsonst werden wir täglich mit Werbung berieselt, auch beispielsweise politisch wenn gerade mal Bundestagswahl ist. Ich glaube, dass der Einfluss der Medien auf den Zuseher dermassen hoch ist, dass gegen die Wahlempfehlung beispielsweise von Sat1/ProSieben/Kabel1 keine Wahl von einer anderen Partei gewonnen werden könnte, so erkläre ich mir auch die führende Politik in den USA und Italien.
Bush versteht es sich zu inszenieren, und Medienwirksame Auftritte zu machen...
 
 
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drink_milk!
Alt 07.07.2003, 01:16   #22
Standard

Tja, ein Bayer ist auf einen nicht-Bayern leider nicht sehr einflussreich und von daher nicht medienwirksam .

Würde bei dem völlig unemotionalen Koch nicht anders aussehen, wir in Hessen wissen nach katastrophaler Politik von Herrn Eichel, das Roland Koch eine gute Politik für unser Bundesland macht.
 
 
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cinimini
Alt 07.07.2003, 01:32   #23
Standard

Tja, ein Bayer ist auf einen nicht-Bayern leider nicht sehr einflussreich und von daher nicht medienwirksam .
Thema Stoiber: Ich glaube kaum, dass der so wenig medienwirksam ist, weil er ein Bayer ist, sondern eher, weil es sich um einen alten Mann mit teilweisen Sprachstörungen handelt, ganz egal wie kompetent der Mann politisch sein mag... sowas kommt nunmal nicht gut an, unabhängig davon obs ein Bayer ist... Selbst ein Bayer (der den Bayern natürlich nicht raushängen lassen darf) kann medienwirksam sein...

Ob die Merkel medienwirksamer ist wage ich zu bezweifeln... Schröder ist was medienwirksamkeit angeht weitab auf Platz 1 unter deutschen Politikern...
 
 
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drink_milk!
Alt 07.07.2003, 01:35   #24
Standard

Original geschrieben von Cinimini
Ob die Merkel medienwirksamer ist wage ich zu bezweifeln... Schröder ist was medienwirksamkeit angeht weitab auf Platz 1 unter deutschen Politikern...
Hmmm, nö. Ich würd' sagen Fischer.

Der gilt ja auch lt. Meinungsumfragen als beliebtester Politiker Deutschlands (hinter ihm war vor 'nem Jahr noch J.W.M.!!!).

So, bin dann mal wieder schlafen.

Gute Nacht,...
 
 
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cinimini
Alt 07.07.2003, 01:40   #25
Standard

Hmmm, nö. Ich würd' sagen Fischer.

Der gilt ja auch lt. Meinungsumfragen als beliebtester Politiker Deutschlands (hinter ihm war vor 'nem Jahr noch J.W.M.!!!).
Fischer ist zwar der beliebteste Politiker, aber meiner Meinung nach nicht der Meidenwirksamste... Fischer ist Aussenminister, der hat nicht so einen Arschlochjob wie Schröder (ums mal sallop zu formulieren)... Als Aussenminister musst du dir dein Ansehen nicht so hart erarbeiten wie als Bundeskanzler in einer Konjunkturkrise... da einigermassen gut auszusehen ist eine spezialität Schröders...
 
 
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